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Berufliche Wiedereingliederung: Zurück in den Beruf nach langer Krankheit

Unabhängig davon, ob etwaige Leiden auskuriert wurden oder eine Krebserkrankung das längere Fernbleiben des Mitarbeiters erklären, darf die Arbeit nicht in dem Pensum wieder aufgenommen werden wie zuvor. Vielmehr muss der noch angeschlagene Mitarbeiter schrittweise an die Arbeit herangeführt werden. Dies geschieht gewöhnlich durch das Absolvieren spezieller Programme zur beruflichen Wiedereingliederung.

Arbeitgeber muss betriebliches Eingliederungsmanagement anbieten

Nach Angaben der Krebsgesellschaft Bremen ist jeder Arbeitgeber zur Etablierung eines betrieblichen Eingliederungsmanagement angehalten, wenn sich eine mehr als sechswöchige, krankheitsbedingte Abwesenheit des Arbeitnehmers erschließt. In dem Zusammenhang liegt es in der Verantwortung des Arbeitgebers, wie die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers überwunden werden kann bzw. welche Hilfen dafür benötigt werden. Wie diese konkret aussieht, entscheidet der Einzelfall. Eine Möglichkeit ist beispielsweise die schrittweise Erhöhung der Stundenanzahl.

Hamburger Modell zur beruflichen Wiedereingliederung

Die stufenweise Wiedereingliederung, welches auch unter dem Namen “Hamburger Modell” bekannt ist, verfolgt das Ziel Arbeitnehmern nach längerer Krankheit, den Wiedereinstieg so angenehm, wie nur möglich zu gestalten. Diese Regelungen sind im Paragraf 84 im Sozialgesetzbuch XI verankert. Somit sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihren kranken Arbeitnehmer eine stufenweise Eingliederung ins Arbeitsleben zu ermöglichen.

Dauer hängt vom Einzelfall ab

Wie lange eine derartige Wiedereingliederung andauert, hängt von der individuellen Situation ab. Hierbei entscheidet der Arzt darüber, wie viel Arbeitspensum dem Arbeitnehmer zugemutet werden kann. Je nach Schwere der Erkrankung kann die Wiedereingliederung bis zu sechs Monate dauern.

Voraussetzungen der stufenweise Wiedereingliederung

Damit eine stufenweise Wiedereingliederung in den Beruf überhaupt vollzogen werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

    • Arbeitnehmer und Arbeitgeber zeigen sich mit der Maßnahme der medizinischen Rehabilitation einverstanden
    • Die teilweise Arbeitsmöglichkeit wird durch den behandelnden Arzt bescheinigt
    • Vor und während der Maßnahme gilt der Arbeitnehmer als arbeitsunfähig
    • Der Arbeitnehmer wird am bisherigen Arbeitsplatz eingesetzt

Der Stufenplan der beruflichen Wiedereingliederung

Die Art und Weise wie eine stufenweise Wiedereingliederung durchgeführt werden soll, ist gesetzlich geregelt. Dabei empfiehlt die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation folgende Herangehensweise:

Haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf die stufenweise Wiedereingliederung geeinigt, wird im Anschluss ein individueller Stufenplan angefertigt, der von allen beteiligten Parteien zu unterschreiben ist. Dabei legt der Stufenplan die schrittweise Wiedereinführung in die bisherige Tätigkeit fest. Gewöhnlich kommt es im Laufe der Wiedereingliederung zu einer schrittweisen Erhöhung der Arbeitsbelastung, bis die vollständige Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt ist. Weiterhin wird der Prozess der beruflichen Wiedereingliederung von ärztlichen Untersuchungen begleitet. Bei Notwendigkeit kann der Stufenplan im Verlauf dem Gesundheitszustand angepasst werden, sodass es zu einer Verkürzung, Verlängerung oder gar zum Abbruch kommt.

Hierbei gibt der Stufenplan Aufschluss zu Angaben wie:

  • Beginn und Ende der Maßnahme
  • Einzelheiten über verschiedene Stufen
  • Rücktrittsrecht vor dem vereinbarten Ende
  • Gründe für einen Abbruch
  • Ruhen von Bestimmungen im Arbeitsvertrag
  • Höhe eines möglichen Arbeitsentgelts
Arbeitnehmer bleiben auch bei beruflicher Wiedereingliederung weiter krankgeschrieben
Im Laufe der Eingliederung bleibt der Arbeitnehmer auch weiterhin krank geschrieben. Dies hat den Vorteil, dass der Arbeitgeber erst dann zur Zahlung des regelmäßigen Einkommens angehalten ist, wenn der Arbeitnehmer wieder voll einsatzfähig ist.

Ende der beruflichen Wiedereingliederung

Eine stufenweise Wiedereingliederung gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn der Arbeitnehmer wieder völlig belastbar ist. Für den Fall, dass die schrittweise Wiedereingliederung vorzeitig abgebrochen wird, bleibt der Arbeitnehmer auch weiterhin arbeitsunfähig. In dem Zusammenhang müssen weitere medizinische oder berufliche Rehabilitationsmaßnahmen oder sogar ein Antrag auf Erwerbsminderungsrente in Erwägung gezogen werden.

Entgeltfortzahlung und Krankengeldbezug bei Arbeitsunfähigkeit

Bei Erkrankung eines Arbeitnehmers ist der Arbeitgeber grundsätzlich zur Weiterzahlung des Gehalts angehalten. Diese Zahlungsverpflichtung erstreckt sich über einen Zeitraum von sechs Wochen. Dabei wird der Zeitraum der Entgeltfortzahlung wie ein normales Arbeitsverhältnis betrachtet, mit dem Unterschied, dass der Arbeitnehmer keine Arbeitsleistung erbringt. Nach Ende der Entgeltfortzahlung wird kein Arbeitsentgelt gezahlt und das Arbeitsverhältnis ruht. Sofern eine private Krankenversicherung besteht, springt in dem Fall die Krankentagegeldversicherung ein.
Im Gegensatz dazu haben gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf Krankengeld. Demnach erhält der Arbeitnehmer 70 Prozent seines regelmäßigen Bruttoeinkommens. Dabei wird das Krankengeld im Falle einer Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit für höchstens 78 Wochen gezahlt.

Anspruch auf Kranken- und Übergangsgeld

Im Rahmen der stufenweisen Wiedereingliederung beziehen zurückkehrende Arbeitnehmer Krankengeld oder Übergangsgeld:

In dem Fall zahlt die gesetzliche Krankenversicherung währenddessen das Krankengeld in voller Höhe. Dabei gelten dieselben Voraussetzungen, wie auch für die Zahlung von Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit. Hingegen sieht sich die Gesetzliche Rentenversicherung bis zum Ende der stufenweisen Wiedereingliederung für die Zahlung von Übergangsgeld verantwortlich. Dabei ist diese Zahlungsbereitschaft des Rentenversicherungsträgers an gewisse Bedingungen geknüpft:

  • Die Wiedereingliederung muss innerhalb von vier Wochen nach Ende der Leistungen der medizinischen Rehabilitation beginnen
  • Die Notwendigkeit der Wiedereingliederung muss bis zum Ende der von der gesetzlichen Rentenversicherung finanzierten Leistungen in der Rehabilitationseinrichtung festgestellt und von dort eingeleitet werden.

Fazit

Die stufenweise Wiedereingliederung ist ein Rechtsverhältnis eigener Art, das der Arbeitgeber und der langzeiterkrankte Arbeitnehmer freiwillig eingehen. Währenddessen ruht das eigentliche Arbeitsverhältnis zwischen den beiden Parteien. Hierbei geht der Arbeitgeber begrenzte Verpflichtungen ein, da das jeweilige Krankengeld von den Rentenversicherungsträgern übernommen wird. Im Gegenzug gewöhnt sich der Arbeitnehmer langsamdurch eine schrittweise Erhöhung der Arbeitszeit an das Pensum eines Vollzeitarbeitenden.

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