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Wintereinbruch – Besteht Versicherungsschutz bei einem Unfall mit Sommerreifen?

Auch wenn weit und breit keine Spur von Schnee und Reifglätte zu sehen ist, sollten Autofahrer spätestens jetzt dafür sorgen, dass ihr Auto für die kommenden Wintermonate gewappnet ist. Denn seit 2010 gilt bei Schnee und Glätte die Winterreifenpflicht. Bei Nichteinhaltung drohen schwerwiegende Folgen. Was passiert, wenn man entgegen aller Empfehlungen noch auf Sommerreifen fährt und plötzlich einen Unfall verursacht?

Voraussetzungen für eine wintertaugliche Bereifung des Autos

Damit die Wintertauglichkeit des Autos gegeben ist, müssen die Winterreifen einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Profil der Lauffläche und Struktur müssen bei Matsch und schmelzendem Schnee bessere Haftung ermöglichen.
  • Allwetter- und Ganzjahresreifen müssen mit dem Three-Peak-Mountain-Snowflake-Zeichen gekennzeichnet sein.
Situative Winterreifenpflicht in Deutschland

Seit dem 04.12.2010 schreibt die Straßenverkehrsordnung (StVO) eine situative Winterreifenpflicht in Deutschland vor. Demnach müssen Autofahrer laut §2 Abs. 3a StVO bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte“ alle Räder mit entsprechenden Reifen ausstatten, die den Anforderungen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (§36 Abs.4 StVZO) genügen. Dies bedeutet, Reifen mit dem Alpine-Symbol und der Kennzeichnung M+S-Reifen aufziehen, sobald diese Witterungsbedingungen auf den Straßen herrschen.

Folgen eines Unfalls mit Sommerreifen für den Versicherungsschutz

Hat sich ein Autounfall mit Sommerreifen zugetragen, kann sich der Unfallfahrer auf eine Vielzahl schwerwiegender Folgen gefasst machen:

Kürzung oder Verweigerung der Versicherungsleistung möglich

Sieht der Autofahrer von einer Umrüstung auf Winterreifen ab und es kommt zu einem Autounfall, muss er eine Kürzung bzw. Leistungsverweigerung seiner KFZ-Versicherung befürchten. Dem Bund der Versicherten zufolge, kann sich die Versicherung auf grobe Fahrlässigkeit berufen. Wer in den Wintermonaten weiterhin auf Sommerreifen durch die Gegend fährt, handelt in den Augen des Versicherers grob fahrlässig, sodass sie problemlos die Streichung oder Kürzung der Versicherungsleistung veranlassen können.

Grobe Fahrlässigkeit kann im Versicherungsschutz enthalten sein
Inwieweit sich eine KFZ-Versicherung von ihrer Leistungsbereitschaft freisprechen kann, hängt auch von dem abgeschlossenen Versicherungstarif ab. Denn der Sachverhalt der groben Fahrlässigkeit ist bei einigen KFZ-Versicherern im Versicherungsschutz enthalten.

Mitschuld auch als Unfallopfer

Kommt es zu einem Unfall und man war als Unfallopfer auf Sommerreifen in das Geschehen verwickelt, wird dem Geschädigten eine Mitverantwortung an dem Unfall gegeben. Wer bei Schnee, Eis oder Glätte noch auf Sommerreifen fährt, stellt eine erhöhte Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer dar. Ferner wird das Unfallopfer auch für das Unfallereignis mithaftbar gemacht, wenn der Unfall mit der passenden Winterbereifung hätte vermieden werden können.

Bei fehlender Winterumrüstung droht ein Bußgeld
Wer sich nicht an die Winterreifenpflicht hält und mit Sommerreifen bei den in der StVO genannten Wetterbedingungen erwischt wird, muss mit polizeilichen Konsequenzen rechnen. Wird man also bei Schnee- und Eisglätte mit Sommerreifen ertappt, drohen ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Kommt es aufgrund der mangelnden Winterbereifung bei winterlichen Straßenverhältnissen zu Behinderungen im Straßenverkehr, sind ein Bußgeld von 80 Euro und ein Punkt in Flensburg zu befürchten. Bei Gefährdung und ferner mit Unfallfolge wird das Bußgeld erhöht (Quelle: Bußgeldkatalog).

Empfehlungen für eine sichere Fahrt im Winter

Bei der Frage, wie lange auf Winterreifen gefahren werden sollte, können sich Autofahrer grob an der O-bis-O-Regel orientieren. Sie besagt, dass Autos im Zeitraum von Oktober bis zum Wochenende nach Ostern mit Winterreifen ausgestattet sein sollten. In diesem Zeitraum muss mit Schnee oder Glätte gerechnet werden. Hierbei stehen dem Autofahrer zwei Bereifungsmöglichkeiten zur Auswahl: Winterreifen oder Ganzjahresreifen. Unabhängig von der Bereifungsart sollte man darauf achten, dass der Reifen mit einer Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimeter gekennzeichnet ist.

Was ist besser: Winterreifen oder Ganzjahresreifen?
Bei winterlichen Wetterverhältnissen wie Tiefschnee oder in den Bergen sind Ganzjahresreifen nur begrenzt geeignet. Wird das Fahren auf Ganzjahresreifen im Sommer fortgesetzt, wird ein schwammiges Fahrverhalten erkennbar, das längere Bremswege offenbart. Darüber hinaus haben Ganzjahresreifen einen wesentlich höheren und schnelleren Verschleiß. Dahingehend ist es Vielfahrern zu empfehlen, den Wechsel zwischen Winter- und Sommerreifen vorzunehmen. Wer wenig und nur in der Stadt fährt, wo auch in den Wintermonaten mit trockenen Straßen zu rechnen ist, ist unter Umständen mit Ganzjahresreifen ebenfalls gut bedient.

Fazit

Wer sicher durch den Winter fahren möchte, sollte sich an die Winterreifenpflicht laut Straßenverkehrsordnung halten. Bei Nichteinhaltung haben Autofahrer mit Konsequenzen bei der Versicherung und Bußgeldern zu rechnen. Denn mit einem solchen Verhalten gefährden sie nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.


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