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Alkohol am Steuer: Diese Strafen kommen auf Sie zu

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Strafen für Alkohol am Steuer sind im Bußgeldkatalog gesetzlich geregelt.
  • Ab einer Promillegrenze von 1,1 gilt Alkohol am Steuer als Straftat. Es drohen Freiheits- und Geldstrafen, Entzug der Fahrerlaubnis und eine Anzeige.
  • Härtere Strafen drohen bei Alkohol am Steuer bei Unfall. Dann wird zusätzlich ein Verfahren durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet.
  • Für Fahranfänger in der Probezeit gilt die Null-Promilleregel. Dies bedeutet: Alkohol am Steuer ist grundsätzlich verboten.
  • Hilfe vom Anwalt kann beansprucht werden. Die Kosten für Anwalt und Gericht übernimmt unter Umständen eine Verkehrsrechtsschutzversicherung.

Alkohol am Steuer

Nicht jedes Glas Bier führt zu einer Strafe, doch gilt grundsätzlich: Alkohol verlangsamt die Reaktionszeit. Wie sehr diese eingeschränkt wird und ob weitere Erscheinungen hinzukommen wie zum Beispiel Konzentrationsstörungen und Beeinträchtigung der Sehkraft, hängt unter anderem von der konsumierten Alkoholmenge, vom allgemeinen körperlichen Zustand des Fahrers sowie von den Speisen ab, die der Fahrer zu sich genommen hat. Je nach Promillegrenze sieht der Gesetzgeber Strafen für eine Alkoholfahrt vor.


Welche Strafen erwarten mich bei Alkohol am Steuer?

Die Strafen für Alkohol am Steuer richten sich nach dem Bußgeldkatalog, der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) herausgegeben wird. Der Katalog wird in unregelmäßigen Abständen angepasst.

PromillegrenzenPunkte in FlensburgStrafenFahrverbote und Entzug der FahrerlaubnisOrdnungswidrigkeit oder Straftat
0,5 – 1,09 Promille2500 EuroFahrverbot: ein MonatOrdnungswidrigkeit
Bei wiederholtem Verstoß21.000 EuroFahrverbot: drei MonateOrdnungswidrigkeit
Beim dritten Verstoß31.500 EuroFahrverbot: drei MonateOrdnungswidrigkeit
Ab 1,1 Promille3Freiheits- oder GeldstrafeEntzug der Fahrerlaubnis für sechs Monate bis fünf Jahre oder lebenslangStraftat
Ab 1,6 Promille3Freiheits- oder GeldstrafeEntzug der Fahrerlaubnis für sechs Monate bis fünf Jahre oder lebenslangStraftat

(Quelle)

Das sagt der Bußgeldkatalog aus

Ein Alkoholwert von unter 0,5 Promille gilt grundsätzlich noch nicht als Ordnungswidrigkeit. Unter besonderen Umständen wie zum Beispiel einem Unfall kann allerdings bereits ein Wert von 0,3 Promille geahndet werden.

Anmerkung: Die genannten Werte sind lediglich Richtwerte. Sollte ein Richter beispielsweise außergewöhnliche Umstände oder ein besonderes Verhalten des Autofahrers feststellen, können die Strafen abweichen.

Ein kleines Bier reicht oft schon aus
Ein kleines Bier zu 0,33 Liter reicht oft schon, um die 0,3-Promillegrenze zu erreichen. Wer mit diesem Alkoholwert angetroffen wird, hat zwar noch keine Ordnungswidrigkeit begangen, muss allerdings dennoch mit Konsequenzen rechnen, wenn z. B. eine auffällige oder unsichere Fahrweise an den Tag gelegt wird.

Erklävideo: Alkohol am Steuer – welche Strafen drohen?


Wann verjährt Alkohol am Steuer?
Ordnungswidrigkeiten wegen Alkohol am Steuer verjähren frühestens nach sechs Monaten. Wichtig zu wissen: Es handelt sich nur um eine Ordnungswidrigkeit, solange der Promillewert unter 1,1 liegt. Bei Überschreitung dieser Promillegrenze handelt es sich um eine Straftat. Die Punkte in Flensburg werden allerdings erst nach mehreren Jahren gelöscht.

Was für Strafen drohen, wenn man geblitzt wird?

Geblitzt – innerorts und außerorts


Alkohol am Steuer bei Unfall

Wenn bei einem Unfall Alkohol im Spiel war, leitet die Staatsanwaltschaft ein Verfahren ein. Ersttäter bekommen dann in der Regel einen Strafbefehl zugestellt, der zu einem schriftlichen Verfahren führt. Bei Wiederholungstätern reicht ein schriftliches Verfahren in der Regel nicht aus, es kommt zu einer öffentlichen Verhandlung vor Gericht.

Strafen bei Alkohol am Steuer mit Unfall

  • Geldstrafen zu wenigstens 70 Tagessätzen
  • Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren
  • Abgabe des Führerscheins
  • Je nach Alkoholkonzentration im Blut Punkte in Flensburg

Wichtig: Sobald man mit Alkohol am Steuer in einen Unfall verwickelt ist, erhält man in der Regel eine Teilschuld zugesprochen.

Wann kommt es zur Anzeige wegen Alkohol am Steuer?
Bei Promillewerten ab 1,1 liegt eine Straftat vor und der Betroffene kann mit einer Anzeige rechnen. Autofahrer, die unter Alkoholeinfluss an einem Unfall beteiligt sind, müssen auch bei geringeren Promillewerten mit einer Anzeige rechnen. Sind Personen betroffen, wird in der Regel auch eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gemacht.

Alkohol am Steuer in der Probezeit

Für Fahranfänger gibt es die sog. 0-Promille-Regel. Das bedeutet, dass Neulinge am Steuer keinen Alkohol trinken dürfen. Wer dagegen verstößt, muss bereits bei 0,1 Promille mit entsprechenden Strafen rechnen:

  • 1 Punkt in Flensburg
  • 250 Euro Bußgeld
  • Strafen steigen je nach Alkoholgehalt im Blut

Bereits 2007 wurde das Thema Alkohol am Steuer in der Probezeit behandelt, indem die Null-Promillegrenze und die zweijährige Probezeit festgelegt wurden.

Null-Promille-Regel für alle unter 21 Jahre
Die Null-Promillegrenze gilt nicht nur während der zweijährigen Probezeit, sondern für alle unter 21 Jahren. Für sie ist Alkohol am Steuer gesetzlich verboten. Der oben aufgeführte Auszug aus dem Bußgeldkatalog gilt dementsprechend für Autofahrer über 21 Jahre.

Was gilt für Alkohol beim Fahrrad fahren?

Die Strafen für Fahrradfahrer weichen von denen der Autofahrer ab. Hier werden häufig Geldstrafen zwischen 5 und 35 Euro verlangt, wobei es auch Verstöße gibt, die mit deutlich höheren Summen belegt werden.

Einen Punkt in Flensburg gibt es in der Regel, wenn ein Buß- oder Verwarnungsgeld von mindesten 60 Euro verhängt worden sind. Bei einer alkoholisierten Fahrradfahrt, bei der der Radfahrer mit 1,6 Promille oder mehr erwischt wird, ist in der Regel nicht nur der Kfz-Führerschein weg. Hier muss auch der Radfahrer zusätzlich eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolvieren. Mehr dazu im Abschnitt „Medizinisch-psychologische Untersuchung“ .

Ein weiteres großes Problem für Fahrradfahrer: Fahrradklau:

Fahrrad geklaut – was tun?


Anwaltliche Hilfe nach Alkohol am Steuer

Wer mit Alkohol am Steuer erwischt wird, kann sich in jedem Fall von einem Anwalt beraten lassen. Dies ist in der Regel jedoch mit Kosten verbunden. Mit einer Rechtsschutzversicherung kann sich der Versicherte ohne Angst vor den Kosten für eine Beratung zum Sachverhalt Alkohol am Steuer an einen Anwalt wenden. Diese kann auch einen Anwalt vermitteln.

Das leistet eine Verkehrsrechtsschutzversicherung

Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt die Beratungskosten beim Rechtsanwalt sowie die Kosten einer außergerichtlichen Schlichtung und eventuelle Prozesskosten. Achten Sie jedoch auf Leistungsausschlüsse! Vorsätzliche Straftaten, wie Trunkenheit am Steuer, kann von den Leistungen ausgeschlossen sein.

Für Schadensansprüche Dritter ist hingegen die Kfz-Versicherung zuständig.

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Die MPU: Medizinisch-psychologische Untersuchung

Wann eine MPU verordnet wird, ist klar gesetzlich geregelt. Alkohol am Steuer zieht eine MPU nach sich, wenn die Promillegrenze von 1,6 überschritten wird. Einige Bundesländer setzen eine niedrigere Promillegrenze an und verhängen die Strafe bereits bei 1,1 Promille. Aber auch, wenn der Fahrer mehrmals wegen Alkohol auffällig wurde, bei Fahrten unter Drogeneinfluss und ab acht Punkten in Flensburg wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung angeordnet.

Ablauf einer MPU

Die medizinisch-psychologische Untersuchung besteht in der Regel aus vier Teilen. Betroffene müssen Fragebögen beantworten und Leistungstests bestehen. Diese sollen vor allem die Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit sowie die Reaktionsgeschwindigkeit der Teilnehmer überprüfen. Darüber hinaus finden eine medizinische Untersuchung und ein psychologisches Gespräch statt. Wurde die MPU wegen Drogen oder Alkohol am Steuer angeordnet, ist auch ein Blut- oder Urintest Teil der medizinischen Untersuchung.

Beachten Sie: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung! Alle Angaben sind ohne Gewähr.


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