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Die wichtigsten Änderungen in 2017

Auch im kommenden Jahr wird sich besonders im Bereich der Sozialversicherung wieder einiges ändern. Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen in 2017.

- News von Mario Müller

Beitragsbemessungsgrenzen und PKV-Versicherungspflichtgrenze werden erhöht

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Krankenversicherung steigt 2017 nach aktuellem Stand von 50.850 Euro auf 52.500 Euro. Die Versicherungspflichtgrenze steigt auf 57.600 Euro ab Anfang nächsten Jahres. Wenn der Versicherte die Grenze überschreitet, kann er sich freiwillig in der privaten Krankenversicherung versichern lassen. Die Beitragsbemessungsgrenzen der gesetzlichen Rentenversicherung steigt von monatlich 6.200 Euro auf 6.350 Euro pro Monat im Westen und auf 5.700 Euro im Osten.

Pflegeversicherung: 3 Pflegestufen werden zu 5 Pflegegraden

In der gesetzlichen Pflegeversicherung wird sich nächstes Jahr wohl die größte Änderung ereignen. Das gesamte System wird komplett umgestellt. Aus den bekannten 3 Pflegestufen werden ab nächstem Jahr fünf Pflegegrade. Die Beitragssätze werden in gleichem Zuge um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55, für Kinderlose auf 2,8 Prozent angehoben.

Basis-Rente: Sonderausgabenabzug steigt

Die Basisrente kann, genau wie auch die gesetzliche Rentenversicherung, bei der Steuer als Sonderausgabe vom Einkommen abgezogen werden. Von dem absetzbaren Betrag in Höhe von 23.632 Euro können ab nächstem Jahr statt 82 Prozent 84 Prozent abgesetzt werden. Das bedeutet von 23.632 Euro können tatsächlich 19.624 Euro abgesetzt werden. Der abzusetzende Betrag steigt jährlich an, ab dem Jahr 2025 kann der volle Betrag geltend gemacht werden.

Einführung der Flexi-Rente

Ab nächstem Jahr wird ein völlig neues Rentenmodell eingeführt: Die Flexi-Rente. Wer früher in Rente gehen möchte, kann dies ins Zukunft leichter tun – und kann, ohne Angst vor größeren Abzügen haben zu müssen, noch nebenbei etwas hinzuverdienen. Auch diejenigen, die sich noch fit genug fühlen, um länger zu arbeiten, können davon profitieren. Denn für jedes Jahr, in dem über dem regulären Rentenalter hinaus gearbeitet wird, wird ein Zuschlag von 0,5 Prozent gewährt. Mehr Informationen zur Flexi-Rente

PKV-Beiträge steigen

Schlechte Nachrichten für privat Krankenversicherte: Die Beiträge werden in beiden Systemen ansteigen. 6 Millionen der knapp 8,8 Millionen privat Versicherten werden im kommenden Jahr einen höheren PKV-Beitrag zahlen müssen. Und die Steigerungen werden nicht zu knapp ausfallen: Zwischen elf und zwölf Prozent werden sich die Beiträge für Privatversicherte im Schnitt erhöhen. Die gesetzlich Versicherten werden voraussichtlich von einer Erhöhung der Zusatzbeiträge verschont bleiben.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.07.2019 aktualisiert.
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