So gleichen Sie Ihren teuren Dispo mit einem Kredit aus

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Wie Sie mit einem zusätzlichen Kredit Ihren Dispo vom Girokonto ausgleichen und was Sie dabei beachten sollten.

Inhalt dieser Seite
  1. Wo bekomme ich Kredit für Dispoausgleich?
  2. Warum ist die Umschuldung sinnvoll?
  3. Voraussetzungen
  4. Worauf beim Kredit für Dispoausgleich achten?

Das Wichtige in Kürze

  • Mehr Geld ausgeben, als sich eigentlich auf dem Konto befindet: Wenn größere Anschaffungen anstehen, lassen sich viele Verbraucher dazu verlocken, ihren Dispokredit in Anspruch zu nehmen.
  • Doch der Überziehungskredit geht mit hohen Zinsen einher.
  • In vielen Fällen lohnt sich die Umschuldung und die Ablöse durch einen speziellen Kredit für den Dispo.

Wo bekomme ich einen Kredit für den Dispo­ausgleich?

Einen Kredit für den Dispo sollten Sie nicht bei der Bank beantragen, bei der Sie das überzogene Girokonto führen. Selbst wenn Ihre Hausbank Sie als kreditwürdig einstuft, hat sie meist wenig Interesse daran, den Dispo abzulösen, weil sie dann auf hohe Zinserträge verzichten müsste.

Ratenkredite zu günstigen Konditionen bekommen Sie bei anderen Filialbanken oder bei Direktbanken. Da meist vergleichsweise geringe Summen abgelöst werden müssen, eignet sich zum Dispo­ausgleich ein sogenannter Sofortkredit. Diesen können Sie online beantragen und bekommen ihn nach Prüfung Ihrer Kreditwürdigkeit direkt ausbezahlt. Die Kreditsummen bei Sofortkrediten betragen je nach Anbieter bis zu 10.000 Euro. Alternativ stehen auch Privat­kredite zur Verfügung, die über diverse Online-Portale vermittelt werden.

Bevor Sie sich für einen Kredit für den Dispo entscheiden, sollten Sie die Angebote sorgfältig miteinander vergleichen. Die Konditionen für Konsumenten­­darlehen unterscheiden sich nämlich deutlich von Geldinstitut zu Geldinstitut.

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Was ist ein Dispokredit?

Am Ende des Monats steht plötzlich eine größere Reparatur des Autos an, die Spülmaschine geht kaputt oder vielleicht möchten Sie sich auch einen Urlaub gönnen, der Ihr Budget übersteigt (s. a. Kredit für die Autoreparatur und Kredit für Urlaub). In solchen und ähnlichen Fällen erscheint es vielen Verbrauchern verlockend, den Dispokredit in Anspruch zu nehmen.

Dispo oder Dispokredit stehen kurz für den Dispositionskredit. Der Begriff leitet sich vom lateinischen „disponere“ ab, was so viel wie „verfügen“ bedeutet. Mit einem Dispokredit stellt Ihnen Ihre Bank nämlich eine begrenzte Über­ziehungs­möglichkeit für Ihr Girokonto zur Verfügung. Innerhalb eines zuvor festgelegten Rahmens können Sie also mehr Geld ausgeben, als tatsächlich auf dem Konto vorhanden ist.

Einen Dispokredit können so gut wie alle zahlungsfähigen Verbraucher in Anspruch nehmen, besondere Sicherheiten verlangen Banken nicht. Die Höhe des gewährten Dispos hängt von der persönlichen Kredit­würdigkeit sowie von der Höhe und Regelmäßigkeit der Zahlungseingänge auf dem Girokonto ab. Für den Dispokredit dürfen Banken keine weitere Bearbeitungs­gebühren erheben. Sie können den Dispo jedoch jederzeit kündigen, wenn sich die finanzielle Situation des Konto­inhabers ändert.

Warum eine Umschuldung des Dispos sinnvoll ist

Der Dispokredit ist praktisch, um kurzfristige Zahlungs­engpässe zu überbrücken. Befindet sich das Konto über längere Zeit im Minus, kann das jedoch schnell teuer werden. Die Flexibilität des Dispos lassen sich Banken durch hohe Zinsen bezahlen. Die Sollzinsen berechnen Banken variabel anhand der aktuellen Marktzinsen. Je nach Geldinstitut betragen die Sollzinssätze für den Dispo zwischen sieben und 15 Prozent. Übersteigt die Überziehung das Dispolimit, fallen zudem weitere Über­ziehungs­zinsen an.

Durch die hohen Zinssätze wachsen die monatlichen finanziellen Belastungen durch den Dispo schnell an. Haben Sie Ihr Über­ziehungs­limit ausgereizt und können die Rückstände nicht zeitnah wieder ausgleichen, sollten Sie eine Umschuldung in Betracht ziehen. Um den Dispo auszulösen, nehmen Sie einen Ratenkredit auf. Da Sie Ratenkredite zu wesentlich günstigeren Konditionen erhalten, zahlen Sie weniger Zinsen und es bleibt pro Monat mehr Geld übrig.

Den Kredit für den Dispo sollten Sie möglichst frühzeitig aufnehmen. Drängt Ihre Bank bereits zum Ausgleich des Rückstandes, kann es schnell zum negativen Schufa-Eintrag kommen. Dann fällt es schwer, noch einen Ratenkredit zu erhalten. Informieren Sie sich am besten direkt hier zu den Testsiegern der Ratenkredit-Anbieter:

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Welche Voraussetzungen müssen für den Dispoausgleich erfüllt sein?

Möchten Sie Ihren Dispo durch einen weiteren Kredit ausgleichen, können Sie dafür grundsätzlich jeden beliebigen Ratenkredit nutzen. Konsumenten­­darlehen sind nicht zweckgebunden, Sie dürfen Sie also verwenden, wofür Sie wollen – auch zum Ausgleich Ihres Kontos. Damit der Kreditantrag bewilligt wird, müssen Kreditnehmer die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Ihr Hauptwohnsitz befindet sich in Deutschland.
  • Sie beziehen seit mindestens drei Monaten ein regelmäßiges Einkommen.

Ihre Einkünfte müssen Sie nachweisen, beispielsweise durch die Kontoauszüge der vergangenen Monate, Gehalts­abrechnungen oder weitere Einkommens­­nachweise. Kreditgeber holen außerdem eine Schufa-Auskunft ein, um sich über Ihre Zahlungsfähigkeit zu informieren. Befindet sich Ihr Konto bereits längere Zeit im Minus, wirkt sich dies negativ auf Ihre Bonität aus. Von Ihrer Hausbank erhalten Sie daher vermutlich keinen Kredit für den Dispoausgleich. Hat sich Ihre Bonität durch den Überziehungskredit stark verschlechtert, kann es sogar sein, dass die Bank den Dispo kündigt und die sofortige Rückzahlung verlangt.

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Worauf sollten Sie bei einem Kredit für den Dispo achten?

Die tatsächlichen Kosten des Kredits erkennen Sie am effektiven Jahreszins. Anders als der Sollzinssatz berechnet der Effektivzins auch weitere Kreditkosten und Gebühren mit ein. Bei vielen Kredit­angeboten hängt die Höhe des effektiven Jahreszinses von der Bonität des Kreditnehmers ab.

Die Kreditsumme sollten Sie so wählen, dass nach Ablöse des Dispokredits noch ein kleines Polster bleibt. Erstellen Sie zudem eine Haushaltsrechnung und ermitteln Sie, welche Ratenhöhe Sie sich pro Monat leisten können. Entsprechend legen Sie die Laufzeit des Kredites fest. Wählen Sie einen kürzeren Tilgungszeitraum, können Sie Zinsen sparen und der Kredit wird allgemein günstiger. Allerdings steigt dadurch die Höhe der monatlichen Raten. Bei längerer Kreditlaufzeit zahlen Sie geringere Raten, allerdings fallen auch über einen längeren Zeitraum Zinsen an.

Sinnvoll ist es, wenn der Kredit für den Dispo kostenlose Sondertilgungen erlaubt. Steht Ihnen einmal mehr Geld zur Verfügung, können Sie auf einen Schlag eine größere Summe zurückzahlen. Das verkürzt die Kreditlaufzeit und verringert die Summe der anfallenden Zinsen.

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Katharina Tennius
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