Advocard Rechtsschutz­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Wie die Rechtsschutz­versicherung der Advocard in Bedingungstest, bei der Stiftung Warentest und in der Kundenbefragung abschneidet, was ADVOCARD-360°-PRIVAT vom Bausteintarif unterscheidet, was der Schutz kostet und welche Erfahrungen Kunden mit dem Hamburger Rechtsschutzspezialisten machen.

Inhalt dieser Seite
  1. Advocard auf einen Blick
  2. Rechtsschutz­­versicherung der Advocard im Test (2026)
  3. Im Vergleich zu anderen Rechtsschutz­­versicherungen
  4. Tarife und Leistungen der Rechtsschutz­­versicherung der Advocard
  5. Die Rechtsschutz­­versicherung der Advocard für Ihre Gruppe
  6. Preise der Rechtsschutz­­versicherung der Advocard
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung als Experten
  10. Häufige Fragen (FAQ)
Fachlich geprüft durch Benjamin Mai
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Rechtsschutz­versicherung der Advocard erreicht in unserer Gesamtauswertung 77 von 100 Punkten und steht damit auf Rang sieben der zehn gezeigten Anbieter für Singles.
  • Franke und Bornberg bewertet ADVOCARD-360°-PRIVAT mit FFF, den Bausteintarif mit FF+.
  • Kunden geben der Advocard bei ServiceValue 2026 in allen fünf Bereichen der Fairness-Studie „Sehr gut“, ebenso im Berufs-Rechtsschutz.
  • Im 360-Tarif zahlt die Advocard eine vorsorgliche Anwaltsberatung bis 1.000 € im Jahr, auch zu nicht versicherten Themen.
  • Für Arbeitnehmer, Familien und Senioren passt der Tarif, für Paare vor einer Scheidung weniger: Das Verfahren ist nur bis 2.000 € versichert.
  • Die BaFin zählte 2025 1,86 Beschwerden je 100.000 Verträge, knapp unter dem Durchschnitt von 1,97.

Advocard auf einen Blick

Wie gut ist die Advocard?

77 von 100 Punkten
in unserer Gesamtauswertung

  • Franke und Bornberg 2026: „FFF“ (ADVOCARD-360°-PRIVAT)
  • Stiftung Warentest 07/2026: „Gut“ (ADVOCARD-360°-PRIVAT, Note 2,2)
  • ServiceValue Fairness 2026: „Sehr gut“
  • ServiceValue Berufs-Rechtsschutz 2026: „Sehr gut“

Franke und Bornberg gibt dem ADVOCARD-360°-PRIVAT ein FFF, dem Bausteintarif FF+. Bei ServiceValue erhält die Advocard 2026 zweimal „Sehr gut“, für Fairness und für den Berufs-Rechtsschutz.

In unserer Gesamtauswertung für Singles steht die Advocard mit 77 Punkten im Mittelfeld auf Rang sieben. Es fehlt die Bestnote FFF+, und die BaFin-Quote von 1,86 bringt weniger Punkte als bei den Spitzenreitern.


Was kostet sie?

Der Beitrag hängt vom Tarif, den Lebensbereichen und der Selbst­beteiligung ab, dazu von Berufsgruppe, Familienstand und Laufzeit. Der Beitragsrechner der Advocard fragt kein Alter ab, die Beispiele gelten für 300 Euro Selbst­beteiligung, drei Jahre Laufzeit und monatliche Zahlung.

ProfilTarifBeitrag im Monat
Angestellter, SingleADVOCARD-360°-PRIVAT mit Beruf37,23 €
Angestellter mit FamilieADVOCARD-360°-PRIVAT mit Beruf43,80 €
Senior ab 50 im Ruhestand, SingleADVOCARD-360°-PRIVAT ohne Beruf31,28 €

Die Werte stammen aus dem Beitragsrechner der Advocard. Der Bausteintarif mit denselben vier Bereichen kostet einen Single 3,15 Euro weniger, ohne vorsorgliche Anwaltsberatung und Identitätsschutz.


Für wen passt sie?

  • Arbeitnehmer: Berufs-Rechtsschutz, ServiceValue-Urteil „Sehr gut“ im Berufs-Rechtsschutz
  • Familien: Weiter Familienbegriff mit Eltern, Großeltern und Enkeln im Haushalt
  • Senioren: Eigener Seniorentarif mit eingeschränktem Arbeits-Rechtsschutz für Betriebsrente und Minijob
  • Mieter: Wohnungs-Rechtsschutz im 360-Tarif schon enthalten
  • Selbständige: Der Privattarif schützt nur im Beruf als Arbeitnehmer, nötig ist ein Gewerbetarif

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der Advocard?

Risikoträger ist die ADVOCARD Rechtsschutz­versicherung AG in Hamburg, ein Spezial­versicherer für Rechtsschutz in der Generali-Gruppe. Ihre Solvenzquote lag Ende 2025 bei 345 Prozent, im Vorjahr bei 330 Prozent (Quelle: Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025 der ADVOCARD). Verkauft wird vor allem über die Deutsche Vermögensberatung, den Tarif 360 bietet auch die Generali an.

Die BaFin zählte 2025 1,86 Beschwerden je 100.000 Verträge, beim ungewichteten Durchschnitt der Branche lag der Wert bei 1,97 (Quelle: BaFin). Auf Trustpilot kommt die Advocard auf 1,7 von 5 Sternen bei 357 Bewertungen, abgerufen am 15.10.2026.

  • Risikoträger
    ADVOCARD Rechtsschutz­versicherung AG, Hamburg, Generali-Gruppe
  • Tarife
    ADVOCARD-360°-PRIVAT und Bausteintarif mit Privat, Beruf, Verkehr und Wohnung, Versicherungssumme in Europa unbegrenzt, weltweit 1.000.000 Euro
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 345 Prozent (2025, Vorjahr 330 Prozent)
  • Neugeschäft
    Offen, über die Deutsche Vermögensberatung und den Beitragsrechner der Advocard

Rechtsschutz­versicherung der Advocard im Test (2026)

Die Advocard steht in allen vier Erhebungen, die in die Gesamtauswertung für Singles einfließen: Bedingungsrating, Test der Stiftung Warentest, Kundenbefragung und BaFin-Statistik.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

In die Gesamtauswertung fließen das laufend aktualisierte Rating von Franke und Bornberg, der Test der Stiftung Warentest (Heft 07/2026), das Kundenurteil Fairness von ServiceValue 2026 und die BaFin-Beschwerdestatistik 2025 ein. Wir haben für Sie alle Ergebnisse dieser Tests zusammengetragen und nach unserem eigens dafür erstellten Bewertungsschlüssel ausgewertet. In unserer Gesamtwertung können die Anbieter einen Wert von maximal 100 erreichen.

Die Rechtsschutz­versicherung der Advocard erhält von möglichen 100 Punkten:

77

Damit steht die Advocard im Mittelfeld, auf Rang sieben der zehn Anbieter. Im DFSI-Test für Focus Money 03/2026, der nur in die Auswertung für Familien einfließt, ist die Advocard nicht vertreten.

Zur Gesamtauswertung der Rechtsschutz­versicherung


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg prüft ausschließlich die Versicherungs­bedingungen, ohne Preis und ohne Regulierungspraxis. Bewertet werden 74 Kriterien im Singletarif und 81 im Familientarif, insgesamt 261 Tarife und Tarifkombinationen von 38 Gesellschaften (Quelle: Franke und Bornberg).

TarifSingleFamilie
ADVOCARD-360°-PRIVAT, Tarifstand 01/2026FFFFFF
Einzeltarif (Bausteintarif), Tarifstand 01/2026FF+FF+

Der 360-Tarif erreicht FFF, die zweithöchste der sieben Stufen, in beiden Kategorien. Den Einzeltarif stuft Franke und Bornberg eine Stufe tiefer ein.


Der Finanztest Vergleich

Die Stiftung Warentest hat für ihre Zeitschrift Stiftung Warentest Finanzen (früher Finanztest, Heft 07/2026) 104 Rechtsschutzpakete für Privat, Beruf und Verkehr geprüft, Stand der Daten 1. Mai 2026. Das Qualitätsurteil bewertet die Versicherungs­bedingungen und ihre Verständlichkeit, nicht den Preis (Quelle: Stiftung Warentest, Stiftung Warentest Finanzen 07/2026, kostenpflichtig).

TarifVersicherungs­bedingungenVerständlichkeitQualitätsurteil
360° PrivatGut (2,2)Sehr gut (1,5)Gut (2,2)

Der Tarif 360° Privat erhält das Qualitätsurteil „gut“ (2,2). Die besten Tarife im Test erhalten „gut“ (1,7), ein „sehr gut“ hat die Stiftung Warentest nicht vergeben.

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Im Vergleich zu anderen Rechtsschutz­versicherungen

Advocard im Marktvergleich

AnbieterFranke und Bornberg ØFinanztest ØServiceValue FairnessBeschwerde­quoteGesamt­wertung von 100
Logo Lippische Landesbrandversicherung AGLippischeFFF+–––93
Logo ProvinzialProvinzialFFF–––91
Logo ProvinzialProvinzial Nord BrandkasseFFF–––91
Logo GothaerGothaerFFF–––86
Logo Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AktiengesellschaftHamburger FeuerkasseFFF–––86
Logo Örag RechtsschutzÖragFFFGutSehr gut1,6481
Logo ADVOCARD Rechtsschutzversicherung AGAdvocardFFFGutSehr gut1,8677
Logo ADAC Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.ADACFFGutSehr gut0,2975
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFF+GutSehr gut1,8874
Logo Adam Riese GmbHAdam RieseFF+Gut––74
Quelle: Franke und Bornberg Rating Rechtsschutz­versicherung für Privatpersonen, Stiftung Warentest Finanzen 07/2026 (kostenpflichtig), ServiceValue mit Focus Money Kundenurteil: Fairness von Rechtsschutz­versicherern 2026, BaFin, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht. Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter für Singles.

Mit 77 Punkten steht die Advocard im Mittelfeld auf Rang sieben. Sie gehört zu den wenigen Anbietern der Tabelle, die neben der Bedingungsnote auch ein Urteil der Stiftung Warentest, ein Kundenurteil „Sehr gut“ und eine BaFin-Quote vorweisen.

Bei gleicher Bedingungsnote FFF, ebenfalls „Gut“ bei der Stiftung Warentest, ebenfalls „Sehr gut“ bei ServiceValue und weniger Beschwerden (1,64 statt 1,86) liegt die Örag mit 81 Punkten vorn. Die meisten Punkte unter den Anbietern mit FFF erreichen die Provinzial und die Provinzial Nord Brandkasse mit je 91.

Alle Rechtsschutz­versicherungen im Vergleich

Tarife und Leistungen der Rechtsschutz­versicherung der Advocard

Beide Tarife gelten in Europa mit unbegrenzter Versicherungssumme und weltweit mit 1.000.000 Euro ohne zeitliche Grenze. Basis ist immer der Privat-Rechtsschutz mit telefonischer Rechtsberatung rund um die Uhr.

TarifLebensbereicheVorsorgliche AnwaltsberatungIdentitätsschutz IDPROTECT
ADVOCARD-360°-PRIVATPrivat, Verkehr, Wohnung, Beruf wählbarBis 1.000 € im JahrEnthalten
BausteintarifPrivat plus Beruf, Verkehr oder WohnungNeinNein

ADVOCARD-360°-PRIVAT

Der 360-Tarif bündelt Privat, Verkehr und Wohnung, den Berufs-Rechtsschutz wählen Sie dazu. Herzstück ist die vorsorgliche anwaltliche Beratung: Bis 1.000 Euro im Jahr zahlt die Advocard für ein persönliches Gespräch beim Anwalt, auch zu Themen, die gar nicht versichert sind, etwa vor einem Hausverkauf.

Im Familien- und Erbrecht zahlt der Tarif eine erweiterte Beratung bis 1.000 Euro und eine Scheidung bis 2.000 Euro. Dazu kommen Vorsorge-Rechtsschutz bis 250 Euro für Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder Testament, der Identitätsschutz IDPROTECT und eine Online-Rechtsberatung per Chat werktags von 8 bis 24 Uhr.


Bausteintarif

Im Bausteintarif, bei Franke und Bornberg als Einzeltarif geführt, ist der Privat-Rechtsschutz die Pflichtbasis. Dazu kombinieren Sie einzeln Beruf, Verkehr oder Wohnung. Versicherungssumme und telefonische Rechtsberatung entsprechen dem 360-Tarif.

Es fehlen die vorsorgliche Anwaltsberatung und der Identitätsschutz. Wer drei der vier Bereiche wählt, lässt einen Lebensbereich bewusst ohne Schutz, darauf weist die Advocard im Rechner selbst hin.


Wartezeiten und Selbst­beteiligung

Für den Vertrags- und Sachen-, Arbeits-, Steuer-, Sozial- und Wohnungs-Rechtsschutz gilt eine Wartezeit von drei Monaten. Bei Klagen um einen Studienplatz ist es ein Jahr. Im Verkehrsbereich verzichtet die Advocard nach eigenen Angaben auf die Wartezeit.

Als Selbst­beteiligung wählen Sie 150 oder 300 Euro, als Laufzeit ein oder drei Jahre. Die Services aus dem ADVOCARD-SERVICE-NAVI, etwa Bußgeldrechner oder Arbeitszeugnis-Check, nutzen Sie ohne Selbst­beteiligung. Den Anwalt wählen Sie frei, auf Wunsch vermittelt die Advocard einen Fachanwalt.

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Die Rechtsschutz­versicherung der Advocard für Ihre Gruppe

Arbeitnehmer

Im Berufs-Rechtsschutz deckt die Advocard Streit mit dem Arbeitgeber, etwa um eine Kündigung oder ein schlechtes Zeugnis. Kunden bewerten die Advocard im Deutschland Test Berufs-Rechtsschutz­versicherer 2026 von ServiceValue mit „Sehr gut“, als eine von sieben der 26 untersuchten Gesellschaften.

Im 360-Tarif ist der Beruf ein Zusatz, Sie müssen ihn aktiv wählen. Vor dem ersten Streit liegen drei Monate Wartezeit. Mehr dazu steht auf unserer Seite zum Arbeits­rechtsschutz.


Familien

Der Familientarif der Advocard reicht weit: Neben Partner und Kindern sind leibliche Eltern und Großeltern ab 50 Jahren ohne Beruf im gemeinsamen Haushalt mitversichert, ebenso Enkel in Obhut und pflegebedürftige Geschwister mit Behinderung im Haushalt. Volljährige Kinder bleiben versichert, bis sie erstmals dauerhaft berufstätig sind.

Die Stolperfalle liegt im Familienrecht: Eine Scheidung zahlt die Advocard nur bis 2.000 Euro, Gerichtsverfahren im Erbrecht gar nicht. Was dort hilft, steht auf unserer Seite zum Rechtsschutz bei Scheidung.


Mieter

Im 360-Tarif ist der Wohnungs-Rechtsschutz für die selbst genutzte Wohnung schon enthalten, im Bausteintarif buchen Sie ihn dazu. Versichert ist etwa der Streit mit dem Vermieter um eine Mieterhöhung oder eine Eigenbedarfskündigung, der Nebenkosten-Check gehört zum Service.

Die Stolperfalle sind die drei Monate Wartezeit. Eine schon angekündigte Mieterhöhung ist nicht mehr versichert. Mehr dazu steht auf unserer Seite zum Miet­rechtsschutz.


Autofahrer

Der Verkehrs-Rechtsschutz ist im 360-Tarif enthalten und deckt Streit um die Schuldfrage nach einem Unfall, Schmerzensgeld, Bußgeldverfahren wegen zu hoher Geschwindigkeit und Ärger mit der Werkstatt. Im Verkehrsbereich gilt nach Angaben der Advocard keine Wartezeit.

Im Bausteintarif ist Verkehr ein eigener Zusatz zum Privat-Rechtsschutz. Wer nur Verkehr absichern will, kommt ohne den Privat-Baustein nicht aus.


Beamte und öffentlicher Dienst

Der 360-Tarif enthält den Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz, etwa bei einem Vorwurf wegen Verletzung der Schweigepflicht. Im Beitragsrechner zahlen Beamte für den 360-Tarif mit Beruf denselben Beitrag wie Angestellte, 37,23 Euro im Monat als Single.

Einen eigenen Nachlass für den öffentlichen Dienst weist der Rechner nicht aus. Hintergründe stehen auf unserer Seite zum Rechtsschutz für Beamte.


Senioren

Für Menschen ab 50 mit Rente oder Pension hat die Advocard einen eigenen Tarif. Er enthält einen eingeschränkten Arbeits-Rechtsschutz, etwa für Streit um die Betriebsrente oder eine geringfügige Beschäftigung, und kostet im 360-Tarif ohne Beruf 31,28 Euro im Monat als Single.

Dazu passen der Vorsorge-Rechtsschutz bis 250 Euro und der Rechtsschutz im Betreuungsverfahren. Wer neben der Rente mehr als geringfügig arbeitet, fällt nicht in diesen Tarif.


Studenten und Berufseinsteiger

Im Familientarif der Eltern sind volljährige Kinder versichert, solange sie unverheiratet sind und noch keine dauerhafte Berufstätigkeit aufgenommen haben. Für Schüler und Studenten mit eigenem Vertrag führt der Rechner eine eigene Berufsgruppe.

Die Stolperfalle: Im Verwaltungs-Rechtsschutz um die Vergabe eines Studienplatzes gilt ein Jahr Wartezeit. Wer klagen will, muss früh abschließen. Mehr dazu steht auf unserer Seite für Studenten.


Selbständige

Der Privattarif der Advocard schützt Sie im Beruf als Arbeitnehmer. Für die selbständige Tätigkeit selbst bietet die Advocard eigene Gewerbetarife an, darunter ADVOCARD-360°-GEWERBE.

Wer privat und betrieblich abgesichert sein will, braucht also zwei Verträge. Was dabei zählt, steht auf unserer Seite zum Rechtsschutz für Selbständige.


Rechtsschutz­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Rechtsschutz­versicherung der Advocard

Im Beitragsrechner der Advocard kostet ADVOCARD-360°-PRIVAT mit allen vier Bereichen für einen angestellten Single 37,23 Euro im Monat, mit 300 Euro Selbst­beteiligung, drei Jahren Laufzeit und monatlicher Zahlung. Mit Familie sind es 43,80 Euro, für Senioren im Ruhestand ohne Beruf 31,28 Euro.

Zwei Stellschrauben verändern den Beitrag spürbar: Mit 150 statt 300 Euro Selbst­beteiligung steigt der Single-Beitrag auf 43,26 Euro, also um 6,03 Euro. Bei einem Jahr statt drei Jahren Laufzeit zahlen Sie 40,95 Euro, 3,72 Euro mehr.

Wer auf die Extras verzichtet, nimmt den Bausteintarif: Privat, Beruf, Verkehr und Wohnung kosten dort 34,08 Euro, der Privat-Rechtsschutz allein 9,52 Euro im Monat. Das Alter fragt der Rechner nicht ab.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Rechtsschutz­versicherung

Eine Rechtsschutz­versicherung übernimmt die Kosten eines Rechtsstreits: Anwalt, Gericht, vom Gericht bestellte Sachverständige und Zeugen und, wenn Sie unterliegen, auch die Anwaltskosten der Gegenseite. Den Streitwert selbst oder einen Schadenersatz zahlt sie nicht. Versichert sind die Lebensbereiche, die Sie als Baustein wählen, in der Regel Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen. Entscheidend sind die Bedingungen: welche Rechtsgebiete eingeschlossen sind, welche Wartezeit für welche Leistungsart gilt, wie hoch die Selbst­beteiligung ist und ob außergerichtliche Verfahren, Mediation und eine telefonische Erstberatung mitversichert sind. Weil nur Streitfälle versichert sind, die nach Vertragsbeginn und Ablauf der Wartezeit entstehen, muss der Vertrag vor dem Streit bestehen.

Stärken der Advocard

  • Vorsorgliche Anwaltsberatung bis 1.000 Euro im Jahr, auch zu nicht versicherten Themen.
  • Weiter Familienbegriff mit Eltern, Großeltern und Enkeln im Haushalt.
  • Eigener Seniorentarif mit Arbeits-Rechtsschutz für Betriebsrente und Minijob.
  • Unbegrenzte Versicherungssumme in Europa, weltweit 1.000.000 Euro ohne zeitliche Grenze.
  • Telefon- und Chat-Rechtsberatung sowie Service-Checks ohne Selbst­beteiligung.

Schwächen der Advocard

  • Scheidung nur bis 2.000 Euro versichert, Erbstreit vor Gericht gar nicht.
  • Selbst­beteiligung nur mit 150 oder 300 Euro wählbar, ein Tarif ohne Selbst­beteiligung fehlt.
  • Bausteintarif ohne vorsorgliche Beratung und nur mit FF+ bei Franke und Bornberg.
  • Ein Jahr Wartezeit bei Studienplatzklagen.

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt die Advocard auf 1,7 von 5 Sternen bei 357 Bewertungen, abgerufen am 15.10.2026. Das Profil gehört der Advocard Rechtsschutz­versicherung und ist beansprucht, die Bewertungen betreffen also die Rechtsschutzsparte. Die Publikumswerte fallen deutlich schwächer aus als das Kundenurteil von ServiceValue, weil auf Trustpilot vor allem Kunden nach einem Streit um die Deckung schreiben.


Was Kunden berichten

Häufigster Kritikpunkt auf Trustpilot sind verzögerte oder abgelehnte Deckungszusagen, oft mit Verweis auf Ausschlüsse im Vertrag. Mehrere Bewertungen beklagen außerdem Kündigungen durch die Advocard nach einem Rechtsfall, widersprüchliche Auskünfte zwischen Telefon und Schreiben und fehlende Rückmeldungen.

Gelobt werden in einzelnen Bewertungen die schnelle telefonische Beratung, auch abends, und die zuverlässige Erstattung von Anwaltskosten.


Kundenurteil zur Fairness

ServiceValue hat für Focus Money im Juni 2026 online 2.409 Versicherte zur Fairness ihres Rechtsschutz­versicherers befragt, mit 29 Merkmalen in fünf Bereichen von der Kundenberatung bis zum Preis-Leistungs-Verhältnis (Quelle: ServiceValue).

Die Advocard erhält in allen fünf Bereichen und gesamt „Sehr gut“, die oberste Stufe der Studie. Neun von 26 Versicherern erreichen sie.


Kundenurteil zum Berufs-Rechtsschutz

Für den Deutschland Test Berufs-Rechtsschutz­versicherer 2026 hat ServiceValue 2.096 Kunden zu 27 Versicherern befragt, zu Leistung, Fachkompetenz, Loyalität und Preis-Leistungs-Verhältnis (Quelle: ServiceValue).

Die Advocard erhält das Gesamturteil „Sehr gut“. Die Studie zählt nicht zur Gesamtauswertung, weil sie nur einen Baustein bewertet.


Beschwerden bei der BaFin

Zur Advocard gingen 2025 bei der BaFin 26 Beschwerden ein. Bei 1.395.260 Verträgen ergibt das eine Quote von 1,86 je 100.000 Verträge (Quelle: BaFin).

Der ungewichtete Durchschnitt aller Rechtsschutz­versicherer mit Bestandsangabe lag bei 1,97. Ob eine Beschwerde berechtigt war, sagt die Statistik nicht.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Advocard ist ein reiner Rechtsschutzspezialist mit starkem Kundenurteil: zweimal „Sehr gut“ bei ServiceValue, FFF für den 360-Tarif und 345 Prozent Solvenzquote. In unserer Gesamtauswertung reicht das für 77 Punkte und Rang sieben.

Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die vorsorgliche Anwaltsberatung bis 1.000 Euro im Jahr. Schwächer ist sie im Familienrecht, wo eine Scheidung nur bis 2.000 Euro versichert ist.


Für wen ja, für wen nein

Ja für Angestellte und Familien, die einen Rundumtarif mit Anwaltsgespräch vor dem Streit wollen, und für Haushalte, in denen Eltern oder Großeltern mitleben. Ja auch für Rentner, die einen eigenen Seniorentarif mit Schutz für die Betriebsrente suchen.

Nein für Paare, die eine streitige Scheidung oder ein Erbe absichern wollen. Nein auch für Sparfüchse, die ohne Selbst­beteiligung versichert sein wollen, diese Variante bietet die Advocard nicht an.

Mit uns die ideale Rechtsschutz­versicherung finden

Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Mr-Money bieten wir einen transparenten Vergleich zu Rechtsschutz­versicherungen an. Tarife mehrerer Versicherer im direkten Vergleich:

  • Günstige Varianten schon ab attraktiven Einstiegspreisen
  • Leistungsstarke Varianten zu vernünftigen Preisen
  • Direkt und unkompliziert online abschließen

Häufige Fragen zur Rechtsschutz­versicherung der Advocard

Was ist die vorsorgliche anwaltliche Beratung der Advocard?

Im ADVOCARD-360°-PRIVAT zahlt die Advocard bis 1.000 Euro im Jahr für persönliche Beratungen beim Anwalt, auch ohne Rechtsschutzfall. Das gilt auch für Themen, die gar nicht versichert sind, etwa die Prüfung eines Arbeitsvertrags oder Fragen zum Unterhalt. Im Bausteintarif ist diese Leistung nicht enthalten.

Wer ist im Familientarif der Advocard mitversichert?

Mitversichert sind Ehe- oder Lebenspartner, minderjährige Kinder und volljährige Kinder bis zur ersten dauerhaften Berufstätigkeit. Dazu kommen leibliche Eltern und Großeltern ab 50 Jahren ohne Beruf im gemeinsamen Haushalt, Enkel in Obhut und pflegebedürftige Geschwister mit Behinderung im Haushalt.

Zahlt die Advocard bei Scheidung oder Erbstreit?

Bei einer Scheidung übernimmt die Advocard die Kosten bis 2.000 Euro. Im Familien- und Erbrecht zahlt sie eine Beratung durch einen Anwalt bis 1.000 Euro, Gerichtsverfahren um ein Erbe sind nicht versichert.

Welche Wartezeit gilt bei der Advocard?

Für die meisten Leistungsarten gelten drei Monate, darunter Arbeits-, Vertrags-, Wohnungs-, Steuer- und Sozial-Rechtsschutz. Für Klagen auf einen Studienplatz wartet der Kunde ein Jahr. Für den Verkehrsbereich nennt die Advocard keine Wartezeit.

Kann ich bei der Advocard meinen Anwalt selbst wählen?

Ja, die freie Anwaltswahl ist gesetzlich garantiert, laut § 127 VVG darf kein Versicherer sie einschränken. Auf Wunsch empfiehlt die Advocard einen spezialisierten Fachanwalt und verbindet Sie telefonisch mit der Kanzlei.

Welche Laufzeit und Selbst­beteiligung kann ich bei der Advocard wählen?

Zur Wahl stehen ein oder drei Jahre Laufzeit und 150 oder 300 Euro Selbst­beteiligung. Die dreijährige Laufzeit ist günstiger: Im Rechner kostet der 360-Tarif für einen angestellten Single 37,23 Euro statt 40,95 Euro im Monat.

Wie erreiche ich die Advocard im Rechtsschutzfall?

Die Advocard ist telefonisch unter 040 237310 rund um die Uhr erreichbar und bietet einen Rückrufservice. Werktags von 8 bis 24 Uhr beraten Fachanwälte zusätzlich per Chat, außerhalb dieser Zeit kommt die Antwort schriftlich binnen 24 Stunden.

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Foto von Lena Mierbach
Lena Mierbach
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