So wechseln Sie Ihre Kfz-Haftpflicht­versicherung

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von Nina Bruckmann
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Das erwartet Sie hier

Wann Sie Ihre Kfz-Haftpflicht­versicherung wechseln können, wie Sie dabei vorgehen und was Sie beim Wechsel beachten müssen.

Inhalt dieser Seite
  1. Jahresende als Kündigungsdatum
  2. Neue Konditionen zur Wechselsaison
  3. Wechsel nach einem Schadensfall
  4. Neuzulassung als Wechselmöglichkeit
  5. Hinweise zum Wechsel

Das Wichtige in Kürze

  • Immer zum Jahresende haben Autofahrer die Möglichkeit, ihre Kfz-Haftpflicht­versicherung zu wechseln.
  • Dabei sollten Sie dringend die Kündigungsfrist von vier Wochen beachten.
  • In einigen Fällen können Sie auch von einem außerordentlichen Kündigungsrecht gebrauch machen.

Jahresende als traditionelles Kündigungsdatum

Bei den meisten Autofahrern enden die Verträge zum 31. Dezember. Man darf allerdings nicht die Kündigungsfrist von 4 Wochen vergessen. So kommt es, dass der 30. November der Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherung ist. Bis dahin müssen nämlich die Kündigungen beim Kfz-Versicherer angekommen sein.

Mit Bezug auf die Zeit des jährlichen Wechsels sprechen Versicherungs­experten häufig von einem regelrechten Ansturm auf Anbieter von Kfz-Versicherungen und auf die Maklerbüros. Ist die Versicherung nicht zum 30. November gekündigt, verlängert sich der Vertrag schließlich automatisch um ein weiteres Jahr. Deswegen liegt das traditionelle Kündigungsdatum für Autofahrer im November.

Experten-Tipp:

„Beim Vergleich von Kfz-Versicherungen kommt es oft auf die Details an. Mancher Versicherer bietet Mehrleistungen ohne großen Unterschied für den Jahresbeitrag. Mit zusätzlichen Leistungen werben die Anbieter um Neukunden.“

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Benjamin Mai
Berater

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Kfz-Versicherer mit neuen Konditionen zur Wechselsaison

Pünktlich zur jährlichen Wechselwelle passen die Versicherer ihre Konditionen an. Jedes Jahr haben Sie daher die Chance auf stärkere Leistungen einer Kfz-Versicherung – oder niedrigere Beiträge. Die Wechselsaison ist deswegen zugleich auch eine gute Gelegenheit für einen Vergleich: Stimmt das Preis-Leistungs­-Verhältnis noch oder gibt es bessere Angebote? Klären Sie die Möglichkeiten für einen lohnenswerten Wechsel der Kfz-Versicherung.


Kündigungsgrund: Beitrags­erhöhung

Die Kfz-Versicherung können Sie auch dann wechseln, wenn der Versicherer eine Steigerung der Beiträge ankündigt. Nutzen Sie das dafür geltende außerordentliche Kündigungsrecht. Beitrags­erhöhung können im Laufe des Jahres angekündigt werden. Die meisten Versicherer geben neue Beitrags­sätze aber zum Jahresende bekannt. In beiden Fällen können Sie ganz einfach die Kfz-Versicherung wechseln.

Nach dem Schadensfall: Kfz-Haftpflicht­versicherung wechseln

Jeder Schadensfall, den Sie der Kfz-Versicherung melden, kann zum Anlass für eine außerordentliche Kündigung genommen werden. Dieses Recht steht Ihnen und dem Versicherer zu (§ 92 VVG). Ein guter Versicherer wird Ihnen nach einem Versicherungs­fall mitteilen, dass er beim nächsten Mal die Kosten erstattet, Ihnen aber kündigen wird. Dadurch verlieren Sie die Kasko­versicherung und es bleibt nur die Kfz-Haftpflicht bestehen. Denken Sie daher daran, rechtzeitig selbst zu kündigen. Das wirkt sich immer besser auf die Suche nach einem neuen Anbieter aus.

Für langjährige Kunden kann ein Schadensfall der direkte Auslöser für eine Kündigung sein. Sogenannte Altverträge sind für Versicherer immer ein kritischer Punkt, weshalb hier einige Anbieter weniger kulant sind und direkt die Kündigung aussprechen. Falls Sie seit mehreren Jahren beim selben Anbieter Ihre Kfz-Versicherung haben, bedenken Sie das erhöhte Risiko der Kündigung nach einem Versicherungs­fall.


Versicherungs­pflicht: Lückenlose Absicherung!

Die Versicherungs­pflicht ist auch die Ursache dafür, dass ein Wechsel des Versicherers nahtlos erfolgen muss. Wird also ein Vertrag zum 31. Dezember eines Jahres gekündigt, muss der neue Vertrag immer zum 01. Januar des Folgejahres abgeschlossen werden.

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Neuzulassung als Wechselmöglichkeit

Falls Sie Ihr altes Auto verkaufen und ein neues anschaffen, bietet sich die Gelegenheit für einen Wechsel der Kfz-Versicherung. Das neue Fahrzeug ist zunächst noch beim aktuellen Anbieter versichert, doch können Sie die Neuzulassung als Kündigungsgrund nutzen. Schon bei der Wahl Ihres zukünftigen Fahrzeugs lohnt es sich, parallel Anbieter von Kfz-Versicherungen zu vergleichen. Dann gibt es später keine Überraschung, falls sich Ihr Jahresbeitrag durch den Fahrzeugwechsel erhöhen sollte.

Hinweise zum Wechsel der Kfz-Versicherung

Selbstbeteiligung bedenken: Überlegen Sie sich, in welcher Höhe Sie eine Selbstbeteiligung wählen. Denn mit ihr können Sie die Beiträge spürbar senken. Hier ist die richtige Abwägung zwischen der Ersparnis auf der einen und Kosten im Schadensfall auf der anderen Seite entscheidend.

Teilkasko oder Vollkasko: Jede Wechselsaison gibt Ihnen die Gelegenheit, noch einmal zwischen Teil- und Vollkasko­versicherung zu wählen. Denken Sie also darüber nach, ob Ihr Auto Ihnen eine Vollkasko­versicherung wert ist oder Ihnen eine Teilkasko­versicherung ausreicht. Bei der Abwägung sollten Sie immer mögliche Vorteile Ihrer Schadenfreiheitsklasse berücksichtigen.

Angabe des Stellplatzes: Auch die Angabe des Stellplatzes für Ihr Fahrzeug kann Ihnen helfen, den Jahresbeitrag zur Kfz-Versicherung zu senken. Beispielsweise wird die Unterbringung in einer Garage gern gesehen, während das Abstellen auf einer beliebigen Freifläche einen Aufschlag des Versicherers bedeuten kann. Für die Kosten Ihrer Kasko­versicherung sollten Sie deshalb den bestmöglichen Stellplatz angeben können.

Fahrleistung genau schätzen: Die Schätzung Ihrer jährlichen Fahrleistung sollte möglichst genau sein. Wird dem Versicherer ein deutlich höherer Kilometerstand gemeldet, als ursprünglich geschätzt, steigt Ihr Jahresbeitrag. Anders herum profitieren Sie auch von einer zu hoch eingeschätzten Fahrleistung, weil sich dann Ihr Beitrags­satz verringert.

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