InterRisk Gebäude­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Welche Konzepte die InterRisk für Wohngebäude anbietet, wie ihre Gebäude­versicherung im Test abschneidet und welche Erfahrungen Kunden mit dem Wiesbadener Versicherer machen.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gebäude­versicherung der InterRisk ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten.
  • Franke und Bornberg bewertet das Konzept XXL im Rating mit Stand 08/2026 mit „Hervorragend“ (FFF+).
  • Die InterRisk verkauft die Wohngebäude­versicherung in drei Konzepten L, XL und XXL, nur das XXL verzichtet voll auf die Kürzung bei grober Fahrlässigkeit.
  • Die BaFin-Beschwerdequote der InterRisk liegt 2025 bei 0,73 je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt bei 2,97.
  • Für Vermieter, Eigentümer­gemeinschaften und ältere Häuser passt das Konzept XXL, für Eigentümer, die beim Konzept L bleiben wollen, weniger: Dort fehlen Abwasserrohre auf dem Grundstück und der Schutz bei grober Fahrlässigkeit.
  • Die Solvenzquote der InterRisk Versicherungs-AG lag Ende 2025 bei 299,7 %.

InterRisk auf einen Blick

Wie gut ist die InterRisk?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • Franke und Bornberg 08/2026: „Hervorragend“ (FFF+) für Konzept XXL
  • ServiceValue Fairness 2026: „Gut“
  • Voller Verzicht auf die Kürzung bei grober Fahrlässigkeit im Konzept XXL

Das Spitzenkonzept gehört zu den stärksten Bedingungswerken am Markt: Franke und Bornberg vergibt dem Konzept XXL die Bestnote FFF+. Im Kundenurteil zur Fairness 2026 von ServiceValue erhält die InterRisk „Gut“. In unserer Gesamtauswertung steht die InterRisk nicht unter den zehn gezeigten Anbietern. Dort zählt der Durchschnitt aller bewerteten Tarife, nicht nur der beste.


Was kostet sie?

Was die Wohngebäude­versicherung der InterRisk kostet, hängt von Postleitzahl, Gebäudealter, Wohn- und Nutzfläche, Konzept und den gewählten Bausteinen ab. Einen Beispielbeitrag veröffentlicht die InterRisk nicht, den Preis nennt erst das Angebot über einen Vermittler.

Senken lässt sich der Beitrag vor allem über einen Selbstbehalt und den Schadenfreiheitsrabatt. Wie hoch die Nachlässe sind, steht im Kapitel zu den Preisen.


Für wen passt sie?

  • Vermieter: Mietausfall bis 36 Monate ab dem Konzept XL, im XXL auch nach dem Ende eines Mietverhältnisses
  • Eigentümer­gemeinschaften: Fehlverhalten eines Eigentümers kostet die übrigen nicht ihren Schutz
  • Altbau: kein Höchstalter für Gebäude, im XXL Abwasserrohre auch außerhalb des Grundstücks
  • Elementar-Risikozonen: kein besonderer Selbstbehalt für Naturgefahren, im XXL zusätzlich unbenannte Gefahren wählbar

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der InterRisk?

Risikoträger ist die InterRisk Versicherungs-AG mit Sitz in Wiesbaden, ein Unternehmen der österreichischen Vienna Insurance Group. Laut Solvabilitäts- und Finanzbericht kam die Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 auf eine Solvenzquote von 299,7 Prozent, im Vorjahr waren es 278,8 Prozent. Übergangs­maßnahmen oder eine Volatilitätsanpassung nutzt sie dafür nicht.

Bei der BaFin ging 2025 zur Wohngebäude­versicherung der InterRisk eine Beschwerde ein, das ergibt 0,73 Beschwerden je 100.000 Verträge bei einem Branchendurchschnitt von 2,97. Auf Trustpilot kommt die InterRisk auf 3,6 von 5 Sternen bei 96 Bewertungen (abgerufen am 05.10.2026), das Profil gilt für alle Sparten des Privatkundengeschäfts.

  • Risikoträger
    InterRisk Versicherungs-AG, Wiesbaden, Vienna Insurance Group
  • Tarife
    Konzepte L, XL und XXL nach Tarif WT2021, Bausteine weitere Naturgefahren und unbenannte Gefahren (nur XXL), Glaspauschal­versicherung
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 299,7 % zum 31.12.2025 (Vorjahr 278,8 %)
  • Neugeschäft
    Offen, verkauft werden die Konzepte L, XL und XXL über Vermittler

Gebäude­versicherung der InterRisk im Test (2026)

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

In die Gesamtwertung fließen das Rating von Franke und Bornberg mit Stand 08/2026, das Kundenurteil Fairness 2026 von ServiceValue und die BaFin-Beschwerdestatistik 2025 ein. Die InterRisk ist in der aktuellen Gesamtauswertung nicht vertreten.

Die Anbieter der Gebäude­versicherung und ihre Produkte werden in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Ratingagenturen und Instituten getestet. Wir haben für Sie alle Ergebnisse dieser Tests zusammengetragen und nach unserem eigens dafür erstellten Bewertungsschlüssel ausgewertet. In unserer Gesamtwertung können die Anbieter einen Wert von maximal 100 erreichen.

Zur Gesamtauswertung der Gebäude­versicherung


Der Franke und Bornberg Test

Das Analysehaus Franke und Bornberg prüft nur die rechtsverbindlichen Versicherungs­bedingungen, Beitrag, Service und Schadenregulierung bewertet es nicht. Die Noten reichen in sieben Stufen von FFF+ (hervorragend) bis F-. Für die Bestnote muss ein Tarif zusätzlich Mindeststandards erfüllen, etwa Ableitungsrohre auf und außerhalb des Grundstücks ohne separate Kündigungsregelung und einen Elementar-Selbstbehalt von höchstens 10.000 Euro (Quelle: Franke und Bornberg).

TarifRatingnote
Konzept XXLHervorragend (FFF+)

Damit gehört das Konzept XXL zu den 46 Tarifen von 23 Anbietern, die im Rating mit Stand 08/2026 ohne Zusatzbaustein die Bestnote FFF+ erreichen. Die Konzepte L und XL stehen nicht unter diesen Tarifen.


Das ServiceValue-Kundenurteil zur Fairness

ServiceValue hat im April 2026 im Auftrag von FOCUS MONEY 3.310 Kundenurteile zu 34 Wohngebäude­versicherern erhoben, befragt wurden nur Kunden der letzten zwölf Monate. Gemessen wird die wahrgenommene Fairness in sechs Bereichen, darunter Tarifleistung, Schadenregulierung und Preis-Leistungs-Verhältnis (Quelle: ServiceValue).

AnbieterErhebungGesamturteil
InterRiskKundenurteil Fairness von Wohngebäude­versicherern 2026Gut

Mit „Gut“ zählt die InterRisk zu den Versicherern mit einer überdurchschnittlichen Bewertung durch ihre Kunden. Das Spitzenurteil „Sehr gut“ erreicht sie in dieser Studie nicht.

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Im Vergleich zu anderen Gebäude­versicherern

InterRisk im Marktvergleich

AnbieterFranke und
Bornberg Ø
ServiceValue
Fairness
Beschwerde­quoteGesamtwertung
von 100
Logo DOMCURA AGDomcuraFFF+––100
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VFFFSehr gut1,4096
Logo Sparkassen-Versicherung SachsenSparkassen-Versicherung SachsenFFF+––95
Logo Debeka-GruppeDebekaFFFSehr gut0,6194
Logo ING-DiBa AGINGFFF+––93
Logo Interlloyd Versicherungs-AGInterlloydFFF+––93
Logo Neuendorfer Brand-Bau-GildeNeuendorfer Brand-Bau-GildeFFF+––93
Logo Öffentliche Versicherung BraunschweigÖffentliche BraunschweigFFF+––93
Logo Generali Deutschland AGGeneraliFF+Sehr gut1,2887
Logo RheinLand Versicherungs AGRheinLandFF+–1,4386
Quelle: Franke und Bornberg, ServiceValue Fairness, BaFin, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Die InterRisk ist in dieser Auswertung nicht vertreten. Die Tabelle zeigt die zehn Anbieter mit der höchsten Gesamtwertung, gewertet wird dabei der Durchschnitt über alle Tarife eines Anbieters und nicht allein das stärkste Konzept.

Alle Gebäude­versicherer im Vergleich

Tarife und Leistungen der Gebäude­versicherung der InterRisk

Alle drei Konzepte ersetzen den ortsüblichen Neubauwert und berechnen den Beitrag nach der Wohnfläche statt nach einer Versicherungssumme. Künftige Verbesserungen der Bedingungen gelten automatisch, und die Leistungen der GDV-Musterbedingungen sind garantiert.

TarifGrobe FahrlässigkeitAufräum- und AbbruchkostenMietausfallAbwasserrohre auf dem Grundstück
Konzept LKürzung möglichBis 50.000 €12 MonateNicht versichert
Konzept XLVerzicht bis 5.000 €Bis 500.000 €36 MonateNur Regenwasserrohre unterirdisch
Konzept XXLVoller VerzichtOhne eigene Grenze36 MonateAuch außerhalb des Grundstücks

Konzept L

Das L ist die Grundabsicherung gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Mitversichert sind Gebäudezubehör, Garagen, Carports und Photovoltaik­anlagen am Gebäude, dazu Überspannungsschäden durch Blitz. Aufräum-, Abbruch-, Bewegungs- und Schutzkosten ersetzt die InterRisk zusammen bis 50.000 Euro, Mietausfall zwölf Monate.

Die Lücken sind deutlich: Bei grober Fahrlässigkeit kürzt die InterRisk die Leistung nach der Schwere des Verschuldens. Sturm zählt erst ab Windstärke acht, Zuleitungsrohre außerhalb des Grundstücks und Abwasserrohre sind nicht versichert, Hotelkosten bei Unbewohnbarkeit ebenfalls nicht.


Konzept XL

Das XL legt bei den Kosten deutlich nach: Aufräumung, Abbruch, Hotel bis 200 Tage und Baumbeseitigung sind zusammen bis 500.000 Euro versichert. Dazu kommen Seng- und Schmorschäden, Rohrverstopfungen auf dem Grundstück, Mietausfall bis 36 Monate und Mietausfall auch für gewerblich genutzte Räume.

Mut- und böswillige Beschädigung, Graffiti und Einbruchschäden am Gebäude ersetzt das XL jeweils bis 3.000 Euro, die Dekontamination von Erdreich bis 100.000 Euro. Auf die Kürzung bei grober Fahrlässigkeit verzichtet die InterRisk hier nur bis 5.000 Euro, Zuleitungsrohre außerhalb des Grundstücks zahlt sie bis 10.000 Euro.


Konzept XXL

Das XXL ist das Spitzenkonzept: Die InterRisk verzichtet voll auf die Kürzung bei grober Fahrlässigkeit, Sturm braucht keine Mindestwindstärke, und alle versicherten Kosten laufen ohne eigene Grenze. Abwasserrohre sind auf und außerhalb des Grundstücks versichert, ebenso Kurzschluss- und Stromschwankungsschäden an der Elektrik.

Nur im XXL stehen Bissschäden wildlebender Tiere an Elektrik und Dämmung, sonstige Schäden durch Waschbären oder Haarwild bis 2.500 Euro und der Diebstahl fest verbundener Wärmepumpen bis 30.000 Euro. Hinzu kommen ein 24-Stunden-Servicetelefon mit Handwerkervermittlung und die Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit bis drei Jahre, wenn zusätzlich eine Unfall­versicherung XXL besteht.


Zusatzbausteine der InterRisk

Alle drei Konzepte lassen sich um die weiteren Naturgefahren ergänzen: Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck samt Dachlawinen, Lawinen und Vulkanausbruch. Einen besonderen Selbstbehalt für diese Schäden sehen die Bedingungen nicht vor.

Nur im XXL und nur zusammen mit den Naturgefahren gibt es den Baustein unbenannte Gefahren. Er zahlt für plötzliche Schäden von außen, die die Bedingungen nicht einzeln nennen. Glas, Keramik und Porzellan sind dabei ausgenommen, ebenso Schäden durch Bau­maßnahmen. Eine Glaspauschal­versicherung für das Gebäude ist ein eigener Vertrag.

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Die Gebäude­versicherung der InterRisk für Ihre Gruppe

Einfamilienhaus-Eigentümer

Für das selbst bewohnte Einfamilienhaus ist das XXL eine starke Wahl: Ersetzt wird der ortsübliche Neubauwert, und weil der Beitrag nach der Wohnfläche berechnet wird, reicht der Schutz, solange die Angaben zum Gebäude stimmen. Wer verreist ist, bekommt im XXL nach einem erheblichen Schaden auch die Mehrkosten für die vorzeitige Rückreise.

Die Stolperfalle liegt im L: Ein vergessener Herd oder eine brennende Kerze kann dort zu einer gekürzten Leistung führen, und ein Sturm unter Windstärke acht ist kein versicherter Sturm.


Vermieter

Für Vermieter taugt die InterRisk ab dem XL. Der Mietausfall ist dort bis 36 Monate versichert, auch für gewerblich genutzte Räume. Das XXL zahlt zusätzlich, wenn ein Mietverhältnis wegen des Schadens endet, und bis sechs Monate, wenn sich die Wohnung nach der Reparatur am Markt nicht vermieten lässt.

Im L ist der Mietausfall auf zwölf Monate begrenzt und gilt nicht für Gewerberäume. Für Häuser mit mehr als zwei Wohneinheiten berechnet die InterRisk einen Zuschlag.


Eigentümer­gemeinschaften

Für Eigentümer­gemeinschaften enthalten alle drei Bedingungswerke eine Schutzregel: Wird die InterRisk wegen des Verhaltens eines einzelnen Wohnungseigentümers leistungsfrei, bleibt sie den übrigen Eigentümern für Sondereigentum und Miteigentumsanteile verpflichtet. Gemeinschaftswaschmaschinen und -trockner zählen ab dem XL zum versicherten Zubehör.

Sachen, die ein Wohnungseigentümer nachträglich einfügt, sind nur im XXL versichert. Für Gemeinschaften mit modernisierten Wohnungen ist das L deshalb zu knapp.


Bauherren und Neubau

Bauherren bekommen über die InterRisk eine Bauleistungs­versicherung, die bis zur Bezugsfertigkeit und höchstens 24 Monate läuft. Schließen Sie gleichzeitig die Wohngebäude­versicherung ab, ist Feuer am Rohbau beitragsfrei mitversichert, mit Naturgefahren-Baustein auch ungewöhnliches Hochwasser. Eigenleistungen bis 25.000 Euro deckt die Bauherren­haftpflicht ohne Zuschlag.

Die Stolperfalle steckt im Beitrag: Bis zum 30. Gebäudejahr passt die InterRisk den Beitrag jedes Jahr an einen Altersfaktor an, der von 1,000 im Baujahr auf 2,096 steigt. Ein neues Haus wird so allein durch das Alter auf gut das Doppelte teurer, die Baukostenanpassung kommt noch hinzu.


Altbau

Für ältere Häuser ist die InterRisk eine gute Adresse: Ein Höchstalter für Gebäude kennt der Tarif nicht, und denkmalgeschützte Häuser sind ohne Einschränkung versicherbar. Eine Kernsanierung zählt als neues Baujahr, wenn Dach, Mauern, Rohre, Heizung, Sanitär und Elektrik komplett erneuert wurden.

Die Stolperfalle sind die Abwasserrohre: Sie sind nur im XXL versichert, und bei Häusern, die zum Vertragsbeginn über 30 Jahre alt sind, nur mit einem Prüfbericht zur Dichtheit nach DIN 1986. Holzfachwerk mit Lehmfüllung oder eine Dachdeckung aus Ried kosten einen Zuschlag.


Photovoltaik und Wärmepumpe

Photovoltaik-, Solarthermie- und Geothermieanlagen samt Wechselrichter und Verkabelung sind in allen drei Konzepten als Teil des Gebäudes versichert, freistehend auf dem Grundstück ab dem XL. Für Solar- und Photovoltaik­anlagen sowie Wärmepumpen berechnet die InterRisk einen Zuschlag.

Den Diebstahl fest verbundener Wärmepumpen bis 30.000 Euro und Kurzschlussschäden aus anderen Ursachen als Blitz gibt es nur im XXL. Eine eigene Elektronikdeckung gegen Bedienungsfehler oder Ertragsausfall der Anlage nennen die Bedingungen nicht.


Elementar-Risikozonen

Die Elementar­versicherung ist bei der InterRisk in jedem Konzept wählbar, und zwar ohne besonderen Selbstbehalt für Naturgefahren. Der Beitrag richtet sich nach der ZÜRS-Zone der genauen Adresse, der Starkregenzone und der Erdbebenzone.

In der ZÜRS-Zone 4, der Lage mit dem höchsten Hochwasserrisiko, versichert die InterRisk keine weiteren Naturgefahren. Grundwasser bleibt in allen Konzepten ausgeschlossen.


Ferienhaus

Ein selbst genutztes Ferienhaus versichert die InterRisk gegen Zuschlag, auch wenn es mehr als 90 Tage im Jahr leer steht. Im XXL muss eine Nichtnutzung erst gemeldet werden, wenn sie länger als 180 Tage dauert.

Wer das Haus an Gäste vermietet, fällt nicht unter diese Regel, ein Gebäude mit mehr als 90 Tagen Leerstand prüft die InterRisk dann einzeln. Lauben, fest installierte Wohnwagen und Mobilheime versichert sie nicht. Im Winter müssen Sie das Haus beheizen oder entleeren, sonst droht bei einem Frostschaden die Kürzung.

Preise der Gebäude­versicherung der InterRisk

Den Beitrag ermittelt die InterRisk aus der Leitungswasser- und Sturmzone der Postleitzahl, der ZÜRS-Zone für die Naturgefahren, dem Gebäudealter und der Wohn- und Nutzfläche. Ein Beispielbeitrag steht weder auf der Produktseite noch in den Tarifbestimmungen, den Preis nennt erst das Angebot. Zum 1. Januar ändert sich der Anpassungsfaktor, der zu 80 Prozent dem Baupreisindex und zu 20 Prozent dem Tariflohnindex des Baugewerbes folgt.

Spürbar senken lässt sich der Beitrag bei Häusern unter 250 Quadratmetern über einen Selbstbehalt: 500 Euro bringen zehn Prozent Nachlass, 1.200 Euro 20 Prozent und 2.500 Euro 30 Prozent. Nach fünf schadenfreien Jahren bei der InterRisk oder einem anderen Versicherer gibt es einen Schadenfreiheitsrabatt von 25 Prozent, der nach einer Entschädigung im Folgejahr wegfällt.

Wer weitere Verträge bündelt, bekommt einen Deckungsrabatt von fünf Prozent bei zwei, zehn Prozent bei drei und 15 Prozent bei mehr als drei Deckungen. Zuschläge kosten Mehrfamilienhäuser, Saunen, Pools, Photovoltaik und Wärmepumpen sowie Dächer und Wände aus brennbarem Material. Für monatliche Zahlung erhebt die InterRisk keinen Aufschlag.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Gebäude­versicherung

Eine Wohngebäude­versicherung muss die vier Grundgefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel abdecken und das Haus zum Neubauwert ersetzen, damit nach einem Totalschaden der Wiederaufbau ohne Obergrenze bezahlt wird. Dazu gehören fest verbaute Teile wie Einbauküche, Heizung und Photovoltaik­anlage sowie Nebengebäude, Garagen und Carports. Wichtig sind ein Unter­versicherungsverzicht, der Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit, Ableitungsrohre auf und außerhalb des Grundstücks sowie Aufräum-, Abbruch- und Hotelkosten ohne enge Grenzen. Elementarschäden durch Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Schneedruck oder Erdbeben sind in der Regel ein eigener Baustein, der je nach Lage des Hauses dazugehört. Eine beitragsfreie Rohbau­versicherung und eine Innovationsklausel, die künftige Verbesserungen der Bedingungen automatisch einschließt, runden einen guten Tarif ab.

Stärken der InterRisk

  • Voller Verzicht auf die Kürzung bei grober Fahrlässigkeit und Sturm ohne Mindestwindstärke im Konzept XXL
  • Alle versicherten Kosten im XXL ohne eigene Grenze, dazu wählbar die unbenannten Gefahren
  • Kein besonderer Selbstbehalt für Naturgefahren und kein Höchstalter für Gebäude
  • Künftige Verbesserungen der Bedingungen gelten in allen drei Konzepten automatisch
  • Der Vertrag ist jederzeit mit Wirkung ab Zugang der Kündigung kündbar

Schwächen der InterRisk

  • Im Konzept L Kürzung bei grober Fahrlässigkeit und Sturm erst ab Windstärke acht
  • Abwasserrohre auf dem Grundstück nur im XXL, bei Häusern über 30 Jahren nur mit Dichtheitsnachweis
  • Altersfaktor bis zum 30. Gebäudejahr, der den Beitrag eines Neubaus auf gut das Doppelte hebt
  • Keine weiteren Naturgefahren in der ZÜRS-Zone 4
  • Zuschlag für Photovoltaik und Wärmepumpe, Kurzschlussschutz nur im XXL

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt die InterRisk auf 3,6 von 5 Sternen bei 96 Bewertungen, abgerufen am 05.10.2026 (Quelle: Trustpilot). Das Profil misst die InterRisk Versicherungen mit Leben, Unfall, Sach und Haftpflicht für Privatkunden und sagt über die Wohngebäude­versicherung allein wenig. Dass Publikumsbewertungen bei Versicherern schwächer ausfallen als Bedingungsratings, ist die Regel, weil dort vor allem Schadenfälle bewertet werden.


Was Kunden berichten

Die Bewertungen sind stark gespalten: Etwa die Hälfte vergibt einen Stern, gut ein Drittel fünf Sterne. Gelobt wird eine schnelle und vollständige Regulierung bei Leitungswasser-, Abwasserrohr- und Einbruchschäden. Häufigster Kritikpunkt bei Gebäudeschäden sind lange Antwortzeiten nach der Schadenmeldung, etwa nach einem Sturmschaden am Carport oder einem Rohrbruch mit anschließender Leckortung.


Beschwerden bei der BaFin

Zur InterRisk Versicherungs-AG ging bei der BaFin 2025 in der Wohngebäude­versicherung eine Beschwerde ein, bei 137.299 Verträgen sind das 0,73 je 100.000 Verträge (Quelle: BaFin). Der Branchendurchschnitt liegt bei 2,97, die Quote der InterRisk beträgt also knapp ein Viertel davon. Die Statistik zählt die Beschwerden, die die BaFin in einem Jahr abschließend bearbeitet hat, und sagt nichts darüber, ob sie berechtigt waren.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Mit dem Konzept XXL bietet die InterRisk ein Bedingungswerk der Spitzenklasse, Franke und Bornberg vergibt dafür FFF+. Hinzu kommen eine niedrige BaFin-Quote und das Fairness-Urteil „Gut“ von ServiceValue. In unserer Gesamtauswertung fehlt die InterRisk, weil dort der Durchschnitt aller Tarife zählt. Wer sie wählt, sollte zum XXL greifen: L und XL lassen bei grober Fahrlässigkeit und Abwasserrohren Lücken.


Für wen ja, für wen nein

Gut aufgehoben sind Eigentümer älterer Häuser, Vermieter und Gemeinschaften, die eine Wohngebäude­versicherung mit starkem Rohr- und Mietausfallschutz suchen. Für sie zahlt sich das XXL mit vollem Verzicht bei grober Fahrlässigkeit und Rohrschutz bis außerhalb des Grundstücks aus. Auch in hochwassergefährdeten Lagen bis ZÜRS-Zone 3 hilft der Verzicht auf einen eigenen Naturgefahren-Selbstbehalt.

Weniger geeignet ist die InterRisk für Neubauten, bei denen der Beitrag durch den Altersfaktor über Jahrzehnte steigt, und für Häuser in ZÜRS-Zone 4, wo es keinen Naturgefahrenschutz gibt. Wer nur den günstigsten Preis sucht und zum L greift, verzichtet auf zentrale Leistungen.

Mit uns die ideale Gebäude­versicherung finden

Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Mr-Money bieten wir einen transparenten Vergleich zu Gebäude­versicherungen an. Tarife mehrerer Versicherer im direkten Vergleich:

  • Günstige Varianten schon ab attraktiven Einstiegspreisen
  • Leistungsstarke Varianten zu vernünftigen Preisen
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Häufige Fragen zur Gebäude­versicherung der InterRisk

Wie kündige ich meine Wohngebäude­versicherung bei der InterRisk?

Sie können jederzeit kündigen, die Kündigung wirkt ab dem Zugang bei der InterRisk oder zu einem späteren Termin, den Sie nennen. Eine Frist bis zum Ablauf des Versicherungsjahres gibt es nicht. Hat eine Bank eine Grundschuld angemeldet, wird die Kündigung nur wirksam, wenn das Grundstück nicht mehr belastet ist oder die Bank zustimmt. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber zur Kündigung der Gebäude­versicherung.

Warum steigt mein Beitrag bei der InterRisk jedes Jahr?

Zwei Faktoren wirken jedes Jahr zu Beginn des Versicherungsjahres. Der Anpassungsfaktor folgt den Baupreisen und Tariflöhnen, die das Statistische Bundesamt meldet. Ist das Haus beim Abschluss jünger als 30 Jahre, kommt der Altersfaktor hinzu, der bis zum 30. Gebäudejahr steigt. Für die Naturgefahren gilt der Altersfaktor nicht. Tipps dazu gibt unser Ratgeber Wohngebäude­versicherung teurer.

Kann ich bei der InterRisk vom Konzept L in das XXL wechseln?

Ja. Nach Angaben der InterRisk ist ein Wechsel aus dem L in das XL- oder XXL-Konzept jederzeit möglich, wenn sich Ihr Bedarf ändert. Mit dem Wechsel gelten die Bedingungen des neuen Konzepts, also etwa der volle Verzicht auf die Kürzung bei grober Fahrlässigkeit im XXL. Der Beitrag wird dann neu berechnet.

Sind Überschwemmung und Starkregen bei der InterRisk automatisch versichert?

Nein. Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Schneedruck und die übrigen Naturgefahren sind ein Baustein, den Sie in jedem Konzept dazuwählen. Ein besonderer Selbstbehalt fällt dafür nicht an. Liegt Ihr Haus in der ZÜRS-Zone 4, bietet die InterRisk diesen Baustein nicht an. Welche Risiken in Ihrem Bundesland drohen, zeigt die Übersicht Naturgefahren je nach Bundesland.

Wie bekomme ich bei der InterRisk den Schadenfreiheitsrabatt?

Der Rabatt von 25 Prozent gilt, wenn Ihr Gebäude seit mindestens fünf Jahren ohne Unterbrechung und ohne Entschädigung gegen dieselben Gefahren versichert war, auch bei einem anderen Versicherer. Bei Häusern, die jünger als fünf Jahre sind, reicht Schadenfreiheit seit der Bezugsfertigkeit. Zahlt die InterRisk einen Schaden, entfällt der Rabatt ab dem folgenden Versicherungsjahr und kommt nach fünf schadenfreien Jahren zurück.

Ist meine Photovoltaik­anlage bei der InterRisk mitversichert?

Ja, eine Photovoltaik­anlage am Gebäude ist in allen drei Konzepten gegen die versicherten Gefahren wie Feuer, Sturm und Hagel abgedeckt. Dazu gehören Module, Montagerahmen, Wechselrichter und Verkabelung. Für die Anlage berechnet die InterRisk einen Zuschlag. Steht sie freistehend auf dem Grundstück, brauchen Sie mindestens das XL.

Was passiert mit dem InterRisk-Vertrag, wenn ich ein Haus kaufe?

Der Vertrag geht mit der Eintragung ins Grundbuch auf Sie über, so regelt es auch § 95 VVG. Innerhalb eines Monats nach dem Eigentumsübergang dürfen Sie ihn rückwirkend zu diesem Tag kündigen. Wussten Sie nichts von der Versicherung, beginnt die Monatsfrist erst, wenn Sie davon erfahren. Mehr dazu im Ratgeber zum Eigentümerwechsel.

Wo schließe ich die Wohngebäude­versicherung der InterRisk ab?

Die InterRisk verkauft ihre Wohngebäude­versicherung über Vermittler. Auf ihrer Website finden Sie eine Vermittlersuche und eine Angebotsanfrage, die Ihre Daten an einen Vertriebspartner weitergibt. Der Beitrag ist jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich im Lastschriftverfahren zahlbar, bei einer Mindestrate von 4,99 Euro.

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Foto von Lena Mierbach
Lena Mierbach
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