VPV Berufs­unfähigkeits­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Wie die VPV ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung aufgestellt hat, was in den Bedingungen von Januar 2025 steht, wie Finanztest den Tarif bewertet und wie es um Beschwerden und Finanzstärke steht.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Laufende Aktionen
  8. Stärken und Schwächen
  9. Erfahrungen und Beschwerden
  10. Unsere Einschätzung
  11. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der VPV ist in unserer Gesamtauswertung der zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer nicht vertreten.
  • Finanztest gibt dem Tarif SBU (01.25) im Jahr 2026 das Qualitätsurteil „Sehr gut“ (1,0).
  • Die VPV verkauft vier Varianten: die klassische SBU, den BU Fonds Plus mit Fondsanlage der Überschüsse, die Starter-BU für junge Leute und eine Zusatz­versicherung.
  • In den Bedingungen stehen der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, ein weltweiter Schutz und eine Infektionsklausel für alle Berufe.
  • Für Schüler, Studenten und Azubis sowie Selbständige mit kleinem Betrieb passt die VPV, für Beamte nicht: Eine echte Dienstunfähigkeits­klausel fehlt.
  • Die Nach­versicherung ist je Erhöhung auf 12.000 € Jahresrente gedeckelt, in Summe auf 36.000 €.

Die VPV auf einen Blick

Wie gut ist die VPV?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • Finanztest 2026: „Sehr gut“ (1,0)
  • Verzicht auf die abstrakte Verweisung
  • Infektionsklausel für alle Berufe

Finanztest, das Verbrauchermagazin von Stiftung Warentest, gibt dem Tarif SBU (01.25) im Jahr 2026 das Qualitätsurteil „Sehr gut“ (1,0). Die Bedingungen bekommen eine 1,0, der Antrag eine 0,9.

In unserer Gesamtauswertung der zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer steht die VPV nicht. Aus den fünf Testhäusern liegt für sie nur das Finanztest-Urteil vor, Bewertungen von Franke und Bornberg, DFSI, IVFP und ServiceValue fließen nicht ein.


Was kostet sie?

Den Beitrag bestimmen bei der VPV Beruf und Berufsklasse, Eintrittsalter, Gesundheit, Rentenhöhe und Laufzeit. Die Berufsklasse ermittelt das Haus über eine eigene Berufsdatenbank. In der klassischen SBU verrechnet die VPV die Überschüsse mit dem Beitrag, im BU Fonds Plus legt sie sie in Fonds an.

Ein Musterbeitrag mit Beruf und Alter steht in keiner Unterlage der VPV, Ihr Betrag steht erst im persönlichen Angebot fest. Festgelegt sind nur Untergrenzen: In der SBU sind es zehn Euro Monatsbeitrag und 50 Euro Monatsrente.


Für wen passt sie?

  • Schüler: Einstieg ab zehn Jahren, in der Starter-BU bis 1.500 Euro Monatsrente ohne Risikozuschlag
  • Studenten: Einstufung nach Studienrichtung, Erhöhung ohne Anlass in den ersten fünf Vertragsjahren
  • Azubis: In der Starter-BU Wahl zwischen Azubi-Einstufung und angestrebtem Beruf
  • Selbständige: Keine Umorganisationsprüfung bei weniger als fünf Mitarbeitern

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der VPV?

Risikoträger ist die VPV Lebens­versicherungs-AG mit Sitz in Stuttgart, eine Gesellschaft der VPV Versicherungen. Laut ihrem Bericht über Solvabilität und Finanzlage lag die aufsichtsrechtliche Solvenzquote zum 31.12.2025 bei 333 Prozent, nach 287 Prozent ein Jahr zuvor. Übergangs­maßnahmen stecken darin nicht: Das Rückstellungstransitional steht seit 2024 auf null.

Die BaFin-Beschwerdequote der VPV beträgt für 2025 1,39 je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt 1,81. Auf Trustpilot stehen 2,7 von 5 Punkten aus 118 Bewertungen, abgerufen am 24.09.2026.

  • Risikoträger
    VPV Lebens­versicherungs-AG, Stuttgart, Gesellschaft der VPV Versicherungen
  • Tarife
    VPV Berufs­unfähigkeits­versicherung (SBU) und VPV BU Fonds Plus (FBU), beide Tarifgeneration 202501, VPV Starter-BU und Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung, Jahresrenten von 300 bis 73.800 Euro
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 333 Prozent zum 31.12.2025, im Vorjahr 287 Prozent
  • Neugeschäft
    Offen, verkauft werden SBU, BU Fonds Plus, Starter-BU und die Zusatz­versicherung

Berufs­unfähigkeits­versicherung der VPV im Test (2026)

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Unsere Gesamtauswertung fasst die Urteile von Franke und Bornberg, dem DFSI, dem IVFP, Finanztest und ServiceValue sowie die BaFin-Beschwerdequote zu einer Punktzahl zusammen. Die VPV ist in der aktuellen Auswertung unserer Testseite nicht vertreten, gezeigt werden dort nur die zehn Bestplatzierten für Arbeitnehmer. Zu ihren Tarifen führt die Auswertung allein das Ergebnis von Finanztest.

Zur Gesamtauswertung der Berufs­unfähigkeits­versicherung


Der Finanztest Vergleich

Finanztest, das Verbrauchermagazin von Stiftung Warentest, hat 2026 insgesamt 55 Berufs­unfähigkeits­versicherungen verglichen. Ins Qualitätsurteil gehen die Versicherungs­bedingungen mit 75 Prozent und die Anträge mit 25 Prozent ein. Wird ein Kriterium nur teilweise erfüllt, gibt es Abzüge.

TarifBedingungenAnträgeQualitätsurteil
SBU (01.25)Sehr gut (1,0)Sehr gut (0,9)Sehr gut (1,0)

Beide Teilurteile und das Gesamturteil lauten „Sehr gut“. Weil die Bedingungen drei Viertel des Urteils ausmachen, spricht das Ergebnis vor allem für das Kleingedruckte der VPV.

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Berater

Im Vergleich zu anderen Berufs­unfähigkeits­versicherungen

Die VPV im Marktvergleich

AnbieterFranke und Bornberg ØDFSI ØIVFP ØFinanztest ØServiceValue EuroAtlasBeschwerde­quoteGesamt­wertung von 100
Logo Sparkassen-Versicherung SachsenSparkassen-Versicherung Sachsen–––Sehr gut––100
Logo Dialog Versicherung AGDialogFFF+HervorragendExzellentSehr gut––98
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,0293
Logo Canada Life Assurance Europe plcCanada LifeFFF–ExzellentSehr gut––92
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871FFFHervorragendExzellentSehr gutSehr gut1,5092
Logo EUROPA VersicherungenEuropaFFFHervorragendExzellentSehr gutGut0,8689
Logo HDIHDIFFF+HervorragendExzellentSehr gutGut3,4788
Logo Hannoversche Lebens­versicherung AGHannoverscheFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,9387
Logo ERGO Direkt AGErgoFFF+–Sehr gutSehr gutSehr gut1,3586
Logo Alte LeipzigerAlte LeipzigerFFF+HervorragendExzellentSehr gutUnter Durchschnitt1,1686
Quelle: Franke und Bornberg, DFSI, IVFP, Finanztest, ServiceValue EuroAtlas, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht. Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer.

Die VPV gehört nicht zu diesen zehn. An der Spitze steht die Sparkassen-Versicherung Sachsen mit 100 von 100 Punkten, dahinter folgen die Dialog mit 98 und die Allianz mit 93 Punkten. Wer vor allem starke Bedingungen sucht, hat mit dem Finanztest-Urteil auch für die VPV einen belastbaren Beleg.

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherer im Vergleich

Tarife und Leistungen der Berufs­unfähigkeits­versicherung der VPV

Die VPV verkauft drei eigenständige Tarife der Tarifgeneration 202501 und eine Zusatz­versicherung zu Renten- und Lebens­versicherungen. Die Rente fließt in allen vier Varianten höchstens bis Alter 67.

TarifEintrittsalterMindestrente im JahrVersicherungsdauerÜberschüsse
VPV Berufs­unfähigkeits­versicherung10 bis 60 Jahre600 €Ab 2 Jahren bis Endalter 67Verrechnung mit dem Beitrag
VPV BU Fonds Plus10 bis 50 Jahre3.000 €Ab 15 Jahren bis Endalter 67Anlage in Fonds, Auszahlung am Ende
VPV Starter-BU10 bis 30 Jahre600 €5 bis 10 Jahre, danach OptionsrechtVerrechnung mit dem Beitrag
Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung10 bis 60 Jahre300 €Ab 5 Jahren, gekoppelt an den HauptvertragJe nach Hauptvertrag Verrechnung oder verzinsliche Ansammlung

VPV Berufs­unfähigkeits­versicherung

Der Grundtarif heißt SBU und gehört zur Tarifgeneration 202501, die Bedingungen tragen den Stand Januar 2025. Die volle Rente zahlt die VPV ab einer Berufs­unfähigkeit von 50 Prozent, wenn dieser Zustand voraussichtlich mindestens sechs Monate anhält.

Hat der Zustand schon sechs Monate ununterbrochen bestanden, gilt er rückwirkend von Beginn an als Berufs­unfähigkeit. Auf die abstrakte Verweisung verzichtet die VPV. Verweisen darf sie nur auf eine Tätigkeit, die die versicherte Person tatsächlich ausübt und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht. Die zumutbare Einbuße beim Einkommen begrenzt sie dabei auf 20 Prozent des früheren Bruttoeinkommens.

Versicherbar sind Jahresrenten von 600 bis 73.800 Euro, darüber entscheidet die Direktion im Einzelfall. Eintreten können Personen zwischen zehn und 60 Jahren. Wählbar sind eine garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall um ein, zwei oder drei Prozent jährlich, eine Karenzzeit von zwölf, 24 oder 36 Monaten und eine Sofortleistung in Höhe einer Jahresrente.

Der Baustein zur Arbeitsunfähigkeit zahlt gegen Mehrbeitrag eine Rente in Höhe der BU-Rente, wenn die versicherte Person sechs Monate ununterbrochen vollständig arbeitsunfähig ist, rückwirkend und für längstens 24 Monate. Schon nach vier Monaten greift er, wenn die Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich insgesamt sechs Monate oder länger dauert.

Die Nach­versicherungsgarantie erlaubt Erhöhungen ohne neue Gesundheitsprüfung, etwa nach Heirat, Geburt eines Kindes, Studienabschluss, Meisterprüfung oder dem Kauf einer selbst genutzten Immobilie ab 50.000 Euro Wert. Jede Erhöhung ist auf 50 Prozent der Anfangsrente und auf 12.000 Euro begrenzt, zusammen auf 36.000 Euro Jahresrente. Wer diese Grenze erreicht hat, kann nach fünf Vertragsjahren über die Karrieregarantie auf bis zu 72.000 Euro aufstocken.

Neben der Rente zahlt die VPV eine Rehabilitationshilfe von höchstens 2.000 Euro. Eine Wiedereingliederungshilfe und eine Umorganisationshilfe gibt es in Höhe von je sechs Monatsrenten, höchstens 10.000 Euro.


VPV BU Fonds Plus

Der BU Fonds Plus, Tarif FBU, deckt dieselben Leistungsfälle ab wie die SBU. Der Unterschied liegt bei den Überschüssen: Die VPV legt sie ohne Garantie in Fonds an und zahlt das Guthaben am Ende der Laufzeit aus, wenn keine Berufs­unfähigkeit eingetreten ist. Die VPV nennt das Fonds-Bonus.

Das Guthaben lässt sich jederzeit kostenlos ganz oder teilweise entnehmen, im Todesfall wird es ausgezahlt. Weil die Überschüsse nicht gegen den Beitrag laufen, fällt der laufende Zahlbeitrag höher aus als in der SBU. Eintreten können Sie hier nur bis 50 Jahre, die Mindestrente liegt bei 250 Euro im Monat und die Versicherungsdauer bei mindestens 15 Jahren.


VPV Starter-BU

Die Starter-BU ist eine abgekürzte Berufs­unfähigkeits­versicherung mit Optionsrecht für Personen zwischen zehn und 30 Jahren. Sie läuft fünf bis zehn Jahre, die Leistungsdauer reicht bis Alter 62 oder 67. Versicherbar sind bis zu 18.000 Euro Jahresrente, auch für Schüler, Azubis und Studenten, zugelassen sind die Berufsgruppen eins bis acht.

Abgeschlossen wird nur mit positivem Votum der Risikoprüfung, Risikozuschläge und Ausschlussklauseln kennt dieser Tarif nicht. Bis spätestens einen Monat vor Ablauf üben Sie das Optionsrecht auf eine Anschluss-BU ohne erneute Gesundheitsprüfung aus. Für den Anschluss gelten die dann verkauften Tarife und Annahmerichtlinien, und der Beruf wird neu eingestuft.


Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung

Zu einer Renten- oder Lebens­versicherung der VPV gibt es die BUZ in zwei Formen: ABB befreit im Leistungsfall nur von der Beitragszahlung, ABR zahlt zusätzlich eine Rente. Die Jahresrente beginnt bei 300 Euro, die Versicherungsdauer bei fünf Jahren. Sie endet spätestens mit der Beitragszahlung des Hauptvertrags und höchstens mit Alter 67.

Wie hoch die Rente ausfallen darf, hängt am Hauptvertrag und an denselben Einkommensgrenzen wie in der SBU. Der Baustein zur Arbeitsunfähigkeit und bei ABR die Sofortleistung lassen sich gegen Mehrbeitrag einschließen, allerdings nicht zu jedem Hauptvertrag.


Gesundheitsfragen und Annahmepraxis

Ohne ärztliche Untersuchung sind bis zu einem Eintrittsalter von 50 Jahren Jahresrenten bis 30.000 Euro möglich, ab 51 Jahren bis 24.000 Euro. Darüber verlangt die VPV ein ärztliches Zeugnis, ab 36.000 Euro Jahresrente zusätzlich ein EKG und eine Blutuntersuchung beim Internisten. Die Gesundheitsfragen im Antrag beantworten Sie in jedem Fall.

Ab 24.000 Euro Jahresrente legt die Risikoprüfung den Antrag einem Experten vor, ab 24.001 Euro ist der Fragebogen zum finanziellen Risiko fällig. Wer eine kleinere Rente wünscht, braucht keinen Einkommensnachweis: Monatsrenten bis 1.250 Euro sind ohne Einkommensgrenze versicherbar, das Einkommen wird trotzdem abgefragt. Diese Regeln stehen in den Annahmerichtlinien der VPV mit Stand 06/2023.

Für alle Berufe gilt die Infektionsklausel: Verbietet eine behördliche Anordnung nach dem Infektionsschutzgesetz die bisherige Tätigkeit vollständig für mindestens sechs Monate, liegt Berufs­unfähigkeit vor (Quelle: IfSG § 31).

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Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der VPV für Ihre Gruppe

Schüler

Schüler können bei der VPV ab zehn Jahren einsteigen. Versicherbar sind für sie 18.000 Euro Jahresrente, in der Starter-BU ohne Zuschläge und Ausschlüsse. Das Erreichen der Volljährigkeit ist später ein eigener Anlass, die Rente ohne Gesundheitsfragen zu erhöhen.

Die Stolperfalle liegt am Ende: Die Starter-BU läuft nach fünf bis zehn Jahren aus, und wer das Optionsrecht verpasst, steht ohne Schutz da. Was die Anschluss­versicherung kostet, ist beim Abschluss noch offen.


Studenten

Studenten stuft die VPV nach ihrer Studienrichtung ein, je nach Fach sind 18.000 oder 24.000 Euro Jahresrente möglich. Studienabschluss und ein Arbeitsvertrag nach erfolgreicher Ausbildung sind eigene Nach­versicherungsanlässe. In den ersten fünf Vertragsjahren geht eine Erhöhung sogar ohne Anlass, solange die versicherte Person rechnungsmäßig nicht älter als 40 ist.

Achten Sie auf die Frist: Für jeden Anlass bleiben zwölf Monate, danach verfällt er. Wer nach dem Studium spät an die Erhöhung denkt, verschenkt die bequemste Gelegenheit, die Rente ohne neue Fragen anzuheben.


Azubis

In der Starter-BU haben Auszubildende eine Wahl bei der Einstufung: als Azubi in Berufsgruppe acht, als kaufmännischer Azubi in Berufsgruppe vier oder nach dem angestrebten Ausbildungsziel. Maßgeblich ist, was für Sie günstiger ausfällt.

Im regulären Tarif liegt die Grenze für Azubis bei 15.000 Euro Jahresrente, in der Starter-BU bei 18.000 Euro. Wer eine körperlich schwere Ausbildung macht, klärt vor dem Antrag, in welche Berufsklasse der Zielberuf fällt.


Beamte (DU-Klausel)

Für Beamte ist die VPV die falsche Adresse. Versetzt der Dienstherr einen Beamten wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand, beurteilt die VPV die Berufs­unfähigkeit trotzdem nach ihrer allgemeinen Definition. An die Entscheidung des Dienstherrn ist sie also nicht gebunden, und genau das würde eine echte Dienstunfähigkeits­klausel leisten.

Die Annahmerichtlinien ziehen zwei weitere Grenzen: ein Höchstendalter von 60 Jahren und keine Dynamik für Beamte. Wer bis zur Pensionsgrenze abgesichert sein will, findet das hier nicht.


Ärzte und Heilberufe

Für Heilberufe zählt die Infektionsklausel, und die gilt bei der VPV für jeden Beruf. Hilfreich ist außerdem, dass Jahresrenten bis 30.000 Euro bei einem Eintrittsalter bis 50 Jahre ohne ärztliche Untersuchung auskommen.

Eine eigene Regelung zum Verlust der Approbation enthalten die Bedingungen von Januar 2025 nicht. Wer genau diesen Fall abgesichert haben will, muss ihn über die allgemeine Definition der Berufs­unfähigkeit begründen, und das ist der schwierigere Weg.


Handwerker

Handwerker profitieren von zwei Nach­versicherungsanlässen: der bestandenen Meisterprüfung und der Befreiung des selbständigen Handwerkers von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Renten­versicherung. Wer später in eine günstigere Berufsklasse wechselt, kann ohne erneute Gesundheitsprüfung umgestuft werden.

Die körperliche Arbeit bleibt der Kostentreiber. Welche Berufsklasse ein Gewerk bekommt, entscheidet die Berufsdatenbank der VPV, und davon hängt der Beitrag ab. Ein Blick auf die Einstufung vor dem Antrag lohnt sich hier besonders.


IT und MINT

Für gut verdienende IT- und MINT-Berufe passt die hohe Grenze ohne ärztliche Untersuchung von 30.000 Euro Jahresrente. Dazu gilt der Schutz weltweit, was bei längeren Auslandsprojekten zählt.

Beim Aufstocken wird es enger. Die Karrieregarantie hebt die Rente nach fünf Vertragsjahren auf bis zu 72.000 Euro, aber erst, wenn 36.000 Euro erreicht sind und das Bruttogehalt um mindestens fünf Prozent gegenüber dem Vormonat steigt. Die Rente darf dabei prozentual nicht stärker wachsen als das Gehalt.


Selbständige

Selbständige finden bei der VPV eine klare Umorganisationsregel: Hatte der Betrieb im Jahr vor dem Leistungsfall durchgehend weniger als fünf Mitarbeiter, prüft die VPV die Umorganisation gar nicht. Dasselbe gilt für Akademiker, die zu mindestens 90 Prozent kaufmännisch oder organisatorisch arbeiten.

Beim Einkommensnachweis zählt der Durchschnitt der letzten drei Jahre, schwankende Jahre drücken also die versicherbare Rente. Eine Nach­versicherung wegen Gewinnsteigerung setzt voraus, dass der Dreijahresschnitt des Gewinns vor Steuern um mindestens 30 Prozent über dem der drei Jahre davor liegt.


Berufs­unfähigkeits­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Berufs­unfähigkeits­versicherung der VPV

Was Sie für die Berufs­unfähigkeits­versicherung der VPV zahlen, hängt an Beruf, Berufsklasse, Eintrittsalter, Gesundheit, Rentenhöhe, Laufzeit und den gewählten Bausteinen. Fest stehen nur die Mindestwerte: In der SBU sind es zehn Euro Monatsbeitrag und 600 Euro Jahresrente, im BU Fonds Plus 15 Euro Monatsbeitrag und 3.000 Euro Jahresrente.

Nach oben begrenzt das Einkommen die Rente. Vom Bruttojahreseinkommen bis 48.000 Euro sind 70 Prozent versicherbar, auf den Teil bis 90.000 Euro kommen 60 Prozent hinzu und auf den Teil bis 120.000 Euro noch 50 Prozent. Bei höheren Einkommen entscheidet ab 73.800 Euro Jahresrente die Direktion.

Zwei Stellschrauben setzen Sie selbst. In der SBU verrechnet die VPV die Überschüsse mit dem Beitrag, der Zahlbeitrag liegt dadurch unter dem Bruttobeitrag. Eine Karenzzeit von zwölf, 24 oder 36 Monaten senkt den Beitrag ebenfalls, dafür beginnt die Rente um genau diese Spanne später.

Ein Beitragsbeispiel für ein konkretes Profil veröffentlicht die VPV nicht, den Betrag nennt erst das Angebot. Bei Vor­erkrankungen entscheidet die Risikoprüfung über Zuschläge oder Ausschlüsse, nur in der Starter-BU sind beide nicht vorgesehen: Dort wird der Antrag ohne Einschränkung angenommen oder gar nicht.

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Laufende Aktionen

Derzeit keine laufende BU-Aktion

Für diesen Anbieter liegt aktuell keine Aktion mit vereinfachtem Zugang vor.

Alle aktuellen Aktionen zur Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick

Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Sie sichert damit Ihre Arbeitskraft ab, also den größten materiellen Wert eines Erwerbslebens. Entscheidend sind nicht die Werbe­versprechen, sondern die Bedingungen: der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, eine Nach­versicherungsgarantie für Heirat, Geburt oder Immobilien­finanzierung, die rückwirkende Zahlung ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit und ein weltweiter Schutz ohne Meldepflicht. Wichtig ist außerdem, wie ein Versicherer Ihren Beruf und Ihre Vor­erkrankungen einstuft, denn davon hängen Beitrag und Annahme ab. Optional lassen sich eine Arbeitsunfähigkeitsklausel, eine Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte und eine Pflegeleistung einschließen.

Stärken der VPV

Die Bedingungen von Januar 2025 lassen wenig offen. Die VPV verzichtet auf die abstrakte Verweisung, leistet weltweit und rückwirkend ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit und wertet eine Pflegebedürftigkeit von mindestens drei Pflegepunkten über sechs Monate als Berufs­unfähigkeit. Die Infektionsklausel gilt für alle Berufe, nicht nur für Heilberufe.

Zwei Einmalzahlungen entschärfen typische Streitfälle. Lehnt die VPV bei Selbständigen wegen zumutbarer Umorganisation ab, zahlt sie eine Umorganisationshilfe, und endet die Rente, weil die versicherte Person wieder arbeitet, gibt es eine Wiedereingliederungshilfe. Für junge Leute kommt die Starter-BU hinzu, die ohne Zuschläge auskommt und später ohne Gesundheitsprüfung verlängert werden kann.


Schwächen der VPV

Beamte bekommen keine echte Dienstunfähigkeits­klausel: Die VPV prüft auch nach der Zurruhesetzung weiter nach ihrer eigenen Definition. Für diese Gruppe endet der Vertrag zudem spätestens mit 60 Jahren, eine Dynamik ist ausgeschlossen.

Die Nach­versicherung ist eng gefasst. Jede Erhöhung darf höchstens 50 Prozent der bei Abschluss versicherten Jahresrente ausmachen, und das Recht endet, sobald die versicherte Person rechnungsmäßig älter als 50 ist. Eine unbefristete Rente wegen voller Erwerbsminderung zählt erst ab Alter 50 und nach zehn Vertragsjahren als Berufs­unfähigkeit (Quelle: SGB VI § 43).

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt das Profil „VPV Versicherungen“ auf 2,7 von 5 Punkten bei 118 Bewertungen, abgerufen am 24.09.2026. Das Bild ist gespalten: 63 Prozent der Bewertungen vergeben einen Stern, 30 Prozent fünf Sterne. Trustpilot misst die Erfahrungen mit dem ganzen Haus über alle Sparten, nicht die Qualität des BU-Tarifs.

Die sichtbaren Bewertungen drehen sich vor allem um Sachschäden und Sterbegeld, ein Eintrag zur Berufs­unfähigkeits­versicherung findet sich über die Suche des Profils nicht. Publikumsbewertungen fallen bei Versicherern oft schwächer aus als Tarifurteile, weil dort vor allem Leistungsfälle und Servicekontakte bewertet werden.


Beschwerden bei der BaFin

Bei der BaFin gingen 2025 in der Sparte Lebens­versicherung, zu der die Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört, sieben Beschwerden zur VPV ein. Bei 503.892 Verträgen ergibt das 1,39 Beschwerden je 100.000 Verträge, gegenüber einem Branchendurchschnitt von 1,81 (Quelle: BaFin).

Die Quote je 100.000 Verträge ist unsere eigene Berechnung aus den Beschwerdezahlen und Vertragsbeständen der BaFin. Ob eine Beschwerde berechtigt war, lässt sich aus der Statistik nicht ablesen. Wie oft ein Streit vor Gericht landet, zeigt die Klagequote.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die VPV ist ein Stuttgarter Lebens­versicherer, dessen BU-Bedingungen kaum Angriffsfläche bieten. Finanztest vergibt 2026 die 1,0, und die Punkte, an denen es im Leistungsfall hängt, stehen ohne Einschränkung im Vertrag: Verzicht auf die abstrakte Verweisung, Schutz auf der ganzen Welt, Zahlung auch rückwirkend.

Schwächer ist die Beweglichkeit nach dem Abschluss. Wer die Rente über die Jahre in mehreren Schritten deutlich anheben will, stößt an die Deckel der Nach­versicherung und muss jeden Anlass binnen zwölf Monaten nutzen. Eine Absicherung, die der Entscheidung eines Dienstherrn folgt, bietet die VPV nicht.


Für wen ja, für wen nein

Nach Einschätzung unserer Experten passt die VPV zu jungen Leuten, die früh einsteigen wollen: Über die Starter-BU erhalten Schüler, Studenten und Azubis einen Schutz ohne Zuschläge, den sie später ohne neue Gesundheitsfragen fortführen können. Gut aufgehoben sind auch Selbständige mit kleinem Betrieb, weil der Umorganisationseinwand dort von vornherein entfällt.

Abraten würden wir Beamten, denen die Entscheidung ihres Dienstherrn nichts nützt und deren Vertrag mit 60 endet, und allen, die ihre Rente in vielen Etappen auf ein hohes Niveau bringen wollen. Welcher Anbieter zu Beruf und Vor­erkrankungen passt, klären Sie am besten vor dem Antrag in einer BU-Beratung.

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Häufige Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung der VPV

Welche Tarife der Berufs­unfähigkeits­versicherung verkauft die VPV?

Die VPV verkauft drei eigenständige Tarife: die VPV Berufs­unfähigkeits­versicherung (SBU), den VPV BU Fonds Plus, der die Überschüsse in Fonds anlegt, und die VPV Starter-BU als Einstieg für junge Leute. Hinzu kommt eine Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung, die an eine Renten- oder Lebens­versicherung gekoppelt ist. Die aktuelle Tarifgeneration trägt die Nummer 202501.

Wann darf die VPV mich auf einen anderen Beruf verweisen?

Nur dann, wenn Sie eine andere Tätigkeit tatsächlich ausüben und diese Ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht. Auf den Verweis auf einen bloß denkbaren Beruf verzichtet die VPV nach ihren Bedingungen von Januar 2025. Als zumutbar gilt dabei eine Einkommensminderung von höchstens 20 Prozent gegenüber Ihrem früheren Bruttoeinkommen.

Ab wann zahlt die VPV eine BU-Rente?

Sobald Sie Ihren Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können und das voraussichtlich sechs Monate anhält, zahlt die VPV die volle Rente. Waren Sie bereits sechs Monate am Stück in diesem Zustand, zählt die Berufs­unfähigkeit rückwirkend ab dem ersten Tag. Melden Sie den Fall erst später, zahlt die VPV nach.

Wie hoch darf die BU-Rente bei der VPV sein?

Das hängt an Ihrem Bruttoeinkommen, das die VPV in Stufen anrechnet. Vom ersten Einkommensteil bis 48.000 Euro dürfen Sie 70 Prozent absichern, vom Stück bis 90.000 Euro noch 60 Prozent und vom Stück bis 120.000 Euro 50 Prozent. Wer höchstens 1.250 Euro Monatsrente möchte, muss diese Grenze gar nicht ausrechnen.

Wann verlangt die VPV für die BU eine ärztliche Untersuchung?

Erst oberhalb bestimmter Rentenhöhen. Wer bei Abschluss höchstens 50 Jahre alt ist, kommt bis 30.000 Euro Jahresrente ohne Arzttermin aus, ältere Antragsteller bis 24.000 Euro. Über diesen Grenzen braucht die VPV ein ärztliches Zeugnis, ab 36.000 Euro kommen EKG und Blutwerte hinzu.

Was gilt für Beamte bei der BU der VPV?

Beamte nimmt die VPV an, eine echte Dienstunfähigkeits­klausel erhalten sie aber nicht. Eine Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit ist für die VPV noch kein Leistungsgrund, sie prüft weiter nach ihrer eigenen Definition. Laut Annahmerichtlinien endet der Vertrag für Beamte spätestens mit 60 Jahren, und eine Dynamik ist nicht möglich.

Wie kann ich meine BU-Rente bei der VPV später erhöhen?

Über die Nach­versicherungsgarantie, also ohne neue Gesundheitsprüfung. Anlässe sind unter anderem Volljährigkeit, Heirat, die Geburt eines Kindes, der Studienabschluss, die Meisterprüfung oder der Kauf einer selbst bewohnten Immobilie. Ab dem Anlass haben Sie zwölf Monate Zeit, und jede Erhöhung ist auf 12.000 Euro und auf 50 Prozent Ihrer anfänglichen Jahresrente begrenzt.

Was passiert am Ende der VPV Starter-BU?

Sie müssen selbst aktiv werden: Das Optionsrecht auf eine Anschluss-BU ziehen Sie bis spätestens einen Monat vor dem Ablauftermin, dann geht es ohne neue Gesundheitsfragen weiter. Maßgeblich sind die Tarife und Annahmerichtlinien, die zu diesem Zeitpunkt gelten, und Ihr Beruf wird neu eingruppiert. Was der Anschlussvertrag kostet, wissen Sie beim Abschluss der Starter-BU deshalb noch nicht.

Wie stuft die VPV meinen Beruf ein?

Maßgeblich ist eine hauseigene Berufsdatenbank, die Ihre Tätigkeit einer Berufsklasse zuordnet. Wechseln Sie später in eine günstigere Klasse, etwa nach einer Weiterqualifikation, können Sie ohne neue Gesundheitsfragen umgestuft werden. Was für einzelne Berufe wichtig ist, steht auf unseren Seiten zu den Berufsgruppen.

Wie oft erkennt die VPV einen Leistungsantrag an?

Nach eigener Angabe im Produktprospekt mit Stand 07/2026 bewilligt die VPV 82,08 Prozent der Anträge auf eine private BU-Rente. Die Zahl stammt vom Versicherer selbst, kein Institut hat sie erhoben. Eine geprüfte Leistungsquote oder eine Klagequote veröffentlicht die VPV nicht.

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Lena Mierbach
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