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Mediation in der Rechtsschutzversicherung

Viele Streitigkeiten können außergerichtlich mit einer Mediation geregelt werden. Ein unabhängiger Streitschlichter versucht dabei, Lösungen im Interesse beider Parteien zu finden. Die Mediationskosten werden von vielen Rechtsschutzversicherungen übernommen.
Wer schreibt und berät hier eigentlich?
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Was bedeutet Mediation in der Rechtsschutzversicherung?

Der Begriff “Mediation” stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt “Vermittlung”. Im Bezug auf die Rechtsschutzversicherung ist mit Mediation ein Verfahren gemeint, bei dem ein unabhängiger Streitschlichter versucht, einen Konflikt zwischen zwei Parteien außergerichtlich zu lösen. Ziel dabei ist es, eine akzeptable Lösung für beide Parteien zu finden, damit der Rechtsstreit nicht vor Gericht ausgetragen werden muss. Das erspart den Streitenden viele Nerven und vor allem auch viel Geld.

BERATER-TIPP

»Mediations- und Gerichtsverfahren unterscheiden sich in mehreren Punkten. Die Mediation – im Gegensatz zu einer Gerichtsverhandlung – beruht beispielsweise auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und findet nur statt, wenn beide Konfliktparteien damit einverstanden sind. Bei einer Gerichtsverhandlung ist dieses beiderseitige Einvernehmen bekanntermaßen nicht notwendig.«

Bei der Mediation versucht der Mediator nicht einfach nur den Konflikt aus dem Weg zu räumen, sondern ergründet tiefer gehend die Beweggründe für den Streit und versucht einen Weg zu finden, beide Interesse in Einklang zu bringen.

Mediationsgesetz

Der deutsche Gesetzgeber unterstützt die Mediation sehr. Aufgrund dessen verfasste das Bundesjustizministerium ein eigenes Mediationsgesetz, welches 2012 in Kraft trat. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine eindeutigen Regelungen zur gerichtlichen, gerichtsnahen und außergerichtlichen Mediation. Im Mediationsgesetz sind neun Artikel verabschiedet, die das Mediationsverfahren und die Pflichten eines Mediators definieren.
Wer führt Mediation durch
Die Mediation wird von einem sogenannten Mediator durchgeführt. Mediatoren sind speziell ausgebildete, unabhängige Dritte, die verschiedene Methoden zur Streitschlichtung beherrschen und anwenden.

Was kostet eine Mediation und zahlt die Rechtsschutzversicherung?

Die Kosten für ein Mediationsverfahren setzen sich aus dem Honorar des Mediators und sonstigen Kosten, zum Beispiel für ein Hotelzimmer für das Verfahren zusammen. Mediatoren berechnen ihr Honorar nach Stunden. Dabei gibt es keine festgelegte Spanne, in der sich das Honorar bewegt. Die Höhe hängt von den Qualifikationen des Mediators und der Art der Mediation ab. So kann es sein, dass manche Mediatoren 25 Euro und andere wiederum 500 Euro pro Stunde verlangen.

In der Regel müssen die Streitenden die Kosten für die Mediation selbst tragen. Dabei übernimmt jeder Beteiligte den gleichen Anteil. Handelt es sich zum Beispiel um zwei Konfliktparteien, übernimmt jeder 50 Prozent der Kosten für den Mediator.

Rechtsschutzversicherungen übernehmen Mediationskosten

Viele Rechtsschutzversicherungen übernehmen auch die Kosten für eine Mediation im Streitfall. Mit einem Vergleich der verschiedenen Rechtsschutz-Tarife finden Interessierte eine passende Rechtsschutzversicherung. Im Internet sind zudem verschiedene Ergebnisse zu Rechtsschutzversicherung Tests zu finden, die bei der Entscheidung helfen können.

Für diese Konflikte eignet sich die Mediation

Mediationsverfahren eignen sich besonders zur Bewältigung von zwischenmenschlichen Konflikten, wie Familienstreits (Stichwort: Familienrechtsschutz), Streits mit Nachbarn oder dem Vermieter. Aber auch Streits mit Handwerkern, Werkstätten und dem Arbeitgeber können durch ein Mediationsverfahren geschlichtet werden. Ferner können aber auch Probleme mit Verträgen, zum Beispiel beim Auto- oder Immobilienkauf gelöst werden.

Wo findet die Mediation statt?

Die streitenden Parteien können den Ort des Mediationsverfahrens selbst bestimmen. Viele Kanzleien haben einen eigenen Mediationsraum für Streitfälle. Dort sitzen die Kontrahenten und der Mediator um einen Tisch herum, sodass sie sich angucken und miteinander sprechen können. Die Mediation kann jedoch auch an einem entspannenderen Ort, wie einem ruhigen Café durchgeführt werden. Zu vermeiden sind die persönlichen Räumlichkeiten eines Beteiligten sowie Geschäftsräume des einen oder anderen Kontrahenten.

Wie läuft Mediation ab?

Zuerst wird von den Beteiligten bestimmt, ob das Mediationsverfahrer persönlich oder telefonisch erfolgt. Fällt die Entscheidung auf eine telefonische Mediation, werden die Streitenden abwechselnd vom Mediator angerufen, der zwischen den Parteien vermittelt. Bei der Präsenzmediation treffen sich alle Beteiligten am festgelegten Mediationsort.

Zuerst erläutert der Mediator den Ablauf des Verfahrens und hält den Konfliktinhalt für alle Beteiligten fest. Die gesamten Gesprächsinhalte werden vom Mediator während des Verfahrens in einem Protokoll festgehalten. Danach werden die Konfliktschwerpunkte gesammelt, visualisiert und eine Reihenfolge für die Abarbeitung der Punkte festgelegt.

Im Anschluss wird eine Risikoanalyse durchgeführt, mit der die Vor- und Nachteile von verschiedenen Konfliktlösungsstrategien durchleutet werden. Dabei wird neben dem zeitlichen und finanziellen Aspekt auch die Zukunftssicherheit der Problemlösung diskutiert.

Darauffolgend wird eine Grundlage für die Konfliktlösung gebildet, indem die Streitenden über ihre Interessen und ihre individuellen Standpunkte zum Streitfall sprechen können.

Nach diesem Schritt erfolgt die kreative Lösungsfindung. Es werden verschiedene Lösungsoptionen gesammelt, diskutiert, verfeinert oder verworfen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, denn das Ziel ist die langfristige Zufriedenheit beider Konfliktparteien.

Anschließend werden die Vorschläge zur Konfliktlösung hingehend ihrer Umsetzbarkeit und Akzeptanz geprüft.

Zum Schluss entsteht ein Vertrag, in dem die festgelegten Lösungen verewigt und von den Mediationsbeteiligten unterzeichnet werden. Das Mediationsverfahren ist somit beendet.

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Vorteile der Mediation gegenüber Gerichtsverfahren

Eigene und zufriedenstellende Lösungen

Eine Streitschlichtung über ein Mediationsverfahren hat den großen Vorteil, dass hierbei Lösungen gefunden werden sollen, die beide Konfliktparteien zufrieden stellen. Die Streitenden können mit Hilfe des Mediators aktiv an einer zufriedenstellenden Lösung arbeiten. Die Sachlage verhält sich anders, wenn der Rechtsstreit dagegen vor Gericht ausgetragen werden muss. Dorf wird in der Regel ein Vergleich nach Vorschlag des Richters angenommen oder einfach ein Urteil gefällt, bei dem es immer einen Verlierer geben wird. Auch ein Vergleich stellt so gut wie nie beide Parteien zufrieden.

Zeit- und Geldersparnis

Mediationsverfahren sind wesentlich kostengünstiger und bei Weitem nicht so langwierig, wie ein ganzes Gerichtsverfahren. Dieses kann sich nämlich durch viele Instanzen und über Jahre hinweg ziehen und am Ende gibt es im schlimmsten Fall kein zufriedenstellendes Urteil. Bei der Mediation hängt die Dauer vom Umfang und der Ausartung des Konfliktes ab. Die Mediationskosten bemessen sich nach dem Stundensatz des Mediators und sind damit weitaus geringer, als bei einem Gerichtsverfahren.

Zwischenmenschlichkeit wird berücksichtigt

Wenn ein Streitfall vor Gericht behandelt wird, zählen nur die rechtlich relevanten Fakten. Eigene Interessen, Beziehungen oder gar Gefühle werden, wenn überhaupt, nur ganz am Rande berücksichtigt. In einem Mediationsverfahren dagegen kann wirklich alles angesprochen werden, was bei dem Konflikt eine Rolle spielen. Jede Partei bekommt die Möglichkeit, ihre Gedanken und Gefühle ausführlich darzulegen und zu erläutern. Dadurch können äußerst individuelle Lösungen entstehen. Zudem verbessert eine Mediation auch oft die zukünftige Kommunikation der Streitenden.

Lähmende Verhaltensweisen werden aufgelöst und Vertrauen aufgebaut

Manchmal verlieren sich die streitenden Parteien im Konflikt und verlieren den Blick auf die Problemlösung. Dieser lähmende Umstand wird durch die Mediation gelockert und die Parteien bekommen einen Anreiz, sich wieder auf eine Lösung des Konflikts zu konzentrieren. Zudem versichern alle Beteiligten, also auch der Mediator, absolute Verschwiegenheit. Dieser Umstand wird in einem rechtsverbindlichen Vertrag festgehalten. So kann nichts an die Öffentlichkeit, wie zum Unternehmen oder an die Presse gelangen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.09.2020 aktualisiert.
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Mario Müller
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