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Mehr Selbstbestimmung im Alter durch die Flexi-Rente?

Die Flexi-Rente soll ab 2017 mehr Entscheidungsfreiheit in den Renteneintritt bringen. Wird durch das neue Modell tatsächlich ein gleitender Übergang in das Rentnerdasein möglich?

Was bedeutet der Begriff Flexi-Rente?

Wie der Name schon andeutet, soll die Flexi-Rente dafür sorgen, dass es zukünftig einen flexibleren Übergang in die Rente geben soll. Bisher sehen die Regelungen vor, dass man eine gewisse Altersgrenze erreicht haben muss, um ohne Abstriche in Rente gehen zu können. Diese Altersgrenze steigt stufenweise von 65 auf 67 Jahre. Man kann zwar früher in Rente gehen, allerdings sind dann auch die Abschläge höher. Auch beim Hinzuverdienen gelten strengere Regeln, wenn die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht wurde. Die Flexi-Rente soll dafür sorgen, dass sich Rente und Arbeit besser miteinander verbinden lasen.

Früher in Rente bedeutet Abzüge

Je früher man in Rente geht, desto geringer fällt sie aus. Für jeden Monat, den man vor dem 67. Lebensjahr in Rente geht, werden 0,3 Prozent von der Rente abgezogen, insgesamt sind das maximal 14,4 Prozent.

So funktioniert das neue Rentenmodell

Grundsätzlich soll die Flexi-Rente mehr Entscheidungsfreiheit in den Renteneinstieg bringen. Jobs im Rentenalter sollen finanziell attraktiver werden und es soll neue Möglichkeiten für einen vorzeitigen Aussteig aus dem Arbeitsleben geben. „Jeder sollte selbst bestim­men kön­nen, wann er in Rente geht,“ sagt Arbeitsministerin Andrea Nahles. Im Ide­al­fall geschehe der Aus­stieg aus dem Arbeits­le­ben „schlei­chend und nicht plötz­lich von hun­dert auf null Pro­zent“ so Nah­les. Die Rente soll aus zwei Elementen bestehen: Der Teilrente mit 63 und einer erhöhten Attraktivität des Arbeitens über der Regelaltersgrenze hinaus.

Der Plan für die Flexi-Rente sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Arbeitende Rentner können in Zukunft ihre Altersbezüge erhöhen, wenn der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung dabei freiwillig aufgestockt wird. Damit wird die bisherige Regelung abgeschafft, die vorsieht, dass die Arbeitgeber Rentenbeiträge zahlen, ohne dass diese Zahlung den Rentnern zu Gute kommt. Für zunächst fünf Jahre soll außerdem der Arbeitslosenversicherungsbeitrag entfallen, den der Arbeitgeber zahlen muss.
  • Wenn eine Zwangsverrentung dazu führen würde, dass die Menschen im Alter auf Dauer auf Hartz IV angewiesen wären, soll diese nicht durchgeführt werden.
  • In Zukunft soll es möglich sein, bereits ab einem Alter von 50 Jahren für die Frührente anzusparen, damit die Abschläge gemindert werden können. Bisher ging dies erst ab 55 Jahre.
Rechenbeispiel Flexi-Rente

Wer früher in Rente gehen möchte, kann dies beispielsweise schon mit 63 tun. Bis zu 450 Euro sind abzugsfrei, alles was darüber ist, wird zu 40% abgezogen. Wer also 100 Euro mehr verdient, als die erlaubte 450-Grenze, der kann von diesen 100 Euro 60 Euro behalten. Allerdings gilt diese Regelung nur bis zu einer Obergrenze in Höhe des bisherigen Bruttoeinkommens.

Wer beispielsweise pro Jahr 18.000 Euro hinzuverdient, dem würden 390 Euro abgezogen werden. Denn der die Grenze überschreitende Beitrag beträgt dann insgesamt pro Jahr 11.700 Euro, das sind monatlich 975 Euro. Wenn die Vollrente bei 1.200 Euro läge, würde man insgesamt auf eine Teilrente von 810 Euro kommen.

Vereinfachungen durch die Flexi-Rente

In Zukunft soll es für Rentner einfacher werden, etwas hinzuzuverdienen. Bisher lag die Hinzuverdienstgrenze bei 450 Euro im Monat. Alles, was darüber hinaus verdient wurde, wirkt sich negativ auf die Rentenzahlung aus. Durch die Flexi-Rente soll ermöglicht werden, dass Zuverdienst und Altersrente fexibel kombiniert werden können, ohne dass größere Abstriche gemacht werden müssen. Das ist besonders interessant für alle, die schon mit 63 in Rente gehen möchten. Alles was oberhalb der 450 Euro-Grenze hinzuverdient wird, soll zu 40 Prozent abgezogen werden.

Fazit: Flexirente kan sich lohnen

Wer die Flexi-Rente nutzen möchte, um in den Ruhestand zu gehen, dem können durch dieses neue Modell viele Vorteile entstehen. Allerdings bleibt zu hoffen, dass die Einführung des neuen Rentenmodells, und damit auch vieler billiger Arbeitskräfte, keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat.

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