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Handwerker verursacht Schaden: Wer haftet?

Wer haftet, wenn der Handwerker einen Schaden verursacht hat? Wer kommt für den Schaden auf, wenn es sich um ein Subunternehmen handelt? Und welche Versicherung springt in welchem Fall ein?

Wer haftet für Handwerker-Schaden?

Wenn der Handwerker einen Schaden verursacht hat, wendet sich der Wohnungs- oder Hauseigentümer stets an das Handwerksunternehmen, das für die Arbeiten beauftragt wurde. Dieses gilt nicht nur, wenn ein Angestellter oder ein Auszubildender des Unternehmens für den Schaden verantwortlich ist, sondern auch, wenn der Schaden durch einen Mitarbeiter eines Subunternehmens zustande gekommen ist.

Unternehmen haften auch für s. g. Erfüllungsgehilfen. Also nicht nur für eigene Angestellte und Auszubildende, sondern auch für von ihr beauftragte Personen anderer Unternehmen.

Dokumentieren Sie den Schaden und verlangen Sie gegenüber dem Handwerksbetrieb möglichst zeitnah eine Schadensbegleichung.

Grad des Verschuldens kann über Haftung entscheiden

Auch wenn das Handwerksunternehmen für den Schaden aufkommen muss, kann es sein, dass das Unternehmen die Schadensbegleichung an den Handwerker weitergibt. Entscheidend ist dabei, ob der Handwerker fahrlässig gehandelt hat. Man unterscheidet zwischen leichter, mittlerer und grober Fahrlässigkeit.

  • Bei einer leichten Fahrlässigkeit hat der Auszubildende zum Beispiel aus Versehen etwas Farbe auf den Teppich oder das Parkett tropfen lassen. In diesen Fällen haftet das Unternehmen, nicht der Handwerker bzw. der Auszubildende.
  • Eine mittlere Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Handwerker hätte voraussehen müssen, dass sein Handeln zu einem Schaden führt. Dieses kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Maler beim Wandstreichen auf eine Abdeckplane verzichtet hat, obwohl er mit dünnflüssiger Farbe in einem mit Teppich ausgelegten Zimmer arbeitet. Hier kann der Handwerker in Teilhaftung genommen werden.
  • Grob fahrlässig hat der Handwerker gehandelt, wenn er betrunken auf der Baustelle erscheint und den vollen Farbeimer so umstößt, dass sich die gesamte Farbe über den Teppich ergießt. In diesem Fall ist es wahrscheinlich, dass der Handwerker den Schaden in voller Höhe selbst tragen muss. Entscheidet ein Gericht über den finanziellen Schadensersatz, liegt dieser in der Regel nicht über drei bis vier Monatsgehältern. In Extremfällen wird diese Obergrenze allerdings aufgehoben.
Beweise sichern, Sachverständigen hinzuziehen
Auch wenn die Angelegenheit für den Geschädigten eindeutig scheint, ist es ratsam, den Schaden zu dokumentieren. Denn kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, können zum Beispiel Fotoaufnahmen nützlich sein. Bei größeren Schäden kann es sich zudem lohnen, einen Sachverständigen hinzuzuziehen, der die Ursache und das Ausmaß des Schadens feststellt.

Welche Versicherung übernimmt Handwerker-Schaden?

Wenn der Handwerksbetrieb eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen hat, kommt diese für entstandene Schäden auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Schaden in der eigenen Werkstatt oder beim Kunden verursacht worden ist. Die Betriebshaftpflicht übernimmt neben Sachschäden auch Personenschäden. Für Vermögensschäden (wenn dem Geschädigten durch das Handeln des Handwerkers finanzielle Schäden entstehen) muss allerdings eine eigene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Ein Vermögensschaden kann zum Beispiel verursacht worden sein, wenn das Fahrzeug des Handwerkers den Wagen eines Anwalts zuparkt, der dadurch nachweislich ein Honorar in Höhe von z. B. 10.000 Euro verliert.Handwerker Schaden verursacht - Betriebshaftpflicht

Wer haftet für Schaden beim Nachbarn?

Das beauftragte Unternehmen haftet für seine Erfüllungsgehilfen, also nicht nur Angestellte und Auszubildende, sondern auch beauftragte Subunternehmen. Ob der Handwerker nun einen Schaden beim Nachbarn des Auftraggebers oder beim Auftraggeber selbst verursacht hat, spielt für die Haftungsfrage keine Rolle. Der Handwerksbetrieb muss also entweder selbst für den Schaden aufkommen oder der eigenen Betriebshaftpflichtversicherung den Schaden melden.

Unterschied zwischen Schaden und Mangel

Der Unterschied zwischen einem Schaden und einem Mangel kann wichtig sein, denn bei einem Mangel muss dem Verursacher die Chance auf Nachbesserung gegeben werden. Bei einem Schaden ist dieses nicht der Fall.

Von einem Mangel spricht man, wenn die vereinbarte Leistung nicht erbracht wurde. Ein Schaden muss dabei (noch) nicht entstanden sein. So kann der Tischler die neue Tür zwar akkurat hergestellt und eingebaut haben, hat aber zugleich das verkehrte Holz verwendet. Ein Schaden wie zum Beispiel ein Riss im Türholz ist zwar nicht entstanden, durch das falsche Material ist allerdings ein Mangel entstanden.

Ein Mangel kann zum Beispiel eine “Farbnase” (gemeint: ein dicker Farbtropfen) auf einer frisch lackierten Tür sein. Ein Schaden ist wiederum der Farbtropfen, der auf dem Teppich des Auftraggebers gelandet ist.

Chance auf Ausbesserung bei Mangel gesetzlich vorgeschrieben
Handwerksbetriebe haben das Recht und die Pflicht, bei einem Mangel nachzubessern. Um dieses zu ermöglichen, muss dem Betrieb eine Frist gesetzt werden. Erst nach einem erfolglosen Nachbesserungsversuch können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

Bei einem Schaden gibt es dieses Nachbesserungsrecht nicht. Der Auftraggeber kann hier sofort die Beseitigung des Schadens bzw. die Kostenübernahme einfordern.

Beachten Sie: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung! Alle Angaben ohne Gewähr.

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