Axa Cyber-Versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Die AXA bietet Firmen je nach Jahresumsatz drei Cyber-Tarife an, vom Kleinbetrieb bis zum Konzern, und für Familien den privaten Internetschutz. Hier erfahren Sie, was die Tarife leisten, wo ihre Lücken liegen und wie die AXA in den Tests abschneidet.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Cyber-Versicherung der AXA ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten, Franke und Bornberg bewertet ihre beiden ByteProtect-Tarife 2026 mit FF+.
  • Welcher Firmentarif passt, entscheidet der Jahresumsatz: FirmenFlex Cyber bis 5 Millionen €, ByteProtect Kompakt bis 10 Millionen €, ByteProtect darüber.
  • Im Tarif FirmenFlex Cyber sind Bedienungsfehler und technische Störungen nicht versichert, Ertragsausfall gibt es nur mit dem Zusatzbaustein Betriebs­unterbrechung.
  • Zum Vertrag gehören eine Notfall-Hotline rund um die Uhr von T-Systems, eine Datenschutz-Hotline und ein Schulungsportal, das sechs Monate kostenlos ist.
  • Für Heilberufe, Handwerk und Produktion passt die AXA gut, für IT-Unternehmen nicht: Softwareentwicklung ist im Tarif FirmenFlex Cyber ausgeschlossen.
  • Privat schützt der Internetschutz die ganze Familie bei Online-Shopping-Betrug, Identitätsdiebstahl und Cybermobbing, nach Angaben der AXA ab 28 € im Jahr.

AXA auf einen Blick

Wie gut ist die AXA?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • Franke und Bornberg 2026: FF+ (ByteProtect 5.0)
  • Franke und Bornberg 2026: FF+ (ByteProtect Kompakt 5.0)
  • Ascore 2026: 3 Kompasse (Internetschutz, privat)

Franke und Bornberg bewertet 2026 beide gewerblichen Tarife der AXA mit FF+, ByteProtect 5.0 und ByteProtect Kompakt 5.0 auf Bedingungsstand 08.2019. Den privaten Internetschutz sieht Ascore 2026 bei drei von sechs Kompassen.

Zu den zehn Anbietern unserer Gesamtauswertung gehört die AXA nicht: Dafür fehlt ihr eine Note „Sehr gut“ oder besser bei Franke und Bornberg und eine Auszeichnung im Kundenurteil von ServiceValue 2026.


Was kostet sie?

Der Beitrag einer Cyber-Versicherung der AXA hängt vor allem am Jahresumsatz, an der Branche, an der gewählten Versicherungssumme und an der Selbst­beteiligung. Dazu kommen die Zusatzbausteine Betriebs­unterbrechung und Internet-Betrug, die den Schutz erweitern und den Beitrag erhöhen.

Ein Beitragsbeispiel mit vollständigem Betriebsprofil veröffentlicht die AXA nicht. Sie nennt nur Einstiegsbeiträge: für FirmenFlex Cyber ab 362 Euro im Jahr ohne Versicherungsteuer, für den privaten Internetschutz ab 28 Euro im Jahr. Was Ihr Betrieb zahlt, steht erst im Angebot der AXA.


Für wen passt sie?

  • Heilberufe: Ärzte sind ausdrücklich Zielgruppe von FirmenFlex Cyber, Informationskosten bei Datenschutz­verletzungen sind versichert
  • Handwerk: Wiederherstellung lahmgelegter Maschinen und Mehrkosten des Betriebs sind im Grundschutz enthalten
  • Produktion: ByteProtect versichert Unternehmen bis über 600 Millionen Euro Umsatz in vier Risikoklassen
  • IT und Freelancer: IT- und Softwareentwicklung ist im Tarif FirmenFlex Cyber ausgeschlossen

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der AXA?

Risikoträger der Firmentarife ist die AXA Versicherung AG in Köln, Teil des französischen AXA-Konzerns. Ihre Solvenzquote lag Ende 2025 bei 207 Prozent nach 155 Prozent im Vorjahr (Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025 der AXA Versicherung AG). Standard and Poor’s bewertet die wichtigsten Versicherungsgesellschaften des AXA-Konzerns seit März 2026 mit AA und stabilem Ausblick.

Bei Trustpilot steht das Profil AXA Deutschland bei 1,4 von 5 Sternen aus 3.205 Bewertungen (abgerufen am 01.10.2026). Das Profil bewertet das ganze Haus über alle Sparten, nicht die Cyber-Versicherung.

  • Risikoträger
    AXA Versicherung AG, Köln, AXA-Konzern
  • Tarife
    FirmenFlex Cyber (bis 5 Millionen Euro Umsatz, bis 1 Million Euro Versicherungssumme), ByteProtect 5.1 Kompakt (bis 10 Millionen Euro Umsatz), ByteProtect (ab 10 Millionen Euro Umsatz); privat Internetschutz
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 207 % (2025), Standard and Poor’s AA, Ausblick stabil, für die wichtigsten Gesellschaften des AXA-Konzerns (03/2026)
  • Neugeschäft
    Offen, mit FirmenFlex Cyber, ByteProtect Kompakt, ByteProtect und dem privaten Internetschutz

Cyber-Versicherung der AXA im Test (2026)

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Unsere Gesamtauswertung fasst das Rating von Franke und Bornberg (2026) und das Kundenurteil von ServiceValue (2026) zusammen und zeigt die zehn besten Anbieter. Die AXA steht nicht unter diesen zehn. ServiceValue hat die AXA im Kundenurteil „Beste Cyber­versicherer 2026“ untersucht, unter den 15 ausgezeichneten Gesellschaften ist die AXA nicht vertreten.

Zur Gesamtauswertung der Cyber-Versicherung


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg bewertet gewerbliche Cyber-Versicherungen allein nach den Vertragsunterlagen, Maßstab ist ein mittelständisches Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern. Jede Kombination aus Grundtarif und Zusatzbausteinen bekommt eine eigene Note, 2026 sind es 153 Kombinationen von 27 Gesellschaften (Quelle: Franke und Bornberg).

TarifRatingnoteBedingungsstand
ByteProtect 5.0 inklusive Bausteine A bis HFF+08.2019
ByteProtect Kompakt 5.0FF+08.2019

Beide Tarife der AXA erreichen FF+, die dritte von sieben Stufen. Mit dieser Note liegen 90 der 153 bewerteten Kombinationen gleichauf, für „Sehr gut“ (FFF) oder „Hervorragend“ (FFF+) reicht es nicht.


Das Ascore-Scoring

Ascore vergleicht private Cyber-Versicherungen relativ zueinander und vergibt einen bis sechs Kompasse, 2026 für 20 Tarife von 15 Anbietern. Bewertet werden unter anderem Antragstellung, Bedingungen und Leistungsbearbeitung, nicht der Beitrag.

TarifBewertung
Internetschutz (privat)3 Kompasse

Der Internetschutz der AXA kommt auf drei von sechs Kompassen. Neun Tarife erreichen 2026 mindestens fünf Kompasse, die AXA gehört nicht dazu.

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Im Vergleich zu anderen Cyber-Versicherern

AXA im Marktvergleich

AnbieterFranke und
Bornberg Ø
ServiceValue
Kundenurteil
Gesamtwertung
von 100
Logo ProvinzialProvinzialFF+Beste86
Logo VHV Allgemeine Versicherung AGVHVFF+Beste86
Logo ERGO AGErgoFF+Beste83
Logo HiscoxHiscoxFF+Beste83
ZurichFF+Beste83
Logo LVM VersicherungLVMFF+Beste79
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFFBeste77
Logo HDIHDIFFFTop75
Logo Ostangler VersicherungenOstanglerFF+–71
Logo GothaerGothaerFF+Top70
Quelle: Franke und Bornberg, ServiceValue Kundenurteil Beste Cyber­versicherer 2026, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Die Tabelle zeigt die zehn besten Cyber-Versicherer aus Franke und Bornberg 2026 und ServiceValue 2026. Die AXA ist dort nicht vertreten, ihre Ergebnisse stehen einzeln im Testkapitel.

Alle Cyber-Versicherer im Vergleich

Tarife und Leistungen der Cyber-Versicherung der AXA

TarifFür wenRahmen
FirmenFlex CyberKleinere Firmen und Freiberufler in DeutschlandBis 5 Millionen € Umsatz, Versicherungssumme bis 1 Million €
ByteProtect KompaktUnternehmen bis 10 Millionen € UmsatzAntrag mit Obliegenheiten der Bedingungen ByteProtect 5.1 Kompakt
ByteProtectMittelstand und Industrie ab 10 Millionen € UmsatzVier Risikoklassen bis über 600 Millionen € Umsatz
InternetschutzPrivathaushalte, die ganze FamilieOnline-Shopping, Identitätsdiebstahl, Datenrettung, Cybermobbing

FirmenFlex Cyber

FirmenFlex Cyber ist der Einstiegstarif für kleinere Firmen und Freiberufler mit höchstens fünf Millionen Euro Jahresumsatz und Sitz in Deutschland. Die Versicherungssumme wählen Sie zwischen 100.000, 250.000, 500.000 Euro und einer Million Euro, die Selbst­beteiligung zwischen 500, 1.000 und 2.500 Euro. Der Vertrag läuft ein Jahr.

Der Grundschutz übernimmt IT-Forensik und Sachverständige, die Wiederherstellung von Daten und Programmen und die Mehrkosten, wenn der Betrieb nach einem Angriff vorübergehend schließt. Fällt ein IT-Dienstleister wie ein Cloud-Anbieter unvorhergesehen aus, zahlt die AXA bis zehn Prozent der Versicherungssumme. Krisen­management ist mit 50.000 Euro versichert, Kosten bei Erpressung mit fünf Prozent der Versicherungssumme.

Die Cyber-Haftpflicht für Vermögensschäden Dritter gilt nur nachrangig, also wenn keine andere Haftpflicht­versicherung zahlt. Vertragliche Schadenersatzansprüche sind mit 5.000 Euro versichert, Vertragsstrafen wegen verletzter Kreditkarten-Sicherheitsstandards (PCI-DSS) mit fünf Prozent der Versicherungssumme. Nicht versichert sind Bedienungsfehler und technische Störungen ohne Angriff.

Zwei Bausteine erweitern den Schutz. Der Baustein Betriebs­unterbrechung ersetzt Ertragsausfall und fortlaufende Kosten. Der Baustein Internet-Betrug zahlt bis zehn Prozent der Versicherungssumme bei Vermögensschäden nach einem Hackerangriff, etwa wenn Kontodaten auf Ihren Rechnungen manipuliert werden, beim „Fake President“-Betrug oder beim Missbrauch Ihrer Telefonanlage.


ByteProtect Kompakt

ByteProtect Kompakt richtet sich an Unternehmen bis zehn Millionen Euro Jahresumsatz, also auch an Betriebe, die für FirmenFlex Cyber zu groß sind. Welche Anforderungen an Ihre IT-Sicherheit gelten, regeln bei dieser Größe das Antragsformular und die Obliegenheiten der Bedingungen ByteProtect 5.1 Kompakt. Die endgültige Einstufung prüft ein Underwriter der AXA im Einzelfall.


ByteProtect

ByteProtect ist der Tarif für Mittelstand und Industrie ab zehn Millionen Euro Umsatz. Die AXA teilt die Kunden in vier Risikoklassen ein, von A (10 bis 50 Millionen Euro, geringe Komplexität) bis D (über 600 Millionen Euro, Hochrisiko). Ab Klasse C kommt zum Fragebogen gegebenenfalls ein Risikogespräch, in Klasse D ist es Pflicht.

Für jede Klasse gibt es einen Anforderungskatalog zur IT-Sicherheit, Stand Dezember 2023. Kritische Sicherheitslücken müssen spätestens zehn Werktage nach Veröffentlichung eines Patches geschlossen sein, Altsysteme ohne Herstellersupport binnen 90 Tagen abgelöst oder abgeschottet. Dazu kommen Backups, die vor Verschlüsselung geschützt sind, ein jährlich geprüfter Notfallplan und Mehr-Faktor-Anmeldung für Fernzugriffe.


Internetschutz

Der Internetschutz ist die private Cyber-Versicherung der AXA und gilt für die ganze Familie einschließlich der Kinder. Er ersetzt den Schaden bei Konflikten mit Online-Händlern, etwa bei Nichtlieferung oder gefälschter Ware, wenn der Kaufpreis zwischen 50 und 5.000 Euro liegt.

Die Datenrettung von Festplatten, Smartphones, Tablets und Speicherkarten zahlt die AXA bis 500 Euro, höchstens einmal in drei Jahren, bei Smartphones und Tablets mit 50 Euro Selbst­beteiligung. Bei Identitätsdiebstahl und Cybermobbing sucht ein Partner der AXA im Internet und im Darknet nach Ihren Daten und veranlasst die Löschung. Juristische und psychologische Erstberatung gehören dazu.


Betriebsarten und Sicherheitsanforderungen

Die AXA trennt ihre Firmentarife streng nach Umsatz und Branche. Für FirmenFlex Cyber nicht geeignet sind Unternehmen aus IT- und Softwareentwicklung, Online- und Wettspielen, Finanzdienstleistungen außer reiner Beratung oder Vermittlung und Erotikangeboten. Diese Betriebe brauchen eine Einzellösung, IT-Dienstleister zusätzlich die IT-Haftpflicht­versicherung der AXA.

Je größer der Betrieb, desto mehr IT-Sicherheit verlangt die AXA schon vor Vertragsbeginn. Für Kleinbetriebe genügt der Antrag, ab zehn Millionen Euro Umsatz gilt der Anforderungskatalog. Dort muss ein Netzwerk-Scanner zum Beispiel mindestens 85 Prozent der gesamten Infrastruktur erfassen.

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Die Cyber-Versicherung der AXA für Ihre Gruppe

IT und Freelancer

Für Freelancer in beratenden Berufen ist FirmenFlex Cyber gemacht, IT-Unternehmen dagegen sind dort ausdrücklich ausgeschlossen: Wer Software entwickelt oder IT-Leistungen verkauft, bekommt den Einstiegstarif nicht. Die AXA verweist IT-Dienstleister auf ihre IT-Haftpflicht­versicherung, die Vermögensschäden von Kunden nach Hackerangriffen, Datenlöschung oder der Übertragung von Schadprogrammen abdeckt.

Die Stolperfalle liegt in der Abgrenzung: Die IT-Haftpflicht zahlt die Schäden Ihrer Kunden, nicht die Wiederherstellung Ihrer eigenen Systeme. Wer beides braucht, klärt vor Abschluss, über welchen Vertrag die eigenen Schäden laufen.


Handwerk

Für Handwerksbetriebe passt FirmenFlex Cyber gut, die AXA nennt selbst die Tischlerei mit computergesteuerten Maschinen als Beispiel. Legt eine eingespielte Schadsoftware die Maschinen lahm, übernimmt die AXA die Wiederherstellung der Systeme und die Mehrkosten, um den Betrieb weiterzuführen.

Den Umsatzausfall während des Stillstands ersetzt sie nur mit dem Baustein Betriebs­unterbrechung. Stolperfalle für Betriebe ohne eigene IT-Abteilung: Ein Bedienungsfehler oder eine technische Störung ohne Angriff ist im Tarif nicht versichert.


Bau

Architekten, Ingenieure und Planer zählt die AXA ausdrücklich zur Zielgruppe von FirmenFlex Cyber. Für Baubetriebe mit Abschlagszahlungen zählt vor allem der Baustein Internet-Betrug: Er greift, wenn Hacker die Kontodaten auf Ihren Rechnungen ändern und Zahlungen umgeleitet werden.

Die Stolperfalle ist die Höhe: Der Baustein zahlt höchstens zehn Prozent der Versicherungssumme, bei 250.000 Euro also 25.000 Euro. Fällt die Planungs- oder Baustellensoftware durch eine technische Störung aus, ist das nicht versichert.


Handel

Für Online-Händler deckt die AXA typische Shop-Schäden ab, ihr eigenes Beispiel ist ein Überlastungsangriff (Denial of Service), der den Shop zwei Tage lahmlegt. Die Manipulation von Web-Shop, Kundendatenbank und Online-Zahlungssystemen ist über den Baustein Internet-Betrug versichert.

Vertragsstrafen der Kartenanbieter nach einem Datenabfluss übernimmt FirmenFlex Cyber nur bis fünf Prozent der Versicherungssumme. Den Ertragsausfall des Shops zahlt die AXA nur mit dem Baustein Betriebs­unterbrechung, ohne ihn trägt der Händler den Umsatzverlust selbst.


Gastro

Für Restaurants und Hotels bietet die AXA im Gastronomie-Paket einen Baustein Cyberschutz mit 100.000 oder 250.000 Euro Versicherungssumme. Er übernimmt Forensik, Datenwiederherstellung, Krisen­kommunikation und Mehrkosten, wenn zum Beispiel Reservierungssystem und Buchhaltung verschlüsselt sind, dazu Ansprüche Dritter.

Hilfe gibt es auch am Wochenende über die Hotline rund um die Uhr von T-Systems. Wer Kreditkartendaten von Stammgästen speichert, prüft, ob 250.000 Euro reichen; FirmenFlex Cyber geht bis eine Million Euro.


Heilberufe

Ärzte nennt die AXA ausdrücklich als Zielgruppe von FirmenFlex Cyber, und ihr Beispiel passt zur Praxis: Wird ein Laptop mit Gesundheitsdaten gestohlen, zahlt sie die Information der Patienten, ein Callcenter und Kosten gegen den Reputationsschaden. Bei Datenschutzfragen hilft die Datenschutz-Hotline von ROLAND Rechtsschutz ohne Wartezeit.

Die Stolperfalle ist die Summe fürs Krisen­management: Sie ist auf 50.000 Euro begrenzt, egal welche Versicherungssumme Sie wählen. Bei einer großen Praxis mit vielen betroffenen Patienten kann das knapp werden.


Produktion

Produktionsbetriebe über zehn Millionen Euro Umsatz versichert die AXA in ByteProtect, bis über 600 Millionen Euro und darüber. Je nach Risikoklasse prüft sie per Fragebogen und Risikogespräch, wie gut Anlagen und Netzwerk geschützt sind.

Die Stolperfalle sind die Sicherheitsauflagen: Netzwerk-Scanner über mindestens 85 Prozent der Infrastruktur, Patches für kritische Lücken binnen zehn Werktagen, Altsysteme vom Netz getrennt. Wer diese Auflagen im Schadenfall nicht erfüllt, riskiert Kürzungen nach den Obliegenheiten des Vertrags.


Cyber-Versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Cyber-Versicherung der AXA

Was Sie bei der AXA zahlen, hängt an Jahresumsatz und Branche, an Versicherungssumme und Selbst­beteiligung und an den Bausteinen Betriebs­unterbrechung und Internet-Betrug. Ein durchgerechnetes Beispiel für einen bestimmten Betrieb veröffentlicht die AXA nicht.

Für FirmenFlex Cyber nennt die AXA einen Einstiegsbeitrag ab 362 Euro im Jahr, netto ohne Versicherungsteuer. Er gilt für die kleinste Kombination; wer eine Million Euro Versicherungssumme, 500 Euro Selbst­beteiligung und beide Bausteine wählt, zahlt mehr. Für ByteProtect Kompakt und ByteProtect gibt es keinen Listenpreis, dort rechnet die AXA nach Fragebogen und Risikoklasse.

Den privaten Internetschutz gibt es nach Angaben der AXA ab 28 Euro im Jahr, für die ganze Familie. Was Ihr Betrieb oder Ihr Haushalt tatsächlich zahlt, steht erst im persönlichen Angebot der AXA.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Cyber-Versicherung

Eine Cyber-Versicherung zahlt, wenn ein Hackerangriff, eine Schadsoftware oder ein Datenleck Ihren Betrieb trifft. Sie ersetzt Eigenschäden wie die Wiederherstellung von Systemen und Daten und, je nach Vertrag, den Ertragsausfall während des Stillstands. Berechtigte Forderungen Dritter nach einem Datenabfluss übernimmt die Cyber-Haftpflicht, unberechtigte wehrt der Versicherer ab. Im Ernstfall zählen außerdem Notfallhotline, IT-Forensik, spezialisierte Anwälte und Krisen­kommunikation. Entscheidend sind die versicherten Bausteine, die Obliegenheiten zur IT-Sicherheit und eine Versicherungssumme, die zu Ihrem Betrieb passt.

Stärken der AXA

  • Drei Firmentarife nach Umsatz, vom Freiberufler bis zum Konzern mit über 600 Millionen Euro Umsatz
  • Notfall-Hotline rund um die Uhr von T-Systems und ein eigenes Cyber-Schadenteam
  • Schulungsportal von 8com sechs Monate kostenlos, dazu Datenschutz-Hotline ohne Wartezeit
  • Baustein Internet-Betrug deckt auch „Fake President“-Betrug, manipulierte Rechnungen und Telefon-Hacking
  • Ausfall eines Cloud-Anbieters im Tarif FirmenFlex Cyber bis zehn Prozent der Versicherungssumme mitversichert
  • Privater Internetschutz für die ganze Familie, auch für Kinder

Schwächen der AXA

  • Bedienungsfehler und technische Störungen ohne Angriff sind in FirmenFlex Cyber nicht versichert
  • Ertragsausfall nur mit dem Zusatzbaustein Betriebs­unterbrechung
  • Erpressung nur bis fünf Prozent, Internet-Betrug nur bis zehn Prozent der Versicherungssumme
  • Krisen­management auf 50.000 Euro begrenzt, vertragliche Schadenersatzansprüche auf 5.000 Euro
  • Cyber-Haftpflicht gilt nur nachrangig hinter anderen Haftpflicht­versicherungen
  • IT-Unternehmen, Finanzdienstleister und Online-Spieleanbieter sind von FirmenFlex Cyber ausgeschlossen

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Bei Trustpilot kommt das Profil AXA Deutschland auf 1,4 von 5 Sternen bei 3.205 Bewertungen (abgerufen am 01.10.2026). Das Profil bewertet die AXA über alle Sparten, vom Kfz-Schaden bis zur Kranken­versicherung, nicht die Cyber-Versicherung.


Was Kunden berichten

Der häufigste Kritikpunkt in den Trustpilot-Bewertungen ist die Erreichbarkeit: Viele beklagen lange Warteschleifen am Telefon und E‑Mails, die wochenlang unbeantwortet bleiben. Ein zweites Muster sind lange Bearbeitungszeiten bei Schäden ohne Zwischenstand. Positiv erwähnen einzelne Bewertungen freundliche Mitarbeiter an der Hotline und unkomplizierte Erledigung kleiner Anliegen. Bewertungen speziell zur Cyber-Versicherung finden sich darunter kaum.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die AXA gehört zu den wenigen Versicherern mit einer durchgehenden Tariflinie vom Freiberufler bis zum Großunternehmen, dazu kommt ein privater Tarif. Die Bedingungen der ByteProtect-Tarife bewertet Franke und Bornberg 2026 mit FF+, sie stammen aber von 2019. Für die Spitze unserer Gesamtauswertung reicht das nicht.

Im Kleinbetrieb punktet die AXA mit Service rund um den Vertrag: Notfall-Hotline, Datenschutz-Hotline und Schulungsportal. Dem stehen enge Grenzen im Einstiegstarif gegenüber, vor allem der fehlende Schutz bei Bedienungsfehlern.


Für wen ja, für wen nein

Gut beraten sind Arztpraxen, Kanzleien und Planungsbüros, die einen Grundschutz mit Service suchen und ihre IT selbst sicher bedienen. Für Mittelstand und Industrie lohnt ein Angebot für ByteProtect, wenn die IT-Sicherheit den Anforderungskatalog schon erfüllt.

Abraten würden wir IT-Dienstleistern, die in FirmenFlex Cyber gar nicht unterkommen, und Betrieben, bei denen ein Bedienungsfehler den größten Ausfall auslösen kann. Wer viele Kartenzahlungen abwickelt, achtet auf die Grenze von fünf Prozent für Vertragsstrafen. Stärker in den Tests sind zum Beispiel die Hiscox und die HDI.

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Häufige Fragen zur Cyber-Versicherung der AXA

Was ist in der FirmenFlex Cyber-Versicherung der AXA nicht versichert?

Nicht versichert sind Bedienungsfehler und technische Störungen, bei denen kein Angriff vorliegt. Ertragsausfall ist nur mit dem Baustein Betriebs­unterbrechung gedeckt. Unternehmen mit mehr als fünf Millionen Euro Umsatz, mit Sitz außerhalb Deutschlands oder aus IT- und Softwareentwicklung, Online- und Wettspielen, Finanzdienstleistungen und Erotikangeboten können den Tarif nicht abschließen.

Welche IT-Sicherheit verlangt die AXA vor dem Abschluss?

Bis zehn Millionen Euro Umsatz stehen die Anforderungen im Antragsformular und in den Obliegenheiten der Bedingungen ByteProtect 5.1 Kompakt. Darüber gilt ein Anforderungskatalog je Risikoklasse. Er verlangt unter anderem Patches für kritische Sicherheitslücken binnen zehn Werktagen, geschützte Backups, einen Notfallplan und Mehr-Faktor-Anmeldung für Fernzugriffe.

Was mache ich als AXA-Kunde nach einem Cyber-Angriff?

Rufen Sie sofort die Notfall-Hotline an, die die AXA mit T-Systems rund um die Uhr betreibt. Die Fachleute dort helfen bei den ersten Sofort­maßnahmen, bei Verdacht auf Schadsoftware und bei der Bewertung des Risikos. Den Schaden reguliert danach ein spezialisiertes Cyber-Schadenteam der AXA.

Zahlt die AXA bei gefälschten Rechnungen oder „Fake President“-Betrug?

Ja, aber nur mit dem Zusatzbaustein Internet-Betrug in FirmenFlex Cyber. Er ersetzt Vermögensschäden nach einem Hackerangriff, etwa wenn Kontodaten auf Ihren Rechnungen geändert werden oder jemand Ihre Identität für eine falsche Zahlungsanweisung missbraucht. Die Entschädigung ist auf zehn Prozent der vereinbarten Versicherungssumme begrenzt.

Ist der Ausfall eines Cloud-Anbieters bei der AXA versichert?

In FirmenFlex Cyber ist der unvorhergesehene Ausfall eines IT-Dienstleisters, zum Beispiel eines Cloud-Anbieters, mitversichert. Die AXA zahlt dafür bis zehn Prozent der vereinbarten Versicherungssumme. Den Ertragsausfall während des Ausfalls deckt erst der Baustein Betriebs­unterbrechung.

Gibt es bei der AXA eine Cyber-Versicherung für Privatpersonen?

Ja, den Internetschutz. Er gilt für die ganze Familie und hilft bei Betrug beim Online-Shopping mit einem Kaufpreis zwischen 50 und 5.000 Euro, bei Identitätsdiebstahl, Cybermobbing und Datenverlust. Die Datenrettung ist auf 500 Euro je Fall begrenzt, höchstens einmal in drei Jahren. Mehr zum Thema steht auf unserer Seite zur Cyber-Versicherung für Privatpersonen.

Wie kündige ich die Cyber-Versicherung der AXA?

FirmenFlex Cyber hat eine Vertragslaufzeit von einem Jahr. Ob und wie lange sich der Vertrag verlängert und mit welcher Frist Sie kündigen, steht in Ihrem Versicherungsschein. Verlängert sich ein Vertrag stillschweigend, darf die Kündigungsfrist laut § 11 VVG höchstens drei Monate betragen. Kündigen Sie schriftlich und lassen Sie sich den Eingang bestätigen.

Haben Sie alles gefunden?

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Foto von Lena Mierbach
Lena Mierbach
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