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Alkohol am Steuer: Diese Strafen kommen auf Sie zu

Wer mit Alkohol am Steuer erwischt wird, muss sich auf empfindliche Strafen einstellen. Besonders drastische Strafen kommen auf alkoholisierte Autofahrer zu, wenn es zu einem Unfall gekommen ist.

Nicht jedes Glas Bier führt zu einer Strafe, doch gilt grundsätzlich: Alkohol verlangsamt die Reaktionszeit. Wie sehr diese eingeschränkt wird und ob weitere Erscheinungen hinzukommen wie zum Beispiel Konzentrationsstörungen und Beeinträchtigung der Sehkraft, hängt unter anderem von der konsumierten Alkoholmenge, vom allgemeinen körperlichen Zustand des Fahrers sowie von den Speisen ab, die der Fahrer zu sich genommen hat.

Der Gesetzgeber sieht folgende Strafen für eine Alkoholfahrt vor.

Alkohol am Steuer: die Strafen


Die Strafen für Alkohol am Steuer richten sich nach dem Bußgeldkatalog, der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) herausgegeben wird. Der Katalog wird in unregelmäßigen Abständen angepasst.

Das sagt der aktuelle Bußgeldkatalog

Bei Alkohol am Steuer sieht der Bußgeldkatalog folgende Strafen vor (Stand: 2018).

Promillegrenzen Punkte in Flensburg Strafen Fahrverbote und Entzug der Fahrerlaubnis Ordnungswidrigkeit oder Straftat
0,5 – 1,09 Promille 2 500 Euro Fahrverbot: ein Monat Ordnungswidrigkeit
Bei wiederholtem Verstoß 2 1.000 Euro Fahrverbot: drei Monate Ordnungswidrigkeit
Beim dritten Verstoß 3 1.500 Euro Fahrverbot: drei Monate Ordnungswidrigkeit
Ab 1,1 Promille 3 Freiheits- oder Geldstrafe Entzug der Fahrerlaubnis für sechs Monate bis fünf Jahre oder lebenslang Straftat
Ab 1,6 Promille 3 Freiheits- oder Geldstrafe Entzug der Fahrerlaubnis für sechs Monate bis fünf Jahre oder lebenslang Straftat

Ein Alkoholwert von unter 0,5 Promille gilt grundsätzlich noch nicht als Ordnungswidrigkeit. Unter besonderen Umständen wie zum Beispiel einem Unfall kann allerdings bereits ein Wert von 0,3 Promille geahndet werden.

Anmerkung: Die genannten Werte sind lediglich Richtwerte. Sollte ein Richter beispielsweise außergewöhnliche Umstände oder ein besonderes Verhalten des Autofahrers feststellen, können die Strafen abweichen.

Ein kleines Bier reicht oft schon!

Ein kleines Bier zu 0,33 Liter reicht oft schon, um die 0,3-Promillegrenze zu erreichen. Wer mit diesem Alkoholwert angetroffen wird, hat zwar noch keine Ordnungswidrigkeit begangen, muss allerdings dennoch mit Konsequenzen rechnen, wenn z. B. eine auffällige oder unsichere Fahrweise an den Tag gelegt wird.

Gelten die Strafen auch, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin?

Die Strafen für Fahrradfahrer weichen von denen der Autofahrer ab. Hier werden häufig Geldstrafen zwischen 5 und 35 Euro verlangt, wobei es auch Verstöße gibt, die mit deutlich höheren Summen belegt werden.

Einen Punkt in Flensburg gibt es in der Regel, wenn ein Buß- oder Verwarnungsgeld von mindesten 60 Euro verhängt worden sind. Bei einer alkoholisierten Fahrradfahrt, bei der der Radfahrer mit 1,6 Promille oder mehr erwischt wird, ist in der Regel nicht nur der Kfz-Führerschein weg. Hier muss auch der Radfahrer zusätzlich eine medizinisch-psychologische Untersuchung absolvieren (die s. g. MPU).

Fragen zum Thema Alkohol am Steuer

Wann verjährt Alkohol am Steuer?

Ordnungswidrigkeiten wegen Alkohol am Steuer verjähren frühestens nach sechs Monaten.
Wichtig zu wissen: Es handelt sich nur um eine Ordnungswidrigkeit, solange der Promillewert unter 1,1 liegt. Bei Überschreitung dieser Promillegrenze handelt es sich um eine Straftat.

Die Punkte in Flensburg werden allerdings erst nach mehreren Jahren gelöscht.

Wann kommt es zur Anzeige wegen Alkohol am Steuer?

Bei Promillewerten ab 1,1 liegt eine Straftat vor und der Betroffene kann mit einer Anzeige rechnen. Autofahrer, die unter Alkoholeinfluss an einem Unfall beteiligt sind, müssen auch bei geringeren Promillewerten mit einer Anzeige rechnen. Sind Personen betroffen, wird in der Regel auch eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gemacht.

Anwaltliche Hilfe nach Alkoholfahrt

Wer mit Alkohol am Steuer erwischt wird, kann sich in jedem Fall an einen Anwalt wenden und beraten lassen. Dies ist in der Regel jedoch mit Kosten verbunden. Mit einer Rechtsschutzversicherung kann sich der Versicherte ohne Angst vor den Kosten für eine Beratung zum Sachverhalt Alkohol am Steuer an einen Anwalt wenden.

Das leistet eine Verkehrsrechtsschutzversicherung

Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt die Beratungskosten beim Rechtsanwalt sowie die Kosten einer außergerichtlichen Schlichtung und eventuelle Prozesskosten. Für Schadensansprüche Dritter ist hingegen die Kfz-Versicherung zuständig.

Alkohol am Steuer bei Unfall

Wenn bei einem Unfall Alkohol im Spiel war, leitet die Staatsanwaltschaft ein Verfahren ein. Ersttäter bekommen dann in der Regel einen Strafbefehl zugestellt, der zu einem schriftlichen Verfahren führt. Bei Wiederholungstätern reicht ein schriftliches Verfahren in der Regel nicht aus, es kommt zu einer öffentlichen Verhandlung vor Gericht.

Mit diesen Strafen ist zu rechnen, wenn es mit Alkohol am Steuer zum Unfall kommt:

Möglich sind Geldstrafen zu wenigstens 70 Tagessätzen und Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Zusätzlich muss der Autofahrer seinen Führerschein abgeben und, je nach Alkoholkonzentration im Blut, kommen Punkte in Flensburg dazu.

Wichtig: Sobald man mit Alkohol am Steuer in einen Unfall verwickelt ist, erhält man in der Regel eine Teilschuld zugesprochen.

Alkohol am Steuer in der Probezeit

Für Fahranfänger gibt es die s. g. 0-Promille-Regel. Das bedeutet, dass Neulinge am Steuer keinen Alkohol trinken dürfen. Bereits wer mit 0,1 Promille erwischt wird, erhält einen Punkt in Flensburg und muss zusätzlich 250 Euro Bußgeld zahlen. Die Strafen steigen je nach Alkoholgehalt im Blut. Der Thematik Alkohol am Steuer in der Probezeit wurde sich bereits 2007 angenommen. Damals wurde sowohl die Null-Promillegrenze als auch die zweijährige Probezeit festgelegt.

Alkohol am Steuer ab 21

Die Null-Promillegrenze gilt nicht nur während der zweijährigen Probezeit, sondern für alle unter 21 Jahren. Für sie ist Alkohol am Steuer gesetzlich verboten. Alkohol am Steuer ist erst ab 21 überhaupt erlaubt. Der oben aufgeführte Auszug aus dem Bußgeldkatalog gilt dementsprechend nicht für Autofahrer, die unter 21 sind.

MPU - Gründe und Ablauf der Medizinisch-Psychologische Untersuchung

Gründe einer MPU

Wann eine MPU verordnet wird, ist klar gesetzlich geregelt. Alkohol am Steuer zieht eine MPU nach sich, wenn die Promillegrenze von 1,6 überschritten wird. Einige Bundesländer setzen eine niedrigere Promillegrenze an und verhängen die Strafe bereits bei 1,1 Promille. Aber auch, wenn der Fahrer mehrmals wegen Alkohol auffällig wurde, bei Fahrten unter Drogeneinfluss und ab acht Punkten wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung angeordnet.

Ablauf einer MPU

Die medizinisch-psychologische Untersuchung besteht in der Regel aus vier Teilen. Betroffene müssen Fragebögen beantworten und Leistungstests bestehen. Diese sollen vor allem die Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit sowie die Reaktionsgeschwindigkeit der Teilnehmer überprüfen. Darüber hinaus finden eine medizinische Untersuchung und ein psychologisches Gespräch statt.

Wurde die MPU wegen Drogen oder Alkohol am Steuer angeordnet, ist auch ein Blut- oder Urintest Teil der medizinischen Untersuchung.

 

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