Hallesche Betriebliche Kranken­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Welche Tarife die betriebliche Kranken­versicherung der Halleschen bietet, was die Budgettarife FEELfree und FEELfree:up kosten, wie das Haus im Test abschneidet und welche Erfahrungen Kunden mit der Halleschen machen.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die betriebliche Kranken­versicherung der Halleschen erreicht in unserer Gesamtauswertung 72 von 100 Punkten und teilt sich Rang acht mit der Barmenia und der Bayerischen Beamtenkrankenkasse, im IVFP-Kompetenzrating 2024 erhält sie in allen vier Teilbereichen die Bestnote „Exzellent“.
  • Der Budgettarif FEELfree gibt jedem Mitarbeiter ein Gesundheitsbudget von 300 bis 1.500 € im Jahr, ab 9,95 € im Monat je Mitarbeiter.
  • Beim FEELfree:up steigt das Budget nach voller Ausschöpfung um 50 € im Folgejahr, insgesamt um bis zu 200 €.
  • Für Betriebe ab zehn Mitarbeitern, Belegschaften mit Familie und Unternehmen mit pflegenden Beschäftigten passt die Hallesche, für Kleinstbetriebe nicht: Die Gruppenverträge starten erst ab zehn Mitarbeitern.
  • Die BaFin-Beschwerdequote der Halleschen liegt 2025 bei 4,39 je 100.000 versicherte Personen und damit unter dem Branchendurchschnitt von 6,27.

Hallesche auf einen Blick

Wie gut ist die Hallesche?

72 von 100 Punkten
in unserer Gesamtauswertung

  • IVFP-Kompetenzrating 2024: „Exzellent“ (Gesamtnote)
  • Keine Gesundheitsprüfung und keine Wartezeiten
  • Gesundheitsbudget, das bei voller Nutzung steigt (FEELfree:up)

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) bewertet die Hallesche im Kompetenzrating 2024 in Beratung, Vertragsgestaltung, Service und Produktportfolio jeweils mit „Exzellent“. Focus Money 2025 und ServiceValue 2023 führen sie nicht unter ihren ausgezeichneten Anbietern.

In unserer Gesamtauswertung liegt die Hallesche auf Rang acht, punktgleich mit Barmenia und Bayerischer Beamtenkrankenkasse, weil ServiceValue 2023 sie ohne Auszeichnung führt. Unsere Experten empfehlen sie trotzdem an erster Stelle, vor Allianz und SDK.


Was kostet sie?

Der Beitrag hängt bei der Halleschen nur vom gewählten Tarif und von der Höhe des Budgets ab. Alter und Geschlecht spielen keine Rolle, jeder Mitarbeiter kostet denselben Einheitsbeitrag. Die Beispiele stammen aus dem Kostenrechner der Halleschen und gelten je Mitarbeiter und Monat.

ProfilJahresbudgetBeitrag im Monat
Jeder Mitarbeiter, Tarif FEELfree300 €9,95 €
Jeder Mitarbeiter, Tarif FEELfree1.200 €36,16 €
Jeder Mitarbeiter, Tarif FEELfree:up_plus1.500 €56,03 €

Das Budget wächst schneller als der Beitrag: Wer im FEELfree das Budget von 300 auf 1.500 Euro verfünffacht, zahlt mit 42,24 Euro im Monat gut das Vierfache. Die Varianten mit steigendem Budget und mit Vorsorgeleistungen kosten jeweils einen Aufschlag (Angaben der Hallesche, abgerufen am 28.09.2026).


Für wen passt sie?

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der Halleschen?

Risikoträger ist die Hallesche Kranken­versicherung auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Stuttgart, ein Versicherungsverein, der zur ALH Gruppe gehört. Laut Solvenzbericht (SFCR) 2025 der Halleschen deckt sie ihre Kapitalanforderung zu 493 Prozent, ohne Volatilitätsanpassung und Übergangs­maßnahmen. Im Vorjahr lag die Quote bei 599 Prozent. Gesetzlich gefordert sind 100 Prozent.

Bei der BaFin gingen 2025 zur Halleschen 41 Beschwerden bei 934.724 versicherten Personen ein, das ergibt eine Quote von 4,39 je 100.000 versicherte Personen bei einem Branchendurchschnitt von 6,27 (Quelle: BaFin-Beschwerdestatistik 2025). Auf Trustpilot kommt das Haus auf 3,2 von 5 Sternen bei 346 Bewertungen, abgerufen am 28.09.2026.

  • Risikoträger
    Hallesche Kranken­versicherung auf Gegenseitigkeit, Stuttgart (ALH Gruppe)
  • Tarife
    FEELfree, FEELfree:up, Vorsorge-Schecks, rund 20 Bausteintarife, Pflegelösung FEELcare
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 493 % (SFCR 2025), Vorjahr 599 %
  • Neugeschäft
    Offen, Gruppenverträge ab zehn Mitarbeitern

Betriebliche Kranken­versicherung der Halleschen im Test (2026)

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Die betriebliche Kranken­versicherung der Halleschen erhält von möglichen 100 Punkten:

72

In unsere Gesamtauswertung fließen das IVFP-Kompetenzrating 2024, der Test von Focus Money 2025, das ServiceValue-Kundenurteil Fairness 2023 und die BaFin-Beschwerdestatistik 2025 ein. Damit liegt die Hallesche auf Rang acht, punktgleich mit Barmenia und Bayerischer Beamtenkrankenkasse. Focus Money 2025 führt sie nicht unter ihren ausgezeichneten Anbietern, ServiceValue 2023 ohne Auszeichnung, das IVFP-Ergebnis steht unten.

Zur Gesamtauswertung der betrieblichen Kranken­versicherung


Das IVFP-Rating

Das IVFP hat 2024 die Kompetenz von 16 Versicherungsgesellschaften in der betrieblichen Kranken­versicherung geprüft, anhand von über 75 Kriterien. Die vier Teilbereiche Beratung, Vertragsgestaltung, Service und Verwaltung sowie Produktportfolio zählen je 25 Prozent. Bewertet werden Prozesse, Strukturen und Angebot des Hauses, kein Tarifvergleich und keine Beiträge (Quelle: IVFP Kompetenzrating bKV 2024).

TeilbereichHallesche
BeratungExzellent
VertragsgestaltungExzellent
Service und VerwaltungExzellent
ProduktportfolioExzellent
GesamtnoteExzellent

Die Hallesche gehört damit zu den vier Gesellschaften, die das IVFP in jedem Teilbereich mit der höchsten Stufe bewertet, neben DKV, Gothaer und SDK. Insgesamt erhielten zehn der 16 Gesellschaften die Gesamtnote „Exzellent“.

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  • Leistungen, die Ihr Team wirklich nutzt, von der Brille bis zur Zahnreinigung
  • Steuerliche Vorteile nutzen und Lohnnebenkosten senken
  • Auch für kleine Betriebe, je nach Anbieter schon ab drei Mitarbeitern
Foto von Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge

Im Vergleich zu anderen betrieblichen Kranken­versicherern

Hallesche im Marktvergleich

IVFP
Kompetenz
Focus
Money
ServiceValue
Fairness
BaFin-Beschwerde­quoteGesamtwertung
von 100
Logo AllianzAllianz–HervorragendSehr gut2,9194
Logo DKV Deutsche Krankenversicherung AGDKVExzellent–Sehr gut3,4694
Logo SDK UnternehmensgruppeSDKExzellentSehr gutSehr gut2,7492
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VExzellentSehr gutGut0,1785
Logo Württembergische Versicherung AGWürttembergischeExzellentGutSehr gut0,3985
Logo Continentale VersicherungsverbundContinentaleExzellentHervorragendOhne Auszeichnung3,9481
Logo AXA Konzern AGAxaExzellentHervorragendGut9,8777
Logo Barmenia Versicherungen a.G.BarmeniaExzellent–Ohne Auszeichnung4,1272
Logo Versicherungskammer BayernBayerische BeamtenkrankenkasseExzellent–Ohne Auszeichnung3,5972
Logo HallescheHallescheExzellent–Ohne Auszeichnung4,3972
Quelle: IVFP Kompetenzrating, Focus Money, ServiceValue Kundenurteil Fairness, BaFin, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Die Hallesche liegt in dieser Auswertung mit 72 Punkten auf Rang acht. Ihr IVFP-Ergebnis entspricht dem der besten Häuser in der Tabelle, etwa der DKV und der SDK, die ebenfalls in allen Teilbereichen „Exzellent“ erhalten. Den Abstand erklärt ServiceValue 2023, das die Hallesche ohne Auszeichnung führt.

Alle betrieblichen Kranken­versicherer im Vergleich

Tarife und Leistungen der betrieblichen Kranken­versicherung der Halleschen

Die Hallesche bietet zwei Wege an: Budgettarife mit einem frei einsetzbaren Jahresbudget und klassische Bausteine mit festen Leistungen. Alle Tarife kommen ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten aus.

TarifModellKern der LeistungLeistungsrahmen
FEELfreeBudgettarifJährliches Gesundheitsbudget für ambulante und zahnärztliche Leistungen300 bis 1.500 € Budget im Jahr
FEELfree:upBudgettarifBudget steigt nach voller Ausschöpfung im Folgejahr300 bis 1.500 € Budget, bis zu 200 € mehr
Vorsorge-SchecksBausteintarifSchecks für Vorsorgeuntersuchungen alle zwei JahreVier Vorsorgetarife
BausteintarifeBausteinmodellFeste Leistungen je Baustein für die ganze BelegschaftAmbulant, Zahn, Stationär, Tagegeld, Reise
FEELcarePflegelösungPflegebudget für pflegende Mitarbeiter und Einmalzahlung300 bis 900 € Pflegebudget im Monat

FEELfree

FEELfree ist der Budgettarif der Halleschen und kam nach ihren Angaben 2018 als erster Budgettarif auf den Markt. Jeder Mitarbeiter erhält ein Jahresbudget von 300, 600, 900, 1.200 oder 1.500 Euro und setzt es für die Leistungen ein, die er gerade braucht. Das Budget deckt Sehhilfen und Lasik bis 180 Euro im Jahr, Hörgeräte, Heil- und Hilfsmittel, Arznei- und Verbandmittel, Heilpraktiker bis zu den Höchstsätzen des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker (GebüH) sowie Zahnbehandlung und Zahnersatz.

Für die professionelle Zahnreinigung stehen 60 Euro im Jahr bereit. Laufende und angeratene Behandlungen sind eingeschlossen, Ausschlüsse gibt es keine. Die Variante FEELfree_plus ergänzt Vorsorgeuntersuchungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), unabhängig vom Alter, und Schutzimpfungen nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) sowie für Auslandsreisen. Beginnt der Vertrag im laufenden Jahr, gibt es im FEELfree nicht das volle Budget.


FEELfree:up

FEELfree:up funktioniert wie FEELfree, mit einem Unterschied: Schöpft ein Mitarbeiter sein Budget in einem Jahr voll aus, steigt es im Folgejahr um 50 Euro, bis zu viermal. Aus 300 Euro werden so nach vier Jahren voller Nutzung 500 Euro. Nach einem Arbeitsunfall mit stationärem Aufenthalt verdoppelt sich das Budget.

Dazu kommen Leistungen, die FEELfree nicht kennt: 100 Euro im Jahr für kinesiologisches Taping, Osteopathie und Chiropraktik auch bei nichtärztlichen Behandlern und 100 Euro für die Zahnreinigung. Anders als im FEELfree gibt es auch bei Beginn im laufenden Jahr das volle Budget. Die Variante FEELfree:up_plus ergänzt Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen.


Vorsorge-Schecks

Mit den Vorsorgetarifen erhalten Mitarbeiter alle zwei Jahre persönliche Vorsorge-Schecks, die sie direkt beim Arzt einlösen. Abgerechnet wird zwischen Arzt und Hallesche, der Mitarbeiter geht nicht in Vorleistung. Zur Wahl stehen VORSORGEplus für Vorsorgeuntersuchungen, VORSORGE Zahn-Prophylaxe für die professionelle Zahnreinigung, VORSORGE Erschöpfungs-Prophylaxe und VORSORGE Premium mit einem Ganztages-Check-up. Im VORSORGEplus lassen sich auch Familienangehörige versichern, und ausscheidende Mitarbeiter können den Schutz weiterführen.


Bausteintarife

Wer feste Leistungen für die ganze Belegschaft möchte, stellt sein Paket aus rund 20 Tarifen zusammen. Ambulant gibt es Bausteine für Sehhilfen, Arznei- und Verbandmittel und Heilpraktiker, im Zahnbereich für Zahnbehandlung, Prophylaxe und Zahnersatz. Stationär sichert die Hallesche Krankenhausleistungen allgemein, bei Unfall oder bei Arbeitsunfall ab, für den allgemeinen Krankenhaustarif gelten Sonderbedingungen zur Weiter­versicherung.

Hinzu kommen Krankenhaustagegeld, Krankentagegeld, ein Tarif für Urlaubsreisen und eine Dienstreisepauschale. Die Beiträge sind alters- und geschlechtsunabhängig, und die meisten Tarife gelten für gesetzlich wie privat versicherte Mitarbeiter.


FEELcare

FEELcare richtet sich an Mitarbeiter, die Angehörige pflegen. Sie erhalten je Pflegefall ab Pflegegrad 2 ein monatliches Pflegebudget von 300, 600 oder 900 Euro, etwa für Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Tages- und Nachtpflege, Fahrdienste, Hausnotruf oder Pflegehilfsmittel. Ein persönlicher Pflege-Case-Manager organisiert Pflegepersonal und Einrichtungen und hilft bei Anträgen.

Wird ein Mitarbeiter selbst pflegebedürftig ab Pflegegrad 2, zahlt FEELcare wahlweise eine Einmalzahlung von 15.000, 20.000 oder 25.000 Euro. Ist ein Arbeitsunfall die Ursache, verdoppelt sich die Einmalzahlung.


AIRbag für entgeltfreie Zeiten

Ein Punkt, an dem viele Gruppenverträge Aufwand machen, sind Elternzeit, Krankengeldbezug und Pflegezeit. Bei der Halleschen zahlt der Arbeitgeber in diesen Zeiten mit dem bKV-AIRbag einfach weiter, das An- und Abmelden entfällt, der Schutz läuft lückenlos. Übersteigen die weitergezahlten Beiträge für entgeltfreie Zeiten in einem Kalenderjahr 5 Prozent der Jahresbeitragssumme, verrechnet die Hallesche die Differenz mit dem nächsten Jahresbeitrag. Dafür muss der Arbeitgeber bis zum 30. Juni des Folgejahres melden.

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  • Leistungen, die Ihr Team wirklich nutzt, von der Brille bis zur Zahnreinigung
  • Steuerliche Vorteile nutzen und Lohnnebenkosten senken
  • Auch für kleine Betriebe, je nach Anbieter schon ab drei Mitarbeitern
Foto von Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge

Die betriebliche Kranken­versicherung der Halleschen für Ihre Gruppe

Kleine Betriebe

Für sehr kleine Betriebe ist die Hallesche keine Option: Gruppenverträge sind erst ab zehn Mitarbeitern möglich. Ab dieser Größe hilft der Einheitsbeitrag bei der Planung, weil jeder Kopf gleich viel kostet. Wer weniger Beschäftigte hat, findet bei der Allianz und der SDK Budgettarife ab fünf Mitarbeitern.


Mittelständische Unternehmen

Für den Mittelstand spielt die Hallesche ihre Breite aus. Unternehmen wählen zwischen vier Budgetvarianten und rund 20 Bausteinen und können mit dem Konzept Work+Care die bKV mit Angehörigenpflege und weiteren Bausteinen kombinieren, nach Angaben der Hallesche mit Kombinationsrabatt. Stolperfalle ist der Start im laufenden Jahr: Im einfachen FEELfree gibt es dann nicht das volle Budget, im FEELfree:up schon.


Großunternehmen

Große Belegschaften verwaltet die Hallesche über ein Firmenportal mit allen Gruppenverträgen und versicherten Personen, An- und Abmeldungen laufen dort. Ein fester Ansprechpartner begleitet die Einführung, dazu gibt es Mitarbeiterveranstaltungen und Leistungsauswertungen. Der AIRbag erspart die Abmeldung in Elternzeit und Krankengeldbezug. Die Erstattung setzt aber eine Meldung bis zum 30. Juni des Folgejahres voraus, wer sie vergisst, zahlt den vollen Beitrag.


Mitarbeiter mit Familie

Angehörige lassen sich bei der Halleschen ohne Gesundheitsprüfung mitversichern. Über FEELfree_friends können Familienangehörige ein eigenes Gesundheitsbudget als Zusatz­versicherung zur gesetzlichen Krankenkasse abschließen. Gesundheitstelefon, Facharzt-Service und Videosprechstunde nutzen Angehörige auch ohne eigenen Vertrag. Zu beachten: Das Budget des Mitarbeiters gilt nur für ihn selbst, für Partner und Kinder braucht es FEELfree_friends oder einen Familienbaustein wie im VORSORGEplus.


Privat versicherte Mitarbeiter

Die meisten Tarife der Halleschen gelten für gesetzlich und privat versicherte Mitarbeiter, die Vorsorge-Schecks ausdrücklich auch für PKV-Versicherte. Für sie bringen vor allem Leistungen etwas, die ihr eigener PKV-Tarif nicht abdeckt, etwa Vorsorge-Schecks oder die Pflegelösung FEELcare. Stolperfalle: Die Hallesche sagt „die meisten Tarife“, nicht alle. Welche Bausteine für privat Versicherte gelten, gehört vor dem Abschluss ins Angebot.

Preise der betrieblichen Kranken­versicherung der Halleschen

Bei der Halleschen zahlt der Arbeitgeber je Mitarbeiter einen festen Monatsbeitrag, der nur vom Tarif und der Budgethöhe abhängt. Die Hallesche veröffentlicht ihre Budgetbeiträge selbst, im FEELfree reichen sie von 9,95 Euro für 300 Euro Budget bis 42,24 Euro für 1.500 Euro Budget je Mitarbeiter und Monat (Angaben der Hallesche, abgerufen am 28.09.2026).

JahresbudgetFEELfreeFEELfree_plusFEELfree:upFEELfree:up_plus
300 €9,95 €12,99 €14,50 €18,61 €
600 €19,75 €22,88 €25,67 €29,64 €
900 €28,27 €32,75 €35,30 €39,53 €
1.200 €36,16 €41,96 €44,22 €49,14 €
1.500 €42,24 €49,00 €49,92 €56,03 €

Die Hallesche rechnet selbst ein Beispiel vor: Ein Familienunternehmen mit 120 Mitarbeitern gibt jedem ein Budget von 300 Euro im FEELfree und zahlt dafür 1.194 Euro im Monat. Das steigende Budget kostet bei 300 Euro Budget 4,55 Euro im Monat mehr als der einfache FEELfree. Nach Angaben der Hallesche ist FEELfree seit der Einführung 2018 beitragsstabil.

Die Pflegelösung FEELcare kostet für ein Pflegebudget von 300 Euro im Monat 13,30 Euro je Mitarbeiter, für 600 Euro 24,90 Euro und für 900 Euro 32,00 Euro. Die Einmalzahlung bei eigener Pflegebedürftigkeit kostet 6,20 Euro für 15.000 Euro, 8,30 Euro für 20.000 Euro und 10,30 Euro für 25.000 Euro. Die Vorsorge-Schecks beginnen bei 9,70 Euro für VORSORGEplus, die Zahnprophylaxe kostet 7,97 Euro, die Erschöpfungs-Prophylaxe 3,40 Euro und VORSORGE Premium 49,02 Euro, jeweils je Mitarbeiter und Monat.

Mit uns die ideale betriebliche Kranken­versicherung finden

Unsere Experten vergleichen die Tarife der großen Anbieter und finden das Konzept, das zu Ihrer Belegschaft und Ihrem Budget passt. Die Berechnung ist für Sie kostenfrei:

  • Leistungen, die Ihr Team wirklich nutzt, von der Brille bis zur Zahnreinigung
  • Steuerliche Vorteile nutzen und Lohnnebenkosten senken
  • Auch für kleine Betriebe, je nach Anbieter schon ab drei Mitarbeitern
Foto von Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge

Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer betrieblichen Kranken­versicherung

Eine betriebliche Kranken­versicherung ist eine private Zusatz­versicherung, die der Arbeitgeber als Gruppenvertrag für seine Mitarbeiter abschließt. Sie ergänzt die gesetzliche Kranken­versicherung um Leistungen wie Zahnbehandlung und Zahnersatz, Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen, Heilpraktiker, stationäre Wahlleistungen oder ein Krankentagegeld. Angeboten wird sie als Bausteinmodell mit festen Leistungen oder als Budgettarif, bei dem jeder Mitarbeiter ein jährliches Gesundheitsbudget frei einsetzt. Wichtig sind die Mindestzahl versicherter Mitarbeiter und der Verzicht auf Gesundheitsprüfung und Wartezeiten. Ebenso zählt, ob Angehörige mitversichert werden können und ob der Vertrag in Elternzeit, Pflegezeit oder nach einem Jobwechsel weiterläuft.

Stärken der Halleschen

  • Steigendes Gesundheitsbudget im FEELfree:up, um bis zu 200 Euro bei voller Nutzung und doppelt nach einem Arbeitsunfall mit Klinikaufenthalt
  • Keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten, keine Ausschlüsse, laufende Behandlungen sind eingeschlossen
  • AIRbag: Der Schutz läuft in Elternzeit, Krankengeldbezug und Pflegezeit ohne Abmeldung weiter
  • Breites Angebot aus vier Budgetvarianten, rund 20 Bausteinen und der Pflegelösung FEELcare
  • Angehörige ohne Gesundheitsprüfung versicherbar, Assistance-Leistungen auch für die Familie
  • FEELfree nach Angaben der Hallesche seit 2018 ohne Beitragserhöhung

Schwächen der Halleschen

  • Gruppenverträge erst ab zehn Mitarbeitern, andere Anbieter starten ab fünf
  • Im einfachen FEELfree kein volles Budget bei Beginn im laufenden Jahr
  • Sehhilfen und Lasik sind im Budget auf 180 Euro im Jahr begrenzt
  • Die Zahnreinigung ist im FEELfree auf 60 Euro im Jahr gedeckelt
  • Die AIRbag-Erstattung verlangt eine Meldung bis zum 30. Juni des Folgejahres

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt die Hallesche auf 3,2 von 5 Sternen bei 346 Bewertungen, abgerufen am 28.09.2026. Das Profil hallesche.de gilt für das ganze Haus über alle Sparten und wird vor allem von Privatkunden genutzt, es bewertet also nicht die bKV allein. Publikumsbewertungen fallen bei Kranken­versicherern meist schwächer aus als Tests, weil dort vor allem Erstattungen und Erreichbarkeit bewertet werden.


Was Kunden berichten

Häufigster Kritikpunkt in den Trustpilot-Bewertungen ist die Bearbeitungsdauer bei Erstattungen, die sich nach mehreren Bewertungen über Wochen zieht. Mehrere Bewertungen beklagen außerdem, dass der telefonische Kundenservice schwer erreichbar ist. Gelobt werden die App und das einfache Einreichen von Rechnungen und Dokumenten. Bewertungen, die sich erkennbar auf die betriebliche Kranken­versicherung beziehen, finden sich darunter kaum.


Beschwerden bei der BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zählte 2025 zur Halleschen 41 Beschwerden bei 934.724 versicherten Personen. Das ergibt eine Beschwerdequote von 4,39 je 100.000 versicherte Personen, der Branchendurchschnitt liegt bei 6,27 (Quelle: BaFin-Beschwerdestatistik 2025). Die BaFin zählt bei Kranken­versicherern Personen, nicht Verträge, und die Statistik gilt für die gesamte Kranken­versicherung der Halleschen, nicht nur für die bKV. Ob die Beschwerden berechtigt waren, sagt die Quote nicht.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Hallesche hat die betriebliche Kranken­versicherung als Budgetmodell mitgeprägt: FEELfree kam nach ihren Angaben 2018 als erster Budgettarif auf den Markt, FEELfree:up ergänzt ein Budget, das mit der Nutzung wächst. Das IVFP bescheinigt dem Haus in allen Teilbereichen die Bestnote, unsere Experten empfehlen die Hallesche auf der Testseite an erster Stelle. Die Beiträge sind offen einsehbar, und mit AIRbag und FEELcare deckt sie Lebensphasen ab, an denen viele Gruppenverträge Lücken haben.


Für wen ja, für wen nein

Die Hallesche passt zu Arbeitgebern ab zehn Mitarbeitern, die ihrer Belegschaft ein frei einsetzbares Budget geben wollen und Wert auf Familie und Pflege legen. Wer eine gemischte Belegschaft mit gesetzlich und privat Versicherten hat, findet hier passende Tarife. Für Kleinstbetriebe unter zehn Beschäftigten ist sie nichts. Wer vor allem hohe Sehhilfe-Leistungen sucht, sollte die Grenze von 180 Euro gegen andere Tarife stellen, am besten in einer bKV-Beratung.

Mit uns die ideale betriebliche Kranken­versicherung finden

Unsere Experten vergleichen die Tarife der großen Anbieter und finden das Konzept, das zu Ihrer Belegschaft und Ihrem Budget passt. Die Berechnung ist für Sie kostenfrei:

  • Leistungen, die Ihr Team wirklich nutzt, von der Brille bis zur Zahnreinigung
  • Steuerliche Vorteile nutzen und Lohnnebenkosten senken
  • Auch für kleine Betriebe, je nach Anbieter schon ab drei Mitarbeitern
Foto von Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge

Häufige Fragen zur betrieblichen Kranken­versicherung der Halleschen

Ab wie vielen Mitarbeitern bietet die Hallesche eine betriebliche Kranken­versicherung an?

Die Hallesche schließt Gruppenverträge ab zehn Mitarbeitern ab. Die Beiträge sind für alle Versicherten gleich, unabhängig von Alter und Geschlecht. Betriebe mit weniger Beschäftigten müssen auf andere Anbieter ausweichen.

Was kostet die bKV der Halleschen für einen Betrieb mit 120 Mitarbeitern?

Mit einem Budget von 300 Euro im Tarif FEELfree zahlt ein Betrieb mit 120 Mitarbeitern 1.194 Euro im Monat, also 9,95 Euro je Mitarbeiter. Das ist die Beispielrechnung der Hallesche. Bei höheren Budgets steigt der Beitrag bis auf 42,24 Euro je Mitarbeiter für 1.500 Euro Budget im Jahr.

Wann lohnt sich FEELfree:up statt FEELfree?

FEELfree:up lohnt sich, wenn viele Mitarbeiter ihr Budget voll ausschöpfen oder der Vertrag im laufenden Jahr beginnt. Dann steigt das Budget im Folgejahr um 50 Euro, bis zu viermal, und es gibt von Anfang an das volle Budget. Dafür kostet FEELfree:up bei 300 Euro Budget 14,50 statt 9,95 Euro im Monat.

Hat die Hallesche die Beiträge für FEELfree erhöht?

Nach Angaben der Hallesche ist FEELfree seit seiner Einführung 2018 beitragsstabil geblieben. Eine Garantie für die Zukunft ist das nicht, denn private Kranken­versicherer dürfen Beiträge anpassen, wenn die Leistungsausgaben steigen.

Was gilt bei der Halleschen für laufende Behandlungen?

Laufende und angeratene Behandlungen sind in den Budgettarifen FEELfree und FEELfree:up eingeschlossen. Es gibt keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten und keine Ausschlüsse. Eine bereits geplante Zahnbehandlung kann ein Mitarbeiter also aus dem ersten Budget bezahlen.

Welche Leistungen der Hallesche-bKV können Angehörige nutzen?

Gesundheitstelefon, Facharzt-Service und Videosprechstunde stehen auch Familienangehörigen offen. Ein eigenes Gesundheitsbudget bekommen Angehörige über FEELfree_friends, eine Zusatz­versicherung zur gesetzlichen Krankenkasse. Im Vorsorgetarif VORSORGEplus lassen sich Familienangehörige direkt mitversichern.

Kann ein Mitarbeiter die bKV der Halleschen beim Ausscheiden weiterführen?

Für einzelne Tarife ja: Im VORSORGEplus können ausscheidende Mitarbeiter den Schutz weiterführen, für den stationären Tarif gelten Sonderbedingungen zur Weiter­versicherung. Wie das bei den Budgettarifen geregelt ist, steht in den Versicherungs­bedingungen des jeweiligen Gruppenvertrags.

Welche Services gehören zur bKV der Halleschen?

Zu den Budgettarifen gehören ein Gesundheitstelefon mit Facharzt-Service, eine medizinische Beratung rund um die Uhr in über 20 Sprachen und eine Videosprechstunde, auch mit Psychotherapeuten. Arbeitgeber bekommen einen festen Ansprechpartner, der die Einführung begleitet.

Wer steht hinter der Hallesche?

Die Hallesche Kranken­versicherung auf Gegenseitigkeit ist ein Versicherungsverein mit Sitz in Stuttgart. Sie gehört zur ALH Gruppe. Als Verein auf Gegenseitigkeit hat sie keine Aktionäre, sie gehört ihren Mitgliedern.

Haben Sie alles gefunden?

Schnelle Frage, Kritik oder Feedback?

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Foto von Lena Mierbach
Lena Mierbach
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