Kleingarten­versicherungen im Test 2016

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von Nina Bruckmann
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Wer einen Kleingarten besitzt, sollte diesen auch versichern, denn Schäden an der Laube entstehen schnell. Durch den Kleingarten­versicherung-Test unserer Experten wurde deutlich, dass sich ein Vergleich der Anbieter durchaus lohnen kann. Denn zwischen den Anbietern herrschen teilweise enorme Unterschiede in Bezug auf Preis und Leistung.

Wichtiger Schutz für die Laube: Die Kleingarten­versicherung

Die meisten Kleingärtner geben sich bei der Pflege ihrer Laube viel Mühe und verwenden viel Zeit darauf, ihr Gärtchen in Ordnung zu halten. Deshalb ist es umso ärgerlicher, wenn der Kleingarten durch Einflüsse wie Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl oder Ähnliches beschädigt wird. Eine Kleingarten­versicherung kann diesen Schaden zwar nicht verhindern, aber immerhin können die Kosten für die Reparatur oder Neubeschaffung übernommen werden und dem Laubenbesitzer entstehen keine finanzielle Verluste durch den Schaden.


Was sind die wichtigsten Leistungen einer Kleingarten­versicherung?

Kleingartenversicherung Test

In Kleingartenanlagen ist Einbruchdiebstahl keine Seltenheit. Denn die Gärtchen sind nachts in der Regel unbewohnt und oft leicht zugänglich. Eine Kleingarten­versicherung schützt in diesem Schadenfall, sie sichert den Inhalt der Laube gegen Einbruch- sowie Vandalismusschäden ab. Ist der Grill umgekippt und hat einen Teil des Gartens oder das Häuschen in Brand gesetzt oder kam es in der Hütte zu einem Kurzschluss mit Kabelbrand, so übernimmt die Kleingarten­versicherung ebenfalls die Kosten für den entstandenen Schaden. In diesem Zusammenhang werden auch die Aufräum- und Abbruchkosten von der Versicherung übernommen. Auch wenn es zu einem Glasbruch kam, beispielsweise durch einen umgekippten Baum, übernimmt die Kleingarten­versicherung die Kosten für den Schaden. Nicht nur Schäden an Garten und Häuschen sind abgesichert, auch Schäden am Inventar wie zum Beispiel am Kühlschrank, am E-Herd oder an den Möbeln sind meist im Leistungs­umfang einer Kleingarten­versicherung enthalten.

Leistungs­übersicht Kleingarten­versicherung

Die Kleingarten­versicherung übernimmt die Kosten bei Schäden an:

  • Gebäude
  • Inhalt des Gebäudes
  • Garten

Vereinsmitgliedschaft Pflicht für Kleingarten­versicherung

In der Regel ist die Mitgliedschaft in einem Kleingartenverein Voraussetzung, um eine Kleingarten­versicherung abschließen zu können. Vereinsmitglieder haben zudem den Vorteil, dass sie sich in der Regel über den Verein kostengünstig als Gruppe versichern lassen können. Doch auch unabhängig vom Verein ist eine Kleingarten­versicherung durchaus bezahlbar, die Beitrags­höhe liegt meist zwischen 40 und 50 Euro pro Jahr.

So wurde getestet

Im Test wurden die Leistungen der Versicherer überprüft, der Preis hatte keinen Einfluss auf die Benotung. Es wurden Punkte auf bestimmte Leistungen vergeben; wenn die Leistungen nicht oder nur gegen einen Mehrbeitrag versicherbar waren, wurden Punkte abgezogen. Maximal konnten 57 Punkte erreicht werden.

Modell-Kleingarten

Für den Test wurde von einem Modell-Kleingarten mit folgenden Eigenschaften ausgegangen:

  • Größe der Laube: 20qm
  • Gebäudewert: 5.000 Euro
  • Inhaltswert: 4.000 Euro
  • Küche: 1.000 Euro
  • Möbel: 500 Euro
  • Fernseher: 200 Euro
  • Radio: 50 Euro
  • Matratze/ Bett: 50 Euro
  • Gartengeräte: 1.900 Euro
  • Größe Geräteschuppen: 4 qm

Die wichtigsten Ergebnisse des Tests im Überblick

Im www.transparent-beraten.de Testurteil Kleingarten­versicherung war der Sieger leicht zu ermitteln: In Deutschland gibt es nur wenige Anbieter, die Kleingärten versichern. Von diesen wenigen Versicherern nahmen nur die Generali und die Feuersozietät Berlin an dem Test teil, zwei Versicherer lehnten ihre Teilnahme ab.

Feuersozietät Berlin wird Testsieger

Testsieger wurde mit einigem Abstand zum Konkurrenten die Feuersozietät Berlin mit 51 von 57 möglichen Punkten und einer Gesamtnote von 1,7. Für den berechneten Modellfall würde der Jahresbeitrag 62,40 € kosten. Der Tarif der Generali hingegen konnte im Test mit insgesamt 37,5 Punkten nur die Note 3,5 erreichen. Der Tarif kostet zwar nur 40,46 Euro jährlich, der Leistungs­umfang ist aber auch dementsprechend geringer. Bei der Generali sind viele Leistungen nicht, oder nur über einen Mehrbeitrag, versicherbar. Gartenmöbel beispielsweise, sind bei der Generali nur über einen Zusatzvertrag versicherbar, Leistungen für Schäden durch Leitungswasser, Sturm/Hagel, oder für den Geräteschuppen sind nur gegen einen Mehrbeitrag zu versichern.

Große Leistungs­unterschiede bei den Versicherer

Dass sich ein Vergleich der Anbieter vor dem Versicherungs­abschluss durchaus lohnt, zeigen die enormen Leistungs­unterschiede zwischen den Versicherern. Während die Feuersozietät beispielsweise Feuerschäden am Gebäude bis zu einer Summe von 23.500 Euro absichert, reicht der Versicherungs­schutz bei der Generali in diesem Fall nur bis zu einem Betrag von 5.000 Euro. Auch Sturm- und Hagelschäden werden von der Feuersozietät bis 23.500 Euro versichert, bei der Generali werden diese Schäden überhaupt nicht abgesichert.

Versicherungs­schutz mit Bedingungen

Voraussetzung für den Versicherungs­schutz bei der Feuersozietät ist, dass die Türen mit einem Sicherheitsschloß gesichert werden. Das bedeutet, dass, wenn beispielsweise das Inventar der Laube gestohlen oder beschädigt wurde, die Versicherung nur zahlt, wenn die Tür entsprechend den Versicherungs­­bedingungen verschlossen war. In den Vertragsklauseln der Generali gibt es keine solche Bedingungen.