Sirenensignale in Deutschland

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Der aktuelle Stand

Seit dem Abbau des Zivil­schutz-Sirenennetzes gibt es in Deutschland keine einheitlichen Signale mehr. Jedes Bundesland hat eigene Regelungen und Signale, die mit den landeseigenen Behörden für Katastrophen­schutz geplant und um­gesetzt werden.

Nur noch vereinzelt Großstädte über ein System, das die Bevölkerung großflächig erreicht. Dazu gehören u. a.:

  • Augsburg
  • Bonn
  • Dresden
  • Düsseldorf
  • Kassel
  • Köln
  • Mannheim
  • Saarbrücken
  • Wuppertal

Städte, Kreisen und Gemeinden entscheiden selbst

Nach verschiedenen Ereignissen mit Katastrophen-Charakter haben einige Städte allerdings wieder ein Netz eingerichtet. Die Hansestadt Hamburg unterhält weiterhin ein Hochleistungs-Sirenennetz, um die Bevölkerung vor Hochwasser warnen zu können.

Zum Teil dürfen Kreise und Gemeinden festlegen, welche genaue Bedeutung die Signale haben und wann die Signale ausgelöst werden. Bundesweit ergibt sich somit ein recht unterschiedliches Bild. Kreise und Gemeinden sind häufig auch für die Funktionstests zuständig und legen hier eigene Testzyklen fest. Die Stadt Düsseldorf testet ihre Systeme zum Beispiel einmal im Jahr, während Dresden quartalsweise testet. In Regionen Bayerns werden die Systeme, die in den bewohnten Gegenden rund um Kernkraftwerke installiert sind, halbjährlich getestet.


Bundesweiter Warntag

Im Rahmen der Neuausrichtung des Bundesamtes für Bevölkerungs­schutz und Katastrophenhilfe (BBK) findet regelmäßig ein bundesweiter Warntag statt. An diesem wird zum einen die technische Warninfastruktur einem Belastungstest unterzogen und die Bevölkerung für die unterschiedlichen Warnkanäle sensibilisiert. Dazu gehört unter anderem auch, dass Sirenensignale als Warnmittel ausgelöst werden.

Diese Sirenensignale sind weit verbreitet

Als allgemeines Warnsignal für die Bevölkerung gilt weithin der einminütige auf- und abschwellende Heulton, der in erster Linie bei Gefahrenlagen wie zum Beispiel Großbränden oder Chemieunfällen zum Einsatz kommt. Das Warnsignal ist in Gebieten mit besonderem Gefahrenpotential verbreitet und gilt nicht in jedem Bundesland.

Allgemeiner Warnton

1 Minute auf- und abschwellend

Allgemeiner Warnton

Je nach Region gelten folgende Aufforderungen beim Ertönen des Warntons:

  • die Rundfunkgeräte einzuschalten
  • auf die Durchsagen zu achten
  • Fenster und Türen umgehend zu schließen
  • Aufenthalte im Freien zu vermeiden

Als Entwarnung gilt weithin der einminütige, ununterbrochene Dauerton.


Entwarnung

1 Minute Dauerton

Entwarnung

Dieser Ton hebt alle vorherigen Alarmsignale auf und bedeutet, dass keine akute Gefahr mehr besteht. Man kann die Schutzräume wieder verlassen und Geräte wieder einschalten. Es empfiehlt sich, sich über die aktuelle Lage zu informieren und weiteren Hinweisen Folge zu leisten.


Feueralarm

Einsatzkräfte werden noch bundesweit einheitlich mit dem Feuersignal zweimal unterbrochener Dauerton von 1 Minute alarmiert. Dieses Signal richtet sich ausschließlich an die Einsatzkräfte, nicht an die Bevölkerung.

Informationen zu den Bedeutungen und den periodischen Tests gibt es unter anderem auf den Websites der zuständigen Landesratsämter. Die betroffenen Haushalte werden häufig zudem über Postwurfsendungen über den aktuellen Stand informiert.