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Geblitzt – innerorts und außerorts

Geblitzt innerorts oder geblitzt außerorts? Womöglich nicht nur wegen erhöhter Geschwindigkeit, sondern auch noch wegen einer roten Ampel geblitzt? Welche Strafen auf Sie zukommen, wenn Sie geblitzt wurden.

Verjährungsfrist von Ordnungswidrigkeiten

Geblitzt – Wie lange dauert es, bis der Bescheid kommt?

Wer geblitzt wurde, erhält in der Regel innerhalb von drei Monaten einen Bußgeldbescheid. Häufig liegt der Bescheid aber schon nach einigen Wochen im Briefkasten.

Länger als drei Monate darf die Zustellung jedoch im Normalfall nicht dauern, da Ordnungswidrigkeiten bereits nach drei Monaten verjähren. In Ausnahmefällen kann sich die Verjährungsfrist auf sechs Monate verlängern.

Die Frage „Wo darf geblitzt werden?“ hängt vor allem mit dem Abstand zwischen Temposchild und Blitzer zusammen. Denn Fahrzeugführer müssen genügen Zeit bekommen, um auf die veränderte Höchstgeschwindigkeit zu reagieren. Die Mindestabstände zwischen Blitzer und Straßenschild sind je nach Bundesland unterschiedlich. Meist liegen sie jedoch zwischen 75 und 200 Metern.

Wichtig: Bei Gefahrenstellen können die Abstände zwischen Blitzer und dem veränderten Tempolimit kürzer ausfallen. Das gilt beispielsweise bei kurzen Tempo-30-Zonen vor Schulen oder Altenheimen.

Die Reichweite der Blitzer unterscheidet sich zum Teil erheblich und hängt starkt davon ab, welches Gerät zum Einsatz kommt. Es können Reichweiten von bis zu 1.000 Metern erreicht werden. die meisten Blitzer liegen jedoch deutlich darunter.

In Bezug auf die Geschwindigkeit lässt sich die Frage, ‚Ab wann wird man geblitzt?‘, schon leichter beantworten. Theoretisch können Blitzer bereits eine Geschwindigkeitsübertretung von 1 km/h erfassen. In der Praxis wird man jedoch in der Regel erst geblitzt wenn man 4 km/h zu schnell fährt. Der Grund ist, dass 3 km/h abgezogen werden, wenn die erlaubte Geschwindigkeit unter 100 km/h liegt.

Bußgeldkatalog: Geblitzt innerorts

Wer mit überhöhter Geschwindigkeit innerorts geblitzt worden ist, muss sich auf folgende Strafen einstellen (s. Tabelle):

Geschwindigkeitsüberschreitung Bußgeld Punkt in Flensburg Fahrverbot
bis zu 10 km/h 15 Euro
11 – 15 km/h 25 Euro
16 – 20 km/h 35 Euro
21 – 25 km/h 80 Euro 1 Punkt
26 – 30 km/h 100 Euro 1 Punkt 1 Monat*
31 – 40 km/h 160 Euro 2 Punkte 1 Monat
41 – 50 km/h 200 Euro 2 Punkte 1 Monat
51 – 60 km/h 280 Euro 2 Punkte 2 Monate
61 – 70 km/h 480 Euro 2 Punkte 3 Monate
über 70 km/h 680 Euro 2 Punkte 3 Monate

(Stand: März 2019; sämtliche Angaben ohne Gewähr)

Neben der Geschwindigkeit können noch weitere Faktoren für das Strafmaß entscheidend sein. Dieses kann zum Beispiel eine „der Situation nicht angemessene Geschwindigkeit“ sein (lt. Gesetzgeber), sodass beispielsweise andere Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet wurden. Wiederholungstäter müssen sich zudem auf härtere Strafen einstellen.

Geblitzt in der 30er Zone

Je nachdem, ob sich die 30er Zone innerorts oder außerorts befindet, greift der entsprechende Bußgeldkatalog. Da sich 30er Zonen jedoch in der Regel innerhalb von Ortschaften liegen, genügt meist ein Blick in der Bußgeldkatalog „Geblitzt innerorts“.

Damit Fahrzeugführer rechnen, wenn sie in einer 30er Zone geblitzt werden:

  • geblitzt mit 36 km/h – 10 Euro Bußgeld
  • geblitzt mit 40 km/h – 15 Euro Bußgeld
  • geblitzt mit 55 km/h – 80 Euro Bußgeld + 1 Punkt in Flensburg

Bußgeldkatalog: Geblitzt außerorts

Wer mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn und außerorts geblitzt worden ist, muss sich auf folgende Strafen einstellen (s. Tabelle):

Geschwindigkeitsüberschreitung Bußgeld Punkt in Flensburg Fahrverbot
bis zu 10 km/h 10 Euro
11 – 15 km/h 20 Euro
16 – 20 km/h 30 Euro
21 – 25 km/h 70 Euro 1 Punkt
26 – 30 km/h 80 Euro 1 Punkt
31 – 40 km/h 120 Euro 1 Punkt 1 Monat*
41 – 50 km/h 160 Euro 2 Punkte 1 Monat
51 – 60 km/h 240 Euro 2 Punkte 1 Monat
61 – 70 km/h 440 Euro 2 Punkte 2 Monate
über 70 km/h> 600 Euro 2 Punkte 3 Monate

(Stand: März 2019; sämtliche Angaben ohne Gewähr)

*Ein Fahrverbot wird bei einer Geschwindigkeitsübertretung von 26 bis 30 km/h in der Regel nur dann verhängt, wenn es sich um eine Wiederholungstat handelt (mindestens zweimal innerhalb eines Jahres).

Tipp: Die Verkehrsrechtsschutzversicherung
Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung zahlt die Rechnung des Rechtsanwalts und übernimmt die Kosten bei einer außergerichtlichen Schlichtung sowie eventuelle Prozesskosten. Für Schadensansprüche Dritter ist die Kfz-Versicherung zuständig.
BERATER-TIPP

»Werden Sie von der Polizei angehalten und mit einer Geschwindigkeits­übertretung konfrontiert, sollten Sie sich am besten zunächst nicht äußern! Auch kleinere Bemerkungen können für Sie später negative Folgen haben. Aus diesem Grund sollten Sie auch unbedingt widersprechen, sollten Sie fest­stellen, dass der Beamte eine Äußerung von Ihnen ins Protokoll aufnehmen möchte, die Sie nicht getätigt haben.«

Geblitzt mit Handy

Für Autofahrer, die mit einem Handy am Ohr geblitzt worden sind, wird es besonders teuer. Da es sich um zwei Ordnungswidrigkeiten zur gleichen Zeit handelt, spricht man von Tateinheit. Der Autofahrer muss dann allerdings nicht die doppelte Strafe zahlen, sondern nur ein höheres Bußgeld.

Geblitzt mit Handy am Ohr: Bußgeldberechnung

Das höhere Bußgeld der beiden Einzelverstöße wird zu 100 Prozent berechnet, das niedrigere Bußgeld zu 50 Prozent.

Beispiel: Geblitzt mit Handy

Ein Autofahrer wird innerorts geblitzt. Weil er 21 km/h zu schnell gefahren ist und zugleich ein Handy am Ohr hatte, muss er für die Tempoüberschreitung den halben Satz zahlen – 40 Euro (die Hälfte vom vollen Satz – 80 Euro) – und für den Handyverstoß die vollen 100 Euro. Das Bußgeld für die Tempoüberschreitung in Tateinheit mit dem Handyverstoß beläuft sich demnach auf 140 Euro. Hinzu kommt ein Punkt in Flensburg für den Tempoverstoß.

Dürfen Kommunen auch bei “Handy-Verstößen” abkassieren?
Einige Kommunen haben eigene Blitzgeräte aufgestellt. Wenn eines dieser Geräte nun eine überhöhte Geschwindigkeit und einen Verstoß gegen das Handyverbot feststellt, darf die Kommune nur den Tempoverstoß ahnden. Der Verstoß gegen das Handyverbot wird an die Polizeidienststelle weitergeleitet. In der Praxis kommt dies allerdings eher selten vor – Verkehrssünder können hier also mit etwas Glück mit einer nicht ganz so hohen Strafe davonkommen.

Geblitzt in der Probezeit

Fahranfänger stehen besonders unter Beobachtung. Wer während der Probezeit geblitzt wird, weil er mit zu hohem Tempo fährt, muss unter Umständen mit der Verlängerung der Probezeit rechnen. Zu den ursprünglichen zwei Jahren können weitere zwei Jahre hinzukommen. Ggf. muss der Fahranfänger an einem Aufbauseminar teilnehmen, dessen Kosten er selbst tragen muss. Die im Bußgeldkatalog vorgesehenen Strafen (s. die beiden Tabellen oben) kommen noch hinzu. Für den Sachverhalt ‚geblitzt in der Probezeit‘, wird kein höheres Bußgeld fällig.

Geblitzt bei roter Ampel

Das Strafmaß beim Überfahren einer roten Ampel richtet sich u. a. nach dem Zeitraum, der zwischen dem Beginn der Rotphase und dem Überqueren der Ampel liegt. Wer beim Überfahren einer roten Ampel geblitzt wird, muss aber in jedem Fall mit einem Punkt in Flensburg rechen. Das Strafmaß berechnet sich wie folgt:

Verstoß Bußgeld Punkte in Flensburg Fahrverbot
Ampel bei „Rot“ überfahren 90 Euro 1 Punkt nein
– mit Gefährdung 200 Euro 2 Punkte 1 Monat
– mit Sachbeschädigung 240 Euro 2 Punkte 1 Monat
Rotphase länger als 1 Sekunde 200 Euro 2 Punkte 1 Monat
– mit Gefährdung 320 Euro 2 Punkte 1 Monat
– mit Sachbeschädigung 360 Euro 2 Punkte< 1 Monat

Die Bußgeldstelle unterscheidet zwischen einem einfachen Rotlichtverstoß und einem qualifizierten Rotlichtverstoß. Bei einem einfachen Verstoß zeigte die Ampel weniger als eine Sekunde rot, bei einem qualifizierten mehr als eine Sekunde.

Rotphase länger als 1 Sekunde

Wer eine Ampel überfährt, wenn diese bereits länger als eine Sekunde auf „Rot“ geschaltet war muss neben Bußgeld, Punkten und Fahrverbot unter Umständen damit rechnen, dass eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren nach § 315c StGB hinzukommt.

Alle Angaben in diesem Beitrag ohne Gewähr.

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