Hunde­haftpflicht­versicherung für Blindenhunde

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Das erwartet Sie hier

Welche gesetzlichen Bestimmungen für Blindenhunde gelten, ob der Abschluss einer Hunde­haftpflicht­versicherung für sie sinnvoll ist und wie Sie den richtigen Tarif finden.

Inhalt dieser Seite
  1. Gesetzliche Grundlagen
  2. Haftpflicht für Blindenhunde
  3. Ist die Versicherung sinnvoll?
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Ausbildung zum Blindenführhund

Das Wichtige in Kürze

  • Als Nutztiere unterliegen Blindenhunde anderen gesetzlichen Bestimmungen als andere Hunde.
  • Ob Hundehalter eine Haftpflicht­versicherung für Blindenhunde abschließen müssen, hängt vom Bundes­land ab. Es ist jedoch empfehlenswert.
  • Unabhängige Testergebnisse helfen bei der Auswahl der richtigen Versicherung.

Gesetzliche Grundlagen zur Haftung für Blindenführhunde

Für Blindenhunde und ihre Halter gelten besondere gesetzliche Regelungen was die Gefährdungshaftung betrifft. Das BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) unterteilt Haustiere in Nutz- und Luxustiere.

Nutztiere sind Tiere, die dem Beruf, der Erwerbs­tätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters dienen. Dazu zählt beispielsweise neben dem Schaf des Bauern auch der Blindenhund. Für Nutztiere ist die Gefährdungshaftung weniger streng ausgelegt, als für Luxustiere.

BGB § 833 Haftung des Tierhalters

Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbs­tätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.

Hunde­haftpflicht für Blindenhunde?

Da der Gesetzgeber die Ersatz­haftpflicht für Halter von Blindenhunden milder definiert, ergibt sich die Frage, ob eine Hunde­haftpflicht­versicherung für Blindenhunde überhaupt nötig ist.

Hundegesetze sind Ländersache. Daher hat jedes Bundes­land ein eigenes Hundegesetz und es gibt keine deutschlandweit geltende Pflicht eine Hunde­haftpflicht­versicherung abzuschließen.

Reglungen der Bundes­länder zur Hunde­haftpflicht­versicherung

Sechs Bundes­länder haben in ihren Hundegesetzen eine allgemeine Pflicht verankert, die besagt, dass Hundehalter eine Hunde­haftpflicht­versicherung für ihren Hund abschließen müssen. Doch nicht in allen Bundes­ländern gilt diese Versicherungs­pflicht auch für Blindenführhunde. So befreien Hamburg und Thüringen die Halter von Blindenhunden von der Versicherungs­pflicht.

In Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein hingegen muss auch für Blindenhunde eine Hunde­haftpflicht­versicherung abgeschlossen werden. In allen anderen Bundes­ländern ist die Hunde­haftpflicht­versicherung nicht gesetzlich vorgeschrieben.

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Ist eine Hunde­haftpflicht­versicherung sinnvoll?

Grundsätzlich ist eine Hunde­haftpflicht­versicherung für jeden Hundehalter zu empfehlen. Denn auch ein Blindenhund kann einen Schaden verursachen oder unter bestimmten Umständen unvorhersehbar reagieren. Hinzu kommt, dass es fraglich ist, ob ein Blindenhund auch dann als Nutztier gilt, wenn er nicht mit dem Geschirr unterwegs und somit nicht im „Dienst“ ist.

Expertinnen-Tipp:

„Hundebesitzer sollten auf Nummer sicher gehen und sich mit einer Hunde­haftpflicht­versicherung gegen Schadensersatz­ansprüche absichern. Die Hunde­haftpflicht­versicherung springt nicht nur bei berechtigten Ansprüchen ein, sie wehrt auch unberechtigte Ansprüche ab. Davon abgesehen muss eine leistungsstarke Hunde­haftpflicht­versicherung nicht teuer sein. Viele Anbieter der Hunde­haftpflicht­versicherung haben hervorragende Tarife. Das zeigen unabhängige Testergebnisse und auch unsere Erfahrungen als Makler.“

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Katharina Krech
Beraterin

Hunde­haftpflicht für Blindenhunde im Test 2021

Die Hunde­haftpflicht­versicherung wird regelmäßig von unabhängigen Instituten getestet. Diese Tests können Ihnen eine allgemeine Orientierung geben, welche Hunde­haftpflicht für Sie und Ihre Anforderungen geeignet ist. Lesen Sie mehr dazu auf unserer Hauptseite zur Hunde­haftpflicht­versicherung im Test:

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Die Ausbildung zum Blindenführhund

Grundsätzlich können fast alle Hunderassen zu Blindenführhunden ausgebildet werden. Ausgenommen davon sind Hunde, die rassetypisch zu Aggressivität neigen oder auch Junghunde, die sich aggressiv verhalten. Wichtig ist das Wesen des Hundes. Sie sollten friedfertig, intelligent, nervenstark und belastbar sein. Einige Hundeschulen bevorzugen bestimmte Hunderassen, wie beispielsweise Golden und Labrador Retriever. Aber auch andere Hunderassen, wie Schäferhunde werden häufig zu Blindenführhunden ausgebildet.

Hunde, die die Blindenführhundausbildung beginnen sollen müssen neben einem Wesenstest auch einen Gesundheits­test bestehen. Hier werden vor allem Wirbelsäule, Gelenke und die Augen der Hunde geprüft. Da die Hunde stark mit den Augen arbeiten müssen, ist es wichtig, dass auch sie gesund sind.

Vom Welpen zum Blindenführhund

Die Ausbilder suchen die Hunde meist schon als Welpen aus. Diese leben dann ein bis zwei Jahre in Patenfamilien, die dafür sorgen, dass die Hunde bereits in der „Kindheit“ viel kennen lernen und sich auch an den Trubel des Straßenverkehrs gewöhnen. Dabei geht es vor allem um Dinge, wie Autoverkehr, Züge, Bahnhöfe, Fußgängerzonen usw. Später ziehen die Hunde häufig zu dem Hundetrainer und durchlaufen eine intensive 6 bis 12 monatige Ausbildung. Hier entstehen Kosten von rund 20.000 €.

Das Kennenlernen – ein wichtiger Prozess

Ist die Ausbildung abgeschlossen, lernen sich der neue Besitzer und der Hund kennen. Dieses Kennenlernen und Einarbeiten mit dem Hundehalter dauert meist 3 bis 4 Wochen. In dieser Zeit wird der neue Besitzer in Pflege, Fütterung und vor allem das Führverhalten des Hundes eingeführt. Ziel der Einarbeitung ist es, dass der blinde Mensch sich von seinem Hund so führen lässt, dass weder die beiden (Hund und Besitzer) noch andere gefährdet werden. Häufig gibt es zum Schluss eine so genannte Gespannprüfung, die durch unabhängige Prüfer abgenommen wird. Die Prüfung folgt den Richtlinien des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes.

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