Vorteile und Nachteile der betrieblichen Kranken­versicherung

Fachlich geprüft durch Robert Böhrk
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die betriebliche Kranken­versicherung (bKV) bietet sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer überzeugende Vorteile.
  • Arbeitgeber stärken die Attraktivität des Unternehmens und binden qualifizierte Mitarbeiter. Arbeitnehmer erhalten eine umfangreiche Gesundheitsversorgung zu günstigen Konditionen, die vom Chef bezahlt wird.
  • Nachteile ergeben sich für Arbeitnehmer, wenn sie das Unternehmen verlassen: Dann ist ein höherer Beitrag möglich.

Das erwartet Sie hier

Welche Vorteile und Nachteile die betrieblichen Kranken­versicherung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat. Kurzer und einfacher Überblick.

Inhalt dieser Seite
  1. Vor und Nachteile für Arbeitgeber
  2. Vor und Nachteile für Arbeitnehmer
  3. Fazit

Vor- und Nachteile für Arbeitgeber

Die Vorteile einer bKV für den Arbeitgeber

  • Attraktivität des eigenen Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt steigt
  • Bindung von qualifizierten Mitarbeitern
  • Beitragszahlungen können als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden
  • Wenig Verwaltungsaufwand: Das Versicherungs­unternehmen kümmert sich um alles.
  • Beitragsbefreiung bei entgeltfreien Zeiten
  • Ausfallzeiten der Mitarbeiter sinken, Produktivität und Zufriedenheit steigen
  • Sinnvolle Alternative zur Gehaltserhöhung

Experten-Tipp:

„Der Arbeitgeber entscheidet maßgeblich über die Vertragsgestaltung. Er kann seinen Angestellten zwar verschiedene Formen der betriebliche Kranken­versicherung anbieten. Letztendlich obliegt es dem Arbeitgeber, wie umfangreich der Versicherungsschutz sein soll, wer der Versicherungsanbieter ist und damit auch indirekt, wie hoch die Kosten sein sollen.“

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Mögliche Nachteile einer bKV für den Arbeitgeber

  • Steuerliche Behandlung erfordert Überlegungen, welches Besteuerungsmodell für das Unternehmen und den Arbeitnehmer am günstigsten ist. Eventuell wird mehr administrativer Aufwand fällig. Mehr dazu hier: Betriebliche Kranken­versicherung in der Steuer.

Experten-Tipp:

„Die steuerlichen Aspekte der betrieblichen Kranken­versicherung spielen eine wichtige Rolle und sollten bereits bei Vertragsabschluss berücksichtigt werden. So sollte bereits im Beratungsgespräch geklärt werden, ob die Mitarbeiter bereits Sachwertzuwendungen wie beispielsweise Tankgutscheine erhalten, und ob im Topf der Sachbezüge noch Platz für die bKV ist, damit Sie von der 50-Euro-Freigrenze profitieren.“

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Vor- und Nachteile für Arbeitnehmer

Die Vorteile einer bKV für den Arbeitnehmer

  • Zusatzleistungen auf dem Niveau einer privaten Kranken­versicherung
  • Bessere medizinische Versorgung schließt Versorungslücken der gesetzlichen Krankenkasse
  • Keine Wartezeiten
  • Aufnahmegarantie und keine bzw. vereinfachte Gesundheitsprüfung
  • Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als bei einem privaten Abschluss (z.B. einer privaten Krankenzusatz­versicherung)
  • Arbeitgeber zahlt in der Regel die Versicherungsbeiträge
  • Ehe-/Lebenspartner und Kinder können günstig mitversichert werden

Experten-Tipp:

„Arbeitnehmer haben die Gelegenheit, über eine betriebliche Kranken­versicherung sehr gute Konditionen und teilweise vollwertige Kranken­versicherungsprodukte zu erhalten, die nur so im Rahmen von Gruppenverträgen möglich sind. In jedem Fall profitieren Sie von niedrigeren Hürden und besseren Konditionen, als wenn sie selbst eine private Krankenzusatz­versicherung, wie etwa eine Zahnzusatz­versicherung abschließen würden.“

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Welche Nachteile kann es für den Arbeitnehmer geben?

  • Möglicherweise höhere Versicherungsbeiträge bei Austritt aus dem Unternehmen (die meisten Versicherer bieten mit einem Umstellungsangebot dennoch günstigere Konditionen als bei einem privaten Abschluss an, wenn der Vertrag bei Austritt aus der Firma auf den Mitarbeiter umgeschrieben wird).
  • Sabbatjahr bzw. Elternzeit verpflichtet eventuell Zahlung des gesamten Versicherungsbeitrags, es sei denn, der Arbeitgeber hat mit dem Versicherer eine Beitragsbefreiungsoption bei entgeltfreien Zeiten vereinbart.

Experten-Tipp:

„Entscheidet sich ein Arbeitnehmer dazu, die Firma zu verlassen – oder geht in den Ruhestand – dann kann der Vertrag auf ihn umgeschrieben werden. Unter Umständen verändern sich dadurch die Konditionen. In jedem Fall zahlt der Arbeitnehmer nun den Beitrag, den vorher sein Arbeitgeber übernommen hat. Das gleiche passiert in der Regel auch, wenn die Firma Insolvenz anmeldet.“

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Fazit

Die betriebliche Kranken­versicherung bietet sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer überwiegend Vorteile. Arbeitgeber können die betriebliche Kranken­versicherung nutzen, ihren Mitarbeitern einen Mehrwert zu bieten, der direkt erlebbar ist. Dies bindet qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen und steigert die Mitarbeiter­zufriedenheit. Nicht zuletzt werden durch die bessere Gesundheitsversorgung Fehlzeiten und Krankheits­fälle signifikant reduziert. Arbeitnehmer profitieren von einer medizinischen Versorgung auf dem Niveau privater Kranken­versicherungen – ohne dass sie etwas dafür zahlen.

Die wenigen Nachteile, die sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergeben, werden deutlich von den zahlreichen Vorteilen aufgehoben. Profitieren Sie von den Vorteilen einer betrieblichen Kranken­versicherung in der Firma und lassen Sie sich von unseren Experten über mögliche Nachteile aufklären. Nutzen Sie für die erste Berechnung gern unseren kostenfreien Tarifrechner.

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