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Wohnung / Mietwohnung: Scheibe kaputt

Das Wichtigste in Kürze
  • Wenn in der Wohnung bzw. Mietwohnung eine Scheibe kaputt geht, kommt je nach Ursache die Haftpflichtversicherung oder die Gebäudeversicherung für die Kosten auf.
  • Als Mieter müssen Sie eine kaputte Scheibe nur selbst bezahlen, wenn die Scheibe nicht zur Mietsache gehört.
  • Eigentümer und Vermieter können ihre Gebäude- bzw. Glasversicherung heranziehen.
  • Die Gebäudeversicherung kommt für kaputte Scheiben am Gebäude (z. B. Fenster) auf. Für Scheiben innerhalb des Wohnraumes ist eine Glasversicherung zuständig.

Mieter oder Eigentümer?

Wann ich mich als Mieter kümmern muss

Mieter müssen nicht für jeden Schaden selbst aufkommen, der in ihrer Wohnung entstanden ist. Es sei denn:

  • Der Schaden wurde vom Mieter fahrlässig herbeigeführt
  • Die Scheibe gehört nicht zur Mietsache (mehr dazu im Abschnitt „Scheiben am Mobiliar kaputt“ .

Wer als Mieter eine Scheibe in der Wohnung fahrlässig beschädigt oder zerstört hat, kann auf die Unterstützung seiner Haftpflichtversicherung setzen. Voraussetzung ist, dass die private Haftpflicht auch (grobe) Fahrlässigkeit mitversichert.

Wann sich der Vermieter bzw. Eigentümer kümmern muss
Bei einem „vertragsgemäßen Gebrauch“ der Wohnung und der Mietsachen ist der Vermieter für Schäden zuständig. Das gilt grundsätzlich auch für eine zerbrochene Scheibe. Vermieter bzw. Eigentümer müssen u. a. beachten, welche Scheibe zerstört wurde und wie der Schaden zustande gekommen ist. Je nachdem können sie sich an die Gebäudeversicherung oder die Glasversicherung wenden. Lesen Sie dazu die folgenden Abschnitte.

Scheibe am Gebäude kaputt

Scheiben, die direkt zum Gebäude gehören, werden von der Gebäudeversicherung abgesichert – allerdings nur, wenn der Schaden durch eine der folgenden Gefahren zustande gekommen ist:

  • Sturm
  • Hagel
  • Feuer
  • Leitungswasser

Dies gilt für beispielsweise folgende Scheiben am Gebäude:

  • Fensterscheiben
  • Scheiben der Balkontür
  • Durchzugscheiben
Schaden nicht durch Sturm, Hagel o. ä.?
Wenn der Schaden nicht durch Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser entstanden ist, greift entweder eine Glasversicherung (wenn man den Schaden selbst herbeigeführt hat) oder eine Haftpflichtversicherung (wenn eine dritte Person, zum Beispiel der Nachbar, für den Schaden verantwortlich ist).

Was Sie sonst noch bei einer kaputten Scheibe und Versicherungen beachten müssen:

Scheibe kaputt: Welche Versicherung zahlt?


Scheibe am Mobiliar kaputt

Mieter sollten bei einer kaputten Ofen-Scheibe im Mietvertrag nachschauen, ob der Ofen zur Mietsache gehört. In dem Fall muss der Schaden dem Vermieter gemeldet werden, der dann einen Glaser beauftragt. Dies gilt selbstverständlich nur, wenn der Schaden nicht mutwillig herbeigeführt worden ist.

Wenn eine Scheibe am Mobiliar mutwillig zerstört wurde und zur Mietsache gehört, kann sich der Mieter an seine Haftpflichtversicherung wenden. Gehört der Ofen nicht zur Mietsache, weil zum Beispiel der Mieter den Ofen selbst besorgt hat, muss der Mieter den Schaden selbst zahlen.

Eigentümer sollten auf Glasversicherung setzen

Eigentümer können bei kaputten oder zerstörten Gläsern, die nicht auf Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser zurückzuführen sind, auch hier auf ihre Glasversicherung setzen. Die Glasversicherung wird häufig zusammen mit der Gebäudeversicherung abgeschlossen, ist aber auch separat erhältlich.

Der große Vorteil: Eine Glasversicherung ist eine sogenannte Allgefahrenversicherung. Dies bedeutet, sie übernimmt jeden Glasschaden, der nicht ausdrücklich im Vertrag von den Leistungen ausgenommen ist. Wurde im Vertrag also lediglich die Kostenübernahme bei z. B. kaputten Brillengläsern und Handy-Displays ausgeschlossen, wird die kaputte Ofenscheibe oder der zersprungen Glastisch übernommen.

Wer zahlt bei einer kaputten Scheibe am Auto?

Schadensfall: Kaputte Autoscheibe


Wer hilft bei Streitigkeiten mit Vermieter, Mieter oder Versicherung?

Wenn sich der Vermieter bei der Kostenübernahme der kaputten Scheibe querstellt, hilft ein Anwalt für Mietrecht. Dabei unterstützt Sie auch eine Mietrechtsschutzversicherung, die Sie allerdings rechtzeitig abgeschlossen haben müssen. Das gleiche gilt umgekehrt auch für den Vermieter. Bei Uneinigkeiten mit dem Mieter unterstützt ebenfalls der Anwalt oder die Vermieterrechtsschutzversicherung.

Zeigt sich dagegen die Versicherung uneinig und verweigert die Leistung, obwohl der Fall versichert ist, hilft der unabhängige Versicherungsombudsmann oder ein Anwalt für Versicherungsrecht weiter.


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