Generali Berufs­unfähigkeits­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Welche Tarife die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Generali bietet, was die Bedingungen leisten, für welche Berufsgruppen sie passt und was Kunden über das Haus berichten.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Laufende Aktionen
  8. Stärken und Schwächen
  9. Erfahrungen und Beschwerden
  10. Unsere Einschätzung
  11. Häufige Fragen
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Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Generali ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten.
  • Im Finanztest 2026 trägt der Tarif SBU der Generali das Qualitätsurteil sehr gut (1,4).
  • Die Generali verkauft ihre BU in drei Tarifen: Berufs­unfähigkeits-Police, Berufs­unfähigkeits-Police plus extra und den Einsteigertarif Start BU, abgeschlossen wird ausschließlich über die Deutsche Vermögensberatung.
  • Beamte bekommen eine echte Dienstunfähigkeits­klausel, allerdings nur bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres.
  • Für Handwerker, Beamte, Heilberufe und kleine Selbständige passt der Tarif, für Studenten weniger: Dort fällt der IVFP-Teilbereich Rendite 2025 auf befriedigend.
  • Die BaFin-Beschwerdequote liegt 2025 bei 1,58 je 100.000 Verträge und damit unter dem Branchendurchschnitt von 1,81.

Generali auf einen Blick

Wie gut ist die Generali?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • Finanztest 2026: „Sehr gut“ (1,4)
  • IVFP 2025: „Gut“, Handwerk „Sehr gut“
  • ServiceValue 2023: „Sehr gut“

Finanztest gibt dem Tarif SBU 2026 das Qualitätsurteil sehr gut (1,4), bei einer schwächeren Teilnote für die Bedingungen. Das IVFP bewertet die Berufs­unfähigkeitsPolice 2025 in fünf Berufsgruppen mit gut und im Handwerk mit sehr gut.

In unserer Gesamtauswertung der zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer taucht die Generali nicht auf. Beim IVFP bleibt sie mit gut unter der Note exzellent, die die Spitzengruppe überwiegend trägt.


Was kostet sie?

Der Beitrag hängt bei der Generali an Beruf, Eintrittsalter, Rentenhöhe, Laufzeit und Gesundheitszustand. Dazu kommt die Einstufung als Raucher oder Nichtraucher. Musterbeiträge veröffentlicht die Generali nicht, der Beitrag steht erst im persönlichen Angebot fest.

Wie Preis und Leistung zueinander stehen, zeigt der Teilbereich Rendite des IVFP-Ratings 2025: In fünf der sechs Berufsgruppen steht dort gut, bei Studenten nur befriedigend. Die von ServiceValue 2023 befragten Kunden bewerteten das Preis-Leistungs-Verhältnis mit gut.


Für wen passt sie?

  • Studenten: Teilbereich Rendite im IVFP-Rating 2025 nur befriedigend
  • IT und MINT: Erhöhungen ohne Gesundheitsprüfung enden bei 2.500 Euro Monatsrente

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der Generali?

Risikoträger ist die Generali Deutschland Lebens­versicherung AG mit Sitz in München, Teil der Generali Gruppe. Sie ist aus der AachenMünchener Lebens­versicherung AG hervorgegangen, die seit 2020 unter dem Namen Generali firmiert. Zum 31. Dezember 2025 weist die Gesellschaft eine Solvenzquote von 498 Prozent aus, nach 389 Prozent im Vorjahr, so der Bericht über Solvabilität und Finanzlage (SFCR) 2025 der Gesellschaft.

In der Beschwerdestatistik der BaFin für 2025 kommt das Haus auf 1,58 Beschwerden je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt liegt bei 1,81 (Quelle: BaFin). Auf Trustpilot bewerten Kunden die Generali Deutschland mit 4,1 von 5 Sternen bei 3.195 Bewertungen, abgerufen am 24.09.2026.

  • Risikoträger
    Generali Deutschland Lebens­versicherung AG, München, Generali Gruppe (früher AachenMünchener Lebens­versicherung AG)
  • Tarife
    Berufs­unfähigkeits-Police, Berufs­unfähigkeits-Police plus extra, Start BU; Erhöhung ohne Gesundheitsprüfung bis zu einer Monatsrente von 2.500 Euro
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 498 Prozent (SFCR 2025, Vorjahr 389 Prozent)
  • Neugeschäft
    Offen, Abschluss ausschließlich über Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG)

Berufs­unfähigkeits­versicherung der Generali im Test (2026)

Zwei Testhäuser haben die Tarife der Generali zuletzt geprüft: Finanztest im Jahr 2026 und das IVFP im Rating 2025.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Unsere Gesamtauswertung fasst die Ergebnisse von Franke und Bornberg, DFSI, IVFP, Finanztest und ServiceValue sowie die BaFin-Beschwerdequote zu einer Punktzahl zusammen und zeigt daraus die zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer. Die Generali ist in der aktuellen Auswertung unserer Testseite nicht vertreten. Franke und Bornberg und das DFSI haben ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung nicht untersucht.

Zur Gesamtauswertung der Berufs­unfähigkeits­versicherung


Der Finanztest Vergleich

Finanztest, das Verbrauchermagazin von Stiftung Warentest, hat im Jahr 2026 insgesamt 55 Berufs­unfähigkeits­versicherungen miteinander verglichen. Die Versicherungs­bedingungen gehen mit 75 Prozent in das Qualitätsurteil ein, die Anträge mit 25 Prozent. Ein nur teilweise erfülltes Kriterium führt zu Abzug.

TarifBedingungenAnträgeQualitätsurteil
SBU (01.25)Gut (1,6)Sehr gut (0,9)Sehr gut (1,4)

Auffällig ist das Verhältnis der beiden Teilnoten. Der Antrag mit seinen Gesundheitsfragen schneidet besser ab als das Bedingungswerk, und die Bedingungen ziehen das Qualitätsurteil nach unten.


Das IVFP-Rating

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat im Rating 2025 insgesamt 68 Tarife der selbständigen Berufs­unfähigkeits­versicherung von 43 Gesellschaften anhand von über 100 Kriterien geprüft, getrennt nach sechs Berufsgruppen. In die Gesamtnote fließen die Teilbereiche Unternehmen, Rendite, Flexibilität und Transparenz ein (Quelle: IVFP).

BerufsgruppeRenditeTransparenzGesamtnote
Kaufmännische BerufeGutGutGut
SelbständigeGutGutGut
StudentenBefriedigendGutGut
AuszubildendeGutGutGut
Medizinische BerufeGutGutGut
Handwerkliche BerufeGutGutSehr gut

Die beiden nicht gezeigten Teilbereiche fallen einheitlich aus: Unternehmen und Flexibilität tragen in allen sechs Berufsgruppen ein sehr gut. Die Gesellschaft und die Gestaltungsmöglichkeiten des Vertrags überzeugen das Institut, Preis und Transparenz bremsen die Gesamtnote.

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  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Besonders günstige Einstiegsbeiträge für junge Leute
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Berater

Im Vergleich zu anderen Berufs­unfähigkeits­versicherern

Generali im Marktvergleich

AnbieterFranke und Bornberg ØDFSI ØIVFP ØFinanztest ØServiceValue EuroAtlasBeschwerde­quoteGesamt­wertung von 100
Logo Sparkassen-Versicherung SachsenSparkassen-Versicherung Sachsen–––Sehr gut––100
Logo Dialog Versicherung AGDialogFFF+HervorragendExzellentSehr gut––98
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,0293
Logo Canada Life Assurance Europe plcCanada LifeFFF–ExzellentSehr gut––92
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871FFFHervorragendExzellentSehr gutSehr gut1,5092
Logo EUROPA VersicherungenEuropaFFFHervorragendExzellentSehr gutGut0,8689
Logo HDIHDIFFF+HervorragendExzellentSehr gutGut3,4788
Logo Hannoversche Lebens­versicherung AGHannoverscheFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,9387
Logo ERGO Direkt AGErgoFFF+–Sehr gutSehr gutSehr gut1,3586
Logo Alte LeipzigerAlte LeipzigerFFF+HervorragendExzellentSehr gutUnter Durchschnitt1,1686
Quelle: Franke und Bornberg, DFSI, IVFP, Finanztest, ServiceValue EuroAtlas, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer. Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Die Generali ist in dieser Auswertung nicht vertreten. Von den fünf ausgewerteten Testhäusern führen nur drei ein Ergebnis für das Haus, darunter der ServiceValue-EuroAtlas aus dem Jahr 2023. Die Tabelle zeigt deshalb, welche Häuser über alle Erhebungen hinweg am besten abgeschnitten haben, nicht einen direkten Vergleich mit der Generali.

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherer im Vergleich

Tarife und Leistungen der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Generali

Die Generali baut ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung als Baukasten: Ein Grundtarif trägt den Schutz, zwei Zusätze erweitern ihn, und für junge Leute gibt es einen Einsteigertarif.

TarifLeistet beiFür wen
Berufs­unfähigkeits-PoliceBerufs­unfähigkeit ab 50 Prozent, dazu ab Pflegegrad 2Grundschutz für alle Berufsgruppen
Berufs­unfähigkeits-Police plus extraZusätzlich bei Verlust einer Grundfähigkeit und bei sechs Monaten ArbeitsunfähigkeitWer auch ohne festgestellte Berufs­unfähigkeit eine Rente braucht
Start BUBerufs­unfähigkeit ab 50 Prozent mit vollem SchutzJunge Leute bis zu einem Eintrittsalter von 40 Jahren

Berufs­unfähigkeits-Police

Der Grundtarif leistet, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf wegen Krankheit oder Unfall voraussichtlich mindestens sechs Monate lang zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Auf die abstrakte Verweisung verzichtet die Generali vollständig. Sie darf Sie also nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie nicht tatsächlich ausüben.

Hat der Zustand bereits sechs Monate ununterbrochen bestanden, gilt die Berufs­unfähigkeit von Beginn an als eingetreten. Die Rente fließt dann rückwirkend, dazu kommt die Befreiung von der Beitragszahlung. Auch eine Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 2 löst die Rente aus, ebenso eine unbefristete volle Erwerbsminderungs­rente, die ein Renten­versicherungsträger allein aus medizinischen Gründen gewährt.

Zwei Besonderheiten fallen aus dem Rahmen. Wer voraussichtlich mindestens sechs Monate ständig auf einen Rollstuhl angewiesen ist, bekommt die Rente einmalig für längstens 24 Monate, auch ohne festgestellte Berufs­unfähigkeit. Nach einem histologischen Krebsbefund zahlt die Generali die versicherte Leistung vorab für maximal zwölf Monate. Der Schutz gilt weltweit.


Berufs­unfähigkeits-Police plus extra

„Plus“ erweitert den Schutz auf den Verlust einer Grundfähigkeit. Sie bekommen die Rente, wenn eine körperliche Fähigkeit wie Greifen, Halten oder der Gebrauch eines Arms voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen beeinträchtigt ist. Die Berufs­unfähigkeit wird dann nicht mehr geprüft. Wer damit plant, sollte den Baustein gegen eine eigenständige Alternative zur BU rechnen.

„Extra“ schließt die Arbeitsunfähigkeit ein. Sind Sie sechs Monate ununterbrochen vollständig krankgeschrieben, zahlt die Generali, ohne dass eine Berufs­unfähigkeit festgestellt sein muss. Diese Leistung ist auf insgesamt 18 Monate begrenzt, auch bei mehrfacher Arbeitsunfähigkeit. Eine nur teilweise Krankschreibung löst sie nicht aus.


Start BU

Der Einsteigertarif richtet sich an junge Leute und hält den Beitrag in den ersten fünf Jahren niedrig, bei vollem Versicherungsschutz. Nach den Tarifangaben von 2024 gilt er bis zu einem Eintrittsalter von 40 Jahren. Danach greift der reguläre Beitrag. Für Schüler bietet die Generali daneben „Mein Zukunftsplan“ mit Berufs­unfähigkeitsschutz ab einem Alter von zehn Jahren.


Gesundheitsfragen und Annahmepraxis

Die Generali fragt den Gesundheitszustand über den Antrag ab und stuft Sie zusätzlich als Raucher oder Nichtraucher ein. Beides bestimmt Beitrag und Annahme. Wie sorgfältig der Antrag ausgefüllt ist, entscheidet später über die Leistung: Bei einer Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten, ihn kündigen oder ändern.

Bei Vor­erkrankungen ist die anonyme Voranfrage der sinnvolle Weg. Sie erzeugt keinen Ablehnungseintrag, der spätere Anträge erschwert. Finanztest bewertet die Anträge der Generali 2026 mit sehr gut (0,9).

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Berater

Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Generali für Ihre Gruppe

Schüler

Mit „Mein Zukunftsplan“ versichert die Generali Schüler bereits ab zehn Jahren. In den Bedingungen gilt für sie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Schüler als Beruf. Die Leistungsprüfung misst also am Schulalltag, nicht an einem späteren Wunschberuf.

Ändert sich die Schulform, prüft die Generali den Beitrag ohne neue Gesundheitsfragen neu. Die Stolperfalle liegt später: Die Anpassungsgarantie endet mit dem 50. Lebensjahr, und die Erhöhungen ohne Gesundheitsprüfung sind gedeckelt. Wer mit zehn Jahren mit einer kleinen Rente startet, muss die Erhöhungsanlässe konsequent nutzen.


Studenten

Für Studierende zählt das zuletzt betriebene Regelstudium als Beruf. Stark ist die Ergänzung daneben: Berufs­unfähigkeit liegt auch dann vor, wenn der bei Antragstellung angegebene angestrebte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Wer sein Studienziel im Antrag benennt, sichert damit den späteren Beruf mit ab.

Zum Berufseinstieg lässt sich die Rente ohne Gesundheitsprüfung erhöhen, Anlässe sind unter anderem das Hochschulexamen und die erste Berufstätigkeit. Die Schwäche zeigt der Preis: Im IVFP-Rating 2025 trägt der Teilbereich Rendite bei Studenten nur ein befriedigend. Mehr zur Gruppe steht auf unserer Seite zur BU für Studenten.


Azubis

Bei Auszubildenden legt die Generali für die Leistungsprüfung das dem Ausbildungsziel entsprechende Berufsbild zugrunde, nicht die Hilfstätigkeit im Betrieb. Für körperlich arbeitende Lehrlinge ist das die wichtigere Grundlage. Der Einsteigertarif Start BU hält den Beitrag in den ersten fünf Jahren niedrig.

Die Anpassungsgarantie greift beim Abschluss der Ausbildung, bei der ersten Berufstätigkeit und bei einer Gehaltssteigerung um mindestens zehn Prozent. Achten Sie auf den Rest der Klausel: Berufs­unfähigkeit liegt nicht vor, wenn Sie eine andere Tätigkeit ausüben, die einer anderweitigen Ausbildung, Ihrer Erfahrung und Ihrer Lebensstellung entspricht. Details stehen auf der Seite zur BU für Auszubildende.


Beamte (DU-Klausel)

Die Generali führt eine echte allgemeine Dienstunfähigkeits­klausel. Wird ein Beamter auf Lebenszeit oder auf Probe ausschließlich wegen seines Gesundheitszustands aufgrund eines amtsärztlichen Zeugnisses in den Ruhestand versetzt, leistet der Versicherer, ohne die Berufs­unfähigkeit zusätzlich zu prüfen.

Drei Einschränkungen gehören dazu. Die Klausel gilt nur, wenn sie vereinbart ist, und nur bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres. Die Leistung endet, sobald der Versicherte eine andere Tätigkeit ausübt, die seiner Ausbildung und Lebensstellung entspricht und die er gesundheitlich zu mehr als 50 Prozent bewältigt. Beamte auf Widerruf bekommen keine Dienstunfähigkeitsleistung. Was sonst zählt, steht auf der Seite zur BU für Beamte.


Ärzte und Heilberufe

Für medizinische und pflegerische Berufe bietet die Generali eine Infektionsklausel. Verbietet eine gesetzliche Vorschrift oder eine behördliche Verfügung wegen einer von Ihnen ausgehenden Infektionsgefahr die weitere Tätigkeit, gilt das als Berufs­unfähigkeit. Im IVFP-Rating 2025 erreicht die Gruppe der medizinischen Berufe die Gesamtnote gut.

Die Klausel ist enger, als sie klingt. Sie greift nur bei einem vollständigen Tätigkeitsverbot, das mindestens sechs Monate dauert, und sie muss vereinbart sein. Ein Teilverbot, etwa nur für operative Eingriffe, löst über diese Klausel nichts aus.


Handwerker

Handwerkliche Berufe sind die einzige der sechs IVFP-Gruppen, in der die Generali 2025 die Gesamtnote sehr gut trägt. Für körperlich arbeitende Berufe zählt daneben der vollständige Verzicht auf die abstrakte Verweisung, denn gerade dort ist der Schreibtischjob das klassische Gegenargument des Versicherers.

Mit dem eigenen Betrieb kommt eine zweite Hürde dazu: Ab fünf angestellten Mitarbeitern prüft die Generali, ob sich der Betrieb zumutbar umorganisieren lässt. Mehr zur Einstufung steht auf der Seite zur BU für Handwerker.


IT und MINT

Bürotätigkeiten laufen bei der Generali unter den kaufmännischen Berufen, die im IVFP-Rating 2025 die Gesamtnote gut tragen. Die Erhöhungsanlässe der Anpassungsgarantie passen zu dieser Gruppe: Sie greifen unter anderem bei einer Gehaltssteigerung um zehn Prozent und beim Abschluss einer akademischen Weiterqualifikation wie einem Master.

Zwei Punkte bremsen. Erhöhungen ohne Gesundheitsprüfung enden bei 2.500 Euro Monatsrente, wer mehr absichern will, muss von Anfang an höher einsteigen. Und bei einem längeren Aufenthalt außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz darf die Generali verlangen, dass die ärztlichen Untersuchungen in Deutschland stattfinden.


Selbständige

Für Selbständige ist die Umorganisationsklausel die entscheidende Stelle. Bei Betrieben mit weniger als fünf angestellten Mitarbeitern verzichtet die Generali auf die Prüfung der Umorganisation. Auszubildende, Praktikanten und Werkstudenten zählt sie dabei nicht mit.

Wer mehr Personal hat, wird geprüft, allerdings mit einer belastbaren Grenze: Eine Einkommensminderung von 20 Prozent oder mehr, gemessen am Durchschnitt der letzten drei Jahre, gilt in jedem Fall als unzumutbar. Wird tatsächlich umorganisiert, zahlt die Generali eine Umorganisationshilfe bis zur Höhe von zwölf Monatsrenten.


Berufs­unfähigkeits­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Generali

Was Sie zahlen, hängt bei der Generali an Beruf, Eintrittsalter, Rentenhöhe, Laufzeit und Gesundheitszustand, dazu an der Einstufung als Raucher oder Nichtraucher. Musterbeiträge veröffentlicht die Generali nicht, der Beitrag steht erst im persönlichen Angebot fest.

Konkret beziffert sind dagegen die Regeln rund um den Beitrag. Im Einsteigertarif Start BU zahlen Versicherte nach den Tarifangaben von 2024 in den ersten fünf Jahren rund 50 Prozent des Beitrags bei vollem Schutz. Über den Dynamikplan steigt der Beitrag jährlich um einen Satz bis 3 Prozent, wählbar in Schritten von 0,5 Prozent. Wird der Vertrag beitragsfrei gestellt, muss die verbleibende Rente mindestens 300 Euro im Jahr betragen.

Bei Zahlungsproblemen stundet die Generali den Beitrag zinslos: bis zu 18 Monate bei Arbeitslosigkeit oder einem Freiwilligendienst und bis zu 24 Monate während Mutterschutz oder Elternzeit. Sie behalten dabei den Schutz, statt den Vertrag kündigen zu müssen.

Ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, beantwortet der Teilbereich Rendite des IVFP-Ratings 2025: In fünf der sechs Berufsgruppen steht dort gut, bei Studenten befriedigend (Quelle: IVFP).

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Laufende Aktionen

Derzeit keine laufende BU-Aktion

Für diesen Anbieter liegt aktuell keine Aktion mit vereinfachtem Zugang vor.

Alle aktuellen Aktionen zur Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick

Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Sie sichert damit Ihre Arbeitskraft ab, also den größten materiellen Wert eines Erwerbslebens. Entscheidend sind nicht die Werbe­versprechen, sondern die Bedingungen: der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, eine Nach­versicherungsgarantie für Heirat, Geburt oder Immobilien­finanzierung, die rückwirkende Zahlung ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit und ein weltweiter Schutz ohne Meldepflicht. Wichtig ist außerdem, wie ein Versicherer Ihren Beruf und Ihre Vor­erkrankungen einstuft, denn davon hängen Beitrag und Annahme ab. Optional lassen sich eine Arbeitsunfähigkeitsklausel, eine Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte und eine Pflegeleistung einschließen.

Stärken der Generali

  • Vollständiger Verzicht auf die abstrakte Verweisung, ohne Einschränkung nach Berufsgruppen
  • Rückwirkende Leistung: Hat der Zustand sechs Monate ununterbrochen bestanden, gilt die Berufs­unfähigkeit von Beginn an als eingetreten
  • Rente bereits ab Pflegegrad 2 und bei unbefristeter voller Erwerbsminderungs­rente aus medizinischen Gründen
  • Echte Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte auf Lebenszeit und auf Probe
  • Infektionsklausel für medizinische und pflegerische Berufe
  • Kein Umorganisationsnachweis für Selbständige mit weniger als fünf Angestellten, sonst Umorganisationshilfe bis zu zwölf Monatsrenten
  • Zinslose Beitragsstundung bis zu 18 Monate bei Arbeitslosigkeit und bis zu 24 Monate in Mutterschutz oder Elternzeit
  • Vorableistung nach histologischem Krebsbefund für bis zu zwölf Monate, Rollstuhlhilfe für bis zu 24 Monate

Schwächen der Generali

  • Erhöhungen ohne Gesundheitsprüfung sind eng gedeckelt: 500 Euro je Anlass, 300 Euro anlassfrei alle fünf Jahre, in Summe eine Monatsrente von höchstens 2.500 Euro
  • Die Anpassungsgarantie erlischt mit dem 50. Lebensjahr
  • Die Dienstunfähigkeits­klausel greift nur bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres, Beamte auf Widerruf sind ausgenommen
  • Die Arbeitsunfähigkeitsleistung gibt es nur im Zusatz „extra“ und nur für insgesamt 18 Monate
  • Bei längeren Aufenthalten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz kann die Generali ärztliche Untersuchungen in Deutschland verlangen
  • Abschluss nur über Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung, kein Direktabschluss und kein Weg über freie Vermittler

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt die Generali Deutschland auf 4,1 von 5 Sternen bei 3.195 Bewertungen, abgerufen am 24.09.2026. Bewertet wird dort das gesamte Haus über alle Sparten hinweg, vom Kfz-Schaden bis zur Altersvorsorge, nicht die Berufs­unfähigkeits­versicherung im Besonderen.

Das Profil ist vom Unternehmen beansprucht, und ein großer Teil der Bewertungen gilt erkennbar dem persönlichen Berater, über den die Generali ihre Verträge verkauft. Die Note sagt deshalb mehr über die Betreuung als über die Tarifbedingungen, die Finanztest und das IVFP geprüft haben.


Was Kunden berichten

Das Lob gilt in den Trustpilot-Bewertungen meist der persönlichen Betreuung durch den Vermögensberater und einer zügigen Schadenabwicklung. Kunden heben hervor, dass ihr Berater erreichbar ist und sich um Belege und Anträge kümmert.

Der häufigste Kritikpunkt ist die Bearbeitungsdauer. Mehrere Kunden berichten, dass Vorgänge wochenlang offen bleiben und Rückmeldungen ausbleiben. Daneben tauchen die telefonische Erreichbarkeit und Beitragserhöhungen auf. Die Bewertungen beziehen sich auf alle Sparten des Hauses, Aussagen speziell zur Leistungsprüfung in der Berufs­unfähigkeits­versicherung sind darunter selten.


Umfrage zum Thema Kundenorientierung

Für den EuroAtlas Berufs­unfähigkeits­versicherer 2023 hat ServiceValue 3.285 Kundenurteile zu 38 Gesellschaften ausgewertet. Bewerten durfte nur, wer selbst eine Berufs­unfähigkeits- oder Berufs­unfähigkeitszusatz­versicherung bei dem Haus hat. Die Generali Deutschland erhält die Gesamtbewertung sehr gut (Quelle: ServiceValue).

DimensionErgebnis
ProduktangebotSehr gut
Versicherungs­bedingungenGut
KundenserviceSehr gut
KundenberatungSehr gut
Preis-Leistungs-VerhältnisGut
GesamtbewertungSehr gut

Die Bestnoten fallen dort, wo Kunden direkten Kontakt haben, also bei Service und Beratung. Bedingungen und Preis bewerten die Befragten eine Stufe zurückhaltender. Die Erhebung misst die Kundenwahrnehmung, nicht die Tarifqualität und nicht die Beitragshöhe.


Beschwerden bei der BaFin

2025 bearbeitete die BaFin 83 Beschwerden zur Generali im Bereich Lebens­versicherung, bei einem Bestand von 5.245.955 Verträgen zum 31.12.2024. Daraus ergibt sich eine Quote von 1,58 Beschwerden je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt liegt bei 1,81 (Quelle: BaFin).

Die Quote je 100.000 Verträge ist unsere Berechnung, nicht die der BaFin, und sie sagt nichts darüber, ob die Beschwerden berechtigt waren. Einen weiteren Anhaltspunkt für die Leistungspraxis eines Versicherers liefert die Klagequote.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Generali Deutschland Lebens­versicherung ist der Lebens­versicherer der Generali Gruppe in Deutschland und verkauft ihre BU ausschließlich über die Deutsche Vermögensberatung. Die Berufs­unfähigkeits­versicherung ist dort ein Breitenprodukt, kein Spezialistentarif: solide Bedingungen, ein starker Baukasten für Beamte, Heilberufe und Selbständige, aber keine Höchstnoten bei den Tarifinstituten.

Finanztest kommt 2026 auf ein sehr gut, allerdings mit einem Bedingungswerk, das schwächer ausfällt als der Antrag. Das IVFP vergibt 2025 fünfmal gut und einmal sehr gut, gebremst von Rendite und Transparenz. Nicht zu verwechseln ist das Haus mit der Dialog, die als eigene Gesellschaft der Generali Gruppe eigene Tarife über Vermittler anbietet.


Für wen ja, für wen nein

Ja für Handwerker, Beamte, Heilberufe und kleine Selbständige. Diese Gruppen bekommen jeweils genau die Klausel, an der ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung sonst scheitert: die beste IVFP-Note im Handwerk, die Dienstunfähigkeits­klausel, die Infektionsklausel und den Verzicht auf die Umorganisationsprüfung unter fünf Angestellten.

Nein für alle, die eine hohe Rente schrittweise aufbauen wollen. Der Deckel von 2.500 Euro Monatsrente für Erhöhungen ohne Gesundheitsprüfung und das Ende der Anpassungsgarantie mit 50 Jahren treffen Gutverdiener in IT, Technik und Medizin. Und wer seinen Vertrag lieber ohne persönliche Beratung abschließt, kommt an diese Tarife gar nicht heran.

Mit uns die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung finden

Unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ist von Finanztip empfohlen. Wir können Ihnen kostengünstige und leistungsstarke Berufs­unfähigkeits­versicherungen anbieten:

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
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Häufige Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung der Generali

Wo kann ich die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Generali abschließen?

Ausschließlich über einen Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Die Generali vertreibt ihre Lebens- und Berufs­unfähigkeitstarife in Deutschland exklusiv über diesen Weg. Im Direktvertrieb und im Vermittlergeschäft treten andere Gesellschaften derselben Gruppe auf, etwa CosmosDirekt und die Dialog. Deren Tarife sind eigenständig und haben mit den hier beschriebenen Bedingungen nichts zu tun.

Was ist aus meinem Vertrag bei der AachenMünchener geworden?

Er läuft unverändert weiter, nur unter neuem Namen. Die AachenMünchener Lebens­versicherung AG firmiert seit 2020 als Generali Deutschland Lebens­versicherung AG. An Bedingungen, Beitrag und Leistung ändert eine Umfirmierung nichts, Ihr Vertrag behält die Fassung, die Sie unterschrieben haben.

Mein Vertrag läuft bei der Generali Lebens­versicherung AG. Wer ist heute zuständig?

Für diesen Bestand ist die Proxalto Lebens­versicherung AG zuständig. Die frühere Generali Lebens­versicherung AG wurde 2019 mehrheitlich an die Viridium Gruppe verkauft und im selben Jahr in Proxalto umbenannt. Auf Inhalt und Bestand der Kundenverträge hatte das nach Angaben der Viridium Gruppe keine Auswirkungen. Neue Berufs­unfähigkeits­versicherungen schreibt diese Gesellschaft nicht mehr.

Zahlt die Generali auch rückwirkend, wenn die Berufs­unfähigkeit schon länger besteht?

Ja. Weisen Sie nach, dass der Zustand sechs Monate ununterbrochen bestanden hat, gilt die Berufs­unfähigkeit von Beginn an als eingetreten. Die Rente wird dann ab diesem Zeitpunkt gezahlt, dazu kommt die Befreiung von der Beitragszahlung. Prognostiziert ein Arzt die sechs Monate im Voraus, leistet die Generali bereits ab dem Eintritt.

Leistet die Generali bei Dienstunfähigkeit von Beamten?

Ja, wenn die Dienstunfähigkeits­klausel vereinbart ist. Wird ein Beamter auf Lebenszeit oder auf Probe ausschließlich wegen seines Gesundheitszustands aufgrund eines amtsärztlichen Zeugnisses in den Ruhestand versetzt, zahlt der Versicherer. Die Klausel gilt bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres. Beamte auf Widerruf sind davon ausgenommen, für sie gelten die allgemeinen Kriterien der Berufs­unfähigkeit.

Kann ich die Rente später ohne neue Gesundheitsfragen erhöhen?

Ja, über die Anpassungsgarantie. Anlässe sind unter anderem Heirat, Geburt eines Kindes, Immobilienkauf, Berufseinstieg, eine Gehaltssteigerung um mindestens zehn Prozent und der Abschluss einer Ausbildung. Möglich sind bis zu 500 Euro Monatsrente je Anlass, anlassfrei bis zu 300 Euro alle fünf Jahre und insgesamt eine Monatsrente von 2.500 Euro. Mit dem 50. Lebensjahr endet das Recht.

Was passiert, wenn ich den Beitrag vorübergehend nicht zahlen kann?

Die Generali stundet den Beitrag zinslos, bis zu 18 Monate bei Arbeitslosigkeit oder einem Bundes- oder Jugendfreiwilligendienst und bis zu 24 Monate während Mutterschutz oder Elternzeit. Das ist der bessere Weg als eine Kündigung, weil Sie den Schutz behalten. Alternativ lässt sich der Vertrag beitragsfrei stellen, sofern die verbleibende Rente mindestens 300 Euro im Jahr beträgt.

Prüft die Generali bei Selbständigen die Umorganisation des Betriebs?

Nur ab einer gewissen Betriebsgröße. Hat Ihr Betrieb weniger als fünf angestellte Mitarbeiter, verzichtet die Generali auf diese Prüfung; Auszubildende, Praktikanten und Werkstudenten zählen dabei nicht mit. Oberhalb dieser Grenze wird geprüft, ob eine zumutbare Umorganisation möglich ist. Eine Einkommensminderung von 20 Prozent oder mehr gilt dabei in jedem Fall als unzumutbar.

Gilt der Schutz auch im Ausland?

Der Versicherungsschutz gilt weltweit. Halten Sie sich länger im Ausland auf, kann die Generali im Leistungsfall ärztliche Untersuchungen in Deutschland verlangen, sofern Sie transportfähig sind. Reise- und Untersuchungskosten übernimmt sie dann. Innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und in der Schweiz akzeptiert sie Untersuchungen vor Ort, wenn die Berichte auf Deutsch vorliegen.

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Lena Mierbach
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