Das erwartet Sie hier
Wie Sie sich gegen eine Mieterhöhung wehren können und was Sie dabei auf jeden Fall beachten sollten.
Inhalt dieser SeiteDas Wichtigste in Kürze
So können Sie sich gegen eine Mieterhöhung wehren
Mieterhöhung nur mit Zustimmung
Ab dem Zeitpunkt der Zustellung der Mieterhöhung haben Sie zwei Monate Zeit, um zu entscheiden, ob Sie die Erhöhung akzeptieren oder ganz oder teilweise ablehnen.
Sie müssen einer Mieterhöhung nicht entweder zustimmen oder sie ablehnen – auch eine teilweise Zustimmung ist möglich. Ergibt Ihre Prüfung, dass die verlangte Miete über der ortsüblichen Vergleichsmiete oder über der Kappungsgrenze liegt, können Sie schriftlich erklären, dass Sie die Miete nur bis zu dem rechtlich zulässigen Betrag erhöhen. Der Vermieter muss dann entscheiden, ob er diesen geringeren Betrag akzeptiert oder den Rest vor Gericht durchsetzen will.
Wenn Sie der Mieterhöhung explizit oder implizit (durch die Zahlung der höheren Miete) zustimmen, können Sie dies nicht wieder zurücknehmen. Aus diesem Grund sollten Sie die Ihnen zustehende Bedenkzeit nutzen, um die Rechtmäßigkeit der Erhöhung zu prüfen und die Mieterhöhung gegebenenfalls abzulehnen.
Formalien und Rechtmäßigkeit prüfen
Wenn Ihnen eine Mieterhöhung angekündigt wird, sollten Sie das Schreiben überprüfen:
Auf der Seite des Berliner Mietervereins finden Sie eine Liste der zehn häufigsten Vermieterfehler bei der Mieterhöhung. Es ist für Laien nicht immer einfach, zu erkennen, ob eine Kündigung rechtmäßig ist. Daher ist es sinnvoll, das Schreiben professionell prüfen zu lassen.
Widerspruch oft sinnvoll
Zahlreiche Mieterhöhungsschreiben enthalten Fehler und es ist oft sinnvoll, einer überzogenen Erhöhung zu widersprechen. In dem Widerspruchsschreiben sollten Sie konkret darauf Bezug nehmen, was an der Erhöhung nicht zulässig ist. Den Schätzungen des Deutschen Mieterbunds zufolge ist jede dritte Mieterhöhung unberechtigt. Bei anwaltssuche.de finden Sie ein Muster, wie ein Widerspruch aussehen kann.
Eine Mieterhöhung führt übrigens auch zu einem Sonderkündigungsrecht: Sie können den Mietvertrag innerhalb der zwei Monate langen Überlegungsfrist kündigen.
So hilft die Rechtsschutzversicherung
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Gerichtskosten und Rechtsberatung
Wenn der Versicherte Ungereimtheiten in Bezug auf die Mieterhöhung (zum Beispiel Formfehler in der Ankündigung) feststellt und gegen die Erhöhung rechtlich vorgehen möchte, hilft eine Rechtsschutzversicherung mit integriertem Mietrechtsschutz. Sie trägt die Kosten, wenn Sie Ihre Ansprüche gegen den Vermieter vor Gericht durchsetzen müssen.
Oft hilft aber auch schon eine (telefonische) Rechtsberatung, bei der alle Fragen des Versicherten geklärt werden können. Die meisten Rechtsschutzversicherungen bieten diese Art von Erstberatung an, da auch sie davon profitieren, wenn der Rechtsstreit schnell und unkompliziert gelöst wird und nicht vor Gericht geht.
Direkte Hilfe mit unserem Sofort-Mietrechtsschutz
Mit unserem langjährigen Partner und Rechtsschutzexperten Cihan Deniz versichern wir Sie auch bei bestehenden Konflikten unter anderem wegen Lärmbelästigung, Mieterhöhung oder falscher Nebenkostenabrechnung:
Andere Ansprechpartner
Mietervereine und Mieterschutzbünde bieten ihren Mitgliedern anwaltliche Beratung an, auch zu Mieterhöhungen. Mieter können beim örtlichen Mieterverein den aktuellen Mietspiegel einsehen. Dabei kann überprüft werden, ob der Vermieter die Wohnung in Bezug auf Größe, Lage, Baujahr und Preis richtig eingruppiert hat. Unter Umständen kann man hier auch Prozesskostenhilfe beantragen. Alternativ können Sie auf eigene Kosten einen Anwalt engagieren, um eine Mieterhöhung zu prüfen und gegebenenfalls anzufechten.
Wann und wie stark darf die Miete erhöht werden?
Welche Mieterhöhungen sind rechtens?
Es gibt auch die Möglichkeit, eine Mieterhöhung ohne Mietspiegel zu begründen, nämlich mit einer Auskunft aus einer Mietdatenbank, einem Sachverständigengutachten oder die Benennung von drei Vergleichswohnungen. Die Vergleichswohnungen müssen tatsächlich vergleichbar sein, was nach Größe, Lage, Baujahr des Hauses und Ausstattung betrifft.
Welche Fristen müssen Vermieter beachten?
Die häufigsten Fragen zu Mieterhöhungen
Wie kann man sich gegen eine Mieterhöhung wehren?
Wenn Sie einer Mieterhöhung nicht zustimmen, kann der Vermieter diese nicht durchführen. Er muss dann vor Gericht gehen, um die Zustimmung zu erhalten. Es gibt mehrere formale und inhaltliche Punkte, bei denen Sie ansetzen können, um die Rechtmäßigkeit einer Mieterhöhung in Zweifel zu ziehen.
Wann muss ich eine Mieterhöhung akzeptieren?
Sie müssen Mieterhöhungen akzeptieren, wenn diese von Anfang an vereinbart waren, zum Beispiel bei einer Indexmiete oder Staffelmiete. Mieterhöhungen sind auch dann zulässig, wenn sie auf Modernisierungsmaßnahmen, steigenden Betriebskosten oder einer Anpassung an den regionalen Mietspiegel beruhen. Hierbei müssen Vermieter jedoch bestimmte Fristen und Einschränkungen beachten.
Wie lange muss eine Mieterhöhung vorher angekündigt werden?
Wenn Vermieter eine Modernisierung und Mieterhöhung beabsichtigen, müssen sie dies mindestens drei Monate vorher schriftlich mitteilen. Ansonsten müssen Mieterhöhungen so mitgeteilt werden, dass die Mieter eine Überlegensfrist bis zum Ende des übernächsten Monats haben.
Was kann passieren, wenn man einer Mieterhöhung nicht zustimmt?
Wenn man der Mieterhöhung innerhalb der Zustimmungsfrist nicht zustimmt, kann der Vermieter in den drei Monaten nach dem Ende der Zustimmungsfrist auf die Zustimmung klagen.
Wer überprüft eine Mieterhöhung?
Mieter haben Anspruch darauf, die Mieterhöhung zu überprüfen. Unterstützung dabei gibt es unter anderem beim Mieterverein.
Sind rückwirkende Mieterhöhungen erlaubt?
Mieterhöhungen erfordern die Zustimmung der Mieter und sind daher nicht rückwirkend möglich. Die Ausnahme: Der Mieter hat die Mieterhöhung abgelehnt, aber der Vermieter klagt sie erfolgreich ein. In diesem Fall gilt die Mieterhöhung ab dem Zeitpunkt, ab dem der Mieter hätte zahlen müssen.
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