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Betriebliche Kranken­versicherung für privat Versicherte

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Das erwartet Sie hier

Wie privat Versicherte ihren Schutz mit einer betrieblichen Kranken­versicherung erweitern und worauf sie dabei achten müssen. Mit Tipps vom Experten, wann dies wirklich sinnvoll ist.

Inhalt dieser Seite
  1. bKV auch für privat Versicherte interessant
  2. Wann eine bKV sinnvoll ist
  3. Wie erfolgt der Abschluss und was kostet es?
  4. Was ist für privat Versicherte zu beachten?
  5. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Die betriebliche Kranken­versicherung (bKV) steht auch privat versicherten Personen offen.
  • Für privat versicherte Arbeitnehmer werden von einigen Versicherern spezielle Tarife angeboten, die den bestehenden Versicherungsschutz optimal ergänzen.
  • Arbeitgeber können eine bKV für ihre privat versicherten Mitarbeiter bereits ab 0,80 € im Monat abschließen, beispielsweise in Form einer Auslandskranken­versicherung.
  • Wie sinnvoll eine zusätzliche bKV für einen privat Versicherten ist, hängt vom bereits bestehenden Tarif der privaten Kranken­versicherung ab.

Betriebliche Kranken­versicherung auch für privat Versicherte interessant

Eine betriebliche Kranken­versicherung wird in der Regel durch den Arbeitgeber bei einem privaten Kranken­versicherer abgeschlossen. In den meisten Fällen übernimmt der Arbeitgeber auch die zu zahlenden Beiträge. Doch auch wenn mit der bKV vor allem Mitglieder in der gesetzlichen Kranken­versicherung angesprochen werden sollen, ist sie auch für privat Versicherte interessant.

Vorteil: Familien­versicherung in der bKV

Abhängig vom Tarif ist es für privat Versicherte oft auch möglich, Familienangehörige in der bKV zu einem günstigen Beitrag mitzuversichern. Allerdings sind hierfür Gesundheitsprüfungen und unter Umständen auch Wartezeiten bis zur Kostenübernahme vorgesehen.

Für privat Versicherte sind solche Modelle besonders interessant, wenn der Ehepartner oder die Kinder Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind. Eine bKV für Angehörige kann zum Teil auch dann abgeschlossen werden, wenn die privat versicherte Person selbst nicht an einer betrieblichen Kranken­versicherung interessiert ist.

Wie sinnvoll ist eine betriebliche Kranken­versicherung für privat Versicherte?

Ob eine betriebliche Kranken­versicherung für privat Versicherte sinnvoll ist, hängt davon ab, welche Leistungen ihr persönlicher Tarif der privaten Kranken­versicherung enthält. Durch eine zusätzliche bKV ist es jedoch oft möglich, Beiträge zu sparen, indem ein günstigerer Tarif gewählt wird. Der Rest der gewünschten Leistungen wird dann durch die betriebliche Kranken­versicherung abgedeckt.

Mit diesen Leistungen können Sie Ihren Krankenschutz aufstocken

Viele Bausteine einer betrieblichen Kranken­versicherung sind auch für privat Versicherte von Bedeutung. Hierzu gehören – auch unter dem Aspekt der Reduktion des individuellen Tarifs der privaten Kranken­versicherung – beispielsweise:

  • Unterbringung in Ein- oder Zweibettzimmern sowie Behandlung durch den Chefarzt im Krankenhaus
  • Übernahme ambulanter Vorsorgeuntersuchungen, die im persönlichen Versicherungstarif nicht enthalten sind
  • Krankentagegeld (Ausgleich der Differenz zum Nettoeinkommen bei längerer Krankheit)

Experten-Tipp: Wie sich die Kombination aus PKV und bKV besonders lohnt

„Ein bereits privat versicherter Mitarbeiter kann durch die betriebliche Kranken­versicherung beispielsweise Vorsorgeleistungen nutzen, ohne damit eine mögliche Beitragsrückerstattung seiner privaten Kranken­versicherung zu beeinflussen. Auch können über die betriebliche Kranken­versicherung jene Leistungen genutzt werden, bei denen in der PKV eine Selbstbeteiligung vereinbart wäre.“

Foto von Robert Böhrk
Signatur von Robert Böhrk
Robert Böhrk
Berater

Wie wird eine betriebliche Kranken­versicherung für privat Versicherte abgeschlossen?

Grundsätzlich läuft der Abschluss einer betrieblichen Kranken­versicherung für alle Mitarbeiter gleich ab: Der Arbeitgeber entscheidet über Produkt und Leistungsumfang (im Idealfall in Absprache mit den Mitarbeitern) und schließt mit dem Versicherer einen oder mehrere Gruppenverträge ab. Betriebliche Kranken­versicherer – meist Anbieter von privaten Kranken­versicherungen – bieten für bereits privat Krankenversicherte zum Teil spezielle Tarife an, die den Interessen privat Versicherter entgegenkommen.

Individuelle Auswahlmöglichkeiten

Das Versicherungspaket in der betrieblichen Kranken­versicherung wird grundsätzlich durch den Arbeitgeber definiert. Privat Versicherte sollten daher mit ihrem Arbeitgeber besprechen, welche Möglichkeiten für sie bestehen, ihre bestehende Kranken­versicherung durch einen maßgeschneiderten bKV-Zusatz zu ergänzen. In der Regel werden die Firmen solchen Wünschen offen gegenüberstehen, da sie mit der betrieblichen Kranken­versicherung alle Mitarbeiter erreichen und ihnen einen Vorteil bieten wollen. Von den Versicherungsgesellschaften wird den Unternehmen meist ein Paket mit mehreren Alternativtarifen angeboten, zu denen auch Produkte für privat versicherte Mitarbeiter zählen.

Tarife nur für gesetzlich Versicherte

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Es gibt Anbieter der betrieblichen Kranken­versicherung, die nur Tarife für Versicherte in der gesetzlichen Kranken­versicherung anbieten. Hat sich der Arbeitgeber für einen solchen Versicherer entschieden, dann ist für einen privat Versicherten ein Vertragsabschluss nicht möglich.

Was kostet eine betriebliche Kranken­versicherung für privat versicherte Mitarbeiter?

Die genauen Kosten für die Absicherung von privat versicherten Mitarbeitern hängt von den gewünschten Leistungsbausteinen, der Anzahl der Mitarbeiter und von den konkreten Konditionen des Versicherers ab. Wie bereits erwähnt, können Arbeitgeber mit einigen bKV-Versicherern Sonderkonditionen vereinbaren, andere wiederum machen keine Unterschiede zwischen privat oder gesetzlich versicherten Mitarbeitern. Um einen ersten Eindruck zu gewinnen, haben wir Ihnen im Folgenden ein vereinfachtes Rechenbeispiel erstellt, welches das Prinzip der Kosten einer betrieblichen Kranken­versicherung veranschaulicht.

Rechenbeispiel

  • Drei Mitarbeiter mit privater Krankenvoll­versicherung
  • Gewünschter Baustein, weil nicht vom eigenen PKV-Tarif abgedeckt: Krankentagegeld
  • Gewünschter Baustein, damit Beitragsrückerstattung vom eigenen PKV-Tarif unbeeinflusst bleibt: Vorsorge
KomponenteMonatliche Kosten
Baustein Krankentagegeld pro Mitarbeiter3,97 €
Baustein Vorsorge pro Mitarbeiter8,61 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt pro Mitarbeiter12,58 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt für alle privat versicherten Mitarbeiter37,74 €

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Was sollten privat Versicherte bei der bKV beachten?

Betriebliche Kranken­versicherung ersetzt nicht die Voll­versicherung

Eine betriebliche Kranken­versicherung ist kein Ersatz für eine leistungsstarke individuelle Voll­versicherung. Bestehende Verträge sollten daher nicht leichtfertig gekündigt werden, um in einen günstigeren Tarif der betrieblichen Kranken­versicherung zu wechseln.

Zudem ist die Frage der Weiterführung einer bKV bei einem Arbeitgeberwechsel für privat Versicherte von besonderer Bedeutung. Wenn sie nicht oder nur zu schlechteren Konditionen möglich ist, resultiert hierdurch eine spürbare finanzielle Belastung. Auch die Rückkehr in einen PKV-Tarif mit größerem Leistungsumfang ist dann mindestens wegen des höheren Eintrittsalters ein relevanter Kostenfaktor.

Doppel­versicherung vermeiden

Wenn bereits eine private Kranken­versicherung oder eine private Krankenzusatz­versicherung besteht, deren Leistungen sich ganz oder teilweise mit den Leistungen der betrieblichen Kranken­versicherung überschneiden, sollte der Versicherer über den Abschluss der betrieblichen Kranken­versicherung informiert werden. In vielen Fällen besteht bei privaten Kranken­versicherern sogar eine Meldepflicht über den Abschluss einer bKV. Wird der Versicherer nicht informiert, kann dies im schlimmsten Fall zum Verlust des dortigen Versicherungsschutzes bedeuten.

Doppelte Rechnungserstattung nicht erlaubt

Bei einer Kopplung von privater und betrieblicher Kranken­versicherung müssen Doppelzahlungen der Rechnungen im Krankheitsfall unbedingt vermieden werden. Sie gelten als Versicherungsbetrug. In schwerwiegenden Fällen hat der Kranken­versicherer das Recht, die PKV-Voll­versicherung außerordentlich und damit fristlos zu kündigen. Empfehlenswert ist es daher, Abrechnungsfragen mit den beteiligten Versicherungen bereits vorab zu klären. So können spätere Probleme ausgeschlossen werden.

Fazit

Die betriebliche Kranken­versicherung ist eine Zusatz­versicherung, die sich vor allem an gesetzlich versicherte Mitarbeiter wendet. Jedoch kann eine betriebliche Kranken­versicherung auch für privat versicherte Personen abgeschlossen werden. Der Arbeitgeber sollte dabei beachten, dass einige Anbieter spezielle Tarife für private Krankenversicherte im Portfolio führen. Lassen Sie sich bei der Suche nach dem passenden Versicherer unterstützen und vergleichen Sie vorab verschiedene Angebote.

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Was die Mitarbeiter beachten sollten

Mitarbeiter, die privat versichert sind und über ihren Arbeitgeber eine betriebliche Kranken­versicherung abschließen, sollten beachten, dass sie eventuell ihren privaten Kranken­versicherer darüber informieren müssen. Auch bei der Leistungserstattung sollten Versicherte mit beiden Kranken­versicherern Rücksprache halten.

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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