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KFZ-Versicherung: So sparen Fahranfänger

Jung und meist nicht sehr vermögend, müssen Führerschein-Neulinge horrende Beiträge für ihren Schutz in der KFZ-Versicherung aufbringen. Wegen ihrer Unerfahrenheit und statistisch höheren Unfallwahrscheinlichkeit berücksichtigen die Versicherer einen Risikoaufschlag in ihren Berechnungen der zu zahlenden Versicherungsbeiträge. In dem Zusammenhang kann es schnell passieren, dass sich die jährlichen Ausgaben für die KFZ-Versicherung auf einen Wert von über 5.000 Euro belaufen. Jedoch gibt es Möglichkeiten sich dieser hohen Prämienzahlungen zu entledigen.

Möglichkeit durch Übernahme von Schadenfreiheitsrabatten

Einer dieser Möglichkeiten bietet sich durch die Übernahme von Schadenfreiheitsrabatten eines Verwandten. Wer als Fahranfänger das Auto seiner Eltern oder Großeltern regelmäßig gefahren hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen dessen Rabatte in der Schadensfreiheitsklasse übernehmen. Jedoch können nicht alle Rabatte vom Verwandten übernommen werden. Vor diesem Hintergrund kann nur die Anzahl von Rabattpunkten übertragen werden, die der Übernehmende auch selbst hätte erreichen können. Sofern der Fahranfänger lediglich drei Jahre im Besitz eines Führerscheins ist, kann er höchstens die Schadenfreiheitsklasse 3 vom Verwandten übernehmen – selbst wenn der Übertragende mit der Schadenfreiheitsklasse 25 versichert ist.

Fahranfänger muss mindestens sechs Monate im Besitz eines Führerscheins sein

Damit der Führerschein-Neuling von dieser Möglichkeit Gebrauch machen kann, muss er nachweisen, mindestens sechs Monate im Besitz eines Führerscheins zu sein. Ist der Nachweis erbracht, wird er unmittelbar in die Schadenfreiheitsklasse ½ eingestuft. Im umgekehrten Fall hätte der Fahranfänger drei Jahre warten müssen, bis er der Schadenfreiheitsklasse ½ angehört.

Verfahren zur Übertragung der Schadenfreiheitsrabatte

Damit dem Fahranfänger die Schadenfreiheitsrabatte übertragen werden, muss der Verwandte seine KFZ-Versicherung darüber in Kenntnis setzen, dass er in Zukunft auf den Schadenfreiheitsrabatt des genutzten Autos verzichtet. Im Gegenzug muss der Führerschein-Neuling die Übernahme des Rabatts beantragen. Hierbei muss er einen Nachweis erbringen, der die genaue Fahrtdauer mit dem Auto des Verwandten reflektiert. Wobei sich die Versicherer letztlich nur für die eigentliche Dauer des Führerscheinbesitzes interessieren. Die angegebene Fahrtdauer im Antrag bildet den Ausgangspunkt dafür, in welche Schadenfreiheitsklasse der Fahranfänger letzten Endes eingestuft wird.

Nur bei Großeltern und Enkelkindern sinnvoll

Die Übertragung der Schadenfreiheitsrabatte offenbart aber auch einige Nachteile. Stimmt der Anspruchsberechtigte einer Übertragung seiner Schadenfreiheitsrabatte zu, kann er diese in Zukunft nicht mehr selbst in Anspruch nehmen. Daher eignet sich diese Form des Sparens hauptsächlich bei Großeltern und ihren Enkelkindern. Schließlich sind Großeltern mit dem Merkmal gekennzeichnet, dass sie ein fahrbares Gefährt besitzen, es aber nicht mehr fahren können. Melden sie das Auto ab, bleiben die Schadenfreiheitsrabatte bis zu sieben Jahre danach noch erhalten. Nichtsdestotrotz sollte man sich vor der Übertragung von der Versicherung bezüglich der Regeln zur Rabattübertragung aufklären lassen. Denn einige Versicherungen setzen das Leben (zur Lebensversicherung) in einer häuslichen Gemeinschaft voraus. Wiederum andere bieten diese Sonderform nicht an oder nur bis zu einem bestimmten Verwandtschaftsgrad.

Weitere Möglichkeiten zur Einsparung von Versicherungsbeiträgen

Neben der Übernahme von Schadenfreiheitsrabatten gibt es auch weitere Möglichkeiten, in den Besitz einer günstigen KFZ-Police zu gelangen:

Beiträge senken mit der Zweitwagenregelung

Wer die Anmeldung des Fahrzeugs mithilfe der Eltern bewerkstelligt, kann höheren Versicherungsbeiträgen entgehen. Hierzu muss das Auto des Führerschein-Neulings, als Zweitwagen auf den Namen eines Elternteils angemeldet werden. Bei dieser Herangehensweise wird der Fahranfänger unmittelbar der Schadenfreiheitsklasse ½ zugeordnet. In dem Fall hat er mit einem Prozentsatz zwischen 120 und 140 zu rechnen.

Kosten einsparen mit der Eltern-Kind-Regelung

Nichtsdestotrotz können Fahranfänger auch bei Eigenanmeldung in die Schadenfreiheitsklasse ½ hochgestuft werden. Sie müssen nur darauf achten, dass das Fahrzeug bei demselben Versicherer versichert wird, wie das der Eltern.

Teilnahme an Fahrsicherheitstrainings

Können Fahranfänger die Teilnahme eines Fahrsicherheitstrainings dokumentieren, werden sie von einigen Versicherungen mit günstigen Tarifen belohnt.

Fahrzeuge niedriger Typklasse bevorzugen

Die Höhe der Versicherungsbeiträge wird nicht nur von der Dauer des Führerscheinbesitzes beeinflusst, sondern auch von der Typklasse des Fahrzeugs. Je häufiger dieser Fahrzeugtyp in Unfälle verwickelt war bzw. geklaut wurde, desto höher ist die Typklasse und der im Anschluss zu zahlende Versicherungsbeitrag.

Besonderheit: Führerschein mit 17

Die Führerscheinausbildung können Anwärter bereits sechs Monate vor ihrem 17. Geburtstag beginnen. Dieses Eintrittsalter ermöglicht ihnen auch, ihr Fahrkünste auf Verkehrsübungsplätzen unter Beweis zu stellen. Wird der Führerschein bereits mit 17 Jahren in Angriff genommen, durchläuft der Teenager, dieselbe Ausbildung und Prüfung, die auch jeden älteren Fahrschüler erwarten würde. Grundsätzlich besteht sie aus einem theoretischen und praktischen Teil, der die Ableistung festgeschriebener Pflichtstunden vorsieht.

Zulassung zur Prüfung zu bestimmten Zeitpunkten

Bei dieser Form der Führerscheinausbildung kann die theoretische Prüfung, drei Monate vor Vollendung des 16. Lebensjahres absolviert werden. Im Gegensatz dazu muss der Fahrschüler bis zu einem Monat vor seinem 17. Geburtstag warten, damit er die praktische Prüfung ablegen darf.

Aushändigung einer besonderen Fahrerlaubnis

Hat der Anwärter die Prüfungen erfolgreich bestanden, wird ihm eine besondere Fahrerlaubnis ausgehändigt. Diese ermächtigt ihn in Begleitung der eingetragenen Personen Auto zu fahren. Damit der Teenager begleitend fahren darf, muss die eingetragene Person folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • mindestens 30 Jahre alt sein
  • Führerschein seit fünf Jahren besitzen
  • nicht mehr als drei Punkte in Flensburg
Bei Missachtung der Regeln droht Führerscheinentzug

Hält sich ein Führerschein-Neuling nicht an die Regelungen des begleitenden Fahren und wird beim Fahren ohne eingetragenen Begleiter erwischt, wird er mit einem Bußgeld von 50 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft. Im schlimmsten Fall wird ihm die Fahrerlaubnis entzogen, sodass er zunächst zum Besuch eines Aufbauseminars verpflichtet wird, bis ihm der Führerschein neu ausgestellt wird. Des Weiteren beschränkt sich das erlaubte Fortbewegen eines Fahrzeugs lediglich aufs Inland. Somit dürfen 17-Jährige im Ausland (zur Auslandskrankenversicherung) nicht ans Steuer gelassen. Einzige Ausnahme bildet Österreich. Dort gelten dieselben Bestimmungen wie in Deutschland.

Fazit

Unabhängig davon, welche Möglichkeit sich der Fahranfänger zunutze macht, kann er als Neuling niedrige Versicherungsbeiträge und eine Hochstufung in der KFZ-Versicherung erzielen. Er muss lediglich mit seinen Eltern bzw. Verwandten Übereinkünfte, wie etwa Übrtragung von Rabatten oder begleitendes Fahren oder aber ein sichereres Fahrverhalten mit absolvierten Sicherheitstrainings vorweisen.

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