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D&O-Versicherung – die Deckungssumme

Faustregel und Rechenbeispiel auf dieser Seite!
Die D&O-Versicherung deckt Haftpflichtrisiken ab, die auf konkrete Personen in der Unternehmensführung zurückzuführen sind. Ein wichtiger Punkt beim Abschluss einer D&O-Versicherung ist die Deckungssumme. Worum es dabei geht und was zu beachten ist, lesen Sie hier.
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D&O-Versicherung – Deckungssumme

Wie bei Haftpflichtversicherungen generell üblich, ist bei der D&O-Versicherung die Deckungssumme der Betrag, bis zu dem die Versicherung im Schadensfall maximal Schadensersatz leistet. Schadensbeträge, die über die Deckungssumme hinausgehen, werden durch die Versicherung nicht abgedeckt.

Wenn eine D&O-Versicherung für mehrere Personen vereinbart wird, bezieht sich die Deckungssumme üblicherweise auf alle Versicherungsfälle einer Versicherungsperiode (Versicherungsjahr). Wenn dann mehrere, durch unterschiedliche Personen verursachte Schadensfälle auftreten, kann es sein, dass die Deckungssumme relativ schnell aufgebraucht ist. Bei weiteren Fällen leistet die Versicherung dann nicht mehr, auch wenn der betreffende Einzelschaden unterhalb der Deckungssumme bleibt.

BERATER-TIPP

»Sollten die Gesellschafter Ihres Unternehmens der Meinung sein, dass die GmbH zu klein sei, um eine wirkliche Haftungsgefahr für Sie als Geschäftsführer begründen zu können, lassen Sie sich damit nicht abspeisen. Jedes Unternehmen – von der Mini-GmbH bis zur großen Gesellschaft – sollte die eigenen Geschäftsführer angemessen und effektiv gegen Haftungsansprüche absichern.«

Versicherungsausschlüsse

Versicherungsausschlüsse sind bei D&O-Versicherungen ein besonderes Thema. Wie bei Versicherungen üblich leistet die D&O-Versicherung nicht bei Schäden, die vorsätzlich oder wissentlich verursacht worden sind. Die Deckungssumme ist dann nicht von Bedeutung.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Ausschlüssen, in denen die Versicherung unabhängig von der Deckungssumme nicht greift. Dabei kommt es auch stets auf die jeweiligen Regelungen im Versicherungsvertrag an. Wichtige Klauseln in diesem Zusammenhang betreffen u.a. folgende Punkte.

Ausschluss-Klauseln (Auswahl)
  • Eigenschäden: bei Schäden, die verantwortliche Manager im Rahmen von Beteiligungen an ihrem Unternehmen selbst erleiden, leistet die Versicherung nicht oder nur begrenzt. Manchmal wird auf den Eigenschadenausschluss verzichtet.
  • Dienstleistungsausschlüsse: häufiger werden Schäden, die nicht in verantwortlicher Funktion, sondern im operativen Geschäft verursacht werden, von der Leistung ausgeschlossen.
  • Nachmeldefristen: in den Versicherungsverträgen sind Fristen festgelegt, bei denen ein Schaden auch noch nach Ablauf des Versicherungsvertrags gemeldet werden kann. Nach dem Ende der Frist sind Schäden nicht mehr abgedeckt.
  • Rückwärtsdeckungen: in manchen Verträgen sind nur Schäden versichert, die nach Vertragsabschluss verursacht und bekannt geworden sind. Frühere Schäden ersetzt die Versicherung nicht. Einige Versicherer bieten dagegen aber auch eine – zeitlich befristete – Rückwärtsdeckung an.

Deckungssumme und Selbstbehalte

Es ist üblich, dass bei D&O-Versicherungen Selbstbehalte vereinbart werden. Das geschieht schon deshalb, um Managern keine Anreize für Fehlverhalten zu bieten. Bei bestimmten Unternehmen sind Selbstbehalte sogar gesetzlich vorgeschrieben. Dadurch vermindert sich im Schadenfall die Versicherungsleistung.

Selbstbehalt bei einigen Rechtsformen Pflicht
Bei Unternehmen in der Rechtsform der AG, SE, VVaG oder KGaA müssen D&O-Versicherungen für Vorstände einen Selbstbehalt vorsehen, der mindestens 10 Prozent des Schadens, höchstens jedoch das anderthalbfache Jahresgehalt umfasst. Das regelt das „Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung“. Für Aufsichtsräte dieser Unternehmen existiert eine gleichlautende Empfehlung im Rahmen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“.

Was ist die „richtige“ Deckungssumme?

Eine D&O-Versicherung sollte eine Deckungssumme enthalten, die den möglichen Schäden angemessen ist. Dies hängt zum einen von der Größe des jeweiligen Unternehmens ab, zum anderen von der Geschäftstätigkeit. Jede Branche hat ihre besonderen Haftungsrisiken. Ein Chemie-Unternehmen ist in dieser Hinsicht anders zu beurteilen als eine Bank. Auch die Zahl der versicherten Personen bzw. Organe und deren Mandate spielen bei der Wahl der „richtigen“ Deckungssumme eine Rolle.

Eine gängige Empfehlung lautet, dass die Deckungssumme mindestens die Hälfte des Eigenkapitals und mindestens zehn Prozent der Bilanzsumme des Unternehmens umfassen sollte. Im Mittelstand werden häufig Deckungssummen zwischen einer und fünf Millionen Euro vereinbart. Für Kleinfirmen werden aber auch schon Versicherungsverträge ab 250.000 Euro angeboten. Bei rund 70 Prozent der abgeschlossenen D&O-Versicherungen bewegt sich die Deckungssumme in einer Bandbreite von einer bis zehn Millionen Euro. Die Deckungssumme beeinflusst natürlich auch die Versicherungsprämien – je höher die Deckung, umso teurer die D&O-Versicherung.

Welche Deckungssumme konkret am sinnvollsten ist, kann nur unter Berücksichtigung der jeweilige Unternehmenskonstellation beurteilt werden. Dafür empfiehlt es sich, kompetente und unabhängige Beratung durch einen Versicherungs-Experten zu nutzen.

Beispiel: D&O-Versicherung Selbstbehalt

Der Zusammenhang zwischen Deckungssumme, Selbstbehalt und Leistung soll im Folgenden an einem Beispiel erläutert werden:

Angenommen sei eine D&O-Versicherung mit einer Deckungssumme von 1,5 Millionen Euro und einem Selbstbehalt von 20 Prozent. Bei einem Schaden von zwei Millionen Euro müsste der verantwortliche Manager folglich ein Fünftel (= 400.000 Euro) im Rahmen seiner Selbstbeteiligung vorab übernehmen. Die Versicherung würde bis zur Deckungssumme von 1,5 Mio. Euro leisten, 100.000 Euro wären ungedeckt und ggf. ebenfalls vom Manager zu zahlen. Bei einer Deckungssumme von 1,75 Mio. Euro würde die Versicherung dagegen nach Abzug der Selbstbeteiligung 1,6 Mio. Euro leisten. Hier wäre also eine volle Deckung gegeben.

Grundlagen: Was ist eine D&O-Versicherung?


„D&O“ steht für „Directors and Officers“. In diesem Sinne deckt die D&O-Versicherung Haftungsrisiken von Vorständen, leitenden Angestellten und Aufsichtsräten eines Unternehmens im Rahmen ihrer Tätigkeit ab, indem im Schadensfall Schadensersatz geleistet wird.

Es handelt sich der Sache nach um eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (nicht abgedeckt sind Personen- und Sachschäden) und der Art nach um eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung. Kasko-Schutz ist dagegen nicht Gegenstand der D&O-Versicherung.

In der Regel wird die D&O-Versicherung vom jeweiligen Unternehmen für einen bestimmten Personenkreis abgeschlossen. Seltener abgeschlossen, aber ebenfalls möglich ist die Vereinbarung eines persönlichen Versicherungsschutzes. Die meisten Versicherungsfälle – etwa 70 Prozent – betreffen Schadensersatzforderungen des Unternehmens gegen ihre (dann in der Regel ehemaligen) Funktionsträger (sogenannte Innenhaftung). Eher die Ausnahme sind Forderungen von Außenstehenden gegen Manager des Unternehmens (Außenhaftung).

Synonyme für D&O-Versicherung
Anstatt des Begriffs „D&O-Versicherung“ oder „Directors-and-Officers-Versicherung“ werden häufig auch die alternativen Bezeichnungen „Manager-Haftpflichtversicherung“, „Organ-Haftpflichtversicherung“ oder „Geschäftsführer-Haftpflichtversicherung“ verwandt. Gemeint ist stets das gleiche.

Was leistet die D&O-Versicherung in der Praxis?

In der Praxis kommt die D&O-Versicherung relativ selten in vollem Umfang zum Tragen. Das liegt zum einen daran, dass die Sachverhalte, die eine mögliche Haftpflicht von Managern begründen, oft sehr unübersichtlich und komplex sind. Zum anderen lassen sich Verantwortlichkeiten, Motive und Wissensstände im Zusammenhang mit Management-Fehlern im Nachhinein in vielen Fällen nur schwer vollumfänglich aufdecken. Manche Schäden zeigen sich erst nach Jahren und Ansprüche werden erst zu diesem Zeitpunkt geltend gemacht. Aus diesem Grund kommt es über die Leistungspflicht einer D&O-Versicherung häufig zu unterschiedlichen Auffassungen. Vergleichslösungen sind typisch. Die Versicherung tritt dann nur für einen Teil des Schadens ein. Die Deckungssumme wird dabei ggf. anteilig berücksichtigt.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.04.2019 aktualisiert.
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