Was macht ein Versicherungs­­makler?

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von Munkhjin Enkhsaikhan
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Das erwartet Sie hier

”Handlanger” der großen Versicherer oder doch eher Fachmann, der für seine Kunden die wirklich guten Angebote zwischen den schlechten herauspickt? Hier erfahren Sie mehr.

Inhalt dieser Seite
  1. Warum braucht man einen Versicherungs­­makler?
  2. Für wen arbeiten Versicherungs­­makler?
  3. Wo ist der Unterschied zu einem Versicherungs­­vertreter?
  4. Wie verdienen Versicherungs­­makler ihr Geld?
  5. Interview mit Alexander Vorgerd

Das Wichtige in Kürze

  • Versicherungs­makler sind nicht vertraglich an eine Versicherungs­gesellschaft gebunden, sondern arbeiten im Auftrag der Versicherungs­nehmer.
  • Unabhängige Versicherungs­makler kennen den Versicherungs­markt in- und auswendig – allerdings nur, wenn es um die Produkte der Versicherungs­gesellschaften geht, mit denen sie zusammenarbeiten.
  • Anders als der Versicherungs­makler arbeitet der Versicherungs­vertreter für eine bestimmte Versicherung oder Versicherungs­gruppe und vertritt deren Interessen.

Warum braucht man einen Versicherungs­makler?

Für die meisten Menschen gibt es schönere Dinge, als eine Versicherung zu suchen und abzuschließen. Viele Fachbegriffe, viel Kleingedrucktes, viele Zahlen – und am Ende bezahlt man Geld, ohne etwas in der Hand halten zu können. Der Kauf eines neuen Pullovers oder eines Smartphones macht sicherlich mehr Spaß.

Die meisten Menschen möchten das Thema Versicherungen möglichst schnell und unkompliziert hinter sich bringen, und zwar idealerweise für so wenig Geld wie möglich.

Zwei Dinge sind den meisten Menschen dabei besonders wichtig.

  • Zum einen: Welche Versicherung ist die beste für mich?
  • Und außerdem: Welchen Versicherungs­schutz brauche ich überhaupt?

Die erste Frage kann selbstverständlich nicht ohne die zweite beantwortet werden. Und genau hier hilft der Versicherungs­makler! Der Makler ermittelt, welche Versicherung in welcher Situation die beste ist – und zugleich die günstigste.

Was so einfach klingt, muss doch einen Haken haben, oder? Wie kann man wissen, ob der Makler wirklich das Beste seines Klienten will und nicht nur in die eigene Tasche wirtschaftet?

Für wen arbeiten Versicherungs­makler?

Versicherungs­makler sind nicht vertraglich an eine Versicherungs­gesellschaft gebunden, sondern arbeiten im Auftrag der Versicherungs­nehmer! Das bedeutet: Der Makler muss stets so handeln, dass für den Versicherungs­nehmer am Ende das Beste herausspringt.

Makler gelten nach dem deutschen Handelsrecht als Kaufleute. Ihre Rechte und Pflichten sind durch den Maklervertrag geregelt und finden sich unter anderem im Gesetz über den Versicherungs­vertrag (VVG) wieder. Unabhängige Makler haben die Möglichkeit sich auf eine bestimmte Region festzulegen, so dass Versicherungs­makler in Berlin sich beispielsweise auf Kunden aus ihrem Umfeld spezialisieren können und besonders günstige regionale Angebote vermitteln.


Guter Marktüberblick

Unabhängige Versicherungs­makler kennen den Versicherungs­markt in- und auswendig – allerdings nur, wenn es um die Produkte der Versicherungs­gesellschaften geht, mit denen sie zusammenarbeiten. Ganz klar: Wie der Autoverkäufer, der lediglich die Fahrzeuge seiner eigenen Marke kennt, befasst sich der Versicherungs­makler zunächst nur einmal mit den Produkten, die er auch im Programm hat.

Versicherungs­makler, die nicht an ein bestimmtes Unternehmen gebunden sind, arbeiten in der Regel allerdings mit so gut wie allen “Großen” der Branche zusammen und kennen zudem auch die kleinen Nischen-Anbieter, die in ihren Bereichen oft besonders attraktive Angebote haben (s. a. Versicherungs­vergleich). Davon ausgeschlossen sind die so genannten Direktanbieter, die ihre Versicherungs­produkte grundsätzlich nur selbst vermarkten und anbieten.

Wo ist der Unterschied zu einem Versicherungs­vertreter?

Anders als der Versicherungs­makler arbeitet der Versicherungs­vertreter für eine bestimmte Versicherung oder Versicherungs­gruppe und vertritt deren Interessen. Dementsprechend berät er Interessenten ausschließlich in Hinblick auf die Produkte der Gesellschaft, bei der er angestellt ist. Aufgrund dessen werden Versicherungs­vertreter häufig auch als Ausschließlichkeitsvermittler bezeichnet.


Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Versicherungs­maklerVersicherungs­vertreter
arbeitet für den Verbraucher / Versicherungs­nehmerarbeitet für eine Versicherung / Versicherungs­gruppe
bietet dem Kunden eine Vielzahl an Versicherungs­angebotenberät den Kunden ausschließlich bezüglich der Produkte seiner Gesellschaft

Wie verdienen Versicherungs­makler ihr Geld?

Vermittelt ein Makler eine Versicherung an einen Privat- oder Gewerbekunden, erhält er von dem Anbieter der Versicherung eine Provision (auch Courtage genannt). Dieses Entgelt setzt sich zusammen aus dem Vermittlungsentgelt und dem Betreuungsentgelt. Mit dem Vermittlungsentgelt wird die Vermittlungsleistung vergütet, mit dem Betreuungsentgelt zum Beispiel die Verwaltung und später die Bestandspflege. Die Höhe der Provision variiert zwischen den Versicherungs­gesellschaften, bewegt sich meistens allerdings in einer ähnlichen Größenordnung. Selbst Makler, die immer mit einem Auge auf die Provision schielen, haben letztlich nicht besonders viel davon. Die Unterschiede sind oft überschaubar.


Wird der Kunde objektiv beraten?

Eine Grundlage zwischen Makler und seinem Kunden sollte Vertrauen sein. Neben dieser moralischen Verpflichtung, ausschließlich das Beste für den Kunden anzustreben, gibt es zudem gesetzliche Regelungen, die den Makler zu einem guten Kundenservice verpflichten. Dazu gehört zum Beispiel die Vorgabe, dass der unabhängige Versicherungs­vermittler seinen Kunden eine hinreichenden Anzahl an Angeboten vorlegen muss. Zudem muss er seine Empfehlung fachlich begründen. Bei einer fahrlässigen Falschberatung kann der Kunde den Makler schadensersatzpflichtig machen. (Lesen Sie dazu auch den Beitrag über die Vermögens­schaden­haftpflicht­versicherung.)

Interview mit unserem Versicherungs­makler Alexander Vorgerd

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Welche Aufgabe hast du bei transparent-beraten?

Alexander Vorgerd:
Ich arbeite als unabhängiger Versicherungs­makler und bin hauptsächlich für die Beratung von Neukunden und die Pflege der Bestandskunden zuständig. Dazu gehört die Angebotserstellung, die Unterstützung bei der Schadenregulierung und auch die allgemeine Beratung bei Verbraucherfragen. Außerdem gehört auch die Kontaktpflege zu den Versicherungen, mit denen wir zusammenarbeiten, zu meinem Aufgabenbereich und ich unterstütze unsere Redaktion bei dem Verfassen von Artikeln.

Warum hast du dich entschieden als unabhängiger Versicherungs­makler und nicht als Versicherungs­vertreter tätig zu sein?

Alexander Vorgerd:
Ich habe meine Ausbildung bei einem Versicherungs­makler gemacht und bin mehr oder weniger in meinen Beruf „reingerutscht“. Mir gefällt dabei, dass ich unabhängig bin und nicht an eine bestimmte Versicherungs­gesellschaft gebunden bin. Dadurch habe ich mehr Möglichkeiten, um für den Kunden den passenden Versicherungs­schutz zu finden.

Erinnerst du dich an eine besonders kuriose Anfrage? Wenn ja, wie hast du diese bearbeitet?

Alexander Vorgerd:
Ja, ich erinnere mich an eine Anfrage zum Thema Rechtsschutz. Der Herr wollte sich von mir beraten lassen und legte besonderen Wert auf eine Unterstützung im Bereich Hartz IV, da er um eine Erhöhung seines Hartz-IV-Satzes kämpfte. Im Verlauf des Gesprächs erklärte er mir dann, dass er bereits drei Rechtsschutz­versicherungen abgeschlossen hat und keine die Kosten für seinen Fall übernehmen möchte und betonte dabei, wie wichtig es ihm deshalb sei, dass die zukünftige Versicherung auch zahlt. Ich habe ihm dann dazu geraten, dass er seine Rechtsschutz­versicherungen kündigen bzw. rückwirkend aufheben lassen sollte und ihm erklärt, dass auch eine weitere Versicherung ihm nicht weiterhelfen würde.

Gibt es bestimmte Anfragen, die sehr häufig vorkommen?

Alexander Vorgerd:
Besonders viele Anfragen bekommen wir in den Bereichen Rechtsschutz und Riester. Bezüglich der Rechtsschutz­versicherung handelt es sich meistens um konkrete Angebotswünsche, während ich in Bezug auf die Riester-Rente eher rein informative Fragen beantworte.

Was ist dir in deinem Beruf besonders wichtig?

Alexander Vorgerd:
Mir ist wichtig, dass ich morgens mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen kann. Das bedeutet für mich, dass ich meine Kunden unabhängig und individuell berate und ihnen dadurch eine bedarfsgerechte Versicherung vermitteln kann. Bei www.transparent-beraten.de bin ich da natürlich genau richtig, denn diese Einstellung gehört bei uns zur Firmenphilosophie!

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Katharina Tennius
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