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Betriebliche Krankenversicherung in der Lohnabrechnung

So wird korrekt abgerechnet (2020)
Das Wichtigste in Kürze
  • Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) kann in der Lohnabrechnung wahlweise als Barlohn oder Sachzuwendung behandelt werden.
  • Eine vorteilhafte Besteuerung entsteht für Arbeitgeber und -nehmer, wenn der Arbeitgeber auch der Versicherungsnehmer ist.
  • Zu berücksichtigen ist die 44 Euro-Freigrenze für Sachzuwendungen.
  • Für die Versteuerung der bKV stehen drei Modelle zur Auswahl.

Betriebliche Krankenversicherung in der Lohnabrechnung: Sach- oder Barbezug

Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern eine betriebliche Krankenversicherung anbieten möchten, haben dafür zwei Möglichkeiten. Denkbar ist die Auszahlung eines Geldbetrags, mit dem sich der Mitarbeiter verpflichtet, eigenständig einen Versicherungspartner zu wählen (oder den empfohlenen Versicherer des Arbeitgebers zu nutzen) und mit diesem einen Vertrag abzuschließen. Der Arbeitnehmer ist dann zugleich Versicherungsnehmer.

Vorteilhafter ist es, spätestens seit der Verabschiedung des Jahressteuergesetzes 2019, wenn stattdessen der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer auftritt. Es erfolgt dann keine Geldzahlung an die Mitarbeiter. Stattdessen fließen die Versicherungsprämien unmittelbar aus der Kasse des Arbeitgebers an den Versicherer. Nur in dieser Situation ist es möglich, die Prämien für die betriebliche Krankenversicherung als Sachzuwendung statt Barlohn zu bewerten. Der Arbeitnehmer genießt natürlich weiterhin den Versicherungsschutz, auch wenn der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer ist.

§4 Abs. 2 Nr. 3 LStDV

Arbeitgeber sind nach der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung zur Dokumentation sämtlicher Sachbezüge verpflichtet (Quelle):


(2) Bei jeder Lohnabrechnung ist im Lohnkonto folgendes aufzuzeichnen:
(…)
3. der Arbeitslohn, getrennt nach Barlohn und Sachbezügen, und die davon einbehaltene Lohnsteuer. Dabei sind die Sachbezüge einzeln zu bezeichnen und – unter Angabe des Abgabetags oder bei laufenden Sachbezügen des Abgabezeitraums, des Abgabeorts und des Entgelts – mit dem nach § 8 Abs. 2 oder 3 des Einkommensteuergesetzes maßgebenden und um das Entgelt geminderten Wert zu erfassen. Sachbezüge im Sinne des § 8 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes und Versorgungsbezüge sind jeweils als solche kenntlich zu machen und ohne Kürzung um Freibeträge nach § 8 Abs. 3 oder § 19 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes einzutragen. Trägt der Arbeitgeber im Falle der Nettolohnzahlung die auf den Arbeitslohn entfallende Steuer selbst, ist in jedem Fall der Bruttoarbeitslohn einzutragen, die nach den Nummern 4 bis 8 gesondert aufzuzeichnenden Beträge sind nicht mitzuzählen; (…)

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Freigrenze für Sachbezüge

Eine Bewertung als Sachzuwendung ermöglicht es beiden Seiten, die 44 Euro-Freigrenze anzusetzen. Die Freigrenze gilt monatlich und wird auch entsprechend regelmäßig neu geprüft. Alle Bezüge, die darüber hinausgehen, sind in voller Höhe lohnsteuerpflichtig. Die folgenden Arbeitgeberleistungen gelten neben den bKV-Beiträgen ebenfalls als Sachbezüge und müssen bei der 44 Euro-Freigrenze mitberücksichtigt werden:

  • Tankgutscheine
  • Geschenke
  • Sonstige Belohnungen
  • Vergünstigte Waren und Dienstleistungen, die der Arbeitgeber nur für den Bedarf seiner Arbeitnehmer herstellt oder erbringt
Arbeitgeber muss Versicherungsnehmer sein

Die Anwendung der Freigrenze in Höhe von 44 Euro ist nur dann möglich, wenn der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer ist. Er muss also die Versicherung für seine Mitarbeiter abschließen, die dann die Begünstigten sind. So hat es der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 7.6.2018 entschieden. Durch die Aushändigung eines Geldbetrags und dem eigenständigen Abschluss der Versicherung durch den Arbeitnehmer entfällt dieser Vorteil.


Versteuerungen der betrieblichen Krankenversicherung

Arbeitgeber können die Beiträge, die über die Freigrenze hinausgehen, nach drei Modellen versteuern. Bis zum Zeitpunkt des Überschreitens der Freigrenze entstehen weder dem Arbeitgeber noch Arbeitnehmer zusätzliche Kosten. Nach Überschreiten entscheidet das gewählte Steuermodell darüber, ob die zusätzliche Steuerlast primär dem Arbeitgeber oder Arbeitnehmer entsteht. Die Entscheidung darüber, welche Art der Versteuerung angewandt wird, obliegt einzig und allein dem Arbeitgeber – wobei eine der drei Variante eine Zustimmung durch das zuständige Finanzamt voraussetzt.

Die drei angebotenen Modelle sind:

  • Barlohn- beziehungsweise individuelle Besteuerung (geldwerter Vorteil)
  • Nettolohnversteuerung
  • Pauschalversteuerung

Die unterschiedlichen Modelle sind mit Vor- und Nachteilen für jeweils Arbeitnehmer und Arbeitgeber verbunden. Des Weiteren unterscheidet sich maßgeblich der damit verbundene bürokratische Aufwand.

… mehr zur bKV in der Steuer
BERATER-TIPP

»Unabhängig des gewählten Modells und der Freigrenze, kann der Arbeitgeber alle Aufwendungen, die mit der betrieblichen Krankenversicherung verbunden sind, als Betriebsausgaben steuerlich absetzen. Das gilt für alle Mitarbeiter und die volle Kostenhöhe.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.11.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Nina Bruckmann
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