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Bootsversicherung kündigen

Diese Fristen und Formalitäten sind zu beachten (2021)
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Bootsversicherung kann ordentlich sowie außerordentlich gekündigt werden.
  • Ein Sonderkündigungsrecht gilt bei Beitragserhöhungen sowie im Schadensfall.
  • Lesen Sie hier, worauf Sie bei der Kündigung Ihrer Bootsversicherung achten müssen.

Wie wird eine Bootsversicherung gekündigt?

Die Kündigung einer Bootsversicherung muss stets in Schriftform erfolgen. Eine Kündigung per Telefon ist nicht ausreichend. Das Kündigungsschreiben sollte dabei die folgenden Punkte enthalten:

  • Ort und Datum
  • Anschrift des Versicherungsunternehmens
  • Name des Sachbearbeiters
  • Name, Vorname, Anschrift und eventuell Telefonnummer und E-Mail-Adresse des Versicherungsnehmers
  • Versicherungsnummer bzw. Aktenzeichen
  • Datum, zu dem die Kündigung erfolgen soll
  • Bei außerordentlicher Kündigung: Angabe des Kündigungsgrundes
  • Bei Verkauf des Bootes: Kaufvertrag als Beleg
  • Eigenhändige Unterschrift
Kündigung als Einschreiben versenden

Es empfiehlt sich, in einem Absatz des Kündigungsschreibens um eine schriftliche Kündigungsbestätigung zu bitten. Diese soll belegen, dass Ihre Kündigung tatsächlich beim Adressaten angekommen ist. Allerdings ist das Ausstellen einer solchen Bestätigung für den Versicherer nicht verpflichtend. Damit Sie den Zugang der Kündigung eindeutig beweisen können, ist es daher sinnvoll, diese als Einschreiben zu versenden.

Nutzen Sie für Ihre Kündigung der Bootsversicherung gerne unsere kostenfreie Musterkündigung:

Musterkündigung Bootsversicherung (.docx-Download)


Gründe für die Kündigung einer Bootsversicherung

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, aus denen Versicherungsnehmer ihre Bootsversicherung nicht mehr weiterführen möchten. Neben den Gründen, die zu einer Sonderkündigung berechtigen, kommen zum Beispiel folgende Kündigungsgründe in Frage:

  • Sie sind mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis unzufrieden
  • Sie haben einen Anbieter der Bootsversicherung gefunden, der besser zu Ihren Vorstellungen passt
  • Das Vertrauensverhältnis zum Versicherer ist gestört
  • Sie können sich die Monatsbeiträge nicht mehr leisten

Eventuell stehen auch private Gründe einem Fortführen der Bootsversicherung im Wege. Bei einer ordentlichen Kündigung müssen Sie dem Versicherer Ihre Gründe nicht nennen.

Beitragsfreies Stilllegen nicht möglich

In der Wintersaison lagern viele Bootseigner ihr Segelboot oder ihre Yacht ein. Die Bootsversicherung läuft während dieser Zeit weiter, ein beitragsfreies Stilllegen des Versicherungsvertrags ist nicht möglich. Denn auch im Winterlager ist das Boot Gefahren wie etwa Brand, Sturmschäden oder Diebstahl ausgesetzt und benötigt daher einen Versicherungsschutz.

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Welche Kündigungsfristen gelten?

Bootsbesitzer benötigen sowohl eine Haftpflichtversicherung als auch eine Kaskoversicherung. Für beide Versicherungsarten gilt in der Regel eine Vertragslaufzeit von einem Jahr. Die Kündigungsfrist richtet sich nach den vertraglich vereinbarten Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die meisten Versicherungen setzen für eine ordentliche Kündigung eine Frist von drei Monaten vor Ablauf der Vertragslaufzeit an. Wird die Frist überschritten, verlängert sich der Versicherungsvertrag automatisch um ein weiteres Jahr.

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Abweichende Kündigungsfristen

Individuell können auch längere Versicherungslaufzeiten vereinbart werden. Bei längerfristigen Verträge gelten häufig auch Sonderregelungen bezüglich der Kündigungsfrist. Bei einem Vertrag mit zehn Jahren Laufzeit kann eine ordentliche Kündigung unter Umständen erst nach Ablauf des dritten Versicherungsjahres erfolgen. Lesen Sie sich daher die Vertragsbedingungen genau durch, wenn Sie Ihre Bootsversicherung fristgerecht kündigen möchten.

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Sonderkündigungsrecht für eine Bootsversicherung

Neben der ordentlichen Kündigung besteht in gewissen Fällen das Recht zur außerordentlichen Kündigung. Ein Sonderkündigungsrecht besteht beispielsweise, wenn der Versicherer die Beiträge erhöht. Nachdem sie über die Beitragserhöhung informiert wurden, haben Versicherungsnehmer einen Monat lang Zeit, ihren Vertrag zu kündigen. Ein Sonderkündigungsrecht für beide Vertragspartner besteht nach Eintritt eines Versicherungsfalls. Unabhängig davon, ob der Versicherer den Schaden übernimmt oder die Regulierung ablehnt, können Versicherungsnehmer ihren Vertrag innerhalb eines Monats nach Eingang der Entscheidung kündigen. Gleiches gilt für das Versicherungsunternehmen.

BERATER-TIPP

»Möchten Sie Ihre Bootsversicherung wechseln, müssen Sie natürlich ebenfalls die geltenden Kündigungsfristen sowie Regelungen zur außerordentlichen Kündigung beachten. Ein Vergleich von Bootsversicherungen mit unserem Online-Rechner hilft Ihnen, eine Kasko- und Haftpflichtversicherung zu finden, die optimal zu Ihren Ansprüchen und Bedingungen passt.«

Typische Schadensfälle in der Bootsversicherung

Bootsversicherung vor dem Verkauf des Bootes kündigen

Wer sein Boot verkauft, muss die Versicherung darüber zeitnah in Kenntnis setzen. Eine automatische Bekanntgabe einer Ab- oder Ummeldung durch eine offizielle Stelle erfolgt nicht. Der Versicherer ist daher schriftlich über eine Veräußerung des Bootes zu informieren. Als Beleg ist dem Schreiben nach Möglichkeit eine Kopie des Kaufvertrags beizulegen. Nach der Veräußerung des Bootes gelten für Kasko- und Haftpflichtversicherung unterschiedliche Bestimmungen:

Das Versicherungsvertragsgesetz sieht vor, dass die Kaskoversicherung beim Verkauf eines Bootes auf den Erwerber übergeht. Der Käufer hat anschließend einen Monat lang Zeit, um den Versicherungsvertrag zu kündigen. Dabei steht es ihm frei, den Vertrag fristlos oder zum Ende der geltenden Laufzeit zu kündigen (§ 96 VVG). Selbstverständlich kann der Käufer sich auch dazu entscheiden, die bestehende Kaskoversicherung weiterzuführen.

Die Haftpflichtversicherung endet mit dem Verkauf bzw. der Veräußerung des Bootes und der Erwerber muss einen neuen Vertrag abschließen.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 05.01.2021 aktualisiert.
Über den Autor
Nina Bruckmann
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