Existenz­schutz­versicherung vs. Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung

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Was die Existenz­schutz­versicherung leistet, für wen sie sinnvoll ist und welche Vor- und Nachteile sie gegenüber der Berufsunfähigkeits­versicherung hat.

Inhalt dieser Seite
  1. Was ist eine Existenz­­schutz­­versicherung?
  2. Aufbau der Absicherung
  3. Leistungen
  4. Kosten
  5. Existenz­­­schutz­ver­siche­rung vs. BU
  6. Tipps für den Tarifvergleich
  7. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Existenz­­schutz­ver­siche­rungen sind ein relativ neues Versicherungs­produkt und werden bisher nur von wenigen Versicherern angeboten.
  • Sie sind sinnvoll für Menschen, die aufgrund eines risikoreichen Berufes sehr hohe Beiträge für eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung (BU) zahlen müssten oder aufgrund von Vor­erkrankungen auf diese verzichten müssen.
  • Im Versicherungs­vertrag sind die medizinischen Kriterien für den Leistungsfall exakt definiert.
  • Eine Existenz­schutz­versicherung ist ab 16,90 € pro Monat möglich.

Was ist eine Existenz­­schutz­ver­siche­rung?

Absicherung gegen Krankheiten und den Verlust von Grundfähigkeiten

Existenz­­schutz­ver­siche­rungen sind erst vor vergleichs­weise kurzer Zeit auf den Markt gekommen. Sie gelten als Alternative zu einer klassischen Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung. Versicherungs­kunden profitieren bei einer Existenz­­schutz­ver­siche­rung in der Regel von günstigeren Tarifen. Auch die Zugangs­hürden zu einer Existenz­­schutz­ver­siche­rung sind meist geringer, da die Ver­sicherungs­gesell­schaften hier weniger umfangreiche Gesundheitsfragen stellen.

Die Existenz­schutz­versicherung zahlt, wenn die versicherte Person eine wichtige Grundfähigkeit – z.B. ihren Gleichgewichtssinn oder die Fähigkeit, eine Hand zu benutzen – verliert oder an einer der in den Versicherungsbedingungen festgelegten schweren Krankheiten leidet. Die Leistung ist hier an den Verlust der Fähigkeiten bzw. die Krankheit und die Prognose, dass sich diese nicht oder erst nach langer Zeit bessern werden, gebunden und nicht daran, wie man dadurch im Berufsleben beeinträchtigt ist.

Die genaue Ausgestaltung der Versicherungsleistungen und -bedingungen sowie der Umfang der Leistungen lassen sich den Versicherungsunterlagen der individuellen Tarife entnehmen.

Für wen ist die Existenz­schutz­versicherung sinnvoll?

Auf eine Absicherung der eigenen Arbeitskraft sollte man prinzipiell nicht verzichten, denn etwa jede vierte Person wird im Verlauf Ihres Lebens entweder dauerhaft oder vorübergehend berufsunfähig und die staatliche Absicherung über die Erwerbsminderungsrente kann das bisherige Gehalt oft nicht annähernd ersetzen. Darum ist eine private Absicherung nötig.

Welche Versicherung dafür die optimale Lösung ist, hängt von der individuellen Situation ab. Zumeist bietet eine Berufsunfähigkeits­versicherung die beste Absicherung, doch wer sich nicht über eine solche versichern kann, findet in einer Existenz­schutz­versicherung unter Umständen eine gute Alternative. Das trifft z.B. auf Personen mit bestimmten Vor­erkrankungen oder mit Berufen zu, für deren Absicherung Anbieter der Berufsunfähigkeits­versicherung sehr hohe Prämien fordern. Einen Vergleich der Berufsunfähigkeits­versicherung mit der Existenz­schutz­versicherung finden Sie hier.

Wie ist die Existenz­­schutz­ver­siche­rung aufgebaut?

Kombination verschiedener Versicherungsleistungen

Eine Existenz­­schutz­ver­siche­rung kombiniert unter­schiedliche Versicherungs­leistungen miteinander und verbindet Elemente der Grundfähigkeiten­versicherung, der Dread-Disease-, der Pflege- und der Unfall­versicherung. Das Gesamtpaket wird von den Versicherungen unterschiedlich ausgestaltet, sodass sich der Versicherungs­umfang einer Existenz­­schutz­ver­siche­rung zwischen den einzelnen Unternehmen und Tarifen stark unterscheidet. In der Regel sind vier große Risikobereiche abgesichert:

Verlust von Grundfähigkeiten

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Der Versicherer zahlt eine Rente, wenn der Versicherungs­nehmer durch Unfall oder Krankheit dauerhaft eine oder mehrere seiner Grund­fähig­keiten einbüßt. Zu den Grundfähig­keiten zählen vor allem Sprechen, Sehen, Hören sowie die persönliche Orientierungs­fähigkeit (zeitlich, örtlich und in Bezug auf die eigene Person). Wie viele Fähigkeiten betroffen sein müssen, um den Erhalt einer Rente zu rechtfertigen, hängt von den individuellen Bedingungen der Versicherer ab.

Pflegebedürftigkeit

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Versicherte, denen die ­gesetzliche Pflege­­versicherung mindestens den Pflegegrad 2 bescheinigt, erhalten aus ihrer privaten Existenz­­schutz­ver­siche­rung eine Pflegerente. Bei einigen Anbietern ist es auch möglich, im Versicherungs­vertrag zu vereinbaren, dass der Leistungsfall bereits bei Pflegegrad 1 gegeben ist.

Mehr zu Pflegegraden in der Pflege­versicherung

Schwere Unfallfolgen

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Falls ein Unfall körperliche Einschränkungen zur Folge hat, greift die in die Existenz­­schutz­ver­siche­rung integrierte Unfallrente. Wie umfassend die durch den Unfall hervorgerufenen Einschränkungen sein müssen, ist in den Vertragsbedingungen festgelegt. Typisch ist ein Leistungsanspruch ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent.

Schwere Krankheiten und Organschädigungen

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Einige Versicherer integrieren außerdem eine Versicherung für bestimmte schwere Krankheiten in ihre Versicherung. Ebenso wird eine Rente ausgezahlt, wenn die Versicherten irreversible Beeinträchtigungen lebenswichtiger Organe erleiden. Bei schweren Krankheiten ist manchmal statt oder zusätzlich zur Rente eine Einmalzahlung vorgesehen.

Was ist der Unterschied zur Dread-Disease-Versicherung?

Mit einer Dread-Disease-Versicherung lassen sich die finanziellen Folgen schwerer Erkrankungen versichern. Diese Krankheiten werden im Versicherungs­vertrag exakt definiert. Der Versicherungs­fall tritt nur ein, wenn eine ausdrücklich versicherte schwere Krankheit auftritt. Das ist eine Gemeinsamkeit mit der Existenz­schutz­versicherung, bei der ebenfalls das Auftreten von bestimmten gesundheitlichen Einschränkungen die Leistungsbedingung ist.

Eine Existenz­­schutz­ver­siche­rung ist mit einer Dread-Disease-Police jedoch nicht voll­kommen identisch. Hier kommt es – allerdings vertrags­abhängig – vor allem auf die Art und das Ausmaß der gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den Dimensionen Grundfähig­keiten, Organ­schädigungen sowie Unfall­folgen an.

Welche Leistungen bietet eine Existenz­­schutz­ver­siche­rung?

Monatliche Rente oder einmalige Kapitalauszahlung

Die Leistung einer Existenz­­schutz­ver­siche­rung besteht in einer monatlichen Rente, die bis zum Erreichen des ­gesetzlichen Rentenalters gezahlt wird. Die Höhe dieser Renten bewegt sich je nach Anbieter und Versicherungs­vertrag zwischen 250 und 3.500 Euro, was sich natürlich auch in unterschiedlichen Beitragshöhen niederschlägt. Optional können Versicherte statt der monatlichen Rente auch eine Einmalzahlung wählen oder erhalten diese zusätzlich, wenn sie eine bestimmte schwere Krankheit erleiden. Darüber hinaus beinhalten manche Tarife auch Assistance-Leistungen wie z.B. Reha-Management.

Dynamische Beitragsanpassung für den Inflationsausgleich

Empfehlenswert ist, für die Existenz­­schutz­ver­siche­rung einen Tarif mit dynamischer Beitrags­anpassung zu wählen, um inflations­bedingte Kaufkraft­verluste auszugleichen. Dies lässt gleichzeitig die zu zahlenden Beiträge für die Versicherung jährlich etwas ansteigen.

Voraussetzungen für die Versicherungsleistung

Um Leistungen aus einer Existenz­­schutz­ver­siche­rung zu erhalten, müssen die Versicherten fachärztliche Atteste vorlegen, um die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Krankheit oder Unfall nachzuweisen. Zu beachten ist hier, dass die Ver­sicherungs­gesell­schaften die medizinischen Voraussetzungen für den Leistungsfall in den Versicherungs­bedingungen genau definieren. Die Existenz­­schutz­ver­siche­rung greift nur dann, wenn die individuellen medizinischen Befunde den vertraglich vereinbarten Leistungskriterien entsprechen. Damit die Versicherung leistet, muss das leiden voraussichtlich für lange Zeit – häufig mindestens 12 Monate – anhalten.


Was ist typischerweise versichert?

Verlust von Grundfähigkeiten wie z.B.

  • Gehen
  • Gebrauch eines Armes oder einer Hand
  • Gleichgewicht
  • Hören
  • Sehen
  • Sprechen
  • Geistige Leistungsfähigkeit
  • Autofahren

Darüber hinaus leisten die Versicherer in der Regel auch bei einigen schweren Krankheiten oder Unfallfolgen, unter anderem den folgenden:

  • Krebs
  • Koma
  • Herzinfarkt
  • Nierenversagen

Wann leistet die Versicherung?

Je nach Vertrag ist auch eine rückwirkende Leistung ab Auftreten der Beeinträchtigung möglich. Ebenso gibt es jedoch auch Versicherer, bei denen eine Wartezeit zwischen Abschluss des Vertrages und Inanspruchnahme der Leistungen vorgesehen ist. Wie lang diese ist, richtet sich teilweise auch nach der Ursache des Leistungsanspruchs – für einige Krankheits­bilder gelten z.B. längere Wartezeiten. Auch Wartezeiten sind ein Kriterium, das Sie beim Vergleich von Anbietern und Tarifen der Existenz­schutz­versicherung nutzen können.

Wie werden die Kosten einer Existenz­­schutz­ver­siche­rung berechnet?

Kostenfaktoren

Die Kosten für eine Existenz­­schutz­ver­siche­rung werden individuell berechnet. In die Berechnung der Versicherungs­beitrags fließen beispielsweise folgende Faktoren ein:

  • Lebensalter
  • gewünschte Rentensumme bzw. Höhe der vereinbarten Einmalzahlung
  • eventuelle zusätzlich vereinbarte Versicherungs­leistungen

Der Beruf und das Einkommen des Versicherten haben dagegen – anders als in der Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung – nur geringen Einfluss auf die Beitragshöhe. Es gibt auch Tarife, in denen sehr junge Kunden zunächst niedrige Beiträge zahlen, die sich dann mit der Zeit erhöhen.


Kostenbeispiel

Die Kosten der Versicherung variieren nicht nur nach den gewünschten Leistungen und dem Alter der Versicherung, es gibt auch Unterschiede zwischen den Anbietern. Während ein Anbieter mit einer Existenz­schutz­versicherung ab 16,90 Euro pro Monat für einen 28-jährigen Beispielkunden wirbt (Rente im Versicherungsfall: 1000 Euro) ist der Preis anderswo doppelt so hoch. Achten Sie jedoch bei der Auswahl Ihres Anbieters und Tarifs mindestens ebenso sehr auf die Leistungen wie auf den Preis.


Sparen durch Familien- bzw. Kindertarife

Mit einer Existenz­­schutz­ver­siche­rung können Eltern auch ihre Kinder zu besonders günstigen Tarifen und ohne Abstriche im Hinblick auf den Leistungsumfang mitversichern. Gibt es diese Option nicht, lohnt sich eine Existenz­­schutz­ver­siche­rung für Kinder trotzdem, denn die Beiträge sind besonders niedrig.

Ähnlich wie bei der Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung für Kinder ist das eingeschätzte Risiko geringer, als bei Erwachsenen. Nach dem Erreichen der Volljährigkeit können die Kinder lückenlos einen eigenständigen Erwachsenentarif erwerben. Hier sollten Eltern jedoch genau rechnen, ob sich nicht gleich der Abschluss einer klassischen Berufsunfähigkeits­versicherung mehr lohnt.

Existenz­­schutz­ver­siche­rung vs. Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung

Existenzs­schutz­versicherung im Vergleich zur Berufsunfähigkeits­versicherung

Die Existenz­­schutz­ver­siche­rung wird als günstigere Alternative zur Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung gehandelt. Die alternative Absicherung bietet einige Vorteile gegenüber der klassischen Risiko­absicherung. Doch gleichzeitig sollten Interessierte auch die Nachteile abwägen.

VorteileNachteile
Vergleichsweise geringere Kosten, berufsunabhängige Berechnung der BeiträgeGeringerer Leistungsumfang, psychische Erkrankungen bspw. nicht versichert
Erhalt der Versicherungs­leistung ist berufsunabhängig, es muss also keine 50-prozentige Berufs­un­fähig­keit vorliegenErhalt der Leistungen an genaue medizinische Voraussetzungen gebunden (vereinbart im Versicherungs­vertrag)
Geringere Einstiegshürden für Menschen mit Vor­erkrankungen, da vereinfachte GesundheitsfragenViele Krankheiten, darunter Berufskrankheiten, können vom Versicherungs­­schutz ausgeschlossen sein

Experten-Tipp:

„Einige Anbieter von Existenz­­schutz­ver­siche­rungen bieten ihren Kunden die Option, die Versicherung zu einem späteren Zeitpunkt – meist ohne erneute Gesundheitsprüfung – in eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung umzuwandeln. Versicherungs­kunden, die nicht völlig sicher sind, dass sich ihre beruflichen Verhältnisse nicht mehr ändern, sollten bevorzugt Verträge wählen, die eine solche Wechseloption bzw. das Optionsrecht zur Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung enthalten.“

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Achim Wehrmann
Berater

Die richtige Existenz­schutz­versicherung finden

Existenz­­schutz­ver­siche­rung noch neu auf dem Markt

Existenz­­schutz­ver­siche­rungen haben bisher nur wenige Versicherer im Programm. Aktuell bieten folgende Versicherer eine Existenz­­schutz­ver­siche­rung an:

  • Axa
  • DBV
  • SparkassenVersicherung
  • Signal Iduna
  • VGH
  • Zurich

Unabhängige Tests und Ratings für diese Versicherungs­form gibt es bisher nicht. Sie können sich jedoch daran orientieren, wie die Versicherer allgemein bezüglich Ihres Services, Ihrer Fairness und ihrer finanziellen Stabilität bewertet werden.


Darauf sollten Sie achten

Damit Ihre Existenz­schutz­versicherung Ihnen auch tatsächlich eine effektive Absicherung bietet, sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Ausreichende Laufzeit: Idealerweise sollten Sie bis zum Ende ihres Berufslebens abgesichert sein.
  • Ausreichend hohe Rente: Hier können Sie sich an den Empfehlungen für die Berufsunfähigkeits­versicherung orientieren und eine Rente anstreben, die 80 Prozent Ihres Nettoeinkommens entspricht.
  • Achten Sie genau auf die Vertragsbedingungen: Je mehr verschiedene Einschränkungen und Krankheits­bilder versichert sind, desto besser für Sie. Darüber hinaus ist wichtig, welches Ausmaß eine Beeinträchtigung erreicht haben muss, damit die Versicherung leistet.
  • Achten Sie auch auf eventuelle Wartezeiten.

Fazit

Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft ist enorm wichtig – darüber sind sich Experten einig. Die Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung ist die umfassendste Form dieser Absicherung. Doch die Einstiegs­hürden und Voraussetzungen erschweren es bestimmten Menschen, diese Versicherung so einfach abzuschließen. Die Existenz­­schutz­ver­siche­rung kann dafür eine gute Alternative sein. Die Bedingungen gestalten sich hier anders, die Voraussetzungen für den Versicherungs­­schutz und der späteren Versicherungs­leistungen erscheinen zunächst lockerer.

Welche Absicherung die richtige für einen persönlich ist, muss genau abgewogen werden. Holen Sie sich an dieser Stelle Hilfe vom Experten. Unsere erfahrenen und unabhängigen Versicherungs­berater kennen sich im Bereich Existenz­­schutz und Arbeits­kraft­absicherung aus. Kontaktieren Sie unser Maklerteam für eine unverbindliche Beratung oder nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner.

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Die häufigsten Fragen zur Existenz­schutz­versicherung

Wie sinnvoll ist eine Existenz­schutz­versicherung?

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Ähnlich wie die Berufsunfähigkeits­versicherung ist die Existenz­schutz­versicherung eine Absicherung für den Fall, dass man seinen Beruf aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht länger ausüben kann. Sie zahlt eine monatliche Rente und je nach Tarif in einigen Situationen auch eine zusätzliche einmalige Kapitalleistung. Ihr Schutz ist weniger umfassend als der der Berufsunfähigkeits­versicherung – z.B. sind psychische Probleme hier nicht versichert – aber kann sich durc­haus lohnen, wenn eine Berufsunfähigkeits­versicherung aufgrund einer Vorerkrankung oder sehr hoher Prämien für die eigene Berufsgruppe nicht in Frage kommt. Denn auf eine Arbeitskraftabsicherung sollte man nach Möglichkeit nicht verzichten.

Was ist eine Existenz­schutz­versicherung?

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Eine Existenz­schutz­versicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn die versicherte Person eine wichtige Grundfähigkeit verliert, pflegebedürftig wird oder einen Organschaden erleidet. Auch Krankheiten, welche die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, wie z.B. Demenz können hier versichert sein. Die Existenz­schutz­versicherung soll die Versicherten davor schützen, im Fall einer Erkrankung oder eines Unfalls in finanzielle Not zu geraten, weil die staatliche Erwerbsminderungsrente in der Regel gering ausfällt und auch nur bei einer sehr starken Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gezahlt wird.

Wann greift die Existenz­schutz­versicherung?

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Bei welchen Erkrankungen oder Unfallfolgen die Existenz­schutz­versicherung greift, ist in den Versicherungsbedingungen festgelegt. Hier gibt es auch Unterschiede von Tarif zu Tarif. Typischerweise ist der Verlust von Grundfähigkeiten wie Hören, Sehen, Sprechen, Gehen, Stehen etc. ebenso versichert wie bestimmte schwere Krankheiten wie Krebs oder Multiple Sklerose.

Was ist der Unterschied zwischen Existenz­schutz­versicherung und Berufsunfähigkeits­versicherung?

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Während die Berufsunfähigkeits­versicherung eine Rente zahlt, wenn die Versicherte Person zu 50 Prozent nicht mehr in der Lage ist, ihren aktuellen Beruf weiter auszuüben, ist die Leistung der Existenz­schutz­versicherung an das Auftreten bestimmter, in den Versicherungsbedingungen festgelegter Einschränkungen von Grundfähigkeiten bzw. bestimmter Krankheits­bilder gebunden. Sie deckt somit nicht alle Ursachen von Berufsunfähigkeit ab, ist dafür jedoch auch oft kostengünstiger als eine Berufsunfähigkeits­versicherung und auch die Gesundheitsfragen der Existenz­schutz­versicherung sind im Vergleich zu denen der Berufsunfähigkeits­versicherung weniger umfangreich.

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