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Brille kaputt – Wer zahlt?

Brillenträger kennen das Problem. Die Sehhilfe geht zu Bruch und man fragt sich, was tun? Wer bezahlt die neue Brille? Spielt es eine Rolle, wo die Brille zu zu Bruch ging oder zählt nur die Schuldfrage? Alle Antworten zum Thema „Brille kaputt – wer zahlt?“ finden Sie hier.

Bezahlt die Versicherung kaputte Brillen?

Geht eine Brille kaputt, hängt es vor allem von den Umständen ab, ob die Kosten von einer Versicherung übernommen werden. Je nachdem, wie, wo und durch wen die Brille zu Bruch ging, ist die eine Versicherung zuständig oder nicht.

Brille kaputt: Ein Fall für die Haftpflicht?

In den meisten Fällen wird eine Brille durch eine dritte Person beschädigt. Ist dies der Fall, ist die Haftpflichtversicherung der Person zuständig, die die Brille kaputt gemacht hat.

Die private Haftpflicht kommt für Schäden auf, die der Versicherte einer dritten Person zufügt. Die Haftpflichtversicherung deckt neben Personen- und Vermögensschäden auch Sachschäden.

Brille kaputt durch Fußballspielen

Wird die Brille eines Mitspielers beim Fußballspielen durch einen Dritten beschädigt, muss die Haftpflichtversicherung des Schadenverursachers für die Kosten aufkommen. Ist der Brillenträger selbst für den Schaden verantwortlich, geht er leer aus. Es sei denn, es besteht eine spezielle Brillenversicherung.

Beachten Sie allerdings den Unterschied zwischen Zeit- und Neuwert:

BERATER-TIPP

»Wird Ihre Brille durch eine dritte Person beschädigt, ist die Haftpflichtversicherung zuständig. Diese übernimmt allerdings in der Regel nur den Zeitwert, nicht den Neuwert! Aus diesem Grund kann es sich lohnen, zugleich eine eigene Brillenversicherung abzuschließen.«

Zahlt meine Haftpflicht, wenn ich meine eigene Brille kaputt mache?

Die Haftpflichtversicherung springt ein, wenn der Versicherungsnehmer einer Dritten Person einen Schaden zufügt. Für Schäden an den eigenen Sachen, ist die Haftpflichtversicherung nicht zuständig.

Eigenes Kind macht die Brille kaputt: Fall für die Versicherung?

Auch wenn das eigene Kind die Brille von Mutter oder Vater kaputt macht, ist das nicht über die Haftpflichtversicherung abgedeckt. Denn für Schäden, die sich die Familienmitglieder gegenseitig zufügen, gilt der Versicherungsschutz der Haftpflichtversicherung nicht. Dabei spielt es keine Rolle ob das Kind deliktfähig ist oder nicht.

Mögliche Ausnahme: Lebt das Kind nicht mehr im gleichen Haushalt und hat eine eigene Haftpflichtversicherung, könnte diese den Schaden des betroffenen Elternteils übernehmen.

Wenn Sie Fragen zum Thema Haftpflichtversicherung haben, kontaktieren Sie uns gern persönlich – unverbindlich und kostenfrei: 030 – 120 82 82 8 (Mo – Fr: 9 – 18 Uhr) oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Brille kaputt: Die Hausratversicherung zahlt

Eine Hausratversicherung kommt für Schäden auf, die durch Brand, Blitzschlag, Leitungswasser, Hagel, Sturm oder Einbruchdiebstahl am Hausrat der versicherten Person entstehen. Zum Hausrat zählen neben Möbeln, Teppichen und Bildern auch sogenannte Ver- und Gebrauchsgegenstände. Eine Brille zählt zu den Gebrauchsgegenständen und ist somit über die Hausratversicherung versichert.

Auf die Schadensursache kommt es an

Die Hausratversicherung leistet nur, wenn die Brille durch eine der oben genannten Schadensursachen beschädigt wird.
Das heißt, geht die Brille kaputt, weil ein Dritter beteiligt war oder der Versicherte einen Unfall hatte, ist der Schaden nicht über die Hausratversicherung gedeckt. Gleiches gilt bei Diebstählen außerhalb der Wohnung.

Brillenversicherung direkt vom Optiker

Bei einigen Optikern können Kunden direkt eine Brillenversicherung abschließen, diese leistet unabhängig davon, wodurch die Brille kaputt gegangen ist. Auch bei Verlust und Beschädigungen der Brille erhält der Versicherungsnehmer Leistungen. Meist ist der Versicherungsschutz jedoch zeitlich begrenzt.

Brille geht im Kindergarten kaputt

Geht im Kindergarten eine Brille kaputt, sind die Beteiligten in der Regel Kinder im Alter zwischen einem und sieben Jahren. Diese Kinder sind deliktunfähig und können aus diesem Grund nicht haftbar gemacht werden. Dementsprechend kommt auch die Haftpflichtversicherung der Eltern nicht für den Schaden auf. Manche Haftpflichtversicherungen schließen inzwischen jedoch auf Wunsch auch deliktunfähige Kinder in den Versicherungsschutz ein.

Spezialfall: Ein Baby hat die Brille kaputt gemacht.

Hier gilt das gleiche, wie für Kindergartenkinder. Ein Baby ist deliktunfähig und demntsprechend muss die Haftpflichtversicherung der Eltern nicht zahlen. Es sei, denn die Eltern haben eine Mitversicherung ihres deliktunfähigen Kindes vereinbart.

Beschädigt das Baby die Brillen seiner Eltern, leistet die Versicherung nicht. Da der Versicherungsschutz nicht gegenüber den mitversicherten Familienmitgliedern gilt.

Brille kaputt: Wann zahlt die Unfallkasse?

Geht die Brille bei einem Unfall in der Kita, in der Schule oder am Arbeitsplatz kaputt, kommt die Unfallkasse für den entstandenen Schaden auf. Allerdings nur, wenn das Kind bzw. der Erwachsene, die Brille zum Zeitpunkt der Beschädigung getragen hat. Sitzt die Brille nicht auf der Nase des Geschädigten, besteht kein Versicherungsschutz.
Kein Versicherungsschutz über die Unfallkasse besteht außerdem, wenn die Brille mutwillig vom Brillenträger beschädigt wurde oder wenn die Brille verloren geht.

Tatort Arbeit: Brille wird beschädigt

Geht eine Brille zu Bruch, egal ob dies auf der Arbeit oder im privaten Bereich geschehen ist, sind die Umstände zu klären. Gibt es einen klaren Schuldigen, zum Beispiel durch einen Arbeitskollegen, muss er sich an seine Haftpflichtversicherung wenden. Diese sollte für den Schaden aufkommen und die Kosten des Geschädigten für eine neue Brille übernehmen.

Wer zahlt, wenn die Brille bei der Arbeit kaputt geht

Bei Arbeitsunfällen ist die Unfallkasse des jeweiligen Bundeslandes zuständig. Sie erbringt Leistungen, wenn eine Brille kaputt geht und dies im Zusammenhang mit dem Arbeitsunfall steht.

Arbeitsunfälle mit der Folge: Brille kaputt

2016 kam es zu mehr als einer Million meldepflichtiger Unfälle, die im Zusammenhang mit der Arbeit standen. Wie viele Brillen bei diesen Arbeits- und Wegeunfällen zu Bruch gingen, ist nicht dokumentiert.

Beispielfall 1: Auf Arbeit gestürzt – Brille kaputt

Arbeitsunfälle aller Art fallen in den Zuständigkeitsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung. Egal ob ein Versicherter an seiner Arbeitsstelle stürzt, sich verbrennt und durch einen umfallenden Aktenschrank verletzt wird. Wenn klar ist, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelt, ist die Unfallkasse zuständig. Geht bei einem Sturz auf Arbeit die Brille kaputt, übernimmt die Unfallkasse die Kosten.

Beispielfall 2: Brille kaputt durch Unfall auf dem Weg zur Arbeit

Kommt es zum Unfall, während sich der Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit bzw. auf dem Heimweg von der Arbeit befindet, ist er über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.

Das gilt jedoch nur für den direkten Arbeits- bzw. Heimweg.

Wegeunfälle sind Unfälle, die sich auf dem direkten Weg zur Arbeit oder zurück ereignen. Versichert sind auch Umwege, die zum Beispiel nötig werden, um Kinder während der Arbeitszeit unterzubringen oder bei Fahrgemeinschaften. (Quelle)

Beispielfall 3: Arbeits-Brille kaputt

Handelt es sich bei der kaputten Brille, um eine Arbeitsgerät, ist diese in der Regel über den Arbeitgeber versichert. Allerdings kann der Arbeitgeber davon abweichende Regelungen treffen. Wird die Arbeitsbrille mutwillig beschädigt, kann der Arbeitgeber verlangen, dass der betreffende Täter die Brille auf eigene Kosten ersetzt.

Brille kaputt durch Arbeitsunfall: Wer zahlt?

Ist die Brille im Rahmen eines Arbeitsunfalles zerbrochen oder anderweitig beschädigt worden, trägt die Unfallkasse die Kosten.

Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen formuliert die Leistung bezüglich einer kaputten Brille folgendermaßen (Quelle):

Hilfsmittel (z.B. Brillen, Hörgeräte, Prothesen), die bei einem Arbeitsunfall beschädigt werden oder verloren gehen, sind wiederherzustellen bzw. zu erneuern, wenn sie im Unfallzeitpunkt getragen worden sind.
Für Brillengläser werden die tatsächlichen Wiederherstellungskosten erstattet, sofern ein Nachweis darüber erbracht werden kann (Nennung des Optikers kann ausreichend sein).
Die Kosten für die Brillenfassung werden bei fehlendem Nachweis der Kosten der beschädigten oder verloren gegangenen Brille derzeit bis zur Höhe von 100 € erstattet; bei Nachweis bis 300 €.

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