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Arbeitgeber zahlt nicht: Was tun?

Der Arbeitgeber zahlt den Lohn nicht – Was kann man dagegen unternehmen? Wie können sich Arbeitnehmer wehren, wenn Gehalt oder Lohn immer wieder verspätet eingehen oder nur teilweise?

Was tun, wenn der Arbeitgeber nicht zahlt nicht?

Wenn der Arbeitgeber nicht zahlt, sollte man möglichst wenig Zeit ins Land ziehen lassen und schnell reagieren. Denn in nicht wenigen Fällen ist der fehlende Lohn bzw. das fehlende Gehalt kein Versehen. Häufig ist dann die Devise: Wer lange zögert, muss auch lange warten.

Eine Klage vor dem Arbeitsgericht sollte allerdings immer erst der letzte von drei möglichen Schritten sein.

Schritt 1: Das Gespräch suchen

Nicht immer fehlt das Gehalt auf dem Konto, weil der Arbeitgeber die Überweisung zurückgehalten hat. Auch wenn es dem einen oder anderen Arbeitnehmer unwahrscheinlich vorkommen mag: Ein Überweisungsfehler der Buchhaltung oder ein Problem auf Seiten der Bank sind durchaus möglich. Deswegen sollte zunächst das persönliche Gespräch gesucht werden.

Vor allem, wenn man bereits seit längerer Zeit vertrauensvoll zusammenarbeitet, sollte man erst einmal von einem Versehen ausgehen. Geduld und Verständnis sollten allerdings Grenzen haben, denn das Gehalt bzw. der Lohn gehört zu der Hauptleistungspflicht des Arbeitgebers.

Wichtig: Lassen Sie sich von Ihrem Arbeitgeber ein Datum nennen, bis zu dem das Gehalt auf dem Konto eingegangen sein sollte.

Wenn das Gespräch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt hat und der Arbeitgeber auch danach das Gehalt nicht gezahlt hat, sollten Sie zeitnah Schritt 2 in Erwägung ziehen.

Bereiten Sie sich vor!

Vor dem Gespräch mit dem Arbeitgeber sollten Arbeitnehmer einen Blick in ihren Arbeitsvertrag werfen. Denn viele Verträge beinhalten Fristen, in denen ausstehende Zahlungen eingefordert werden müssen. Lässt man diese Fristen verstreichen, kann es sein, dass der Anspruch auf das Geld erlischt.

Schritt 2: Das nicht gezahlte Gehalt anmahnen

Ist das Gehalt zum angegebenen Datum noch nicht eingegangen, verfassen Sie am besten eine Mahnung. Dies kann unter Umständen auch für das weitere Vorgehen wichtig sein.

Im Mahnschreiben sollte enthalten sein: das angemahnte monatliche Bruttogehalt und eine Frist für den Zahlungseingang. Bei der Fristsetzung werden allgemein hin 7 Tage genannt.

Zahlt der Arbeitgeber noch immer nicht, kann der Gang zum Arbeitsgericht folgen.

Schritt 3: Klage einreichen

Eine Klage kann man beim Arbeitsgericht in der Rechtsantragsstelle einreichen. Dieses ist mitunter sogar mündlich möglich: Der Sachbearbeiter nimmt die Klage schriftlich auf und lässt sich das Dokument anschließend vom Klagenden unterschreiben.

Wurde die Klage eingereicht, lässt das Gericht dem Arbeitgeber die Klageschrift zukommen. In der Klageschrift wird zugleich ein sogenannter Gütetermin festgelegt, an dem der Sachverhalt erörtert wird. An diesem Termin können sich beide Seiten bereits gütlich einigen. Das Verfahren ist dann beendet. Sollte dieses nicht der Fall sein, wird ein weiterer Termin vor der Kammer festgelegt, bei dem Beweise gesichtet und ggf. Zeugen gehört werden. Auch bei diesem Termin ist eine gütliche Einigung möglich. Wenn diese auch bei diesem Termin nicht zustande kommt, fällt die Kammer ein Urteil.

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Gehalt fehlt nach Kündigung

Egal ob der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber kündigt, beide Parteien sind zur Erfüllung ihrer Leistungen verpflichtet. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass Arbeitgeber das letzte Gehalt nicht zahlen, wenn die Kündigung vom Arbeitnehmer ausging.

Arbeitnehmer haben in diesem Fall die gleichen Möglichkeiten, wie oben beschrieben. Allerdings muss hier nicht unbedingt das persönliche Gespräch gesucht werden. Betroffene Arbeitnehmer können den ehemaligen Arbeitgeber auch direkt schriftlich zur Zahlung des fehlenden Gehalts auffordern.

In dem Schreiben sollte eine Fist gesetzt werden, innerhalb der das Gehalt auf dem Konto eingegangen sein soll. Je nachdem wie das Verhältnis zum Arbeitgeber ist, kann das Schreiben auch einen Hinweis auf die weiteren Schritte enthalten, die man in die Wege leitet, wenn das Gehalt nicht gezahlt wird.

Arbeitgeber zahlt nicht pünktlich

Wenn der Arbeitgeber nicht pünktlich zahlt, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf einen pauschalen Schadensersatz in Höhe von 40 Euro. Dieser Betrag wird bei jeder verspäteten Zahlung fällig – natürlich nur, wenn der Schadensersatz auch eingefordert wurde.

Zwar darf der Betrag bereits bei einem Verzug von einem Tag eingefordert werden, doch sollten Arbeitnehmer hier Fingerspitzengefühl zeigen. Bei einer einmaligen Verspätung sorgt die Einforderung des Betrags für ein schlechtes Klima zwischen Arbeitgeber und -nehmer. Bei mehrfach verspäteten Zahlungen kann die Forderung allerdings hilfreich sein. Arbeitnehmer können hier gut argumentieren, dass eine fristgerechte Zahlung wichtig ist, um eigene Rechnungen fristgerecht begleichen zu können.

Was tun, wenn ein Teil vom Gehalt fehlt?

Die Zahlung des Lohn bzw. des Gehalts gehört zur so genannten Hauptleistungspflicht des Arbeitgebers. Wenn ein Teil vom Gehalt fehlt, ist dieses eine Pflichtverletzung, bei der der Arbeitnehmer genauso vorgehen kann wie bei der vollständigen Einstellung der Gehalts- bzw. Lohnzahlung. Beachten Sie dazu den entsprechenden oben stehenden Abschnitt.

Kann der Arbeitgeber das Gehalt kürzen, wenn der Arbeitnehmer unentschuldigt fehlt?

Wenn Arbeitnehmer unentschuldigt fehlen, hat der Arbeitgeber verschiedene Möglichkeiten dies zu sanktionieren. Er kann eine Abmahnung aussprechen. Wenn der Betroffenen öfter unentschuldigt fehlt, kann dies im schlimmsten Fall zu einer Kündigung führen.

Davon abgesehen besteht auch die Möglichkeit das Gehalt um die betroffene Fehlzeit zu kürzen.

Beachten Sie: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder sonstige Fachberatung. Sämtliche Angaben dieses Beitrags sind ohne Gewähr.

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