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Coronavirus in Deutsch­land: Wie sieht es mit Ihrem Ver­sicherungs­schutz aus?

Täglich gibt es neue Meldungen zum Coronavirus und der damit verbundenen Infektionskrankheit Covid-19. Viele stellen sich Fragen zum Thema Auslandsreisen und Reiserücktritt. Längst hat das Virus nicht mehr nur Auswirkungen auf die Gesundheit von Einzel­personen. Auch Firmen, Betriebe und Selbständige fragen sich: Was passiert, wenn mein Laden ge­schlossen wird – bin ich versichert? Und wie hilft mir der Staat?

- News von Müni Enkhsaikhan

Updates: Coronavirus & Versicherungen

Für viele Betriebe ist die noch immer andauernde Corona-Pandemie existenzbedrohend. Vor allem Gastronomen und Kulturbetriebe leiden unter den Schließungsverordnungen der Länder. Gerade für solche Fälle haben viele Unternehmer eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen. Doch aktuell verweigern die meisten Versicherungen eine Entschädigung bei einer coronabedingten Betriebsschließung. Verwiesen wird auf die Versicherungsbedingungen, in denen das neuartige Covid-19-Virus nicht gelistet ist, oder auf die grundsätzliche Möglichkeit von Außer-Haus-Verkauf von Speisen und Getränken, auch wenn diese nicht wirtschaftlich sein sollte. Einige Versicherungen bieten ihren Kunden sogenannte Kulanzangebote an, die jedoch höchstens 10 bis 15 Prozent der vereinbarten Tagessätze umfassen und mit denen keine Rechtspflicht anerkannt wird.

Die Entscheidungen der Gerichte fallen zu dieser Thematik noch sehr unterschiedlich aus. Damit Sie den Überblick behalten, tragen wir in unserem Corona-Blog die aktuellen Meldungen in Bezug auf Corona und Versicherungen für Sie zusammen:

Alle Corona-Urteile für Unternehmen und ihre Versicherungen

Wenn Sie Ihre Versicherungsbeiträge nicht mehr zahlen können: So helfen Versicherer

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage fehlen vielen Angestellten, Selbständigen und Firmen die Einnahmen. So auch die Mittel, um etwaige Versicherungsbeiträge weiterhin zu zahlen. Die Versicherer bieten hier aktuell die Möglichkeit, Ihre Beiträge zu stunden, um Ihnen in dieser Situation zu helfen. Das primäre Ziel: Den Versicherungsschutz zu erhalten.

Bei einer Beitragsstundung treffen Sie mit Ihrem Versicherer die Vereinbarung, dass Sie für 3, 6 oder 12 Monate Ihre Versicherungsprämie nicht mehr zahlen müssen. Nach dieser Zeit zahlen Sie die Beiträge nach, entweder per Einmalzahlung oder in regelmäßigen Raten. Ist auch dies nicht möglich, bieten einige Versicherer die Option der Verrechnung mit dem Wert der Versicherung an.

Weitere Möglichkeiten bei finanziellen Engpässen

  • Beitragsfreistellung (Achtung: Versicherungsschutz geht u. U. verloren. Bei Lebens- und Rentenversicherungen verringert sich ggf. die spätere Auszahlung)
  • Anpassung der Prämie bei Umsatzreduzierung (für Gewerbe)
  • Reduzierung der Fahrzeugflotte bzw. Stilllegung von aktuell nichtgenutzten Fahrzeugen (für Gewerbe)
  • Erhöhung der Selbstbeteiligung (verringert den Beitrag)
  • Änderung der Zahlweise
  • Tarifwechsel (beispielsweise Wechsel in den leistungsschwächeren jedoch günstigeren Notlagentarif der privaten Krankenversicherung mit späterer Rückkehr in Normaltarif ohne erneute Gesundheitsprüfung)
  • Verzicht auf Mahnkosten bzw. Verschiebung des Mahnverfahrens

Die Voraussetzungen und Bedingungen der Maßnahmen unterscheiden sich je nach Versicherungsgesellschaft. Sprechen Sie hierzu am besten direkt Ihren Versicherer oder Ihren Versicherungsberater an. Beachten Sie auch, dass die meisten Versicherer die Entscheidungen aktuell individuell für den Einzelfall treffen.


Informationen für Firmen & Betriebe

Betriebsschließungsversicherung:

Einen umfangreichen Versicherungsschutz bietet im Grunde eine Betriebs­schließungsversicherung. Ob die Folgen des Coronavirus für den Betrieb bzw. die Entschädigungskosten für eine Betriebs­schließung durch behördliche Auflagen übernommen werden (z. B. Löhne, Mieten und laufende Kosten), hängt primär von der Bedingungsgrundlage des Versicherers ab. Bezieht sich die Gesellschaft pauschal auf das 5 Jahre alte In­fektions­schutzgesetz, so besteht kein Versicherungsschutz. Das Coronavirus wurde erst kürzlich in das Gesetz unter dem Paragraph 6 aufgenommen. Umfassen die Bedingungen allgemeingültig die Para­graphen 6 und 7 des Gesetzes, so leistet der Versicherer Entschädigung, wenn die zuständige Behörde aufgrund in diesen Paragraphen namentlich genannten, meldepflichtigen Krankheiten und Krankheitserregern den Betrieb schließt – also auch beim Coronavirus.

Betriebsunterbrechungsversicherung:

Eine Betriebsunterbrechungsversicherung bzw. Betriebsausfallversicherung kommt aktuell nur in Frage, wenn explizit der Inhaber der Firma ebenfalls versichert ist. Dies bedeutet konkret: Wenn der Inhaber am Coronavirus erkrankt oder ihm Quarantäne verordnet wird und er daraufhin ausfällt, leistet die Versicherung. Oftmals steht hier zur Bedingung, dass der Betrieb ohne den Inhaber nicht funktioniert, etwa, wie es in einer Arztpraxis oder Anwalts­kanzlei der Fall wäre.

Ertragsausfallversicherung:

Eine solche Sachversicherung leistet nicht bei einem Ertragsausfall aufgrund des Coronavirus. Grundlage der Leistungspflicht einer Ertragsausfallversicherung ist ein expliziter, vorangegangener Sachschaden.

Bezieht Ihr Betrieb Waren aus dem Ausland bzw. ist auf Warenlieferungen angewiesen, so besteht beim aktuellen Coronavirus und auch bei Infektionsgefahr von Krankheiten nur bedingt bis gar kein Ver­sicherungs­schutz. In einer Transportversicherung ist die Leistung bei “Verzögerung der Reise” explizit aus­geschlossen. Inwiefern Warenlieferungen in Verbindung mit dem Coronavirus ver­sichert sind, ist im Einzelfall vom Versicherer zu prüfen.

Derzeit kaum Neuanträge möglich

Laut der VEMA (Versicherungsmakler Gen­ossen­schaft eG) sind Neuanträge derzeit kaum noch möglich. Versicherer, die eine Betriebs­schließungs­versicherung oder eine Betriebs­unterbrechungs­versicherung mit Absicherung der leitenden Person anbieten, haben einen Annahmestopp verhängt, da die Ausbreitung des Coronavirus und die resul­tierenden Folgen nicht abgeschätzt werden können. Eine Beantragung dieser Versicherungen ist wahrscheinlich erst ab nächstem Jahr möglich.

Coronavirus aus den Bedingungen ausgeschlossen

Haben Versicherer noch keinen Annahmestopp ausgesprochen, wird das Coronavirus sehr wahrscheinlich als Leistungsauslöser ausgeschlossen. Dies ist uns bereits von einigen Versicherungsgesellschaften für gewerbliche Policen bekannt. Voraussichtlich werden weitere Versicherungsprodukte und Versicherungsgesellschaften folgen. Inwiefern sich Entscheidungen auf bestehende Versicherungsverträge auswirken, ist im Einzelfall abzuklären.

Wenn Sie bereits Versicherungen haben

Haben Sie für Ihren Betrieb oder Ihre Firma bereits eine Betriebsschließungsversicherung oder eine Betriebsunterbrechungs-/Betriebsausfallversicherung abgeschlossen, dann treten Sie für Fragen um den Versicherungsschutz bezüglich Coronavirus/Covid-19 mit Ihrem Versicherer direkt in Kontakt. Je nach Tarifbedingungen sowie der Einschätzung der Ver­sicherungs­gesell­schaft hängt die Leistungs­erbringung ab, falls Ihr Betrieb wirklich wegen behördlicher Auflagen geschlossen werden muss und Sie Versicherungs­leistungen beantragen.


Informationen für Veranstalter

Prinzipiell leistet eine Ver­anstaltungs­ausfall­versicherung u. a. bei Ausfall wegen Streik, Terror oder Versagen technischer Einrichtungen, bei wetter­bedingten Ausfällen oder bei Personenausfall aufgrund Unfall oder Krankheit eines Künstlers. Bestandteil einiger Policen ist auch der Leistungspunkt “Ausfall wegen behördlicher Verordnungen”. Aktuell schließen viele Versicherer diesen Leistungspunkt jedoch aus. Bedeutet: Die Ausfallversicherung leistet nicht, wenn wegen behördlichen Qua­ran­täne­maß­nahmen oder anderen Verordnungen bezüglich des Coronavirus die Veranstaltung abgesagt wird. Dies wurde uns von zwei Seiten bestätigt.

Wie Sie bei Epidemien & Pandemien versichert sind und wie Sie Ihren Betrieb vorsorglich absichern können, erfahren Sie in diesem Ratgeber:

Versicherungsschutz bei Epidemien & Pandemien für Unternehmen

Informationen für Angestellte

“Das Coronavirus ist trotz seiner pro­minenten Medienpräsenz ein Krank­heits­erreger, wie jeder andere auch”, so die VEMA. Daher erhalten Sie als Angestellter Lohnfortzahlung von Ihrem Arbeitgeber für 6 Wochen, wenn Sie erkranken. Ab der 7. Woche bekommen Sie Krankengeld, welches Sie jedoch selbst bei der zuständigen Landesbehörde beantragen müssen. Das gleiche gilt auch, wenn Sie vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt werden.
In einem solchen Fall kann keinerlei Erstattung geleistet werden, da die reine Angst bzw. Furcht vor dem Coronavirus keine Begründung zur Leistungserbringung darstellt. “Die reine Angst vor etwas ist nicht versicherbar”, so die VEMA.
In der privaten Krankenversicherung (PKV) gilt prinzipiell: Wenn der Lohn unter die Beitragsbemessungsgrenze fällt, muss der Versicherte zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln. Beim Thema Kurzarbeit gilt jedoch: Solange das verringerte Einkommen nicht länger als 3 Monate anhält, kann der Versicherte in der PKV bleiben. Auch der Arbeitgeberzuschuss zur PKV wird weiter gezahlt, allerdings nur auf den tatsächlich gezahlten Kurzarbeitslohn. Für PKV-Versicherte bedeutet dies, dass sie über die Monate etwas höhere Beiträge für ihre PKV zahlen müssen. Sollte dies nicht möglich sein, kann man den Versicherer direkt kontaktieren. Mehr dazu im Abschnitt „Wenn Sie Ihre Versicherungsbeiträge nicht mehr zahlen können“ .
Wenn Ihr Arbeitgeber Kurzarbeit anordnet:

Bei Kurzarbeit wird dem Arbeitnehmer in der Regel entweder ein Teil seines Lohns (Kurzlohn) und ein Zuschuss in Form des Kurzarbeitergeldes, oder komplett nur Kurzarbeitergeld gezahlt. Dabei gilt für die betriebliche Altersvorsorge (bAV):

  • Wenn der Arbeitnehmer noch einen Teil seines ursprünglichen Lohns erhält, ist eine Fortführung der bAV grundsätzlich möglich. Hier können sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf eine Reduzierung des Beitrages zur Entgeltumwandlung einigen. Beachtet werden sollte hier jedoch, dass sich dann auch der Arbeitgeberzuschuss verringert.
  • Wenn der Arbeitnehmer ausschließlich Kurzarbeitergeld erhält, jedoch keinen Lohn, ist auch das Fortführen der bAV nicht möglich, da es sich beim Kurzarbeitergeld um eine Lohnersatzleistung handelt, nicht aber um Entgelt, welches umgewandelt und bezuschusst werden kann. Sie können Ihre bAV jedoch privat weiterführen. Dabei zahlen Sie Ihre Beiträge dann regulär von Ihrem Nettoeinkommen.

Es gelten unter Umständen andere Regelungen, wenn die bAV rein arbeitgeberfinanziert ist.

Wenn Ihr Arbeitgeber Zwangsurlaub anordnet: Bei Zwangsurlaub ändert sich an Ihrer bAV nichts weiter, da Sie in der Regel weiterhin Gehalt beziehen.

Wenn Sie entlassen werden und noch keinen neuen Job haben: In einem solchen Fall entfallen natürlich jegliche Einnahmen. Auch eine private Fortführung des Vertrages wird unter Umständen schwierig. Sie können mit Ihrem bAV-Anbieter eine Stilllegung des Vertrages vereinbaren.

Bitte beachten Sie: Das Thema betriebliche Altersvorsorge ist unheimlich komplex und es spielen stets verschiedene Akteure eine Rolle. Jegliche Änderungen an bestehenden bAV-Verträgen erfordern zudem Änderungen der arbeitsrechtlichen Zusage sowie der Entgeltumwandlungsvereinbarung. Auch sollten besondere Regelungen beachtet werden, wie etwa im Betriebsrentengesetz, Tarifverträgen oder Versorgungsordnungen. Haben Sie einen bAV-Vertrag mit Zusatzbausteinen, sollten Sie vor etwaigen Maßnahmen die Auswirkungen auf diese abwägen. Wenden Sie sich in jedem Fall an den zuständigen bAV-Ansprechpartner Ihrer Firma, Ihrem Arbeitgeber oder Ihrem Versicherungsberater.


Informationen für Selbständige & Frei­berufler

Ähnlich wie bei Angestellten gilt auch für das Krankentagegeld für Selbständige: Der Coronavirus ist ein Krankheitserreger. Wenn Sie als Selbständiger am Virus erkranken und eine private Kran­ken­tage­geld­versicherung haben, leistet diese.

Wenn man als Selbständiger in Quarantäne geschickt wird, kann man sich für eine Lohnerstattung an die zuständige Landes­behörde wenden. Die Erstattung erfolgt in der Regel auf Basis des Ein­kommens des Vorjahres.


Corona Schutzschirm: Finanzielle Hilfsprogramme vom Staat

Das Bundesfinanziministerium hat am 23. März ein umfangreiches Hilfsprogramm aufgestellt, um Unternehmen und Selbständige wirtschaftlich zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern. Die geplanten Hilfen im Überblick.

1. Soforthilfe

Es handelt sich um einmalige Soforthilfen, mit denen anfallende Miet- und Betriebskosten gedeckt werden können. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Betroffenen Unternehmen müssen nachweisen, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten infolge der Corona-Pandemie eingetreten sind (heißt: Vor März 2020 muss das Unternehmen liquide gewesen sein).

Liegt dies vor, können folgende Unternehmen folgende Zuschüsse erwarten:

  • Selbständige und Unternehmen bis max. 5 Beschäftigte: max. 9.000 Euro für 3 Monate
  • Selbständige und Unternehmen bis max. 10 Beschäftigte: max. 15.000 Euro für 3 Monate

2. Kredite

Auch Kleinunternehmern und Solo-Selbständigen sollen Hilfskredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung gestellt werden. Die Voraussetzungen für diese Kredite sollen massiv gelockert und die Konditionen verbessert worden sein. Die KfW übernimmt 80-90 Prozent der Haftung für diese Kredite.

Folgende Kreditprogramme stehen zur Verfügung:

  • KfW-Unternehmerkredit – für Unternehmen älter als 5 Jahre
  • ERP-Gründerkredit – für Unternehmen jünger als 5 Jahre

Die Beantragung der Hilfskredite erfolgt über die Hausbank oder einen anderen Finanzierungspartner. Alle Informationen dazu auf der Seite des Bundesfinanzministeriums (am Ende dieses Abschnittes verlinkt) oder direkt bei der KfW.

3. Grundsicherung:

Selbständige sollen leichteren Zugang zur Grundsicherung erhalten. Für 6 Monate müssen bei der Beantragung von Grundsicherung keine Vermögensverhältnisse offengelegt und kein Vermögen angetastet werden. Mithilfe der Grundsicherung kann trotz Verdienstausfall der Lebensunterhalt sowie die eigene Unterkunft gesichert werden.

1. Schutzfonds

Es soll ein wirtschaftsstabiliserungsfonds errichtet werden, der in Kombination mit den KfW-Kreditprogrammen insbesondere großen Unternehmen eine finanzielle Stütze sein soll. Zu den geplanten Maßnahmen gehören staatliche Liquiditätsgarantien und Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals. Alle Infos dazu auf der Seite des Bundesfinanzministeriums (am Ende dieses Abschnittes verlinkt).

2. Kredite:

Ebenso wie Kleinunternehmen bietet das Bundesfinanzministerium zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auch mittleren und großen Unternehmen umfangreiche Hilfskredite. Die Haftung übernimmt die KfW zu 80-90 Prozent. Prozesse zur Risikobewertung sollen vereinfacht werden, damit die Kreditvergabe zügig erfolgen kann.

Je nach Alter und Größe des Unternehmens sind folgende Hilfskredite vorgesehen:

  • Unternehmerkredit (1 Milliarden Euro)
  • Gründerkredit (1 Milliarden Euro)
  • Kredit für Wachstum (25 Millionen Euro bis unbegrenzt)

Alle Informationen dazu auf der Seite des Bundesfinanzministeriums (am Ende dieses Abschnittes verlinkt) oder direkt bei der KfW.

Beschäftigte bzw. Angestellte allein können konkret nichts tun. Ihre Arbeitgeber bzw. die Unternehmen können für ihre Beschäftigten jedoch Kurzarbeitergeld beantragen, um Kündigungen zu vermeiden. Dieses wird von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt, wenn es durch das Coronavirus zu Arbeitsausfällen kommt. Der Zugang zum Kurzarbeitergeld wurde dafür erleichtert. Die Beantragung erfolgt bei der Bundesagentur für Arbeit.

Mehr Informationen dazu im Update „Neue Regelungen für Kurzarbeitergeld“, in unserem Ratgeber zum Thema Kurzarbeit oder auf der Seite des Bundesfinanzministeriums.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Hilfsprogrammen sowie Hinweise zur Beantragung finden Sie auf der Seite des Bundesfinanziministeriums.


Alles rund um Auslandsreisen

Wenn Sie einfach so stornieren, dann müssen Sie mit Stornokosten rechnen. Teilweise kann auf Kulanz des Reise­veranstalters aufgrund der aktuellen Situation gesetzt werden. Treten Sie am besten direkt mit dem Reiseveranstalter bzw. dem Hotel und der Airline in Kontakt.

Reiserücktrittsversicherung:

Eine Reiserücktrittsversicherung schützt prinzipiell davor, wenn man wegen eines unerwarteten Ereignisses (Erkrankung, Todesfall in der Familie, Verlust des Arbeitsplatzes) seine Reise nicht antreten kann. “Die Angst zu erkranken, stellt kein versichertes Ereignis dar”, so die Hanse Merkur. Anders kann die Lage aussehen, wenn das Auswärtige Amt eine Reise­warnung für Ihre Reiseregion heraus­gegeben hat. Hier kann oft beim Reiseveranstalter umgebucht oder storniert werden.

In einem solchen Fall würde die Reiserücktrittsversicherung greifen und man bekommt die Kosten der Reise erstattet. Anders als die Angst zu erkranken ist die tatsächliche Erkrankung ein versicherter Rücktrittsgrund.

Auslandskrankenversicherung:

Eine private Auslandskrankenversicherung übernimmt in der Regel alle anfallenden Behandlungskosten, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht zahlt. Demnach leistet sie auch für Behandlungen aufgrund einer Coronavirus-Infektion, wie der GDV (Gesamtverband der Deutschen Ver­sicherungs­wirtschaft) bestätigt. Je nach Tarif und Versicherungsbedingungen wird auch der Rücktransport nach Deutschland übernommen.

Reiseabbruchversicherung:

Eine Reiseabbruchversicherung leistet nur bei Erkrankung an Covid-19 im Urlaub, wenn:

  • zum Zeitpunkt der Einreise keine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt für die Reiseregion ausgesprochen wurde
  • zum Zeitpunkt der Einreise kein Pandemie-Status ausgerufen wurde.
Prinzipiell gilt: Sollte der Reiseantritt aufgrund von Reisebeschränkungen bzw. -sperren nicht möglich sein, dann wenden Sie sich an Ihren Reiseveranstalter (bzw. das Hotel, die Airline oder dorthin, wo Sie Ihre Reise gebucht haben). Für eine private Reiseversicherung ist die Verhängung einer Reisesperre kein versichertes Ereignis. Sollten Sie die Reise aufgrund einer Coronavirus-Erkrankung nicht antreten können, dann wenden Sie sich an den Anbieter Ihrer Reiserücktrittsversicherung. Eine Krankheit als Grund für den Reiserücktritt oder -abbruch ist dagegen ein versichertes Ereignis.

Bei Pandemie-Status kein Versicherungsschutz!

Sobald die WHO offiziell den Pandemie-Status für das Coronavirus ausruft (was am 11. März geschah, mehr dazu im Abschnitt „Updates“ ), besteht für Reise­versicherungen grundsätzlich kein Ver­sicherungs­schutz mehr. Dies gilt für Reise­versicherungs­pakete, Reise­rücktritts­versicherungen und Reise­abbruch­versicherungen. In den Vertrags­bedingungen ist explizit aufgeführt, dass „Schäden, Erkrankungen und Tod infolge einer Pandemie“ nicht versichert sind. Dies gilt auch unabhängig von einer Reisewarnung des Aus­wärtigen Amtes, so die VEMA.

Ein ausführliches FAQ hat die Ergo hier und die Allianz hier veröffentlicht. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nur um die Reiseversicherungen der jeweiligen Anbieter handelt. Je nach Versicherungsunternehmen können sich die Bedingungen unterscheiden. Wenden Sie sich bei konkreten Fragen zu Ihrer individuellen Situation am besten direkt an Ihren Versicherer.


Zahlt Krankenversicherung die Kosten für einen Coronaviren-Test?

Ein Test auf Coronaviren wird für gesetzlich Versicherte von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, wenn die Bedingungen auf Verdachtsfall des Robert-Koch-Instituts erfüllt sind und der zuständige Arzt eine Notwendigkeit darin sieht. Aktuell belaufen sich die Kosten auf ca. 130 Euro zzgl. Porto.
Wer privat versichert ist, kann die Kosten für den Corona-Test zur Erstattung bei seiner privaten Krankenversicherung einreichen. Laut Bedingungen leisten private Krankenversicherer auch für “ambulante Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten”. Sind die Kriterien des Robert-Koch-Instituts erfüllt und der Verdacht auf Ansteckung begründet, kann ein Corona-Test durchgeführt und die Kosten von der privaten Krankenversicherung erstattet werden. Aktuell belaufen sich diese für privat Versicherte auf ca. 150 Euro zzgl. Porto.

Nicht wegen jedem Verdacht gleich Corona-Test durchführen lassen

Einen Test nur wegen des vagen Verdachts einer Infektion durchführen zu lassen, ist laut Ärzten nicht sinnvoll. In jedem Fall sollte der Hausarzt oder die Gesundheitsbehörde telefonisch kontaktiert werden, um das weitere Vorgehen zu klären. Ein Verdacht auf Ansteckung ist dann begründet, wenn Sie sich kürzlich in einer Risikoregion aufgehalten oder Kontakt zu einem Erkrankten hatten.

Wichtig: „Untersuchungen werden nur auf Veranlassung eines Arztes durchgeführt“, betont auch nochmal das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg. Die Proben für einen Coronaviren-Test werden vom behandelnden Arzt abgenommen und an zuständige Labore geschickt, unter anderem auch an Institute wie das BNITM.

Alle weiteren Informationen zu den Kriterien des Robert-Koch-Instituts für Verdachtsfälle sowie über das Testvorgehen finden Sie hier.


Leistet die Berufs­un­fähig­keits­ver­sicherung?

Da die private Be­rufs­un­fähig­keits­versicherung (BU) bei jeder nicht explizit ausgeschlossenen Krankheit leistet, gilt dies natürlich theoretisch auch für Covid-19. Grundsätzlich gilt: Wenn die Auswirkungen der Krankheit die Berufs­fähigkeit zu mind. 50 Prozent für mind. voraussichtlich 6 Monate mindern, leistet der Versicherer und zahlt die Berufs­unfähig­keitsrente aus. Dies muss ärztlich bestätigt werden.

Wer eine private BU mit dem Einschluss der Infektionsklausel abgeschlossen hat, kann bei einem behördlich angeordneten Tätig­keits­verbot mit einer Leistung rechnen. Oftmals wird diese Klausel für Ärzte, Zahnärzte und andere medizinische Berufe vereinbart. Auch wenn vom Versicherten für andere Personen eine Infektionsgefahr mit dem Coronavirus ausgeht, gilt dieser nach der Infektionsklausel als berufsunfähig und erhält Leistung.

Achtung: Dies gilt vorerst nur für bestehende BU-Verträge. Für Neuverträge wird voraussichtlich die Infektionsklausel beim Coronavirus nicht greift, wenn ein Notzustand herrscht, in dem die Infektionsrate in Deutschland voraussichtlich sehr hoch sein wird. Darüber sind BU-Versicherer aktuell im Gespräch. Offizielle bzw. schriftliche Aussagen liegen hierzu noch nicht vor.


Weitere Informationen zum Coronavirus und Covid-19


Disclaimer

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem Coronavirus und dessen Folgen um eine neuartige Erscheinung handelt. Auch die Folgen für die Versicherungswirtschaft sind demnach nicht abzuschätzen. Wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben. Die Inhalte dieser Seite dienen Ihnen lediglich der Information.

Ob und in welchem Umfang Sie Ver­sicherungs­schutz haben oder dieser möglich ist, ist aufgrund der dynamischen Entwicklung stets eine Einzelfallentscheidung. Wenn Sie als Betrieb oder als Privatperson bereits eine ent­sprechende Versicherungspolice haben, wenden Sie sich bitte direkt an die Ver­sicherungs­gesell­schaft oder an Ihren Versicherungsberater oder -makler, um das weitere Vorgehen zu klären.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 07.04.2021 aktualisiert.
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