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Kredit für Dachbodenausbau

So finanzieren Sie den Ausbau des Dachbodens
Für Umbaumaßnahmen in Haus oder Wohnung gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Teil auch mit finanzieller Unterstützung der KfW-Bank. Ein Kredit für den Dachbodenausbau kann in verschiedenen Formen beantragt werden.
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Finanzierungs­möglichkeiten für den Dachboden­ausbau


Unabhängig von möglichen Förder-Programmen: Nutzen Sie die Möglichkeit, aktuelle Angebote miteinander zu vergleiche – und zwar kostenlos und unverbindlich!


Dachboden­ausbau mit Hypotheken­darlehen

Das Hypothekendarlehen ist die klassische Möglichkeit, um Bauvorhaben zu finanzieren. Dabei beleihen Sie Ihr Haus inklusive Grundstück, die Hypothek wird ins Grundbuch eingetragen. Können Sie Ihre Kreditraten nicht mehr zahlen, gehen Haus und Grundstück an die Bank über.

Die Zinsen für ein Hypotheken­darlehen sind vergleichsweise gering. Das Geld wird nach der Bewilligung sofort ausbezahlt. Der Eintrag ins Grundbuch ist allerdings mit Kosten verbunden.


Dachbodenausbau mit Bausparvertrag

Ein weiterer Klassiker der Baufinanzierung ist der Bausparvertrag. Über einen zuvor festgelegten Zeitraum sparen Sie einen Teil der Summe an, die Sie für den Dachboden­ausbau benötigen. Nach Ablauf der Ansparphase wird der Bausparvertrag ausbezahlt. Da diese Summe für das Bauvorhaben in der Regel nicht ausreicht, erhalten Sie zusätzlich ein Bauspardarlehen.

Der Vorteil dieser Variante liegt in den äußerst günstigen Kreditzinsen. Da ein Bausparvertrag über mehrere Jahre geführt werden muss, eignet sich diese Option jedoch nicht für spontane Bauvorhaben.

… mehr zur Baufinanzierung

Der Ratenkredit für den Dachbodenausbau

Benötigen Sie eine eher überschaubare Summe für den Dachboden­ausbau, kommt auch ein Konsumentenkredit in Frage. Den nicht zweckgebundenen Ratenkredit erhalten Sie bei Ihrer Hausbank, anderen Filialbanken oder bei einer Direktbank. Die Höhe der Kreditzinsen richtet sich in der Regel nach der gewählten Laufzeit und Ihrer Bonität.

Deutsche Kreditgeber setzen in der Regel voraus, dass die Kreditnehmer mindestens 18 Jahre alt sind, ihren festen Wohnsitz in Deutschland haben und über ein deutsches Girokonto verfügen. Zur Überprüfung der Zahlungs­fähigkeit müssen Sie aktuelle Einkommens­nachweise vorlegen, außerdem holen die Kreditinstitute eine Bonitätsauskunft bei der Schufa ein. Nach erfolgreicher Prüfung Ihres Kreditantrags erhalten Sie den Kredit direkt auf Ihr Girokonto überwiesen.

… mehr zum Ratenkredit

Zweckgebundener Kredit ohne Grundbucheintrag

Einige Kredit­institute bieten Ihnen auch die Möglichkeit, einen zweckgebundenen Kredit für den Dachbodenausbau aufzunehmen. Das bedeutet, dass Sie das Darlehen ausschließlich für den Ausbau Ihres Dachbodens verwenden dürfen. Anders als bei einer Hypothek können Sie jedoch vereinbaren, dass dieser Ratenkredit nicht ins Grundbuch eingetragen wird. Auf diese Weise sparen Sie die Eintrags­kosten.

Bei einem zweckgebundenem Kredit verlangen die Kreditgeber Nachweise über die Verwendung des Geldes. Rechnungen über Material und Arbeitseinsatz sowie Fotos der Umbaumaßnahmen reichen zumeist aus.

… mehr zum Thema Kredit

Kredit für den Dachbodenausbau mit KfW-Förderung

Unter bestimmten Voraus­setzungen besteht die Möglichkeit, den Dachboden­ausbau über einen Förderkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu finanzieren. Über die Kredit-Programme 151 und 152 fördert die KfW beispielsweise die energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden. Versehen Sie Ihren Dachboden während des Ausbaus mit einer neuen Wärmedämmung oder lassen Dachfenster mit Wärme­schutz­verglasung einbauen, können Sie den Förderkredit beantragen.

Konditionen des KfW-Förderkredits
  • Maximale Kreditsumme beim Umbau zum Energie­effizienz­haus: 100.000 Euro
  • Maximale Kreditsumme bei Einzelmaßnahmen oder Maßnahmen­paketen: 50.000 Euro
  • Effektiver Jahreszins: ab 0,75 Prozent
  • Als Annuitäten­darlehen mit tilgungsfreier Anlaufzeit und 10 Jahren Zinsbindung oder als endfälliges Darlehen
  • Darlehen in einer Summe oder in Teilbeträgen abrufbar
  • Abgerufene Beiträge müssen innerhalb von 12 Monaten für den Dachboden­ausbau verwenden werden

Weitere Voraussetzungen

Die Baumaßnahmen müssen der Energie­effizienz­verordnung (EnEV) entsprechen und von Fach­betrieben durchgeführt werden. Die KfW setzt außerdem voraus, dass Sie bereits bei der Planung einen Experten für Energieeffizienz heranziehen und ein Sanierungs­konzept erstellen lassen. Der Experte muss auch die Bauarbeiten begleiten. Die Kosten für die Baubegleitung übernimmt die KfW zu 50 Prozent.

Je nach Baumaßnahme können Sie zusätzlich einen Tilgungszuschuss erhalten, müssen also nicht die gesamte Kreditsumme zurückzahlen. Für Einzel­maßnahmen beträgt der Tilgungs­zuschuss zum Beispiel 7,5 Prozent der Darlehenssumme, maximal 3.750 Euro pro Wohneinheit. Die konkrete Höhe richtet sich danach, wie hoch die Reduzierung des CO2-Ausstosses durch die Umbau­maßnahmen ausfällt.

So können Sie den KfW-Förderkredit beantragen
Den Förderkredit für den Dachboden­ausbau beantragen Sie nicht bei der KfW direkt, sondern bei einem Kreditinstitut, das mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau zusammenarbeitet. Neben den üblichen Unterlagen und Einkommens­nachweisen benötigen Sie für den Antrag eine Bestätigung des Energie­effizienz-Experten. Ihre Bank kümmert sich dann um die Beantragung der KfW-Förderung. Nach Abschluss der Bauarbeiten reichen Sie dann eine „Bestätigung zur Durchführung“ bei Ihrer Bank ein. Daraufhin wird Ihnen der Tilgungszuschuss ausgezahlt.

Rechenbeispiel: KfW-Kredit für Einzelmaßnahme (152)

Für den energieeffizienten Ausbau Ihres Dachbodens benötigen Sie eine Kreditsumme von 20.000 Euro. Sie möchten die Summe innerhalb von 15 Jahren zurückzahlen. Entscheiden Sie sich für das geförderte Annuitäten­darlehen der KfW, ergeben sich folgende Konditionen:

  • Tilgungszuschuss: 1.500 Euro
  • Tilgungsfreie Anlaufjahre: 3 Jahre
  • Zinsbindung: 10 Jahre
  • Jährlicher Sollzins: 0,75 Prozent
  • Anfänglicher Tilgungssatz: 8,67 Prozent
  • Jährlicher Effektivzins: -0,17 Prozent (der konkrete Zinssatz richtet sich nach Ihrer Bonität)

Während der tilgungs­freien Anlauf­jahre gilt folgender Zahlungsplan:

MonateTilgungZinsenAnnuitätRestschuld
1 bis 120,0012,50 %12,50 %20.000 Euro
13 bis 360,0011,56 %11,56 %18.500 Euro

Die Tilgungsphase innerhalb der 10-jährigen Zinsbindungs­frist gestaltet sich wie folgt:

MonateTilgungZinsenAnnuitätRestschuld
37133,72 Euro11,56 %145,28 Euro18.366,28 Euro
120140,83 Euro4,45 %145,28 Euro6.971,35 Euro

Die noch ausstehende Summe von 6.971,35 Euro begleichen Sie in den restlichen fünf Jahren der Kredit­laufzeit in monatlichen Raten.


Dachboden sanieren mit staatlichen Zuschüssen

Planen Sie den energieeffizienten Ausbau Ihres Dachbodens, können Sie sich zusätzlich zum Tilgungs­zuschuss auch einen Investitions­zuschuss der KfW sichern. Über das Programm 430 fördert die KfW beispielsweise Einzel­maßnahmen wie die Wärme­dämmung des Dachbodens. Die Zuschüsse werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert.

Sofern Ihre geplanten Umbaumaßnahmen die Vorgaben erfüllen, erhalten Sie einen Zuschuss in Höhe von bis zu 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 Euro. Bauen Sie gleich das gesamte Haus zum KfW-Energie­effizienz­haus um, gibt es bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 30.000 Euro. Die Höhe des Zuschusses bemisst sich dabei abermals an der erreichten CO2-Einsparung.

Den Investitionszuschuss beantragen Sie online im KfW-Zuschussportal. Genau wie bei der Beantragung des Förderkredits müssen Sie dabei nachweisen, dass die Baumaßnahmen von einem Experten für Energieeffizienz begleitet werden. Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der Bauarbeiten. Um den Investitionszuschuss anzufordern, füllen Sie gemeinsam mit dem Experten für Energieeffizienz eine Bestätigung aus und reichen diese ein.

Vor dem Dachboden­ausbau Kredit­konditionen vergleichen!
Der KfW-Kredit für den Dachbodenausbau ist aufgrund günstiger Zinsen und hoher Zuschüsse attraktiv. Der Kredit­antrag ist jedoch auch mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden. Für kleine Umbaumaßnahmen stellt oft ein Ratenkredit eine unkomplizierte Alternative dar. Bevor Sie sich für eine Variante entscheiden, sollten Sie die Konditionen in einem unabhängigen Kredit-Vergleich gegenüberstellen lassen. Nutzen Sie dazu gern unseren kostenfreien Kreditrechner weiter oben auf der Seite.
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Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.04.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Müni Enkhsaikhan
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