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Wie ein Kontokorrentkredit auf dem Geschäftskonto funktioniert, was er kostet und wann ein Darlehen mit fester Laufzeit besser passt.
Inhalt dieser Seite- Was ist ein Kontokorrentkredit?
- Wie funktioniert ein Kontokorrentkredit im Detail?
- Was kostet ein Kontokorrentkredit?
- Was gilt bei der privaten Überziehung, dem Dispo?
- Wie beantragen und nutzen Sie einen Kontokorrentkredit richtig?
- Welche Fehler sollten Sie beim Kontokorrentkredit vermeiden?
- Häufige Fragen (FAQ)
Das Wichtigste in Kürze
- Kredit in laufender Rechnung: Die Bank räumt auf dem Geschäftskonto einen Rahmen ein, den Sie immer wieder nutzen; Ihre Einnahmen tilgen ihn automatisch.
- Kosten 2026: Kapitalgesellschaften zahlten im August 2026 im Schnitt 5,08 % effektiv, private Haushalte einschließlich Einzelkaufleuten 9,39 % (Bundesbank).
- Zinsen nur für die Nutzung: Betrag × Zinssatz × Tage : (365 × 100); 6.000 € für zehn Tage kosten bei 9,39 % rund 15,44 €.
- Keine Dauerlösung: Für dauerhaften Bedarf passt ein Kredit mit fester Laufzeit besser; privat ist ein Ratenkredit meist günstiger als der Dispo.
Was ist ein Kontokorrentkredit?
Ein Kontokorrentkredit ist ein Kredit in laufender Rechnung: Die Bank räumt Ihnen auf dem Geschäftskonto einen Kreditrahmen ein, den Sie bis zur Grenze nutzen, zurückzahlen und erneut nutzen. Zurückgezahlt wird mit den Einnahmen, die auf das Konto eingehen. Für Privatpersonen heißt dasselbe Prinzip Dispositionskredit, kurz Dispo.
Was ist der Unterschied zu einem normalen Darlehen?
| Merkmal | Kontokorrentkredit | Darlehen mit fester Laufzeit |
|---|---|---|
| Auszahlung | Beliebig oft bis zum Rahmen | Einmal in voller Höhe |
| Rückzahlung | Laufend durch Geldeingänge, keine feste Rate | Feste Raten über eine feste Laufzeit |
| Zinsen | Variabel, nur auf den genutzten Betrag | Auf den ganzen Betrag, oft fest vereinbart |
| Zinsniveau August 2026 | 5,08 % Kapitalgesellschaften, 9,39 % private Haushalte und Einzelkaufleute | 4,28 bis 5,94 % Firmenkredite bis 1 Million €, 7,53 % Konsumentenkredite (Zinsbindung ein bis fünf Jahre) |
| Konto | Geschäfts- oder Girokonto | Gesondertes Kreditkonto |
Der Begriff kommt aus dem Handelsrecht. Beim Kontokorrent werden die gegenseitigen Ansprüche zwischen Bank und Kunde in regelmäßigen Abständen verrechnet, im Zweifel einmal im Jahr (Quelle: § 355 HGB). Weitere Namen für den Kontokorrentkredit sind Betriebsmittelkredit, Überziehungskredit oder Kreditlinie.
Kontokorrent- oder Dispositionskredit?
Beide funktionieren gleich, der Unterschied liegt in der Zielgruppe. Den Kontokorrentkredit nutzen Unternehmen, Selbständige und Freiberufler, um Löhne, Miete und Rechnungen zu zahlen, bevor das Geld der Kunden eingeht. Der Dispo deckt bei Privatpersonen Ausgaben, bevor Gehalt oder Rente auf dem Girokonto eingehen.
Rechtlich ist der Unterschied groß. Der Dispo ist ein Verbraucherkredit mit Schutzregeln, zum Beispiel einer Beratungspflicht der Bank bei dauerhafter Nutzung (Quelle: § 504a BGB). Für Geschäftskunden gelten diese Regeln nicht. Was beim Dispo gilt und wie Sie ihn ablösen, steht im Kapitel zur privaten Überziehung und auf unserer Seite zum Dispo.
Wie funktioniert ein Kontokorrentkredit im Detail?
Rahmen, Zinssatz und Laufzeit stehen im Vertrag mit Ihrer Bank. Für Geschäftskunden gelten die Schutzregeln für Verbraucher nicht, mit einer Ausnahme für Gründer. Umso wichtiger ist, dass Sie Zinssatz, Kündigungsregeln und Kosten kennen, bevor Sie den Rahmen nutzen.
Wie hoch ist ein Kontokorrentkredit?
Die Höhe des Rahmens legt die Bank fest, abhängig von Ihrer Bonität und den regelmäßigen Geldeingängen auf dem Konto. Für Unternehmen will sie dafür in der Regel Jahresabschluss, aktuelle Umsatzzahlen und Steuerbescheide sehen. Sicherheiten wie Forderungen oder Vermögenswerte können den Rahmen erhöhen. Den Bedarf ermitteln Sie selbst aus Ihrer Liquiditätsplanung: Wie groß ist die Lücke zwischen Ausgaben und Einnahmen im schwächsten Monat?
Laufzeit und Ausgleich des Kontos
Ein Kontokorrentkredit läuft meist unbefristet, solange das Konto besteht. Die Bank kann aber vereinbaren, dass Sie den Rahmen regelmäßig ausgleichen, und sie prüft ihn in Abständen neu. Ein Konto, das dauerhaft im Minus steht, sieht die Bank als Warnzeichen. Dann ist der Rahmen nicht mehr Überbrückung, sondern Finanzierung, und dafür gibt es passendere Kredite.
Vertrag statt Verbraucherschutz
Für Kredite an Unternehmen gelten die Regeln für Verbraucherdarlehen nicht, auch nicht die Pflicht, einen effektiven Jahreszins anzugeben (Quelle: § 16 PAngV). Kündigungsfristen, Zinsanpassung und Entgelte ergeben sich deshalb aus Ihrem Kreditvertrag und den Geschäftsbedingungen der Bank. Lesen Sie beides, bevor Sie den Rahmen fest einplanen.
Ausnahme sind Gründer: Nehmen Sie als natürliche Person einen Kredit für die Aufnahme einer gewerblichen oder selbständigen Tätigkeit auf, gelten die Verbraucherkreditregeln bis zu einem Betrag von 75.000 Euro (Quelle: § 513 BGB). Welche Förderkredite es zum Start gibt, lesen Sie beim Kredit für Existenzgründer.
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Was kostet ein Kontokorrentkredit?
Im Schnitt zahlten Kapitalgesellschaften im August 2026 5,08 Prozent effektiv für Kontokorrent- und Überziehungskredite (Quelle: Deutsche Bundesbank). Bei privaten Haushalten, zu denen die Statistik auch den Kontokorrent von Einzelkaufleuten zählt, waren es vorläufig 9,39 Prozent, jeweils ohne sonstige Kosten. Zinsen fallen nur auf den genutzten Betrag und nur für die Tage der Nutzung an.
Kontokorrentkredit: Kosten im Überblick
Die wichtigste Kostenart ist der Sollzins auf den genutzten Betrag. Nutzen Sie mehr als den vereinbarten Rahmen, verlangt die Bank für den Teil darüber meist einen höheren Zins. Dazu kommen je nach Bank Entgelte für die Kontoführung oder für die Bereitstellung des Rahmens. Fragen Sie nach allen Positionen, denn einen effektiven Jahreszins muss die Bank Geschäftskunden nicht nennen.
Eine eigene amtliche Zinsreihe für Selbständige gibt es nicht. Die 9,39 Prozent stammen aus der Reihe für private Haushalte, die neben dem Kontokorrent von Einzelkaufleuten auch Dispo, geduldete Überziehung und Kreditkartenkredite enthält (Quelle: Deutsche Bundesbank). Ihr eigener Zins steht in Ihrem Kontovertrag oder Preisaushang.
Formel zur Berechnung der Zinsen eines Kontokorrentkredits
Die Zinsen für einen Kontokorrentkredit berechnen Sie tageweise mit dieser Formel: (Kreditbetrag × Zinssatz × Tage) : (365 × 100) = Zinsbetrag. Den Zinssatz setzen Sie in Prozent ein. Die genaue Zinsmethode steht in Ihrem Vertrag. Zinsen für mehrere Zeiträume mit unterschiedlichem Saldo rechnen Sie einzeln und zählen sie zusammen.
Rechenbeispiel: Zinsen für 6.000 Euro im Kontokorrent
Unternehmen nutzt 6.000 Euro des Rahmens bis zum Eingang einer Kundenzahlung, ohne Entgelte, kein Angebot einer Bank
| Dauer | 5,08 % (Durchschnitt Kapitalgesellschaften) | 9,39 % (Durchschnitt private Haushalte) |
|---|---|---|
| 10 Tage | 8,35 € | 15,44 € |
| 30 Tage | 25,05 € | 46,31 € |
Die Zinsen laufen tageweise: Bleibt der Betrag 30 statt zehn Tage stehen, zahlen Sie dreimal so viel.
Warum sind Kontokorrentkredite teurer?
Beim Kontokorrentkredit ist das Geld jederzeit abrufbar. Die Bank muss es bereithalten, ohne zu wissen, wann und wie viel Sie nutzen, und kann ihre eigene Finanzierung schlechter planen als bei einem Darlehen mit festen Raten. Diesen Aufwand und das Risiko lässt sie sich über einen höheren Zins bezahlen, vor allem bei kleinen Unternehmen und Privatpersonen.
Ganz so einfach ist es aber nicht. Bei Kapitalgesellschaften lag der Kontokorrentzins im August 2026 mit 5,08 Prozent im Bereich der Firmenkredite bis eine Million Euro, die je nach Zinsbindung 4,28 bis 5,94 Prozent kosteten. Bei privaten Haushalten war der Abstand deutlich: 9,39 Prozent für Überziehungskredite gegen 7,53 Prozent für Konsumentenkredite mit einem bis fünf Jahren Zinsbindung, beides ohne Nebenkosten.
- Kreditkarte, Teilzahlung17,52 %
- Überziehung, private Haushalte9,39 %
- Konsumentenkredit, Zinsbindung über 1 bis 5 Jahre7,53 %
- Kontokorrent, Kapitalgesellschaften5,08 %
Wovon hängen die Zinsen ab?
Der Zinssatz ist variabel und hängt von Ihrer Bank, Ihrer Bonität und der Marktlage ab. Ändert die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen, passen viele Banken ihre Sätze zeitversetzt an. Die EZB hat die Leitzinsen zum 16.09.2026 um 0,25 Prozentpunkte angehoben, der Einlagesatz lag am 20.10.2026 bei 2,50 Prozent (Quelle: EZB).
Was gilt bei der privaten Überziehung, dem Dispo?
Für Privatpersonen ist der Kontokorrentkredit der Dispo, und der ist ein Verbraucherkredit mit eigenen Schutzregeln (Quelle: § 504 BGB). Er ist teuer: Laut Finanztest kostete der Dispo im Schnitt 10,99 Prozent, bei einzelnen Banken bis 15,39 Prozent (Stichtag 18.05.2026). Als Dauerlösung taugt er nicht.
Beratungspflicht der Bank
Nutzen Sie den Dispo sechs Monate ununterbrochen und im Schnitt mit mehr als 75 Prozent des Rahmens, muss Ihre Bank Ihnen eine Beratung über günstigere Alternativen anbieten. Überziehen Sie erheblich und länger als einen Monat, muss die Bank Sie unverzüglich informieren. Dauert die Überziehung drei Monate ununterbrochen und beträgt sie im Schnitt mehr als die Hälfte Ihres monatlichen Geldeingangs, gilt die Beratungspflicht entsprechend. Eine Vorfälligkeitsentschädigung darf sie beim Dispo nicht verlangen.
Dispo mit einem Ratenkredit ablösen
Wer dauerhaft im Minus ist, zahlt mit einem Ratenkredit meist weniger. Im Rechenbeispiel kosten 3.000 Euro, die zwölf Monate im Dispo bleiben, beim Finanztest-Durchschnitt rund 330 Euro Zinsen. Ein Ratenkredit über 3.000 Euro und zwölf Monate mit 9,0 Prozent effektiv kostet bei 261,87 Euro Rate rund 142 Euro, weil er laufend getilgt wird.
Lösen Sie den Dispo ab, nutzen Sie ihn danach nicht wieder, sonst zahlen Sie zwei Kredite. Wie Sie dabei vorgehen, erklärt unsere Seite zum Dispo ablösen, mehrere Kredite fassen Sie mit einer Umschuldung zusammen. Mehrere Angebote vergleichen Sie über unseren Partner Smava, einen Kreditvermittler mit über 20 Partnerbanken; laut Smava ist die erste Anfrage schufaneutral.
Das ist neu in 2026
Am 20.11.2026 tritt das neue Verbraucherkreditrecht in Kraft. Kündigt oder kürzt die Bank Ihren Dispo, muss sie Sie dann mindestens 30 Tage vorher informieren und vor einer Zwangsvollstreckung anbieten, den Betrag in zwölf gleichen Monatsraten zum Dispozins ohne Zusatzkosten zurückzuzahlen. Bis 19.11.2026 konnte die Bank einen Dispo kündigen, wenn das so vereinbart war. Über den Dispo muss sie Sie mindestens monatlich informieren. Diese Regeln gelten auch für Dispos, die schon vor dem 20.11.2026 bestehen.
Wie beantragen und nutzen Sie einen Kontokorrentkredit richtig?
In vier Schritten: Bedarf aus der Liquiditätsplanung ermitteln, Unterlagen zusammenstellen, Konditionen vergleichen und den Rahmen regelmäßig ausgleichen. Den Kontokorrentkredit beantragen Sie bei der Bank, die Ihr Geschäftskonto führt, oft schon bei der Kontoeröffnung. Bei einigen Banken können Sie den Rahmen online erhöhen.
1. Bedarf ermitteln
Planen Sie Einnahmen und Ausgaben für zwölf Monate. Die größte Lücke im schwächsten Monat ergibt den Rahmen, den Sie brauchen.
2. Unterlagen vorbereiten
Jahresabschluss, aktuelle Umsatzzahlen und Steuerbescheide verlangen die meisten Banken. Gründer legen den Geschäftsplan vor.
3. Konditionen vergleichen
Vergleichen Sie Sollzins, Zins für Überziehungen über den Rahmen, Entgelte und Kündigungsregeln mehrerer Banken.
4. Regelmäßig ausgleichen
Gleichen Sie das Konto mit jedem Zahlungseingang aus. Bleibt ein Sockel dauerhaft stehen, finanzieren Sie ihn mit einem Kredit mit fester Laufzeit.
Alternativen für Unternehmen
Für Investitionen und dauerhaften Bedarf passt ein Firmenkredit mit fester Laufzeit besser, weil Rate und Laufzeit planbar sind. Welche Firmenkredite es gibt, erklärt unsere Seite zum Kredit für Unternehmen und Gewerbe. Gründer und junge Unternehmen können Betriebsmittel über den KfW-Kredit StartGeld finanzieren, bis 80.000 Euro innerhalb von insgesamt 200.000 Euro je Vorhaben (Quelle: KfW).
Die Kreditkarte ist keine günstige Alternative, wenn Sie den Saldo nicht sofort ausgleichen: Echte Kreditkartenkredite kosteten private Haushalte im August 2026 im Schnitt 17,52 Prozent effektiv (Quelle: Deutsche Bundesbank). Zahlen Sie die Abrechnung vollständig, fallen keine Zinsen an.
Welche Fehler sollten Sie beim Kontokorrentkredit vermeiden?
Der häufigste Fehler ist, den Rahmen als Dauerfinanzierung zu nutzen. Dann zahlen Sie variable Zinsen auf einen Sockel, der nie verschwindet, und hängen davon ab, dass die Bank den Rahmen verlängert. Die folgenden Punkte kosten Zinsen oder gefährden Ihre Zahlungsfähigkeit.
Typische Fehler beim Kontokorrentkredit
Vermeiden Sie diese Punkte, bevor Sie den Rahmen einplanen oder ausweiten. Gerade bei Selbständigen vermischen sich private und geschäftliche Ausgaben schnell, und dann wird aus dem Betriebsmittelkredit ein teurer Privatkredit.
- Den Rahmen dauerhaft ausschöpfen statt mit Zahlungseingängen auszugleichen
- Investitionen wie Maschinen oder Fahrzeuge über das Kontokorrent finanzieren
- Den Rahmen überziehen und den höheren Zins für die Überziehung zahlen
- Nur auf den Sollzins schauen und Entgelte übersehen
- Private Ausgaben über das Geschäftskonto finanzieren
- Den Vertrag nicht lesen und Kündigungsregeln nicht kennen
Banken mit guten Testergebnissen für Privatkunden finden Sie unter Kredite im Test. Für Ihr Unternehmen fragen Sie mindestens zwei Banken nach einem Angebot und vergleichen den Zins auf den Betrag, den Sie im Schnitt tatsächlich nutzen.
Die häufigsten Fragen zum Kontokorrentkredit
Was ist ein Kontokorrentkredit?
Ein Kredit in laufender Rechnung: Die Bank räumt auf dem Geschäfts- oder Girokonto einen Rahmen ein, den Sie bis zur Grenze nutzen und mit Ihren Einnahmen zurückzahlen, immer wieder. Bei Unternehmen heißt er Kontokorrentkredit, bei Privatpersonen Dispositionskredit oder Dispo.
Was kostet ein Kontokorrentkredit?
Kapitalgesellschaften zahlten laut Deutscher Bundesbank im August 2026 im Schnitt 5,08 Prozent effektiv, private Haushalte einschließlich Einzelkaufleuten vorläufig 9,39 Prozent. Zinsen fallen nur auf den genutzten Betrag und für die Tage der Nutzung an, dazu können Entgelte kommen.
Wie berechne ich die Zinsen für einen Kontokorrentkredit?
Mit der Formel (Kreditbetrag × Zinssatz × Tage) : (365 × 100). Für 6.000 Euro über zehn Tage sind das bei 9,39 Prozent 15,44 Euro, bei 5,08 Prozent 8,35 Euro. Die genaue Zinsmethode steht in Ihrem Vertrag.
Warum ist der Zinssatz beim Kontokorrentkredit höher als bei einem Darlehen?
Weil die Bank das Geld jederzeit bereithalten muss, ohne zu wissen, wann und wie viel Sie abrufen. Bei Privatpersonen ist der Abstand deutlich, im August 2026 9,39 gegen 7,53 Prozent. Bei Kapitalgesellschaften lag der Kontokorrentzins mit 5,08 Prozent im Bereich der Firmenkredite.
Was ist der Unterschied zwischen Kontokorrentkredit und Dispo?
Sie funktionieren gleich, richten sich aber an verschiedene Kunden. Der Kontokorrentkredit dient Unternehmen und Selbständigen, der Dispo Privatpersonen. Der Dispo ist laut § 504 BGB ein Verbraucherkredit mit Schutzregeln wie der Beratungspflicht, für Geschäftskunden gelten diese Regeln nicht.
Was ist der Unterschied zwischen einem Kontokorrentkredit und einem Darlehen?
Beim Kontokorrentkredit nutzen Sie einen Rahmen beliebig oft und zahlen variable Zinsen nur auf den genutzten Betrag, ohne feste Rate. Ein Darlehen wird einmal ausgezahlt und in festen Raten über eine vereinbarte Laufzeit zurückgezahlt. Für dauerhaften Bedarf ist das Darlehen besser planbar.
Wie hoch kann ein Kontokorrentkredit sein?
Das legt die Bank nach Ihrer Bonität und den regelmäßigen Geldeingängen auf dem Konto fest, bei Unternehmen meist anhand von Jahresabschluss, Umsatzzahlen und Steuerbescheiden. Sicherheiten können den Rahmen erhöhen. Ihren Bedarf ermitteln Sie aus der größten Lücke zwischen Ausgaben und Einnahmen in Ihrer Planung.
Wann lohnt sich ein Kontokorrentkredit?
Wenn Sie kurzfristig Geld brauchen und es mit den nächsten Einnahmen zurückzahlen, etwa um Löhne vor einer Kundenzahlung oder saisonale Schwankungen zu überbrücken. Für Investitionen oder einen dauerhaften Sockel passt ein Kredit mit fester Laufzeit besser.
Kann die Bank den Kontokorrentkredit kündigen?
Bei Geschäftskunden richten sich Kündigung und Fristen nach dem Kreditvertrag und den Geschäftsbedingungen der Bank. Beim privaten Dispo kann die Bank bis 19.11.2026 kündigen, wenn das so vereinbart ist. Ab dem 20.11.2026 muss sie laut Umsetzungsgesetz mindestens 30 Tage vorher informieren und vor einer Zwangsvollstreckung zwölf gleiche Monatsraten anbieten, auch bei Dispos, die schon vorher bestehen.
Was ändert sich ab dem 20.11.2026 beim Dispo?
Die Bank muss mindestens monatlich über den Dispo informieren, eine Kündigung oder Kürzung 30 Tage vorher ankündigen und vor einer Zwangsvollstreckung eine Rückzahlung in zwölf Monatsraten zum Dispozins ohne Zusatzkosten anbieten. Diese Regeln gelten auch für Dispos, die schon vorher bestehen.
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