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Versicherungsschutz beim Carsharing: So sind Nutzer im Schadensfall abgesichert

Das Jahr 2015 war DAS Jahr des Carsharings. Noch nie zuvor nutzten so viele Deutsche Carsharing-Angebote wie im vergangenen Jahr, wobei sich das Teilen der Autos vor allem in Großstädten und bei jungen Leuten einer großen Beliebtheit erfreut. Bei vielen Nutzern und Interessierten herrscht jedoch eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf den Versicherungsschutz. Was passiert, wenn es tatsächlich einmal kracht? Und gibt es einen umfassenden Versicherungsschutz?

Kein Unterschied zur privaten PKW-Nutzung

Zunächst einmal sollten sich die Carsharing-Nutzer darüber im Klaren sein, dass sie grundlegend den gleichen Versicherungsschutz genießen, wie Fahrzeughalter in Deutschland. Diese Tatsache geht jedoch auch damit einher, dass die Versicherungskonditionen sehr unterschiedlich ausfallen können, ebenso wie bei privaten PKW. In Bezug auf die Versicherungsausschlüsse gelten beim Carsharing die gleichen Bedingungen, wie auch im privaten Bereich. Bei grober Fahrlässigkeit hat der Versicherungsgeber demnach die Möglichkeit seine Leistungen einzuschränken.

Leistungskürzung bei grober Fahrlässigkeit

Inwieweit die Versicherungsleistungen gekürzt werden, hängt vor allem vom Grad des Verschuldens ab. Bei besonderer Schwere kann eine Kürzung von bis zu 100 Prozent erfolgen, wie zum Beispiel bei:

  • alkoholbedingter Fahruntauglichkeit
  • Fahren unter Drogeneinfluss
  • Vorsatz

Haftpflicht- und Kaskoversicherung durch den Anbieter

Wie auch bei der klassischen Autovermietung, sind Carsharing-Fahrzeuge rundum versichert. Bei allen großen Anbietern ist eine Haftpflicht- sowie eine Kaskoversicherung (Teil- oder Vollkasko) bereits in dem gezahlten Preis enthalten. Die Kaskoversicherung deckt Schäden ab, die am Auto entstehen, wie zum Beispiel durch Brand, Explosion, Diebstahl oder Naturgewalten. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt hingegen für Schäden an Dritten auf, die durch den Gebrauch des Fahrzeugs verursacht werden.

Selbstbeteiligung fällt unterschiedlich aus
Kommt es tatsächlich zu einem Unfall, so kommt auf den Mieter, trotz des umfassenden Versicherungsschutzes, meist eine Selbstbeteiligung zu, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich hoch ausfällt. Bei einem selbstverschuldeten Unfall muss sich der Kunde meistens mit 500 Euro bis 1.500 Euro an den Reparaturkosten beteiligen.

Zusätzliche Absicherung zur Reduzierung der Selbstbeteiligung

Vor allem größere Carsharing-Anbieter eröffnen ihren Kunden diverse Möglichkeiten, um die Selbstbeteiligung zu reduzieren. Durch monatliche oder jährliche Zuzahlungen lässt sich der Betrag der Selbsbeteiligung oftmals auf 200 Euro bis 300 Euro senken. Eine weitere Option zeigt der bekannte Anbieter DriveNow. Hier kann vor jeder Fahrt ein zusätzlicher Euro investiert werden, um die Selbstbeteiligung von 750 Euro auf 350 Euro herunterzuschrauben.

Carsharing Versicherungsbeispiel DriveNow

Versicherung für Carsharing DriveNow

Bild: DriveNow

DriveNow gehört zu den größten Carsharing-Anbietern Deutschlands und lag im Jahr 2015 mit 300.000 Kunden auf Platz eins des Rankings. Die BMWs und MINIs des Vermieters sind in vielen Metropolen zu finden, wie zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Stockholm und Kopenhagen und verfügen über moderne Sicherheitssysteme. Der Versicherungsschutz umfasst sowohl die bereits erwähnte Haftpflichtversicherung, als auch eine Kaskoversicherung für selbstverschuldete Unfälle. DriveNow bietet seinen Kunden die Möglichkeit, die Selbstbeteiligung zu reduzieren. Durch einen zusätzlichen Euro, der vor jeder Fahrt investiert wird, lässt sich der Betrag deutlich senken. Dem Anbieter zu Folge nutzen rund 20 Prozent der Kunden diese zusätzliche Option. Stellt ein Nutzer schon beim Einsteigen einen Schaden am Fahrzeug fest, so hat er die Möglichkeit direkt aus dem Auto heraus das Call-Center des Unternehmens zu kontaktieren und den Schaden zu melden. Um die Verbindung herzustellen reicht bereits ein Klick auf den Fahrzeugdisplay aus.

Alternativen durch unabhängige Dienstleister

Wer nach einer Alternative zu dem Versicherungsangebot der Carsharing-Anbieter sucht, wird zum Beispiel bei leihwagenversicherung.de fündig. Dank der sogenannten „Carshare Club Versicherung“, erhält der Versicherungsnehmer für knapp 65 Euro im Jahr einen Dauerschutz, ohne jegliche Selbsbeteiligung. Gegen einen Aufpreis kann der Schutz geografisch ausgeweitet werden und gilt dann europa- oder sogar weltweit.

Senkung des Unfallrisikos durch Einschränkungen des Anbieters

Viele Vermieter versuchen das Unfallrisiko zu senken, indem sie bestimmte Bedingungen festlegen, die die Mieter erfüllen müssen, um das Carsharing-Angebot in Anspruch nehmen zu können. Dazu gehören zum Beispiel ein bestimmtes Mindestalter, das der Kunde bereits erreicht haben muss und ein Mindestzeitraum, der seit dem Erwerb der Fahrerlaubnis verstrichen sein muss. Zumeist reichen die Vollendung des 18. Lebensjahres sowie ein Jahr Fahrpraxis jedoch aus.

Fahrzeugkontrolle vor dem Losfahren

Für Nutzer von Carsharing-Angeboten empfiehlt es sich in jedem Fall, das Auto vor dem Antritt der Fahrt auf Schäden zu kontrollieren und diese gegebenenfalls direkt beim Anbieter zu melden. So kann vermieden werden, dass man für Beulen oder andere Schäden zur Verantwortung gezogen wird, die man nicht selbst verursacht hat. Entsteht bei der eigenen Fahrt ein Schaden am Fahrzeug, versteht es sich von selbst, dass dieser ebenfalls gemeldet werden muss.

3 hilfreiche Tipps für alle Carsharing-Nutzer
Kalkulation: Lesen Sie sich die Vertragsbedingungen genau durch und kalkulieren Sie anschließend, ob es sich in Ihrem konkreten Fall lohnt die Selbstbeteiligung zu reduzieren.
Kontrolle: Bevor Sie in das gemietete Fahrzeug steigen, sollten Sie grundsätzlich einmal um das Auto herumgehen und dieses auf Beulen, Kratzer und andere offensichtliche Schäden überprüfen.
Melden: Wenn Sie einen Schaden am Auto entdecken, oder aber selbst eine Beschädigung des Fahrzeugs verursachen, sollten Sie sich umgehend bei dem entsprechenden Anbieter melden. Größere Carsharer sind zum Beispiel über eine spezielle Hotline erreichbar.

Fazit

Um sich als Carsharing-Nutzer umfassend abzusichern und hohe Selbstbeteiligungskosten zu vermeiden, sollten die Miet- und Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters gründlich gelesen werden. Anhand der Konditionen lassen sich verschiedene Anbieter vergleichen, wobei vor allem der Selbstbeteiligungsbetrag interessant ist. Ebenso sollte man sich über die Möglichkeiten zur Reduzierung des Betrags informieren, da sich auf diesem Weg häufig hohe Kosten vermeiden lassen. Die Optionen sind hierbei ebenso unterschiedlich wie die Beträge selbst.

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