DSGVO: Erste Rechts­schutz­versicherung auf dem Markt

Foto von Munkhjin Enkhsaikhan
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Die ersten Abmahnungen nach Inkrafttreten der neuen DSGVO haben nicht lange auf sich warten lassen. Eine Versicherungs­lösung, die rechtliche Streitigkeiten zum Thema absichert, hat nach Informationen von transparent-beraten.de derzeit allerdings nur ein Versicherer im Programm.

Ein Bußgeld in Höhe von bis zu 4 Prozent des Vorjahres-Umsatzes – Wohl kaum ein Unternehmen hat den 25. Mai entspannt auf sich zukommen lassen. Direkt nach Inkrafttreten der neuen Daten­schutzverordnung (DSGVO) hat es tatsächlich erste Abmahnungen gegeben. Allerdings in nicht so großer Anzahl wie befürchtet.

Der Bedarf nach einer Firmen­rechts­schutz­versicherung, die vor den gefürchteten “Abmahnanwälten” schützt, ist dennoch groß. Die Bestandskunden im Gewerbebereich bei transparent-beraten erkundigen sich seit Jahresbeginn verstärkt nach einer Absicherungsmöglichkeit. Die Versicherer halten sich bislang allerdings zurück, womöglich auch deshalb, da kaum jemand abschätzen kann, welche Folgen die neue Verordnung mit sich bringt.

Nach einer Recherche von transparent-beraten.de hat bislang lediglich ein Versicherer eine ausgewiesene DSGVO-Rechts­schutz­versicherung im Programm: die Roland mit der JurData. Alle anderen Versicherer beschränken sich bislang auf Tarif-Zusätze – oder lassen das Thema ganz außen vor.

JurData kann von allen Unternehmen und Gewerbetreibenden in Deutschland sowie von Vereinen und Vermietern abgeschlossen werden. Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeiter zahlen aktuell 99 Euro pro Jahr.

„Das erste Jahr ist besonders kritisch“

Martin Hacker

Eine Laufzeit von einem Jahr dürfte vor allem für kleinere Unternehmen sinnvoll sein, die nur mit wenigen persönlichen Daten zu tun haben. “Das erste Jahr nach der Einführung der neuen DSGVO ist besonders kritisch”, erklärt Versicherungskaufmann Martin Hacker, bei transparent-beraten.de zuständig für Gewerbekunden. “Derzeit können selbst Juristen kaum abschätzen, wie die Gerichte bei einem Verstoß entscheiden werden. Ob zum Beispiel ein fehlender Hinweis auf den Einsatz von Website-Cookies zu einem kleinen Bußgeld oder zu einer Geldstrafe im fünf- oder gar sechsstelligen Euro-Bereich führen wird, kann im Augenblick niemand sagen.”

Anwaltskosten werden bei der JurData derzeit nur übernommen, wenn der Fall auch tatsächlich vor Gericht landet. Wer sich außergerichtlich einigt, muss seinen Anwalt also selbst zahlen.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung: 030 120 82 82 8 (Mo – Fr: 9 – 17 Uhr) oder per E‑Mail unter kontakt@transparent-beraten.de. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich.