ic_local_phone_black_24px Created with Sketch.
sandwich Created with Sketch.
Wir versichern Sie gern!

Unsere Berater freuen sich von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr (oder nach Vereinbarung) auf Ihre Fragen.

030 – 120 82 82 8 kontakt@transparent-beraten.de
Zweigstellen

Versicherungen für behinderte Menschen

Menschen mit körperlichen wie auch geistigen Beeinträchtigungen sind genauso auf einen umfassenden Versicherungsschutz angewiesen wie jede andere Person auch. Gerade bei diesem Thema steht ihnen ihr Handicap häufig im Weg. Denn einige Versicherungen legen für die Berechnung des Versicherungsbeitrags den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers zugrunde, sodass für den Versicherungsschutz höhere Risikozuschläge erhoben werden. Doch welche der zahlreichen Versicherungspolicen sollte ein Mensch mit Handicap in sein Versicherungsportfolio aufnehmen.

Unbeschränkte Geschäftsfähigkeit als Voraussetzung für den Versicherungsschutz

Damit ein abgeschlossener Versicherungsvertrag überhaupt rechtskräftig wird, muss im Vorfeld die uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit des Versicherungsnehmers gegeben sein. Dementsprechend muss er das 18. Lebensjahr vollendet haben und die Folgen seines Handelns abschätzen können. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, springt der gesetzliche Vertreter des Versicherungsnehmers ein. Unabhängig davon, welche Versicherung tatsächlich abgeschlossen wird, sollten existenzbedrohende Risiken in den Versicherungsschutz einfließen.

Prüfung des Gesundheitszustands verhindert umfassenden Versicherungsschutz
Aufgrund ihrer Behinderungen wird eingeschränkten Menschen die freie Wahl bei den Versicherungen verwehrt, vor allem, wenn es um die Absicherung der eigenen Person geht. Personenbezogene Versicherungen wie etwa die Berufsunfähigkeitsversicherung, private Pflegeversicherung oder private Krankenversicherung sichern sämtliche Risiken, wie zum Beispiel Krankheit, Unfall, Pflegebedürftigkeit, Tod und die finanzielle Existenz ab. Bei ihrem Abschluss wird in der Regel der gesundheitliche Zustand des Versicherungsnehmers überprüft, da er neben dem Alter auch das zu versichernde Risiko festlegt. Vor diesem Hintergrund, wird ihnen der Weg zu einem ganzheitlichen Versicherungsschutz oftmals erschwert. Gleichwohl in welcher schweren Lage sich Versicherungsnehmer befinden, ist es Versicherern erlaubt, Anträge abzulehnen oder Risikozuschläge einzufordern.

Behinderung – Krankheit muss versichert sein

Die gesetzliche Krankenversicherung ist für jeden Menschen ein unerlässlicher Krankenschutz. Können eingeschränkte Menschen nicht selbständig für ihren Unterhalt aufkommen, bleiben sie weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung der Eltern familienversichert. War man zuvor in der privaten Krankenversicherung versichert und wird durch die Folgen eines Unfalls schwerbehindert, kann der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung vorgenommen werden. Dieser Wechsel kann nur unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen erfolgen:

  • Einhaltung der dreimonatigen Aufnahmefrist
  • Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent
  • Nicht älter als 45 Jahre
  • Ehepartner muss mindestens drei Jahre in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert gewesen sein

Private Krankenversicherung in bestimmten Fällen die einzige Möglichkeit

Grundsätzlich wird Menschen mit Behinderungen die Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung von vorneherein verwehrt. Einzig Personen mit einer erworbenen Behinderung, die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren können, wird der Versicherungsschutz der privaten Krankenversicherung gewährt. In dem Zusammenhang haben Versicherungsnehmer die Wahl, in den Basistarif zu wechseln. Dieser erweist sich aber nur dann als sinnvoll, wenn ein Anspruch auf Grundsicherung besteht, da der Versicherungsbeitrag so halbiert wird. Einzige Voraussetzung, die der Versicherte dafür erfüllen muss: Er muss mindestens 55 Jahre alt sein.

Im Basistarif ist keine Gesundheitsprüfung notwendig

Anders als in anderen Versicherungsverträgen, erfolgt im Basistarif keine Gesundheitsprüfung. Ebenso ist es der Versicherung nicht gestattet, Risikozuschläge für Vorerkrankungen in Rechnung zu stellen oder Krankheiten aus den Versicherungslistungen auszuschließen. Mit dem Basistarif erhält der Versicherungsnehmer dieselben Leistungen wie ein gesetzlich Krankenversicherter.

Nur Arzthonorare werden von der privaten Krankenversicherung übernommen
Einziges Problem, welches der Basistarif birgt: Man wird als Privatpatient behandelt, jedoch erfolgt die Abrechnung der Leistungen auf gesetzlichem Niveau. In dem Zusammenhang werden nur die Arzthonorare beglichen. Möchte man nicht auf hohen Kosten sitzen bleiben, sollte der Arzt vor der Behandlung darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass ein Versicherungsschutz lediglich durch den Basistarif gegeben ist.

Deliktfähigkeit ist eine wichtige Leistung der Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung sichert sämtliche Schäden ab, die anderen zugefügt werden. Eben dieser Tatbestand ist bei Menschen mit Handicap häufig nicht eindeutig zu interpretieren. Nichtsdestotrotz gehört die private Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Absicherungen, da sie eine Art Rechtsschutzversicherung darstellt. Dahingehend prüft sie die Anschuldigungen des Versicherungsnehmers und die damit verbundene Deliktfähigkeit.

Versicherungsbedingungen genauestens unter die Lupe nehmen
Somit sollte bei der Auswahl einer Haftpflichtversicherung darauf geachtet werden, dass sie eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen offenbart und deliktfähige Personen, wie etwa Menschen mit Behinderungen oder Demenzkranke mitversichert. Im Übrigen sollten Rollstuhlfahrer darauf achten, dass ihr Gefährt in dem Versicherungsschutz integriert ist.

Kontaktieren Sie uns gern bei allen Fragen rund um das Thema Versicherungen für behinderte Menschen. Wir helfen beim Auffinden der idealen Versicherung. Telefonisch unter 030 – 120 82 82 8 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Behinderung und Beruf – Absicherung nur bedingt möglich

In den Besitz einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu gelangen, ist für Menschen mit Handicap nahezu unmöglich. Viel zu groß ist das Risiko, dass sie plötzlich nicht mehr arbeitsfähig sind. Jedoch gibt es eine Ausnahme. Liegt eine chronische Erkrankung vor, die eine zukünftige Behinderung nach sich zieht, erhalten Menschen mit Behinderungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Während die chronische Erkrankung ausgeschlossen wird, können andere Gründe für eine späte Berufsunfähigkeit versichert werden. Inwieweit ein Antrag abgelehnt bzw. akzeptiert wird, hängt von der Art der Behinderung ab. In der Regel wird eine chronische Erkrankung sehr viel gravierender eingestuft, als ein fehlendes Körperteil.

Wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen ist entscheidend
Genauso wie alle anderen Versicherungsnehmer auch, werden Menschen mit Behinderungen zur wahrheitsgemäßen Beantwortung der Gesundheitsfragen gebeten. Denn Versicherer nehmen die Schadensfälle genauestens unter die Lupe. Ergibt sich eine Diskrepanz zwischen den gegebenen Antworten und den Angaben im Schadensfall, können Versicherer mit sofortiger Wirkung vom Vertrag zurücktreten, sodass jahrelange Beitragszahlungen und Bemühungen plötzlich nichtig sind.

Behinderung – Unfallversicherung ist keine Lösung

Alternativ zur Berufsunfähigkeitsversicherung, wird Menschen mit Behinderungen eine Unfallversicherung angeboten. Jedoch birgt ihr Abschluss viele Schwierigkeiten, da der Gesundheitszustand für ihren Abschluss zugrunde gelegt wird. In dem Zusammenhang schließen Versicherungen dauerhaft pflegebedürftige Menschen, wie auch Personen mit geistiger Behinderung, von ihrem Versicherungsschutz aus.

Behinderung und Leben versichern - keine Chance
Die Lebensversicherung kann wichtig sein, wenn die Absicherung der Hinterbliebenen im Vordergrund steht. Aber auch hier ergeben sich aufgrund der Einstufung des Gesundheitszustands Schwierigkeiten für den Versicherungsnehmer. Menschen mit Behinderungen haben eine sehr viel geringere Lebenserwartung, sodass Versicherern das zu tragende Risiko einfach zu hoch erscheint. Nichtsdestotrotz kann sich der Antragsversuch lohnen. Denn je nach Art der Behinderung erhält man den Versicherungsschutz dennoch mit Risikozuschlägen.

Behinderung und Pflege

Gerade für Menschen mit einem höheren Risiko, in Zukunft pflegebedürftig zu werden, ist diese Versicherung sehr attraktiv. Wie so oft ergeben sich auch hier wegen des Gesundheitszustands Komplikationen für Menschen mit Handicap.

Einzige Möglichkeit der Absicherung ist der Pflege-Bahr
Wurde noch keine Pflegebedürftigkeit festgestellt, hat der Versicherungsnehmer mit dem Pflege-Bahr die einzige Möglichkeit sich ganzheitlich abzusichern. Dabei handelt es sich um eine private Pflegetagegeldversicherung mit staatlichem Zuschuss. Hierbei muss eine monatliche Investition in Höhe von zehn Euro getätigt werden, damit der Staat sich mit fünf Euro an der privaten Vorsorge beteiligt.

Gesundheitszustand ist kein Ausschlusskriterium

Im Gegensatz zu anderen Versicherungen, ist der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers nicht wichtig für den Abschluss des Pflege-Bahrs. Darüber hinaus haben Versicherer nicht das Recht, Antragssteller abzulehnen. Weiterhin ist auch keine Altersbeschränkung einzuhalten. Ferner muss der Pflege Bahr in Pflegegrad 5 einen monatlichen Leistungsanspruch von 600 Euro vorsehen.
Nichtsdestotrotz birgt der Pflege-Bahr auch einige Nachteile:

  • Wartezeit von fünf Jahren
  • Pflegebedürftigkeit innerhalb der Wartezeit – kein Leistungsanspruch
  • Pflegefall – Versicherungsbeiträge müssen weiter gezahlt werden

Behinderung – Autoumbau muss der Versicherung gemeldet werden

Die Kfz-Versicherung ist Pflicht in Deutschland und versichert sämtliche Schäden, die durch Eigenverschulden mit dem Auto im Straßenverkehr entstehen. Beim Abschluss dieser Police ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Versicherer über die Sonderausstattung wie eine Rollstuhlhebebühne oder einen behindertengerechten Umbau des Autos informiert wird. Menschen mit einem elektronischen Rollstuhl brauchen eine eigene Kfz-Haftpflichtversicherung, wenn ihr Gefährt eine Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde überschreitet.

Rollstuhl mit der Hausratversicherung absichern
Im Allgemeinen übernimmt die Hausratversicherung sämtliche Schäden, die durch Feuer, Blitzschlag, Raub, Sturm, Hagel oder Einbruchsdiebstahl entstehen. Hierbei wird der Neuwert der Gegenstände angesetzt. Genauso zum Hausrat eines eingeschränkten Menschen gehören beispielsweise ein Beatmungsgerät wie auch der Rollstuhl, die der Versicherung unverzüglich zu melden sind. Im Zuge dessen sollte auch abgeklärt werden, wie der Sachverhalt versichert ist, wenn der Rollstuhl außerhalb der eigenen Wohnung gestohlen wird.

Fazit

Während Menschen mit Behinderungen bei steuerlichen Angelegenheiten eine vorteilhafte Position einnehmen, sieht es bei versicherungstechnischen Fragen anders aus. Dahingehend wird ihnen oftmals der Zugang zu bestimmten Versicherungen, aufgrund ihres Gesundheitszustands verwehrt. Somit bedeutet es für sie, sich zahlreicher Untersuchungen zu unterziehen und für ihr Recht auf Absicherung zu kämpfen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 24.04.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Mario Müller
Mario Müller
mehr erfahren
Newsletter - Wir halten Sie auf dem Laufenden!
Unser Newsletter versorgt Sie mit Infos rund um das Thema Versicherungen.
Sie können sich jederzeit abmelden, indem Sie auf den Link in der Fußzeile unserer E-Mails klicken. Informationen zu unseren Datenschutzpraktiken finden Sie auf unserer Website. Wir nutzen Mailchimp als Newsletter-Platform, indem Sie abonnieren, stimmen Sie zu, dass wir Ihre Daten zur verarbeitung an Mailchimp senden.
ein Service von
Unsere Kunden haben uns bewertet
4.9 von 5 Punkten aus 1 162 Nutzerbewertungen für transparent beraten Beratungsleistung
Vielen Dank!

Ihre Bewertung wurde erfolgreich versendet und wird in den nächsten Tagen freigeschaltet.

×
Ihre Bewertung: Punkte

Bitte beachten Sie: Sie bewerten die transparent-beraten.de Versicherungsmakler-Gesellschaft nicht den Versicherer.
Bewerten Sie die Beratungsqualität unserer Versicherunsmakler durch das Auswählen einer Stern-Zahl!