Das erwartet Sie hier
Neun Spartipps für Fahranfänger — plus konkrete Kostenbeispiele, die rechtlichen Grundlagen zum begleiteten Fahren (BF17) und die Entscheidungshilfe: Zweitwagen bei den Eltern oder eigene Versicherung?
Inhalt dieser SeiteDas Wichtigste in Kürze
- Fahranfänger zahlen besonders viel für die Kfz-Haftpflichtversicherung.
- Das liegt an ihrem erhöhten Unfallrisiko — statistisch sind junge Fahrer unfallhäufiger.
- Es gibt jedoch Möglichkeiten, bei den Versicherungsbeiträgen zu sparen — insbesondere durch Familienlösungen.
- Auch die Wahl des Fahrzeugs und dessen Typklasse beeinflussen die Kosten.
- Ein Tarifvergleich zwischen Versicherern lohnt sich, da die Beiträge für Fahranfänger stark variieren.

Martin Hacker
Experte für Kfz
Zwischen 480 und 1.800 Euro – die Jahresbeiträge für Fahranfänger unterscheiden sich…
… in Deutschland bei sonst identischem Profil um bis zu 60 Prozent. Das liegt nicht am Zufall, sondern an drei Faktoren: der Schadenfreiheitsklasse, der Familienstruktur und der Typklasse des Fahrzeugs. Wer diese Faktoren nutzt, senkt seine Kosten um Hunderte Euro pro Jahr – schnell und ohne Komplikationen. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie für Ihren Fahranfänger das beste Preis-Leistungs-Verhältnis finden und Ihre Entscheidung datensicher treffen.
Fahranfänger zahlen mehr
Volle Beiträge wegen SF-Klasse 0
Fahranfänger bezahlen besonders viel für die Kfz-Haftpflichtversicherung – unabhängig davon, ob sie ein eigenes Auto haben oder sich eines mit ihren Eltern teilen. Denn Fahranfänger werden zunächst in die Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft. Das bedeutet, sie zahlen den vollen Beitragssatz. Eine Hochstufung in eine bessere Schadenfreiheitsklasse findet nur statt, wenn sie den Führerschein seit mehr als drei Jahren haben und in dieser Zeit schadenfrei unterwegs waren.
Höheres Risiko für junge Fahrer
Hinzu kommt: Junge Fahrer verursachen statistisch mehr Unfälle als der Durchschnitt (Quelle: GDV) und müssen daher schon wegen ihres Alters mit weiteren Alterszuschlägen rechnen. So ist es möglich, dass allein für eine Kfz-Haftpflichtversicherung ohne Kaskoschutz Kosten von 1.800 Euro pro Jahr anfallen – was für Menschen in Ausbildung eine erhebliche Belastung ist.
Schadenfreiheitsklasse M — die Strafklasse
Kommt in SF 0 ein Schaden hinzu, wird daraus die Klasse M (Malusklasse), die nochmals mit einem hohen Aufpreis einhergeht. In diese Klasse geraten auch erfahrenere Fahrer, die in kurzer Zeit mehrere Schäden melden. Gerade am Anfang lohnt es sich, kleinere Schäden selbst zu tragen, statt sie zu melden. Je nach persönlicher Situation lässt sich die Einstufung in SF 0 umgehen — dazu gleich mehr.
Kostenbeispiele aus der Praxis
Die folgenden Beispiele zeigen typische Jahresbeiträge für eine Kfz-Haftpflicht (ohne Kasko) in Deutschland. Die tatsächlichen Beiträge hängen von Postleitzahl, Versicherer, Fahrzeugtyp und Tarif ab — sie sollen als Orientierung dienen, nicht als Garantie.
Profil 1 — Lea, 17 Jahre, BF17 bei den Eltern
| Fahrzeug | VW Golf VI, Typklasse 17 |
| Wohnort | Mittlere Region (keine Großstadt) |
| Versicherungsweg | Als Zweitwagen auf den Vater angemeldet, mit Begleiterzusatz nach § 48a FeV |
| Einstufung | SF ½, ca. 120–140 % Beitragssatz |
| Jahresbeitrag | ca. 480–600 € |
Profil 2 — Marco, 19 Jahre, Student, Erstwagen
| Fahrzeug | Kleinwagen, Typklasse 14 |
| Wohnort | Großstadt |
| Versicherungsweg | Über Eltern als Zweitwagen, Student als Hauptfahrer |
| Einstufung | SF ½ |
| Jahresbeitrag | ca. 550–700 € |
Profil 3 — Anna, 18 Jahre, frisch Abi, eigene Police
| Fahrzeug | Gebrauchtwagen, Typklasse 16 |
| Wohnort | Ländliche Region |
| Versicherungsweg | Eigene Police, keine Familienlösung möglich |
| Einstufung | SF 0, voller Beitragssatz plus Alterszuschlag |
| Jahresbeitrag | ca. 1.100–1.500 € |
Profil 4 — Felix, 23 Jahre, Wiedereinsteiger nach 3 Jahren Pause
| Fahrzeug | Kompaktklasse, Typklasse 15 |
| Wohnort | Großstadt |
| Besonderheit | Führerschein 2021 gemacht, seitdem ohne eigenes Auto |
| Einstufung | Je nach Versicherer SF 0 bis SF ½ (manche erkennen Fahrpraxis im Ausland, Carsharing oder auf Familienautos an) |
| Jahresbeitrag | ca. 800–1.300 € |
Beiträge sparen mit Familienmitgliedern
Auto als Zweitwagen der Eltern versichern
Wer das Auto mit Hilfe der Eltern als Zweitwagen anmeldet, entgeht höheren Beiträgen. Hierzu muss das Auto des jungen Fahrers als Zweitwagen auf den Namen eines Elternteils angemeldet werden. Dadurch wird der Fahranfänger direkt der Schadenfreiheitsklasse ½ zugeordnet. Er hat dann mit einem Beitragssatz zwischen 120 und 140 Prozent zu rechnen (je nach Versicherer) – deutlich günstiger als Klasse 0. Im Schadensfall wird nur der Zweitwagen zurückgestuft; die Schadenfreiheitsklasse des Erstwagens der Eltern bleibt erhalten.
Wichtig: Die Vertragsbedingungen der Versicherer unterscheiden sich. Nicht alle akzeptieren diese Konstellation, und die Definitionen von „Zweitwagen“ variieren.
Expertentipp:
Wann der Zweitwagen-Trick kippt
Der Zweitwagen-Trick ist beliebt, aber drei Fälle führen zu bösen Überraschungen. Erstens: Die Hauptfahrer-Klausel. Wer im Versicherungsvertrag angibt, dass der Vater das Auto fährt, tatsächlich aber die Tochter es nutzt, begeht eine falsche Anzeige – im Schadensfall kann der Versicherer ablehnen. Zweitens: Getrennte Haushalte. Der Student fährt das Auto in einer anderen Stadt – viele Versicherer verlangen, dass Halter und Hauptfahrer im gleichen Haushalt wohnen und erkennen die Versicherung sonst nicht an. Drittens: Wirtschaftliches Eigentum. Wenn das Kind das Auto faktisch besitzt (Vater ist nur Halter, bezahlt aber nicht), kann die Versicherung hinfällig werden.
Familientarif beim selben Versicherer
Fahranfänger können auch bei Eigenanmeldung direkt in SF ½ starten, wenn das Fahrzeug beim selben Versicherer läuft wie das der Eltern. Viele Anbieter gewähren dann zusätzlich einen Familienrabatt. Zusammen mit dem Bonus für einen Zweitwagen der Eltern sparen Kunden hier in vielen Fällen 200 bis 400 Euro pro Jahr.
Schadenfreiheitsrabatte von Verwandten übernehmen
Wer als Fahranfänger das Auto seiner Eltern oder Großeltern regelmäßig gefahren ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen deren Rabatte in der Schadenfreiheitsklasse übernehmen. Allerdings können nicht alle Rabatte von Verwandten übernommen werden. Übertragen werden nur so viele schadenfreie Jahre, wie der Fahranfänger aufgrund seiner Führerscheinzeit selbst hätte erreichen können. Wenn der Fahranfänger drei Jahre im Besitz eines Führerscheins ist, kann er höchstens die Schadenfreiheitsklasse 3 vom Verwandten übernehmen – selbst wenn der Übertragende mit der Schadenfreiheitsklasse 25 versichert ist.
Verfahren zur Übertragung der Schadenfreiheitsrabatte
Damit der Fahranfänger die Rabatte erhält, muss der Verwandte seine Kfz-Haftpflichtversicherung informieren, dass er künftig auf den Schadenfreiheitsrabatt verzichtet. Im Gegenzug beantragt der Führerscheinneuling die Übernahme des Rabattes schriftlich. Er muss einen Nachweis erbringen, der die genaue Fahrtdauer mit dem Auto des Verwandten belegt. Ausschlaggebend ist letztlich die tatsächliche Dauer des Führerscheinbesitzes — sie bestimmt die spätere Einstufung.
Das sind die Voraussetzungen
Damit der Führerscheinneuling diese Möglichkeit nutzen kann, muss er nachweisen, dass er seit mindestens sechs Monaten im Besitz eines Führerscheins ist. Ist der Nachweis erbracht, wird er direkt in die Schadenfreiheitsklasse ½ eingestuft — statt drei Jahre warten zu müssen. Einige Versicherer setzen außerdem voraus, dass der Fahranfänger und der Verwandte in einer häuslichen Gemeinschaft leben. Andere verlangen einen bestimmten Verwandtschaftsgrad — etwa Eltern oder Großeltern — damit die Übertragung erlaubt wird.
Wann ist das sinnvoll?
Die Übertragung hat auch deutliche Nachteile. Stimmt der Rabatt-Inhaber der Übertragung zu, kann er diese in Zukunft nicht mehr selbst in Anspruch nehmen. Daher lohnt sich dieser Weg meist nur bei Großeltern und Engelkindern – einer Konstellation, in der der Übertragende die Rabatte selbst nicht mehr braucht. Wird das Auto später abgemeldet, bleiben die Schadenfreiheitsrabatte noch bis zu sieben Jahre erhalten.
Weitere Spartipps für Fahranfänger
Günstige Typklasse wählen
Die Höhe der Versicherungsbeiträge hängt nicht nur von der Dauer des Führerscheinbesitzes ab, sondern auch von der Typklasse des Fahrzeugs. Typklassen werden durch die Schadenbilanz bestimmt: Je häufiger ein Fahrzeugtyp in Unfälle verwickelt war oder gestohlen wurde, desto höher die Typklasse und der Beitrag. Mit dem passenden Auto sparen Sie erheblich – manchmal 500 bis 1.000 Euro pro Jahr.
Expertentipp:
Vollkasko ja oder nein für den ersten Wagen?
„Faustformel: Liegt der Zeitwert des Fahrzeugs unter 5.000 Euro, wird Vollkasko unwirtschaftlich – Teilkasko reicht aus. Der Grund: Der Jährliche Kaskoaufpreis (Vollkasko minus Teilkasko) liegt dann oft bei 300 bis 500 Euro. Im Schadensfall zahlt der Versicherer nur den Zeitwert minus Selbstbeteiligung. Bei einem 4.000-Euro-Wagen amortisiert sich Vollkasko frühestens nach acht Jahren. Ausnahme: Der Wagen ist finanziert. Die Bank verlangt vertraglich Vollkasko – dann ist sie nicht optional, sondern Bedingung des Kreditvertrags.“
Teilnahme an Fahrsicherheitstrainings
Können Fahranfänger die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining dokumentieren, belohnen viele Versicherer sie mit günstigeren Tarifen. Ein Training kostet 100 bis 200 Euro — die Ersparnis durch reduzierte Beiträge gleicht das oft schon im ersten Jahr aus.
Schadenfreiheitsrabatt von einem anderen Fahrzeug mitnehmen
Schadenfreiheitsrabatte können auch zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen übertragen werden. Wenn Sie vor dem Autokauf ein Motorrad oder einen Motorroller (ab 50 Kubikzentimeter) hatten und damit schadenfrei unterwegs waren, können Sie die Schadenfreiheitsklasse auf Ihr Auto übertragen. Das kann für Fahranfänger eine spürbare Ersparnis bedeuten.
Durch Carsharing Fahrerfahrung sammeln
Wer zunächst kein eigenes Auto hat, aber ausreichend unfallfreie Tage und Kilometer in Carsharing-Autos gesammelt hat, kann sich bei einzelnen Versicherern schadenfreie Jahre gutschreiben lassen. Dafür muss dem Versicherer eine schriftliche Bestätigung des Carsharing-Anbieters vorgelegt werden. Das ist eine interessante Option für Fahranfänger, die zunächst Sicherheit sammeln, bevor sie ein Auto kaufen.
Carsharing- und Mietwagenversicherung
Telematik-Tarife — sparen mit Datenfreigabe
In einem Telematik-Tarif können Sie mit einer sicheren Fahrweise die Kosten des Tarifs senken und so die Nachteile als junger Fahrer teilweise ausgleichen. Dafür muss die Bereitschaft bestehen, Daten zum Fahrverhalten mit der Versicherung zu teilen – dies geschieht per App oder über ein Zusatzgerät im Auto, das Sensordaten auswertet. Defensive Fahrer profitieren hier oft am meisten.
Expertentipp:
Lohnt sich Telematik für Fahranfänger wirklich?
„Telematik funktioniert bei Fahranfängern, aber nicht für alle. Versicherer gewähren Rabatte von zehn bis 20 Prozent, manche auch bis 30 Prozent für defensives Fahrverhalten – das sind realistisch 150 bis 400 Euro Ersparnis pro Jahr. Jedoch: Die App oder das Zusatzgerät erfasst Standort, Fahrzeit, Bremsverhalten und Geschwindigkeit. Wer damit leben kann, dass die Versicherung sein Bewegungsmuster kennt, und wer tatsächlich defensiv fährt, gewinnt. Fahranfänger, denen Datenschutz wichtig ist oder die nachts unterwegs sind, sparen damit weniger – dann ist eine niedrige Typklasse wirtschaftlicher.“
Führerschein mit 17 und begleitetes Fahren
Wer den Führerschein schon mit 17 Jahren erwirbt und begleitet Auto fährt, erhält bei vielen Versicherern günstigeren Versicherungsschutz. Beim begleiteten Fahren sind Unfälle dank Begleitung durch die Eltern oder einen erfahrenen Fahrer seltener — viele Versicherer honorieren das mit niedrigeren Beiträgen. Nach dem 18. Geburtstag wirkt sich das zusätzliche Jahr Fahrpraxis positiv aus.
Wiedereinsteiger nach längerer Fahrpause
Nicht jeder Fahranfänger ist 17 oder 18. Auch Wiedereinsteiger — Menschen, die den Führerschein vor einigen Jahren gemacht haben, aber längere Zeit kein eigenes Auto versichert hatten — werden von vielen Versicherern wie Anfänger eingestuft. Wer zum Beispiel mit 20 den Führerschein machte, danach in einer Großstadt ohne eigenes Auto lebte und mit 25 ein Auto kauft, startet meist in Schadenfreiheitsklasse 0.
Das sind Ihre Optionen als Wiedereinsteiger
- Carsharing-Nachweis einreichen: Einzelne Versicherer erkennen in dieser Zeit gesammelte unfallfreie Carsharing-Kilometer an.
- Fahrpraxis im Ausland: Wer in der Pause im Ausland gefahren ist (zum Beispiel als Student im Erasmus-Land), kann manchmal eine Bestätigung des dortigen Versicherers vorlegen.
- Auffrischungskurs: Einige Fahrschulen bieten gezielte Trainings für Wiedereinsteiger an — diese werden von Versicherern teils honoriert.
- Zweitwagen bei Eltern/Partner: Wenn möglich, als Zweitwagen beim Partner oder einem Elternteil mit langem SF-Verlauf einsteigen.
- Gute Typklasse wählen: Gerade für Wiedereinsteiger lohnt sich die Wahl eines unauffälligen Fahrzeugs umso mehr.
So funktioniert der Führerschein mit 17
Ausbildung und Prüfung sind gleich
Die Führerscheinausbildung können Anwärter bereits sechs Monate vor ihrem 17. Geburtstag beginnen. Dieses Eintrittsalter ermöglicht es ihnen auch, ihre Fahrkünste auf Verkehrsübungsplätzen zu üben. Jüngere Fahrschüler absolvieren die gleiche Ausbildung und Prüfung wie jeder andere Fahrschüler auch – zunächst einen theoretischen Teil, dann einen praktischen mit festgeschriebenen Pflichtstunden.
Wann darf die Prüfung frühestens abgelegt werden?
Die theoretische Prüfung darf frühestens drei Monate vor dem 17. Geburtstag abgelegt werden. Die praktische Prüfung folgt frühestens einen Monat vor dem 17. Geburtstag. Wird sie erfolgreich absolviert, erhält der Fahrschüler die besondere Fahrerlaubnis zum begleiteten Fahren.
Regelungen für begleitetes Fahren
Die besondere Fahrerlaubnis ermöglicht Fahranfängern unter 18, in Begleitung einer eingetragenen Person Auto zu fahren. Die eingetragene Person muss folgende Voraussetzungen erfüllen (Quelle: FeV § 48a):
- Mindestens 30 Jahre alt
- Führerschein seit mindestens fünf Jahren
- Nicht mehr als einen Punkt im Fahreignungsregister (Flensburg)
Zudem ist das begleitete Fahren im Regelfall auf das deutsche Inland beschränkt. In den meisten anderen europäischen Ländern ist das deutsche BF17-Modell nicht anerkannt — auch Österreich hat ein eigenes Modell (L17), dessen Bedingungen sich von den deutschen unterscheiden.
Bei Missachtung der Regeln droht Führerscheinentzug
Wer sich nicht an die Regeln des begleiteten Fahrens hält und ohne eingetragenen Begleiter erwischt wird, dem wird die Fahrerlaubnis bis zum 18. Geburtstag entzogen. Zusätzlich droht ein Bußgeld von mindestens 100 Euro plus ein Punkt im Fahreignungsregister. Die Neuerteilung der Fahrerlaubnis erfolgt erst nach der Teilnahme an einem Aufbauseminar — und die reguläre Probezeit von zwei Jahren verlängert sich um weitere zwei Jahre auf insgesamt vier Jahre (Quelle: StVG § 2a).
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Häufig gestellte Fragen
Warum zahlen Fahranfänger in der Kfz-Haftpflichtversicherung deutlich höhere Beiträge?
Fahranfänger werden in Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft und zahlen den vollen Beitragssatz, weil keine schadenfreien Jahre vorhanden sind. Zusätzlich gilt für junge Fahrer ein statistisch erhöhtes Unfallrisiko, was zu Alterszuschlägen führt. So entstehen Jahresbeiträge im vierstelligen Bereich. Mit zunehmender Fahrpraxis sinken die Beiträge Schritt für Schritt.
Was bedeuten die Schadenfreiheitsklassen 0 und M für Fahranfänger konkret?
In Schadenfreiheitsklasse 0 zahlen Fahranfänger den vollen Beitragssatz. Bei einem Unfall in dieser Phase kann der Vertrag in die Klasse M (Malusklasse) zurückgestuft werden — mit nochmals erhöhtem Beitrag. In die Klasse M geraten auch Versicherte mit besserer SF-Klasse, wenn sie mehrere Schäden in kurzer Zeit melden. Gerade am Anfang lohnt es sich, kleinere Schäden selbst zu bezahlen.
Wie können Fahranfänger durch eine Zweitwagenregelung über die Eltern Beiträge sparen?
Wird das Auto als Zweitwagen auf ein Elternteil zugelassen, startet der Vertrag oft direkt in Schadenfreiheitsklasse ½ mit Beitragssätzen um 120 bis 140 Prozent. Das ist deutlich günstiger als SF 0. Im Schadensfall wird nur der Zweitwagen zurückgestuft, der Erstwagen bleibt unberührt. Wichtig: Die Bedingungen des Versicherers zur Zweitwagenregelung unterscheiden sich — vor Abschluss prüfen.
Können Fahranfänger die Schadenfreiheitsrabatte von Eltern oder Großeltern übernehmen?
Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich Schadenfreiheitsrabatte innerhalb der Familie übertragen. Übertragen werden nur so viele schadenfreie Jahre, wie der Fahranfänger aufgrund seiner Führerscheinzeit selbst hätte erreichen können — maximal SF 3 bei drei Jahren Führerscheinbesitz. Der Übertragende kann den Rabatt danach nicht mehr selbst nutzen. Deshalb ist diese Lösung meist nur bei Großeltern sinnvoll, die ihr Fahrzeug künftig nicht mehr brauchen.
Welche weiteren Möglichkeiten haben Fahranfänger, ihre Kfz-Versicherungsbeiträge zu senken?
Neben Familienlösungen sparen Fahranfänger durch die Wahl eines Fahrzeugs mit niedriger Typklasse. Viele Versicherer honorieren außerdem Fahrsicherheitstrainings oder Telematik-Tarife mit vorsichtigem Fahrverhalten. Auch Carsharing-Praxis wird von einzelnen Versicherern als schadenfreie Jahre anerkannt. Ein gründlicher Tarifvergleich lohnt sich — die Beiträge für junge Fahrer variieren stark zwischen den Versicherern.
Wie wirkt sich die Typklasse des Fahrzeugs auf die Beiträge für Fahranfänger aus?
Die Typklasse zeigt, wie häufig ein Fahrzeugmodell in Unfälle verwickelt oder gestohlen wurde. Je höher die Schadenhäufigkeit, desto höher die Typklasse und der Beitrag. Für Fahranfänger kann ein günstig gekaufter, aber hoch eingestufter Wagen die Versicherung deutlich verteuern. Vor dem Autokauf die Typklasse prüfen und Modelle mit niedriger Einstufung bevorzugen.
Wie funktionieren Telematik-Tarife für junge Fahrer und welche Vor- und Nachteile haben sie?
Bei Telematik-Tarifen wird das Fahrverhalten per App oder Zusatzgerät erfasst. Wer defensiv fährt, nicht stark bremst und Nachtfahrten meidet, bekommt Rabatte auf den Beitrag. Im Gegenzug muss der Versicherte Daten zu Geschwindigkeit, Bremsverhalten und Fahrzeiten teilen. Vor Abschluss sorgfältig abwägen: Wie wichtig ist Datenschutz im Verhältnis zur möglichen Ersparnis?
Bringt der Führerschein mit 17 (begleitetes Fahren) Vorteile bei der Kfz-Versicherung?
Wer den Führerschein mit 17 erwirbt und bis zum 18. Geburtstag begleitet fährt, sammelt früh zusätzliche Fahrpraxis. Statistisch verursachen diese Fahrer weniger Unfälle, was viele Versicherer mit günstigeren Einstufungen honorieren. Nach dem 18. Geburtstag kann sich das positiv auf die Beiträge auswirken. Die genauen Vorteile hängen vom Versicherer ab — vor Vertragsabschluss erfragen.
Was passiert, wenn beim begleiteten Fahren die gesetzlichen Regeln nicht eingehalten werden?
Wer ohne eingetragene Begleitperson fährt, dem wird die Fahrerlaubnis bis zum 18. Geburtstag entzogen, es fällt ein Bußgeld an und es kann ein Punkt in Flensburg eingetragen werden. Meist ist ein Aufbauseminar nötig, und die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre. Das kann sich auch negativ auf den Versicherungsschutz und zukünftige Beiträge auswirken.
Können Schadenfreiheitsrabatte von Motorrad oder Roller auf ein Auto übertragen werden?
Ja, in vielen Fällen lassen sich schadenfreie Jahre von einem Motorrad oder Motorroller über 50 Kubikzentimeter auf einen Pkw übertragen. Voraussetzung: Der bisherige Vertrag wird aufgelöst oder der Rabatt bewusst umgeschichtet. Die Versicherung stuft den Pkw entsprechend der SF-Klasse des Zweirads ein. Die genauen Regeln unterscheiden sich je nach Versicherer — vorab klären.
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