Kredit für Existenzgründer: Welche Finanzierung passt zu Ihrer Gründung?

Vergleich und Ratgeber (2026)

Das erwartet Sie hier

Wie Sie als Existenzgründer Ihre Gründung mit Förderkredit, Zuschuss oder Bankkredit finanzieren und worauf Sie achten sollten.

Inhalt dieser Seite
  1. Welcher Kredit passt zu Existenzgründern?
  2. Was ist für Existenzgründer beim Kredit anders?
  3. Welche Förderung gibt es für Existenzgründer 2026?
  4. Was kostet ein Kredit für Existenzgründer?
  5. Wie beantragen Existenzgründer einen Kredit?
  6. Häufige Fragen (FAQ)
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Von Lena Mierbach
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Das Wichtigste in Kürze

  • Erst Förderung prüfen: Der KfW-Gründerkredit StartGeld (067) bietet bis 200.000 € je Vorhaben, davon bis 80.000 € für Betriebsmittel, zu 5,45 % effektiv bei fünf Jahren Laufzeit (Zinsen ab 09.10.2026).
  • Antrag vor dem Start: Den Förderkredit beantragen Sie bei Ihrer Hausbank, bevor Sie mit dem Vorhaben beginnen; die KfW nimmt der Bank 80 % des Risikos ab.
  • Gründungszuschuss: Wer aus dem Arbeitslosengeld gründet, kann sechs Monate das Arbeitslosengeld plus 300 € und danach bis zu neun Monate 300 € im Monat bekommen.
  • Verbraucherschutz bis 75.000 €: Gründerkredite bis zu diesem Betrag fallen unter das Verbraucherkreditrecht, mit Widerruf und Effektivzins; ab 20.11.2026 gelten dafür neue Regeln.

Welcher Kredit passt zu Existenzgründern?

Für die meisten Existenzgründer ist ein Förderkredit der KfW über die Hausbank der erste Weg, ergänzt durch eigene Mittel und, wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit gründen, den Gründungszuschuss. Ein normaler Bankkredit oder ein Firmenkredit eines Online-Anbieters ist meist teurer. Ein Kredit kostet Geld: Planen Sie ihn so, dass die Rate auch bei schwachen Monaten tragbar bleibt.

Die Finanzierungswege für Existenzgründer im Überblick

WegFür wenHöhe oder ZinsWorauf achten
KfW StartGeld (067)Gründer, Freiberufler, kleine Unternehmen unter fünf Jahren, auch NebenerwerbBis 200.000 €, 5,45 % effektiv bei fünf Jahren (ab 09.10.2026)Antrag bei der Hausbank vor Beginn des Vorhabens
KfW Gründung und Nachfolge (077)Größere Gründungen und ÜbernahmenBis 500.000 €, Sollzins 3,38 bis 9,78 % je PreisklasseZins hängt von Bonität und Sicherheiten ab
GründungszuschussGründer mit Restanspruch auf Arbeitslosengeld von 150 TagenSechs Monate Arbeitslosengeld plus 300 €, danach bis zu neun Monate 300 €Ermessensleistung, Stellungnahme einer fachkundigen Stelle
Ratenkredit als PrivatpersonKleinere Anschaffungen zum StartNeue Konsumenten­kredite im Schnitt 8,99 % effektiv (August 2026)Verbraucherschutz bis 75.000 €
Firmenkredit eines Online-AnbietersBestehende Unternehmen mit UmsatzOft Monatszins, 1 % im Monat sind 12,68 % im JahrMonatszins nicht mit Jahreszins verwechseln

Neben Krediten gibt es Beteiligungskapital von Investoren. Sie geben Geld und bekommen dafür Anteile an Ihrem Unternehmen und meist ein Mitspracherecht. Ein Kredit lässt Ihnen dagegen die Entscheidungen, muss aber mit Zinsen zurückgezahlt werden. Viele Gründungen kombinieren eigene Mittel, Förderkredit und Zuschuss.

Für laufende Geschäfte bestehender Unternehmen gibt es eigene Wege, die wir beim Kredit für Unternehmen und Gewerbe erklären. Was ein Rahmen auf dem Geschäftskonto ist, steht auf der Seite zum Kontokorrentkredit. Alle privaten Kreditarten finden Sie auf unserer Seite zum Kredit.

Was ist für Existenzgründer beim Kredit anders?

Ihnen fehlt, was Banken sonst prüfen: Umsätze und Bilanzen aus den Vorjahren. Die Bank muss deshalb auf Ihren Plan, Ihre Erfahrung und Ihre Sicherheiten vertrauen. Dafür gibt es für Existenzgründer Förderkredite, bei denen die KfW einen Teil des Risikos übernimmt, und einen Verbraucherschutz, den Firmenkunden sonst nicht haben.

Verbraucherschutz für Gründerkredite bis 75.000 Euro

Nehmen Sie als natürliche Person einen Kredit auf, um eine gewerbliche oder selbständige Tätigkeit zu beginnen, gelten die Regeln für Verbraucherkredite, solange der Nettokreditbetrag 75.000 Euro nicht übersteigt (Quelle: § 513 BGB). Dazu gehören das Widerrufsrecht von 14 Tagen und die Pflicht der Bank, Ihre Kreditwürdigkeit zu prüfen.

Für höhere Beträge und für Kredite an bestehende Unternehmen gelten diese Regeln nicht. Dann muss die Bank auch keinen effektiven Jahreszins nach der Preisangabenverordnung nennen, und manche Anbieter geben nur einen Monatszins an. Rechnen Sie solche Angebote deshalb immer auf ein Jahr um, bevor Sie vergleichen.


Hausbankprinzip: Förderkredit über Ihre Bank

Förderkredite der KfW beantragen Sie nicht bei der KfW selbst, sondern bei einem Finanzierungspartner, meist Ihrer Hausbank. Beim StartGeld stellt die KfW die Bank zu 80 Prozent von der Haftung frei (Quelle: KfW, Merkblatt StartGeld). Für die Bank sinkt damit das Risiko, und Ihre Chance auf eine Zusage steigt, auch wenn Sie wenig Sicherheiten haben.


Was die Bank von Existenzgründern sehen will

Kern jedes Antrags ist ein überzeugender Businessplan: Geschäftsidee, Markt und Wettbewerb, Stärken und Schwächen und ein Finanzplan mit Umsatz, Kosten und Investitionen. Dazu kommt ein Investitionsplan, der zeigt, wofür Sie das Geld verwenden. Banken fragen außerdem nach Ihren eigenen Mitteln, möglichen Sicherheiten und Verträgen, etwa für Ihre Geschäftsräume.

Eigene Mittel und Sicherheiten verbessern Ihre Chancen, auch wenn sie beim Förderkredit nicht in jedem Fall Pflicht sind. Je verständlicher Ihr Plan zeigt, ab wann das Unternehmen Geld verdient, desto leichter fällt der Bank die Entscheidung. Bereiten Sie sich auf kritische Fragen vor und sprechen Sie mit mehreren Banken.


Gibt es Kredite für Existenzgründer ohne Schufa?

Bei Banken praktisch nicht. Die Schufa-Abfrage (Schutz­gemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist gesetzlich nicht zwingend, aber üblich, und seit 17.03.2026 gibt es einen neuen Schufa-Score mit 100 bis 999 Punkten. Was ihn beeinflusst, erklären wir auf der Seite zum Schufa-Score.

Welche Förderung gibt es für Existenzgründer 2026?

Für Existenzgründer gibt es 2026 vor allem den ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW, den ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge und den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit. Wer im Bezug von Grundsicherungsgeld gründet, kann beim Jobcenter Hilfen für Sachgüter bekommen. Bei allen gilt: erst beantragen, dann beginnen.

ERP-Gründerkredit StartGeld (067)

Das StartGeld richtet sich an Gründer, Freiberufler und kleine Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind, auch im Nebenerwerb. Gefördert wird ein Finanzierungsbedarf bis 200.000 Euro je Vorhaben, davon höchstens 80.000 Euro für Betriebsmittel. Mehrere Kredite sind möglich, zusammen höchstens 200.000 Euro (Quelle: KfW, Merkblatt 067, Stand 18.06.2026).

Sie wählen eine Laufzeit bis fünf Jahre mit einem tilgungsfreien Jahr oder bis zehn Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren. Die Mindestlaufzeit beträgt zwei Jahre, der Zins ist für die ganze Laufzeit fest. Für Zusagen ab 09.10.2026 lag er bei 5,31 Prozent Sollzins (5,45 Prozent effektiv) für fünf Jahre und 5,52 Prozent (5,66 Prozent effektiv) für zehn Jahre.


ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge (077)

Für größere Vorhaben und die Übernahme eines Unternehmens gibt es den ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge mit bis zu 500.000 Euro je Antragsteller. Der Zins richtet sich nach Preisklassen A bis I, also nach Bonität und Sicherheiten. Bei zehn Jahren Laufzeit mit zwei tilgungsfreien Jahren lag er ab 09.10.2026 zwischen 3,38 und 9,78 Prozent Sollzins (Quelle: KfW).


Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit

Gründen Sie aus der Arbeitslosigkeit, kann die Agentur für Arbeit einen Gründungszuschuss zahlen. Sie brauchen noch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen, eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit, etwa von Kammer oder Bank, und müssen Ihre Kenntnisse darlegen (Quelle: § 93 SGB III).

Der Zuschuss ist eine Ermessensleistung, einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Sechs Monate lang erhalten Sie Ihr zuletzt bezogenes Arbeitslosengeld plus 300 Euro im Monat, danach bis zu neun Monate 300 Euro, wenn Sie Ihre Geschäftstätigkeit nachweisen (Quelle: § 94 SGB III). Nach einer früheren Förderung gilt eine Sperre von 24 Monaten.


Gründung aus dem Grundsicherungsgeld

Beziehen Sie Grundsicherungsgeld, früher Bürgergeld, kann das Jobcenter Ihre selbständige Tätigkeit mit Darlehen und Zuschüssen für notwendige Sachgüter unterstützen. Zuschüsse gibt es höchstens bis 5.000 Euro und nur, wenn die Tätigkeit tragfähig ist (Quelle: § 16c SGB II). Fragen Sie dort, bevor Sie einen Kredit aufnehmen.

Was kostet ein Kredit für Existenzgründer?

Das hängt vom Weg ab. Ein StartGeld über 50.000 Euro kostet bei 5,52 Prozent Sollzins in den tilgungsfreien Jahren rund 2.760 Euro Zinsen im Jahr. Ein Ratenkredit liegt im Schnitt höher: Neue Konsumenten­kredite kosteten im August 2026 im Schnitt 8,99 Prozent effektiv (Quelle: Deutsche Bundesbank).

Rechenbeispiel: Förderkredit und Ratenkredit

Die Tabelle stellt einen Ratenkredit über 20.000 Euro und fünf Jahre mit zwei Zinssätzen dem Zins des StartGeld in den tilgungsfreien Jahren gegenüber. Es ist ein Rechenbeispiel ohne Gebühren, kein Angebot einer Bank. Beim StartGeld zahlen Sie in den ersten Jahren nur Zinsen, danach Zins und Tilgung.

KreditMonatsrateZinsen gesamt oder je JahrHinweis
Ratenkredit 20.000 € über 60 Monate, 6,5 % effektiv389,58 €3.374,99 € gesamtNahe an günstigeren Angeboten großer Banken
Ratenkredit 20.000 € über 60 Monate, 9,0 % effektiv411,77 €4.705,98 € gesamtNahe am Bundesbank-Durchschnitt
StartGeld 50.000 €, zehn Jahre, 5,52 % SollzinsNur Zinsen in den tilgungsfreien Jahren2.760 € je JahrDanach Zins und Tilgung

Ein Unterschied von 2,5 Prozentpunkten, also 250 Basispunkten, kostet bei 20.000 Euro über fünf Jahre im Rechenbeispiel rund 1.330 Euro. Deshalb lohnt sich der Vergleich, und deshalb ist ein Förderkredit mit festem Zins für Gründer oft die günstigere Wahl. Ihre eigene Rate für einen Ratenkredit rechnen Sie mit unserem Kreditrechner aus.


Monatszins ist nicht Jahreszins

Firmenkredite von Online-Anbietern werden oft mit einem Zins pro Monat beworben. 1 Prozent im Monat entspricht aufs Jahr gerechnet 12,68 Prozent, 2,99 Prozent im Monat rund 42,4 Prozent. Solche Kredite können schnell verfügbar sein, sind aber deutlich teurer als ein Förderkredit und kommen meist erst für Unternehmen mit Umsatz infrage.


Gründungszuschuss: ein Rechenbeispiel

Bekamen Sie zuletzt 1.500 Euro Arbeitslosengeld im Monat, erhalten Sie in den ersten sechs Monaten 1.800 Euro im Monat, zusammen 10.800 Euro. Bewilligt die Agentur auch die zweite Phase, kommen neun Monate mit je 300 Euro hinzu, also 2.700 Euro. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden und senkt den Betrag, den Sie finanzieren müssen.


Laufzeit und vorzeitige Rückzahlung

Eine längere Laufzeit senkt die Rate, kostet aber mehr Zinsen. Einen Ratenkredit nach Verbraucherkreditrecht dürfen Sie jederzeit ganz oder teilweise vorzeitig zurückzahlen (Quelle: § 500 BGB). Bei festem Sollzins darf die Bank dafür höchstens ein Prozent des vorzeitig gezahlten Betrags verlangen, bei höchstens einem Jahr Restlaufzeit 0,5 Prozent.

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Wie beantragen Existenzgründer einen Kredit?

In vier Schritten: Plan schreiben, Förderung klären, mit Banken sprechen und den Vertrag prüfen. Wichtig ist die Reihenfolge, denn Förderkredite müssen Sie beantragen, bevor Sie mit dem Vorhaben beginnen. Den Gründungszuschuss beantragen Sie, bevor Sie sich selbständig machen und solange Sie noch Arbeitslosengeld beziehen.

1. Plan schreiben

Erstellen Sie Businessplan, Finanzplan und Investitionsplan. Daraus ergeben sich Betrag und Laufzeit des Kredits.

2. Förderung klären

Fragen Sie bei Ihrer Hausbank nach KfW-Krediten und bei der Agentur für Arbeit nach dem Gründungszuschuss, bevor Sie beginnen.

3. Banken ansprechen

Sprechen Sie mit mehreren Banken, die Förderkredite vermitteln. Vergleichen Sie Effektivzins und Gesamtkosten der Angebote.

4. Vertrag prüfen

Lesen Sie Vertrag und vorvertragliche Informationen. Bei Gründerkrediten bis 75.000 Euro haben Sie 14 Tage Zeit für einen Widerruf.


Typische Fehler von Existenzgründern

Die teuersten Fehler passieren, wenn die Reihenfolge nicht stimmt oder der Finanzbedarf zu knapp geplant ist. Ein zu kleiner Kredit zwingt Sie später zu teurem Nachfinanzieren. Diese Punkte sollten Sie vermeiden, bevor Sie Verträge mit Vermietern, Lieferanten oder der Bank unterschreiben.

  • Mit dem Vorhaben beginnen, bevor der Förderkredit beantragt ist
  • Den Lebensunterhalt der ersten Monate nicht einplanen
  • Monatszinsen mit Jahreszinsen eines Ratenkredits verwechseln
  • Laufende Geschäftskosten dauerhaft über den Dispo finanzieren
  • Anbietern Gebühren zahlen, bevor ein Kredit ausgezahlt ist
  • Nur mit einer einzigen Bank sprechen

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Das ist neu in 2026

Am 20.11.2026 tritt das neue Verbraucherkreditrecht in Kraft. Es gilt für Verbraucherkredite und damit auch für Gründerkredite bis 75.000 Euro, die ab diesem Tag geschlossen werden. Die Bank muss dann eingehender prüfen, ob Sie den Kredit wahrscheinlich zurückzahlen können. Ratenkredite brauchen nur noch Textform, und das Widerrufsrecht erlischt spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach Vertragsschluss, wenn die Bank Sie richtig über das Widerrufsrecht informiert hat. Lehnt die Bank ab, muss sie Ihnen das unverzüglich mitteilen.

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Die häufigsten Fragen zum Kredit für Existenzgründer

Was ist ein Existenzgründerkredit?

Ein Kredit, mit dem Sie eine Gründung oder ein junges Unternehmen finanzieren, etwa Räume, Maschinen, Waren oder die ersten Personalkosten. Es gibt ihn als Förderkredit der KfW über Ihre Hausbank und als normalen Bankkredit. Für Gründer gilt bis 75.000 Euro das Verbraucherkreditrecht mit Widerrufsrecht.

Welche Förderung gibt es für Existenzgründer?

Die wichtigsten sind der ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW mit bis zu 200.000 Euro, der ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge mit bis zu 500.000 Euro und der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit. Im Bezug von Grundsicherungsgeld hilft das Jobcenter mit Darlehen und Zuschüssen für Sachgüter.

Welche Bank vergibt Kredite für Existenzgründer?

Viele Banken und Sparkassen, die Förderkredite der KfW durchleiten. Den KfW-Kredit beantragen Sie bei so einem Finanzierungspartner, meist Ihrer Hausbank. Sprechen Sie mit mehreren Banken, denn Konditionen und Erfahrung mit Gründungen unterscheiden sich.

Welche Bank ist die beste für Existenzgründer?

Die, die Förderkredite anbietet, Ihre Branche kennt und Ihnen nach Prüfung Ihres Plans den günstigsten Effektivzins nennt. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Banken mit guten Testergebnissen bei privaten Krediten finden Sie unter Kredite im Test.

Gibt es einen Existenzgründerkredit ohne Schufa?

Bei Banken praktisch nicht. Laut § 505b BGB ist eine Auskunftei-Abfrage zwar nicht zwingend, aber üblich. Seien Sie bei Angeboten ohne Prüfung vorsichtig: Verlangt jemand Gebühren, bevor der Kredit ausgezahlt ist, ist das bei der Vermittlung an Verbraucher unzulässig.

Wie viel Geld bekomme ich mit dem KfW-StartGeld?

Bis zu 200.000 Euro je Vorhaben, davon bis 80.000 Euro für Betriebsmittel. Laut KfW lag der Zins für Zusagen ab 09.10.2026 bei 5,45 Prozent effektiv für fünf Jahre und 5,66 Prozent effektiv für zehn Jahre. Die KfW stellt Ihre Bank zu 80 Prozent von der Haftung frei.

Wie hoch ist der Gründungszuschuss?

Laut § 94 SGB III sechs Monate Ihr zuletzt bezogenes Arbeitslosengeld plus 300 Euro im Monat, danach bis zu neun Monate 300 Euro, wenn Sie Ihre Geschäftstätigkeit nachweisen. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht, die Agentur entscheidet nach Ermessen.

Brauche ich als Existenzgründer Eigenkapital?

Nicht in jedem Fall, aber es hilft. Eigene Mittel zeigen der Bank, dass Sie selbst Risiko tragen, und senken den Betrag, den Sie finanzieren müssen. Beim StartGeld nimmt die KfW der Bank 80 Prozent des Risikos ab, was eine Zusage auch mit wenig Sicherheiten erleichtert.

Kann ich als Gründer einen privaten Ratenkredit nutzen?

Ja, für kleinere Beträge. Nehmen Sie ihn für den Start Ihrer Tätigkeit auf, gilt bis 75.000 Euro laut § 513 BGB das Verbraucherkreditrecht. Ein Ratenkredit ist aber meist teurer als ein Förderkredit: Neue Konsumenten­kredite kosteten im August 2026 im Schnitt 8,99 Prozent effektiv.

Was ändert sich ab dem 20.11.2026 für Existenzgründer?

Für neue Verbraucherkredite, also auch für Gründerkredite bis 75.000 Euro, muss die Bank laut Umsetzungsgesetz eingehender prüfen, ob die Rückzahlung wahrscheinlich ist. Es genügt die Textform, und das Widerrufsrecht erlischt spätestens nach zwölf Monaten und 14 Tagen, wenn die Bank Sie richtig über das Widerrufsrecht informiert hat.

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