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Wer zahlt den Sturmschaden? Welche Versicherung übernimmt die Kosten?

  • Welche Versicherung für einen Sturmschaden aufkommt, hängt vom Schaden selbst ab. Geht es um einen Schaden am Hausdach, an den Fenstern oder um ein beschädigtes Auto?
  • Die Windstärke des Sturms ist für die Schadensregulierung entscheidend!
  • Für die Feststellung der Windstärke ist es wichtig, den genauen Ort des Schadens, das Datum und die Uhrzeit festzuhalten.
  • Setzen Sie sich so früh wie möglich mit Ihrer Versicherung in Verbindung. Dieses kann wichtig für die Arbeit des Sachverständigen sein, der im Zweifelsfall von der Versicherung hinzugezogen wird.
  • Ganz wichtig: Wenn Sie Ihrer Versicherung einen Sturmschaden melden, warten Sie mit der Behebung des Schadens! Ansonsten kann ein Sachverständiger nicht nachvollziehen, wie groß der Schaden war und wie er zustande gekommen ist.

Erklär-Video: Diese Sturmschäden übernimmt die Versicherung

Gezahlt wird erst ab Windstärke 8

Gegen Schäden durch starke Stürme kann man sich mit verschiedenen Versicherungen absichern: Die Gebäudeversicherung schützt das Haus selbst, eine Hausratversicherung die Möbel und die Gegenstände im Haus. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, für die man direkt oder indirekt verantwortlich ist, beispielsweise, wenn ein Baum vom eigenen Grundstück auf das Auto des Nachbarn kippt. Eine Kfz-Kasko-Versicherung schützt vor Sturmschäden am eigenen Auto.

Damit die Versicherung zahlt, muss der Versicherte allerdings nachweisen, dass mindestens Windstärke acht vorlag, als der Schaden entstand. „Auch wenn es noch so sehr weht und sich die Äste biegen: Für die Versicherer ist ein Sturm erst ab Windstärke 8 wirklich ein Sturm und damit ein Versicherungsfall. Das muss der Kunde nachweisen“, unterstreicht Michael Bruns von Stiftung Warentest (zum Interview).

Dieser Nachweis muss aber nicht kompliziert sein. Wenn in der Nachbarschaft vergleichbare Schäden entstanden sind, dann kann man sich darauf beziehen. Eine andere Möglichkeit bietet der Deutsche Wetterdienst (DWD), der über umfangreiche Messdaten verfügt: Über dessen Hotline kann sich jeder informieren, wie stark der Sturm in dem Gebiet war, in der ein Schaden entstand und sich dies bestätigen lassen.

So werden Windstärken offiziell eingestuft

Windstärke (Beaufortgrad) Bezeichnung Mittlere Geschwindigkeit in 10 m Höhe über freiem Gelände Beispiele für Auswirkungen des Windes im Binnenland
5 frische Brise, frischer Wind 29 – 38 km/h kleine Laubbäume beginnen zu schwanken, Schaumkronen bilden sich auf Seen
6 starker Wind 39 – 49 km/h starke Äste schwanken, Regenschirme sind nur schwer zu halten, Telegrafenleitungen pfeifen im Wind
7 steifer Wind 50 – 61 km/h fühlbare Hemmungen beim Gehen gegen den Wind, ganze Bäume bewegen sich
8 stürmischer Wind 62 – 74 km/h Zweige brechen von Bäumen, erschwert erheblich das Gehen im Freien
9 Sturm 75 – 88 km/h Äste brechen von Bäumen, kleinere Schäden an Häusern (Dachziegel oder Rauchhauben abgehoben)
10 schwerer Sturm 89 – 102 km/h Wind bricht Bäume, größere Schäden an Häusern
11 orkanartiger Sturm 103 – 117 km/h Wind entwurzelt Bäume, verbreitet Sturmschäden
12 Orkan ab 118 km/h schwere Verwüstungen
Quelle: Deutscher Wetterdienst

Wer zahlt Sturmschaden am Dach bzw. am Haus?

Die Gebäudeversicherung ist bei einen Sturmschaden am Haus zuständig. So natürlich auch bei Schäden am Dach des Hauses. Sie wird sowohl für private als auch gewerbliche Immobilienbesitzer angeboten. Neben dem Hauptgebäude inklusive Dach fallen auch Nebengelasse wie zum Beispiel Garagen, Geräteschuppen sowie Nebengebäude unter den Versicherungsschutz.

Übernommen werden nicht nur Schäden durch Sturm, sondern auch durch Feuer, Hagel und Leitungswasser. Auch die Kosten für Reparaturarbeiten oder ggf. für einen Neubau sind über die Gebäudeversicherung gedeckt. Bei einigen Tarifen übernimmt die Versicherung auch die Kosten für Aufräumarbeiten und Abbruch, die beispielsweise als Folge eines Sturmschaden nötig sind.

Sturmschaden - Wer zahlt?
Eine weitere Leistungserweiterung der Gebäudeversicherung ist die Elementarschadenversicherung. Diese kommt für Schäden auf, die durch zum Beispiel Überschwemmungen oder Erdrutsch entstanden sind.

BERATER-TIPP

»Die Versicherungen sichern nicht nur direkte Schäden ab: Hat beispielsweise ein Sturm das Dach abgedeckt oder Fensterscheiben eingeschlagen, sind Folgeschäden etwa durch eindringenden Regen ebenfalls versichert! «

Zahlt Versicherung auch für Sturmschaden an Satellitenschüssel?

Entsteht ein Sturmschaden an der Satellitenschüssel wenden sich Hausbesitzer am besten an ihre Gebäude- bzw. Wohngebäudeversicherung, denn die Satellitenschüssel gehört zum Haus. Wichtig ist, dass die Gefahr „Sturm“ versichert ist.

Wenn der Versicherungsschutz greift, erstattet die Versicherung in der Regel den Neuwert der Satellitenschüssel.

Bevor man einen Sturmschaden an der Satellitenschüssel geltend macht, empfiehlt es sich in den Versicherungsbedingungen nachzulesen, ob eine Selbstbeteiligung vereinbart wurde. Wenn ja, kann es günstiger sein, die neue Satellitenschüssel aus eigener Tasche zu zahlen.

Hausverglasung absichern

Als Leistungserweiterung kann zudem eine Glasversicherung abgeschlossen werden, die – je nach Tarif – auch Glasschäden an Möbeln o. Ä. übernimmt. Bei der Glasversicherung muss der Schaden nicht zwangsläufig durch eine Naturgewalt oder einen Leitungswasserschaden entstanden sein, damit die Versicherung den Schaden übernimmt.

Beachten Sie die Schadenminderungspflicht!
Während eines Sturms ist der Versicherte verpflichtet, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Das kann beispielsweise heißen, ein abgedecktes Dach notdürftig mit einer Plane abzudecken, um das weitere Eindringen von Wasser zu verhindern. Oder kaputte Fenster provisorisch zu verschließen. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass die Spuren des Schadens nicht beseitigt werden, denn es kann sein, dass die Versicherung einen Sachverständigen vorbeischickt, um den Schaden zu begutachten. Und der muss sich ein umfassendes Bild machen können.

Wer zahlt Sturmschaden am Auto?

Grundsätzlich übernimmt sowohl die Teilkasko als auch die Vollkasko der Kfz-Versicherung einen Sturmschaden am Auto.

Während die Vollkasko für Schäden aufkommt, die bereits bei niedrigen Windstärken entstanden sind, greift die Teilkasko erst bei einem Sturmschaden ab Windstärke 8! Das heißt: Bei einem Sturmschaden am Auto entscheidet die Windstärke darüber, welche Versicherung leistet.

Wer sicher gehen möchte und sein Auto immer im Freien parkt, ist bei Sturmschäden durch Wind mit einer Vollkaskoversicherung besser beraten.

Bäume regelmäßig kontrollieren

Um Gefahren zu vermeiden, sollten Bäume in regelmäßigen Abständen auf ihre Substanz hin überprüft werden – natürlich vom Baumbesitzer selbst. „Grundsätzlich sind Grundstückseigentümer, Baumbesitzer verpflichtet, den Baum regelmäßig zu kontrollieren, am besten zweimal im Jahr, einmal im belaubten und einmal im unbelaubten Zustand“, meint Michael Bruns, Experte der Stiftung Warentest.

Sobald ein Baum verdächtig erscheint, weil etwa Zweige verdorrt sind oder Pilzbefall sichtbar wird, muss er genauer untersucht werden. Sollte sich herausstellen, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann, muss der Baum gefällt werden.

Wer diese Schutzmaßnahmen nicht einhält, der verstößt gegen die Verkehrssicherungspflicht und kann für Schäden in Folge eines Sturms haftbar gemacht werden.

Teilkasko bietet nur eingeschränkten Schutz

Teil- sowie Vollkasko übernehmen grundsätzlich Schäden, die durch zum Beispiel herumfliegende Dachziegel, Gebäudeteile oder auch Äste entstanden sind. Bei einem Verkehrsunfall, der auf einen Sturm zurückzuführen ist, haftet allerdings nur die Vollkaskoversicherung! Wurde lediglich eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, muss der Autobesitzer selbst für den Schaden aufkommen.

Eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) ist übrigens nur bei selbst verursachten Schäden zu befürchten.

Beachten Sie!

Sturmschaden durch Baum

Sollte der Ast eines morschen Baumes vom Nachbarn auf das Auto gefallen sein, kann es sein, dass der Nachbar für den Schaden haftet. Denn bei einem morschen Baum ist der Nachbar womöglich seiner so genannten Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen und ist so verantwortlich für den Sturmschaden durch den Baum. Gleiches kann der Fall sein, wenn zum Beispiel ein Straßenschild nicht richtig befestigt worden war. In dem Fall muss die Stadt bzw. die Gemeinde für den Schaden aufkommen.

Sturmschäden am Auto während der Fahrt

Einen Sturmschaden am Auto, der während der Fahrt entstanden ist, übernimmt die Teilkasko, wenn der Schaden durch herumfliegende Gegenstände verursacht worden ist. Prallte der Wagen hingegen einen Baum, der bereits quer über der Straße lag, kommt nur die Vollkaskoversicherung für den Schaden auf.

So melden Sie Ihrer Versicherung einen Sturmschaden

Sowohl bei Auto- als auch bei Immobilienschäden gilt: Die Meldung an die zuständige Versicherung sollte so schnell wie möglich erfolgen! Die Nennung des genauen Ortes (bei einem Schaden am Auto) und die Uhrzeit sind wichtig, damit die Versicherung die Situation nachträglich ggf. mithilfe des Wetteramtes nachvollziehen kann.

Wer auf Nummer sich gehen möchte, ruft umgehend bei seiner Versicherung an und erfragt, welche Informationen die Sachbearbeiter in welcher Form benötigen. Einige Versicherer bieten zudem die Möglichkeit an, Sturmschäden per E-Mail zu melden. Wer den Schaden auf postalischem Wege meldet, kann sich für ein Einschreiben mit Rückschein entscheiden, um die zeitnahe Einreichung zu belegen. Gerade bei größeren Schäden kann dies empfehlenswert sein.

Nicht ohne ‚Rücksprache aktiv werden

Veranlassen Sie keinesfalls selbst die Reparatur, bevor Sie nicht Rücksprache mit Ihrem Versicherer gehalten haben! Es kann sein, dass der Versicherer einen Sachverständigen den Schaden begutachten lassen möchte. Wurde dieser allerdings bereits behoben, ist eine Begutachtung nicht mehr möglich.

Es lohnt sich, den Schaden so gut es geht zu dokumentieren, um keinen Zweifel an der Pflicht zur Kostenübernahme zu lassen. Bei Schäden am Pkw, die durch einen heruntergefallenen Ast verursacht wurden, kann zum Beispiel eine Aufnahme nicht nur vom Fahrzeug selbst hilfreich sein, sondern auch eine Aufnahme, auf der sowohl das Auto als auch der betreffende Baum zu sehen sind. Neben Fotos kann in einigen Fällen auch eine Skizze von der Gesamtsituation hilfreich sein, wenn keine eindeutigen Fotoaufnahmen möglich sind.

Beachten Sie!
Die Vermeidung von weiteren Schäden bzw. die Verhinderung von größeren Schäden hat immer Vorrang vor der Meldung eines Schadens! Bevor Sie also Ihren Versicherer kontaktieren oder bevor Sie Beweisfotos machen, sollten Sie sicherstellen, dass zum Beispiel keine losen Äste einen weiteren Schaden anrichten können. (Dieses gilt selbstverständlich nur, wenn Sie gefahrlos lose Äste entfernen können. Im Zweifelsfall beauftragen Sie einen Fachmann für die Beseitigung von angebrochenen Ästen oder anderen Gefahren!

(Sämtliche Angaben ohne Gewähr!)

Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.05.2019 aktualisiert.
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Leοn Κnigge
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