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Sirenensignale in Deutschland

Seit dem Abbau des Zivilschutz-Sirenennetzes gibt es in Deutschland keine einheitlichen Signale mehr. Jedes Bundesland hat eigene Regelungen und Signale, die mit den landeseigenen Behörden für Katastrophenschutz geplant und umgesetzt werden. Am 11. März 2021 findet nun ein landesweiter Probealarm in NRW statt.
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Der aktuelle Stand

Nach dem Abbau des Sirenennetzes für den Zivilschutz verfügen nur noch vereinzelt Großstädte über ein System, das die Bevölkerung großflächig erreicht. Dazu gehören u. a.:

  • Augsburg
  • Bonn
  • Dresden
  • Düsseldorf
  • Kassel
  • Köln
  • Mannheim
  • Saarbrücken
  • Wuppertal
Was passiert am 11. März 2021?

Am 11. März 2021 findet ein landesweiter Probealarm in NRW statt. Das bedeutet, dass an diesem Tag ab 11:00 Uhr in ganz Nordrhein-Westfalen sämtliche Sirenen erprobt werden. Dieser landesweite Probealarm ist eine Ergänzung zum deutschlandweiten Warntag, der letztmalig am 10.09.2020 stattgefunden hat.

Auf diese Weise soll für das Thema „Warnung der Bevölkerung“ sensibilisiert und die Funktion sowie der Ablauf der Warnungen besser verständlich gemacht werden. Zudem sollen die nun deutschlandweit einheitlichen Sirenensignale bekannter werden.

Bitte blockieren Sie während des Probealarms nicht die Notrufnummern mit Nachfragen. Informieren Sie außerdem Personen, die eventuell sehr sensibel auf Sirenen reagieren könnten (beispielsweise Ältere oder Geflüchtete aus Kriegsgebieten).

Städte, Kreisen und Gemeinden entscheiden selbst

Nach verschiedenen Ereignissen mit Katastrophen-Charakter haben einige Städte allerdings wieder ein Netz eingerichtet. Die Hansestadt Hamburg unterhält weiterhin ein Hochleistungs-Sirenennetz, um die Bevölkerung vor Hochwasser warnen zu können.

Zum Teil dürfen Kreise und Gemeinden festlegen, welche genaue Bedeutung die Signale haben und wann die Signale ausgelöst werden. Bundesweit ergibt sich somit ein recht unterschiedliches Bild. Kreise und Gemeinden sind häufig auch für die Funktionstests zuständig und legen hier eigene Testzyklen fest. Die Stadt Düsseldorf testet ihre Systeme zum Beispiel einmal im Jahr, während Dresden quartalsweise testet. In Regionen Bayerns werden die Systeme, die in den bewohnten Gegenden rund um Kernkraftwerke installiert sind, halbjährlich getestet.

(Bitte beachten Sie eventuelle Änderungen.)


Erklärvideo: Alle Sirenensignale in 2 Minuten erklärt (mit Beispielton)

Weitere Erklärvideos zu diversen Versicherungs– und Finanzthemen finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
Des Weiteren finden Sie auf transparent-beraten.de zahlreiche Ratgeber rund um diese Themen.


Diese Sirenensignale sind weit verbreitet

Als allgemeines Warnsignal für die Bevölkerung gilt weithin der einminütige auf- und abschwellende Heulton, der in erster Linie bei Gefahrenlagen wie zum Beispiel Großbränden oder Chemieunfällen zum Einsatz kommt. Das Warnsignal ist in Gebieten mit besonderem Gefahrenpotential verbreitet und gilt nicht in jedem Bundesland.

Warnsignal - Sirenensignal

Je nach Region gelten folgende Aufforderungen beim Ertönen des Warntons:

  • die Rundfunkgeräte einzuschalten
  • auf die Durchsagen zu achten
  • Fenster und Türen umgehend zu schließen
  • Aufenthalte im Freien zu vermeiden

Als Entwarnung gilt weithin der einminütige, ununterbrochene Dauerton.

Entwarnung - Sirenensignal

Einsatzkräfte werden noch bundesweit einheitlich mit dem Feuersignal zweimal unterbrochener Dauerton von 1 Minute alarmiert. Dieses Signal richtet sich ausschließlich an die Einsatzkräfte, nicht an die Bevölkerung.

Informationen zu den Bedeutungen und den periodischen Tests gibt es unter anderem auf den Websites der zuständigen Landesratsämter. Die betroffenen Haushalte werden häufig zudem über Postwurfsendungen über den aktuellen Stand informiert.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.03.2021 aktualisiert.
Über den Autor
Leοn Κnigge
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