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Klassenfahrten und Versicherungen: Das sollten Sie wissen!

Klassenfahrten sind eine Ausnahmesituation für Schüler und Lehrer. In ungewohnter Umgebung, in der es bei der relativ hohen Teilnehmerzahl auch mal drunter und drüber gehen kann, gibt es zahlreiche Risiken. Lesen Sie hier, welche Versicherungen auf einer Klassenfahrt greifen und welche nicht.

Die Klassenfahrt ist eine Schulveranstaltung

Gemäß Schulordnung stellt die Klassenfahrt eine Schulveranstaltung dar und ist für jeden Schüler verpflichtend. Gemeinsame Fahrten sind fester Bestandteil des Lernens und ausschlaggebend für die Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühl in der Klasse. Mit ihrem Erlebnis sollen Kompetenzen wie das gegenseitige Verständnis untereinander, Toleranz und Rücksichtnahme unterstützt werden. Auch wenn es eher selten vorkommt, kann der Fall eintreten, dass der betreffende Schüler aus finanziellen bzw. religiösen Gründen von der Teilnahme befreit wird. Die Nichtteilnahme befreit ihn jedoch nicht von der Erfüllung der Schulpflicht. Während seine Klassenkameraden auf Klassenfahrt sind, muss der befreite Schüler entweder den Unterricht in einer anderen Klasse besuchen oder zu Hause aufgegebene Schulaufgaben erledigen.

Was passiert bei einem finanziellen Engpass?

In der Regel werden Klassenfahrten frühzeitig angekündigt, sodass Eltern Gelegenheit haben, den finanziellen Eigenanteil an der Fahrt zu organisieren. Dennoch gibt es Familien, die trotz Vorlaufzeit Schwierigkeiten haben, ihrem Kind diese Unternehmung zu ermöglichen. Dabei können sie auf unterschiedliche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung zurückgreifen.

Die Schüler arbeitsloser Eltern werden bei der Finanzierung der Klassenfahrt vom Staat unterstützt. Einem Urteil des Bundessozialgerichts zufolge, müssen die kompletten Reisekosten vom Staat übernommen werden, ohne etwaige Höchstgrenzen für die Erstattung zu beachten. Ferner erhalten auch Geringverdiener staatliche Zuschüsse zur Finanzierung einer Klassenfahrt. Im Gegensatz zu arbeitslosen Eltern, richtet sich hierbei die Höhe des Zuschusses nach der jeweiligen Lebenssituation. Zugleich können auch schulische Fördervereine die Teilnahme finanziell unterstützen.

Damit dem Abenteuer Klassenfahrt nichts mehr im Wege steht, müssen neben den finanziellen Aspekten auch Versicherungsfragen geklärt werden:

  • Gesetzlicher Krankenschutz
  • Reisegepäck
  • Unfallschutz
  • Auslandskrankenschutz
  • Haftpflicht

Gesetzlicher Krankenschutz bei schulischen Veranstaltungen

Grundsätzlich unterliegen Schüler allgemeinbildender Schulen dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dieser gilt solange es sich bei der Aktivität um eine schulische Veranstaltung wie Ausflüge, Klassenfahrt etc. handelt. Dabei ist es unerheblich, ob sich der Veranstaltungsort im In- oder Ausland befindet.

Schwierig kann es hingegen werden, wenn Aktivitäten nicht eindeutig der Klassenveranstaltung zugeordnet werden können. Dieses ist zum Beispiel der Fall, wenn Schüler ohne Erlaubnis das Gelände verlassen und einen Unfall haben oder einen Schaden verursachen.

Kostenerstattung richtet sich nach Art der Krankenversicherung

Damit der gesetzliche Krankenschutz (der Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung) im Versicherungsfall in Anspruch genommen werden kann, müssen Schüler ihre Krankenversichertenkarte mit sich führen. Mithilfe der Karte können jegliche anfallenden medizinischen Kosten über die Unfallversicherung abgerechnet werden. Die Eltern der erkrankten bzw. verletzten Kinder können allenfalls zur Zuzahlung für Medikamente aufgefordert werden. Anders gestaltet sich das Erstattungsprinzip, wenn das Kind Mitglied in der privaten Krankenversicherung ist. In dem Fall müssen die in Anspruch genommenen Medikamente und die Behandlung im Vorhinein von den Eltern bezahlt werden.

Unfallschutz bei außerplanmäßigen Aktivitäten

Die gesetzliche Unfallversicherung greift lediglich im Rahmen schulischer Veranstaltungen (s. a. Unfall in der Schule: Wer zahlt?). Jedoch gibt es auf Klassenfahrten für die Schülerinnen und Schüler auch Zeiten zur freien Verfügung. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht in diesen Zeiten kein Versicherungsschutz. Dieses würde wiederum eine private Unfallversicherung leisten, die sämtliche Unfälle in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme abdeckt, sofern eine dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit die Folge eines Unfalls ist. Damit das Kind rundum abgesichert ist, sollte die Police eine 24-Stunden-Deckung vorsehen und kosmetische Operationen sowie Bergungs- und Rettungskosten einschließen.

Auslandskrankenschutz erspart hohe Krankenhaus- und Arztrechnungen

Deutschland unterhält mit einigen europäischen Nachbarländern Abkommen mit Sozialversicherungsträgern, die im Leistungsfall denselben Versicherungsschutz bieten wie im Inland. Hierbei ist es wichtig, dass sich Lehrer vorab die Anschrift des zuständigen Sozialversicherungsträgers im Ausland geben lassen. Ist die Bezahlung nicht geregelt, verweigern Ärzte die Behandlung, sodass im schlimmsten Fall nur eine Barzahlung möglich ist. Sofern kein Abkommen mit einem Reiseland besteht, müssen Reisende in Vorleistung treten und können erst nach Reiseende eine Kostenerstattung erwirken. Grundsätzlich erstatten die Krankenkassen nur einen Teil der eingereichten Arztrechnungen. Überführungen und Rücktransporte werden oftmals nur bei medizinischer Notwendigkeit zugelassen, sodass der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung ratsam ist.

Haftpflichtschutz gilt für Lehrer und Schüler

Im Rahmen von Klassenfahrten müssen Lehrer den Nachweis einer Diensthaftpflicht-Versicherung erbringen. Die Versicherung sichert die Tätigkeit des Lehrers als Beaufsichtigter ab. Tritt jedoch der Fall ein, dass der Schüler einem anderen einen Schaden zufügt oder das Mobiliar der Jugendherberge oder des Hotels beschädigt, ist er in vollem Umfang schuldfähig. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf das Leben des Schülers und seiner Eltern haben. Umso sinnvoller erscheint der Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Im Allgemeinen sind Kinder innerhalb der Elternversicherung haftpflichtversichert.

BERATER-TIPP

»Eine Reiserücktrittsversicherung ist ein „Must Have“ für Klassenfahrten! Mit nur ein paar Euro sichert man sich für den Fall ab, dass z. B. der Lehrer krank wird. Ohne diese Absicherung wird es für die gesamte Schulklasse schnell teuer.«

Lehrer auf Klassenfahrt: ein Erfahrungsbericht

Klassenfahrt - Lehrer

Herr Nickel ist Lehrer und unterrichtet an einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe die Fächer Biologie, Physik, Naturwissenschaften und Geschichte. Er war schon häufiger auf Klassenfahrt und erzählt im Interview von seinen Erfahrungen, die er bisher als Aufsichtsperson gemacht hat.

Waren sie schon mit Klassen auf Klassenfahrt? Wenn ja in welcher Größenordnung?

Ich war schon häufig mit Klassen auf Klassenfahrt. Unter anderem mit einer 12. Klasse in Ausschwitz und auf diversen Fahrten der Sekundarstufe I. Jeweils zwischen 3 und 5 Übernachtungen.

Welche typischen Unfälle/Zwischenfälle von Schülern haben Sie auf Klassenfahrten erlebt? Oder haben sie eventuell von Unfällen gehört?

Typische Zwischenfälle sind die Beschädigungen des Reisebusses (in einem Fall musste ein gesamter Sitz von einem Schüler ersetzt werden), Beschädigungen des Zimmerinventars, Diebstähle und Verletzungen. Schwere Unfälle oder Ähnliches habe ich bisher noch nicht erlebt und auch noch nicht davon gehört. Theoretisch kann auf einer Klassenfahrt aber natürlich alles passieren, was im normalen Alltag ebenfalls vorkommen kann. Hinzu kommt eine gewisse Affinität der Schülerinnen und Schüler zu Grenzüberschreitungen auf Klassenfahrten, die ein erhöhtes Risiko bergen können.

Gab es auf einer ihrer Klassenfahrten schonmal einen Zwischenfall, bei dem eine Versicherung in Anspruch genommen werden musste?

Im Fall der Beschädigung des Busses musste die Haftpflichtversicherung der Familie in Anspruch genommen werden.

Gibt es einen Höchstbetrag für die Kosten einer Klassenfahrt?

Der Höchstbetrag für eine Klassenfahrt ist je nach Klassenstufe sehr unterschiedlich. Von 75 Euro bis 500 Euro war schon alles dabei. Ich weiß aber, dass an Gymnasien für Kursfahrten der Oberstufe auf noch höhere Kosten entstehen können.

Nach welchen Kriterien wird das Reiseziel ausgewählt?

Kosten, Verfügbarkeit, Möglichkeiten vor Ort und Übereinstimmung mit den pädagogischen Zielen.

Was gehört in den typischen „Exkursionsbeutel“ eines Lehrers?

Ich denke, dass ist von Lehrer zu Lehrer sehr verschieden. Ein Erste-Hilfe-Set ist aber immer mit dabei.

Gerade auf Klassenfahrten neigen Schüler zu verbotenen Sachen wie Alkohol. Wie stehen sie zum Thema Alkohol auf Klassenfahrten?

Sind die Schüler unter 18 Jahre alt, ist das Trinken von Alkohol und das Rauchen von Zigaretten untersagt.

Grundsätzlich sind Lehrer und Schüler während der Klassenfahrt über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Haben sie auch Versicherungen abgeschlossen, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen? Wenn ja, welche?

Bisher habe ich nur eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen, falls ein Schüler kurzfristig ausfällt.

Fürsorgliche Eltern drücken häufig große Sorgen aus, wenn ihr Kind auf Klassenfahrt fährt. Wie nehmen Sie den Eltern jegliche Sorgen bezüglich der Klassenfahrt?

Je nach Bindung und Vertrauen in das eigene Kind sind die Einstellungen zu einer Klassenfahrt sehr unterschiedlich. Ich denke, man kann Eltern die Sorgen um ihre Kinder bezüglich einer Klassenfahrt nicht gänzlich nehmen. Meist sorgen sich die Eltern aber eher um die Finanzierbarkeit der Klassenfahrt als um das Wohlergehen während der Klassenfahrt.

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Als Schüler nimmt man nicht wahr, wie viel Arbeit hinter so einer Klassenfahrt steckt. Wie früh muss sich ein Lehrerkollegium um die Organisation einer Klassenfahrt kümmern und welche Einzelheiten beinhaltet die Organisation des Bildungsurlaubs?

Die Organisation einer Klassenfahrt beginnt mind. 1,5 Jahre vor der Klassenfahrt. Je nach Ziel müssen die Unterkunft, An- und Abreise, sowie die Aktivitäten vor Ort geplant werden. Außerdem müssen die Eltern bewegt werden über das Kurs-/ Klassenkonto das Geld rechtzeitig zu bezahlen. Hinzu kommen Informationsveranstaltungen und die Rechtfertigung und Anmeldung der Klassenfahrt bei der Schulleitung und beim Schulamt sowie die Organisation weiterer zuverlässiger Begleitpersonen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse nehmen Sie aus der Teilnahme an Klassenfahrten mit?

Klassenfahrten als außer-unterrichtliche Aktivitäten sind und bleiben sehr wichtig für die Entwicklung einer Klasse, sowie zur Erweiterung des Horizontes von Schülerinnen und Schülern. Sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für den Lehrer bieten sie eine gute Möglichkeit sich außerhalb des schulischen Alltagsstresses kennenzulernen und aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Sie machen viel Arbeit, lohnen sich in den meisten Fällen aber auch. Ich konnte bisher fast immer eine positive Entwicklung des Klassenklimas feststellen. Außerdem bieten sie besonders Schülerinnen und Schülern aus sozial schwachen Elternhäusern Aktivitäten und Einblicke, die ihnen ohne Schule als Institution sicher verwehrt geblieben wären.

Haben sie schon von einer Klassenfahrt- und Schüler-Reiseversicherung gehört? Was würden sie sich von einer allumfassenden Versicherung für Klassenfahrten wünschen?

Ich habe von diesem Versicherungstyp bisher noch nichts gehört. Interessant wäre inwieweit eine solche Versicherung die eventuelle Verletzung der Aufsichtspflicht durch die begleitende Lehrperson schützt. In diesem Bereich kann es schließlich immer zu unvorhergesehenen Regelverstößen und Ereignissen kommen. Ich denke die Notwendigkeit müsste je nach Einzelfall und Gefährdungspotenzial einzeln geprüft werden. Eine Reiserücktrittsversicherung halte ich bei höheren Kosten aber immer für sinnvoll. Alle weiteren Fälle werden meines Erachtens von den Versicherungen der Eltern bzw. Schülern getragen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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