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Testamentserstellung

Ein Testament ist nach deutschem Recht eine letztwillige Verfügung und somit eine Regelung für den Erbfall. Es handelt sich dabei um eine einseitige, formbedürftige und jederzeit widerrufbare Willenserklärung des Erblassers, die im Todesfall wirksam wird und sich auf die Nachlassgegenstände des Verstorbenen bezieht.
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Muss ich ein Testament verfassen?

Prinzipiell ist niemand dazu gezwungen, zu Lebzeiten ein Testament zu verfassen. Liegt nach dem Ableben kein Testament vor, so greift die gesetzliche Erbfolge und das Erbe wird unter den Hinterbliebenen aufgeteilt. Möchte man jedoch von der gesetzlichen Erbfolge abweichen, um beispielsweise einen Angehörigen zu bevorzugen, oder aber einen Teil des Vermögens zu Spenden, so sollte dies im Testament festgehalten werden. Mittels der Testamentserstellung vermeidet man, dass die Hinterbliebenen im Erbfall ratlos zurückbleiben und sorgt gleichzeitig dafür, dass der eigene Wille auch nach dem Tod ausgeführt wird.

Wann sollte ich mein Testament verfassen?

Die Testamentserrichtung geht damit einher, dass der Verfasser sich mit der Endlichkeit des eigenen Lebens befassen muss, weshalb viele diese unangenehme Aufgabe lange aufschieben. Da man jedoch nie weiß, zu welchem Zeitpunkt eine Notsituation eintreten kann, ist es sinnvoll sich bereits frühzeitig mit der Thematik auseinanderzusetzen. Bereits ab einem Alter von 16 Jahren darf man sein Testament beim Notar erstellen lassen. Ab 18 Jahren darf der letzte Wille auch eigenhändig verfasst werden. Die Grundvoraussetzung ist, dass die Person testierfähig ist. Das bedeutet, dass sie sich der Tragweite ihrer Entscheidung bewusst ist. Bei fortgeschrittener Demenz kann es beispielsweise dazu kommen, dass man die Testierfähigkeit verliert. Ein Grund mehr, sich bereits in frühen Jahren mit der Testamentserstellung auseinanderzusetzen.

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Testament richtig aufbewahren
Die richtige Aufbewahrung des Testaments ist ausgesprochen wichtig, damit dieses nach dem Tod auch gefunden und berücksichtigt wird. Es empfiehlt sich daher das Dokument nicht Zuhause aufzubewahren, sondern bei der zuständigen Amtsstelle. Im Falle eines öffentlichen Testaments, übernimmt der Notar die amtliche Verwahrung.

Was beinhaltet ein Testament?

Das niedergeschriebene Testament regelt wer nach dem Tod eines Menschen dessen Vermögen erhalten soll. Im Testament können sowohl eine als auch mehrere Personen als Erben bestimmt werden. Ebenso besteht auch die Möglichkeit gesetzlich festgelegte Erben zu enterben. Im Testamentstext wird festgelegt, zu welchen Teilen die Erben, in Bezug auf den Nachlass, bedacht werden sollen. Darüber hinaus kann auch eine Vor- und Nacherbschaft angeordnet werden. Das bedeutet, dass bestimmt wird, wer das Vermögen zuerst erben soll und wer anschließend zum Nacherben wird. Auch der Zeitpunkt, wann das Erbe übergehen soll, kann im Testament hinterlegt werden. Dank der allgemeinen Testierfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland, kann die inhaltliche Gestaltung der Niederschrift grundsätzlich frei erfolgen.

Pflichtanteil für nahestehende Angehörige
Bei der Verteilung des Vermögens ist zu bedenken, dass nahestehende Angehörige mindestens mit einem sogenannten Pflichtanteil bedacht werden müssen. Das gilt auch im Falle der Enterbung eines gesetzlichen Erbens. Wird der Pflichtanteil nicht berücksichtigt, so hat die nicht bedachte Person die Möglichkeit einen Zusatzpflichtanteil geltend zu machen.

Welche formalen Anforderungen muss ein Testament erfüllen?

Der deutsche Gesetzgeber hat bestimmte Formvorschriften juristisch verankert. Diese müssen unbedingt eingehalten werden, damit die Rechtswirksamkeit der Verfügung nicht gefährdet ist. Prinzipiell wird nach dem deutschen Erbrecht zwischen zwei ordentlichen Formen des Testaments unterschieden. Die gebräuchlichste Variante ist das sogenannte eigenhändige Testament. Dieses muss vom Erblasser handschriftlich verfasst werden und mit dem Ort sowie dem Datum der Testamentserrichtung versehen werden. Auch die Unterschrift des Verfassers ist unerlässlich. Die zweite Variante ist das öffentliche Testament. Dieses kann beispielsweise auch maschinengeschrieben sein und muss immer gegenüber eines Notars abgegeben werden.

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Übersicht zu den rechtswirksamen Formen für Testamente

Form Anforderungen
eigenhändiges Testament
  • handschriftlich geschrieben
  • Datum und Ort der Testamentserrichtung
  • Unterschrift des Erblassers
öffentliches Testament
  • handschriftlich oder maschinengeschrieben
  • notarielle Beglaubigung notwendig

Sonderform „Berliner Testament“

Das sogenannte Ehegattentestament, auch als „Berliner Testament“ bekannt, ist eine Sonderform des Testaments und im deutschen Recht priviligiert. Ehepartner haben die Möglichkeit ein gemeinschaftliches Testament zu erstellen, das von beiden Ehepartnern unterschrieben wird. Mit der Unterzeichnung setzen sich die Ehegatten, für den Fall des Todes eines der Beteiligten, gegenseitig als Erben ein. Die Kinder werden als Schlusserben benannt und verfügen über das Vermögen, wenn auch der zweite Ehepartner verstirbt.

Kosten für Testamentserstellung

Wer sein Testament bei einem Notar oder einem Anwalt aufsetzen möchte, muss diese Dienstleistung natürlich bezahlen. Der Anwalt bzw. der Notar verlangt in diesem Fall Gebühren, die in einer speziell hierfür vorgesehenen Gebührenordnung festgelegt sind. Die Gebühren berechnen sich nach der Höhe des Geschäftswerts des Testaments. Für ein Testament im Wert von 50.00 Euro werden beispielsweise in der Regel etwa 200 bis 300 Euro Gebühren vom Notar verlangt. Bei der notariellen Testamentserstellung kann der Erblasser entweder seine Vorstellungen zum Inhalt des Testaments mündlich äußern, der Notar verschriftlicht diese dann, oder er verfasst selbst ein Testament und überlässt es dem Notar zur Einsicht oder übergibt dem Notar ein vollkommen verschlossenes Schriftstück. Der Vorteil eines notariellen Testaments liegt vor allem in der amtlichen Verwaltung, denn das Testament kann auf diese Weise nicht in falsche Hände gelangen.

Diese Fehler sollten bei der Testamentserstellung vermieden werden

Wer ein Testament verfasst, kann einige Fehler machen, die schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen können. Wer sein Testament korrekt verfasst, kann dafür Sorge tragen, Streit unter den Erben zu vermeiden. Die häufigsten Fehler und wie sie vermieden werden können:

Formulierung: Wer in seinem Testament missverständliche oder ungenaue Formulierungen verwendet, kann Streit unter den Erben verursachen. Je klarer und einfacher die Formulierung, desto besser. Zudem sollten sich Erblasser mit juristisch korrekten Begriffen rund um das Thema Erbe, wie zum Beispiel Vermächtnis, Haupterbe, Vorerbe oder Nacherbe, auseinandersetzen.

Äußere Form: Wenn das Testament per Hand geschrieben wird, muss besonders auf die äußere Form geachtet werden. Das Testament muss komplett von Hand verfasst und am Ende unterschrieben werden. Wenn Neuerungen hinzugefügt werden, müssen diese immer auch unterschrieben werden, sonst sind diese ungültig.

Zeit der Erstellung: Der Verfasser des Testaments muss noch in der Lage sein, ein Testament zu erstellen. Wenn der Erblasser beispielsweise an einer Krankheit wie Alzheimer erkrankt war, kann dies zu Streit unter den Erben führen. Denn dann kann die Testierfähigkeit des Erblassers angezweifelt werden.

Kann ich mein Testament nachträglich ändern?

Wer sein Testament bereits erstellt hat, kann dieses im Nachhinein abändern, wobei es sich empfiehlt das alte Dokument zu vernichten und ein Neues zu erstellen. Wer über ein notariell beglaubigtes Testament verfügt, muss den zuständigen Notar auffordern das ursprüngliche Testament zu löschen. Voraussetzung für die Änderung ist die nach wie vor bestehende Testierfähigkeit. Das Berliner Testament bildet die Ausnahme und lässt sich nur dann abändern, wenn beide Ehepartner zustimmen, es sei denn es enthält eine Freistellungsklausel.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.04.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Lätitia Miltz
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