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Die Leistungsquote der Berufs­unfähigkeits­versicherung

Die Leistungsquote ist ein interessantes Kriterium zur Beurteilung von Versicherern.
Das Wichtigste in Kürze
  • Anhand der Leistungsquote der Berufs­unfähig­keits­versiche­rung (BU) lässt sich einschätzen, in wie vielen Fällen ein Versicherer tatsächlich eine BU-Rente auszahlt.
  • Trotz der guten Vergleich­barkeit sollte man dies bei der Auswahl eines Versicherers jedoch nicht als einziges Kriterium betrachten.
  • Wichtig sind auch die konkreten Versicherungs­bedingungen und dass der gewählte Tarif zum individuellen Fall passt.
  • Ein Versicherer kann die Auszahlung einer BU-Rente z.B. verweigern, wenn bei Antrag­stellung in der Gesundheits­prüfung falsche Angaben gemacht wurden.
  • Vor Abschluss einer BU sollte man deshalb – gerade bei Vor­erkrankungen – von einer anonymen Risiko­voranfrage Gebrauch machen.

Was sagt die Leistungs­quote aus?

Die Leistungsquote der Berufs­unfähig­keits­versiche­rung ist eine Kennzahl, die das Verhältnis von Leistungsanträgen zu Leistungsbewilligungen angibt. Eine Leistungsquote von 80% bedeutet zum Beispiel, dass in 80% der Leistungsanträge auch tatsächlich eine Berufsunfähigkeitsrente an die versicherte Person ausgezahlt wurde. Dieser Wert soll bei der Einschätzung helfen, welche BU-Versicherer im Ernstfall am zuverlässigsten zahlen.

Das Analysehaus Franke und Bornberg hat 2019 in einer großen BU-Leistungsstudie mehrere große Versicherer dahingehend unter die Lupe genommen. Sie fanden heraus, dass die Versicherer im Durchschnitt in mehr als vier von fünf Fällen leisten. Vorurteile, die besagen, BU-Versicherer würden sich systematisch um die Leistung drücken, sind also unbegründet. Die Leistungsbewilligungen teilten sich wiederum so auf:

  • 93% erfolgten bedingungsgemäß
  • 5% erfolgten nach einer individuellen Vereinbarung
  • 2% wurden vor Gericht erstritten

Leistungsquote sollte nicht einziges Kriterium sein

Wie auch die Klagequote ist die Leistungsquote zwar eine nützliche, aber auch nicht unproblematische Kennzahl, die man nicht als einziges Kriterium zur Wahl eines Versicherers heranziehen sollte. Die Zahl kann immer nur eine Momentaufnahme sein, die für einen bestimmten Zeitraum gilt – die Leistungsquote der letzten drei Jahre sagt nicht unbedingt etwas über die Zukunft aus – und sie hängt auch immer davon ab, wie alt ein Versicherungs­unternehmen ist. So kann ein noch junges Versicherungs­unternehmen gar nicht genügend Leistungsfälle und dementsprechend aussagekräftige Quoten haben, da Berufsunfähigkeit meistens erst nach einer ganzen Zeit eintritt.

Das Analysehaus Morgen & Morgen bewertet in seinem Leistungsrating zur Berufs­unfähig­keits­versiche­rung eine Leistungsquote zwischen 70 und 85% als optimal. Denn aus Sicht der Versicherungsgemeinschaft sollte auch nicht einfach jeder Antrag angenommen werden – dies würde auf Dauer allen Versicherten schaden und die Preise würden steigen.


Leistungs­quoten der Versicherer im Vergleich 2019

VersichererLeistungsquote*
Allianz83%
Alte Leipziger77%
AXA85%
Barmenia69%
Basler74%
Continentale75%
DBV85%
HDI87%
Nürnberger74%
Swiss Life79%
Volkswohl Bund74%
Zurich77%

*gerundet
Quelle: Morgen & Morgen Leistungsrating 2019


Aus welchen Gründen können Versicherer die Leistung verweigern?

Wenn der Versicherer nicht zahlt kann dies verschiedene Gründe haben. Nach der Studie von Franke und Bornberg überwiegt jedoch mit 48,5% bei weitem, dass aus Sicht der Versicherer der benötigte Berufsunfähigkeitsgrad von 50% nicht erreicht wurde. Direkt danach folgen mit 30% Anfechtungen und Rücktritte (zumeist weil bei Antrag der BU falsche Angaben gemacht wurden). Eine eher untergeordnete Rolle spielen konkrete und abstrakte Verweisung oder Umorganisationen (zusammen nur 2,5%).

Die Analyse ergab, dass die komplizierten Fragebögen beim Leistungsantrag oft nicht gut genug verstanden werden. Auch sogenannte Abrechnungsdiagnosen sind ein Problem. Hierbei handelt es sich um Diagnosen, die von Ärzten zu Abrechnungszwecken in Patientenakten eingetragen werden, ohne dass der Patient davon weiß. Wenn die Versicherer dann selbständig bei Ärzten Informationen einholen, können solche Diagnosen schon mal zum Vorwurf der Anzeigepflichtverletzung führen.

Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten
Das Wichtigste beim Beantragen einer Berufs­unfähig­keits­versiche­rung ist, die Gesundheitsfragen ernst zu nehmen, und sie gewissenhaft zu beantworten. Sobald bestehende gesundheitliche Probleme verschwiegen werden, ist der Versicherer berechtigt, im Leistungsfall den Vertrag für nichtig zu erklären. Dann steht man im Zweifel ohne die erwartete BU-Rente da, für die man lange eingezahlt hat.

Wie findet man den richtigen BU-Tarif?

Allein die Leistungsquote zu betrachten ist bei der Auswahl einer Berufs­unfähig­keits­versiche­rung wenig sinnvoll. Stattdessen sollte man sich überlegen, was man von einer BU erwartet und die Versicherungsbedingungen der unterschiedlichen Anbieter genau betrachten. Durch einen ausführlichen Vergleich der verschiedenen Tarife kann oft Geld gespart werden und im Vorhinein abgeklärt werden, ob problematische Klauseln wie die abstrakte Verweisung in den Bedingungen stehen. Hierbei hilft Ihnen auch gern einer unserer erfahrenen Versicherungsmakler weiter, der sich mit den Stolpersteinen auf dem Weg zur BU genau auskennt. Dieser kann Ihnen dann auch bei einem eventuellen späteren Leistungsantrag unterstützend zur Seite stehen.

… mehr zum Thema Klauseln und Regelungen

Auch mit Vorerkrankungen zur BU: Durch Risikovoranfrage

Versicherungsmakler haben außerdem die Möglichkeit, vor dem eigentlichen Antrag auf eine BU eine anonyme Risikovoranfrage zu stellen. Mit dieser kann unverbindlich überprüft werden, zu welchen Bedingungen eine BU mit den individuellen Gegebenheiten der interessierten Person abgeschlossen werden könnte. Dies ist besonders sinnvoll, wenn Vorerkrankungen bestehen, denn so geht man einer eventuellen Ablehnung aus dem Weg, die sonst im Informationssystem der Versicherer gespeichert werden würde.

… mehr zum Thema Risikovoranfrage

Sie erreichen unsere Experten telefonisch von Montag-Freitag (9-18 Uhr) unter 030 – 120 82 82 8 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de. Natürlich steht Ihnen auch unser kostenloses Vergleichsformular zur Verfügung.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.03.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Kathrin Dodenhoeft
Kathrin Dodenhoeft
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