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Mutter-Kind-Kur – Der Ausweg aus Krankheit und Überlastung

Frauen möchten ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter möglichst gerecht werden, sodass sie sich selbst oftmals vernachlässigen. Viel zu sehr nagt der Perfektionismus an ihnen, Haushalt, Kinderbetreuung und Teilzeitjob unter einen Hut zu bekommen. Entspricht die Realität nicht ihren Vorstellungen kommen häufig Selbstzweifel auf, die in Schlafstörungen und Depressionen ausarten. Hierbei ermöglicht ihnen die Mutter-Kind-Kur das Tanken neuer Kraft und Zuversicht und zeigt ihnen auf, dass auch sie Achtung und Pflege bedürfen.

Mutter-Kind-Kur zur Erholung des Gemüts

Mit der Mutter-Kind-Kur ist kein Urlaub auf Rezept gemeint. Vielmehr handelt es sich um eine medizinische Leistung, die von den Krankenkassen erstattet wird und für einen Zeitraum von drei Wochen gilt.

Im Rahmen der medizinischen Leistungen wird zwischen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen differenziert:

Schwere Erkrankungen vorbeugen

Vorsorgemaßnahmen beschreiben jene Maßnahmen, die etwaige Risikofaktoren positiv beeinflussen. Sie sollen verhindern, dass die Mutter ernsthaft erkrankt. Im Zuge dessen wird die stark beanspruchte Mutter, während ihres gesamten Aufenthalts medizinisch betreut und erlernt Methoden zur besseren Bewerkstelligung des Alltags. Im Rahmen der Kur wird der Mutter ein auf die Bedürfnisse abgestimmter Behandlungsplan zur Seite gestellt, der folgende Behandlungen vorsieht:

  • Bewegungsübungen
  • Anleitung zu Entspannungsübungen
  • psychotherapeutische Gespräche
  • Erziehungsberatung
  • Gesundheitsberatung
  • Ernährungsberatung
  • Betreuung der Kinder

Verbesserung des jetzigen Gesundheitszustands

Rehabilitationsmaßnahmen stellen das Zurechtkommen und die Verbesserung der Folgen eines eingetretenen gesundheitlichen Schadens in den Vordergrund. Die Inanspruchnahme einer Rehabilitationsmaßnahme kommt beispielsweise zum Tragen, wenn sich die Mutter nach einer Krebserkrankung oder bei Neurodermitis erholen muss.

Mutter-Kind-Kur ist gesetzlich geregelt

Mittlerweile haben Mütter per Gesetz einen Anspruch auf eine Mutter-Kind-Kur. Seit der Gesundheitsreform 2007 gehören Kuraufenthalte für Eltern zu den Pflichtleistungen der Krankenversicherung. Damit der Kurufenthalt angetreten werden kann, muss ein ärztliches Attest vorliegen, der die Notwendigkeit einer Mutter-Kind-Kur anerkennt.

Antragsvoraussetzung bildet die Vorlage eines ärztlichen Attests

Zur Beantragung einer Mutter-Kind-Kur braucht es nichts weiter, als ein Attest mit empfohlener Kurmaßnahme. Dieses Attest in dem sämtliche chronische Erkrankungen und Krankheitssymptome aufgeführt sind, wird mit dem Antrag bei der jeweiligen Krakenkasse eingereicht. Benötigen Mütter Unterstützung beim Ausfüllen des Antragbogens,können sie sich an die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände wenden. Sie geben auch Hinweise darauf, welche Formulierung im Attest enthalten sein müssen, damit einer Mutter-Kind-Kur stattgegeben wird. Neben dem Antragsbogen ist der Selbstauskunftsbogen als ergänzende Information äußerst sinnvoll. Diese bietet den Müttern Gelegenheit, dem Kuranbieter die Gesamtsituation umfassend zu erklären und ihn auf eventuelle Belastungen hinzuweisen.

Damit der Antrag auf Mutter-Kind-Kur bewilligt wird, müssen der Krankenversicherung folgende Unterlagen vorliegen:

  • Antrag
  • Selbstauskunft
  • Attest
Wartezeit muss bedacht werden

Mit Beantragung einer Mutter-Kind-Kur sollte bedacht werden, dass mehrere Wochen im schlimmsten Fall sogar Monate ins Land gehen können, bis dem Antrag zugestimmt wird. Dadurch werden berufstätige Mütter häufig an die Rentenversicherungsträger verwiesen, die Kur unter dem Einwand der arbeitskräftlichen Wiederherstellung zu erwirken. Dies entspricht nur bedingt der Wahrheit, da bei einer Mutter-Kind-Kur primär die familiäre Belastung behandelt wird. Vor diesem Hintergrund ist ein Einspruch bei der Krankenkasse zu empfehlen.

Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten

Wurde die Mutter-Kind-Kur schlussendlich bewilligt, kann der langersehnte Kuraufenthalt losgehen. Hierbei muss der Finanzierung eines solchen Aufenthalts keine Bedeutung zugemessen werden. Schließlich übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung sämtliche Kosten der Mutter-Kind-Kur und der mitreisenden Kinder. Gesetzlich Versicherte müssen lediglich einen Eigenanteil von zehn Euro pro Kalendertag übernehmen.

Zuzahlungsbefreiung bei niedrigen Einkommensverhältnissen

Wegen der gesetzlich festgelegten Zuzahlungsgrenze besteht bei niedrigen Einkommensverhältnissen die Möglichkeit, von einem Teil der Zuzahlungen befreit zu werden. Bei chronischer Erkrankung liegt die Grenze bei einem Prozent des jährlichen Familieneinkommens. Hingegen sind nicht chronisch Kranke an eine Grenze von zwei Prozent gebunden.

Übernahme der Fahrtkosten abhängig vom Zweck des Kuraufenthalts

Neben den eigentlichen Behandlungskosten werden auch die Fahrtkosten von der Krankenversicherung erstattet. Dabei hängt die Höhe der Erstattung von der jeweiligen Art des Kuraufenthalts ab, ob es sich um eine Rehabilitations- oder Vorsorgemaßnahme handelt. Wird die Kur zur Vorsorge angetreten, übernimmt die Versicherung zehn Prozent der Fahrtkosten mindestens fünf und höchstens zehn Euro pro Person und Fahrt. Sofern die Kur der Rehabilitation dient, übernimmt die Krankenkasse die anfallenden Fahrtkosten in vollem Umfang.

Bei Nachweis einer Zusatzversicherung erstattet private Krankenversicherung die Kosten

Weitaus differenzierter gestaltet sich die Kostenübernahme bei Privatversicherten. Somit wird die private Krankenversicherung nur dann zur Leistung verpflichtet, wenn der Versicherte eine entsprechende Zusatzversicherung nachweisen kann. Andernfalls müssen die Kosten für den Kuraufenthalt aus eigener Tasche gezahlt werden. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung müssen die Aufwendungen für das mitreisende Kind selbst gezahlt werden. Kann dem mitreisendem Kind eine gewisse Behandlungsbedürftigkeit attestiert werden, übernimmt die private Krankenversicherung die anfallenden Kosten. Mit dem Nachweise einer Zusatzversicherung bleibt auch die Privat Versicherte nicht vor anfallenden Kosten verschont. Ähnlich wie die gesetzlich versicherte Mutter aus auch sie einen täglichen Eigenanteil leisten. Jedoch fällt dieser deutlich höher aus, als in der gesetzlichen Krankenversicherung und beläuft sich auf 70 Euro pro Tag. Sofern ein gesundes Kind mitreist, fallen für seine Verpflegung tägliche Kosten zwischen 45 und 60 Euro an.

Beamte haben Anspruch auf Beihilfe

Wird die Kur als Beamtin angetreten, fallen die anfallenden Kurkosten deutlich geringer aus. Schließlich ist die Mutter-Kind-Kur zu Rehabilitationszwecken seit 2004 beihilfefähig. Indem Zusammenhang übernimmt die private Krankenversicherung 50 bis 80 Prozent der entstandenen Kosten. Dabei hängt die exakte Höhe von der jeweiligen Familiensituation und der geltenden Beihilfeverordnung ab. Sofern die Beihilfe in Anspruch genommen wird, müssen Beamte die Kur in einer Klinik durchführen. Hierbei müssen sie darauf achten, das die
ausgewählte Klinik über eine Konzession verfügt.

Mutter-Kind-Kuren gibt es auch für Selbstzahler

Eine Mutter-Kind-Kur kann auch ohne ärztliche Verordnung beantragt werden. Mittlerweile bieten zahlreiche Kliniken auch Mutter-Kind-Kuren für Selbstzahler an. Die Höhe der Kurkosten werden vom jeweiligen Angebot und der ausgewählten Klinik beeinflusst. Somit können Mutter-Kind-Kuren ab 360 Euro pro Person und Woche inklusive Halbpension in Anspruch genommen werden.

Kinder werden professionell betreut

Kommt das Kind mit, benötigt es im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung kein Attest. Jedoch hat das Kind keinerlei Anspruch auf Therapiestunden. Anders sieht es aus, falls das Kind behandlungsbedürftig ist. Während des gesamten Kuraufenthalts werden schulpflichtige Kinder beurlaubt und werden vor Ort unterrichtet. Bleiben die Kinder hingegen zu Hause, unterstützen Beratungsstellen mit der Organisation einer Betreuung. Für kleinere Kinder gibt es Spielgruppen und Kindergarten. Solange die Mütter ihre Behandlungs- und Therapiestunden ableisten, befinden sich die Kinder in liebevoller und professioneller Betreuung. Somit können sich die Mütter ganz ihrer Erholung und Genesung widmen.

Fazit

Unabhängig davon, ob mit oder ohne Vorlage einer ärztlicher Empfehlung ist eine Mutter-Kind-Kur stets mit einem Kostenapparat verbunden. Auskunft über die Höhe der entstehenden Kosten erteilen im Regelfall die Krankenversicherungen oder zuständigen Beihilfestellen. Wird die Mutter-Kind-Kur in Eigenregie ohne Verordnung angetreten, stehen Beratungsstellen und ausgewählte Kliniken mit Rat und Tat zur Seite.

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