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Contractual Trust Arrangement in der betrieblichen Altersvorsorge

Contractual Trust Arrangement (CTA): Das Treuhandmodell in der betrieblichen Altersvorsorge
Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Contractual Trust Arrangement (CTA) werden Pensionsverpflichtungen aus der Direktzusage aus der Unter­nehmensbilanz ausgelagert.
  • Der Arbeitgeber überträgt das Vermögen an eine Treuhand­gesellschaft. Er bleibt aber wirtschaftlicher Eigentümer der Pensionen.
  • Durch die Auslagerung wird die Handelsbilanz entlastet. Das wirkt sich positiv auf die Kennzahlen und das Kredit-Rating aus. Ebenso bieten CTAs einen Insolvenzschutz.
  • In der Praxis ist der Contractual Trust Arrangement ein Instrument zur Sanierung der betrieblichen Altersvorsorge.
  • Häufig wird der CTA auch mit dem bAV-Durchführungsweg Pensionsfonds kombiniert.

Was ist ein Contractual Trust Arrangement?

Ein Contractual Trust Arrangement (CTA) dient dazu, die Pensionsverpflichtungen aus dem Durchführungsweg Direktzusage aus der Bilanz eines Unternehmens auszugliedern. Beim CTA, auch Pensionstreuhand oder Treuhand-Modell genannt, handelt sich um ein rechtliches Modell im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge – manchmal auch in Zusammenhang mit Altersteilzeitmodellen oder Lebens­arbeitszeitkonten.

Der Arbeitgeber überträgt dabei Pensionen in eine eigens gegründete Treuhandgesellschaft. Er bleibt aber wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögens. Die Treuhandgesellschaft ist ein rechtlich selbständiger Versorgungsträger. Ihre Form kann ein eingetragener Verein, eine GmbH oder eine Stiftung sein. Ein Treuhänder übernimmt die Verwaltung der Vermögen und verwendet sie anschließend zur Erfüllungen der Pensions­verpflichtungen. Es gibt Ähnlichkeiten zum herkömmlichen Pensionsfonds – zu diesem wird ein CTA alternativ oder ergänzend genutzt. Dabei gibt es im Grunde zwei Arten von Contractual Trust Arrangements:

  • Unternehmenseigene CTAs, auch als Einzel-CTA bezeichnet: Diese sind eher für größere Unternehmen geeignet.
  • Überbetriebliche CTAs, auch als Gruppen-CTA bezeichnet: Meistens greifen kleinere Unternehmen darauf zurück.
… mehr zur Direktzusage
Definition und Geschichte des CTA
Eine genaue Definition des Begriffes Contractual Trust Arrangements gibt es nicht. Der Begriff ist auch im englisch­sprachigen Raum nicht bekannt. Auf Deutsch ist damit eine bestimmte Form von treuhandrechtlichen Konstruktionen gemeint, die internationale Trusts nachbilden, um Pensionsverpflichtungen auszulagern. CTAs gibt es in Deutschland erst seit den 90er-Jahren. Mittlerweile sind sie weit verbreitet – zu den Nutzern zählen auch viele Dax-Unternehmen.

Was sind die Vorteile von Contractual Trust Arrangements?

  • Verbesserte Bilanz: Werden Direktzusagen ausgelagert, müssen sie nicht mehr in der Handelsbilanz ausgewiesen werden. Dies kann sich positiv auf die Bilanzkennzahlen sowie auf das Kreditrating eines Unternehmens auswirken.
  • Mehr Sicherheit: Unternehmen und somit Mitarbeiter haben mit einer Auslagerung mehr Sicherheit, dass die künftigen Renten auch tatsächlich ausbezahlt werden.
  • Insolvenzschutz: Indem Vermögen abgesondert wird, können Gläubiger nicht darauf zugreifen. So besteht für Arbeitnehmer ein Schutz, wenn ihr Arbeitgeber insolvent wird.
  • Wechsel der Zusageform: Manchmal wechseln Unternehmen mit der Auslagerung auch die Zusageform der bAV: Statt Leistungszusagen gibt es beitragsorientierte Leistungszusagen oder Beitragszusagen mit Mindesleistung.
  • Freiheiten bei der Anlagestrategie: CTAs haben weniger Restriktionen als andere institutionelle Anleger. Beim Geld anlegen gibt es also mehr Gestaltungsspielraum – Investitionen ins eigene Unternehmen sind möglich.
  • Weniger Kontrolle: Die Kontrolle und Überwachung durch die Versicherungsaufsicht entfällt beim CTA.

Was sind die Nachteile von Contractual Trust Arrangements?

  • Weniger Liquidität: Weil Vermögen zur Treuhandgesellschaft übertragen wird, verringert sich unter Umständen die Liquidität eines Unternehmens.
  • Pensionssicherungsverein: Der Arbeitgeber muss trotz CTA weiterhin Beiträge an den Pensionssicherungsverein zahlen.
  • Verpflichtung: Die Direktzusage bleibt trotz CTA bestehen. Das heißt, der Arbeitgeber ist weiterhin gegenüber seinem Arbeitnehmer verpflichtet, solange der Insolvenzfall ausbleibt, bleibt er der alleinige Schuldner.
Unser Service für Sie

Ob die Einrichtung, Verwaltung und Begleitung eines Contractual Trust Arrangements: Unsere Experten helfen Ihnen, wenn Sie Ihr Geld aus Ihrem Unternehmen auslagern möchten. Wenn Sie dazu Fragen haben, können Sie uns unter 030 – 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de erreichen. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr zu unserem Service für Ihre betriebliche Altersvorsorge.

So machen CTAs in unserer Praxis Sinn

Ein Contractual Trust Arrangement ist in unserer Praxis ein Instrument, wenn es darum geht, die betriebliche Altersvorsorge zu sanieren, sagt unser Spezialist für betriebliche Altersversorgung Tim Vogler: „Damit konnten wir schon große Erfolge verbuchen.“ CTAs werden vor allem dann eingesetzt, wenn Unternehmen ihre Bilanz­situation verbessern wollen, aber nicht genügend liquide Mittel haben, um das Geld in einen Pensionsfonds auszulagern.

Denn das Vermögen, dass in das CTA übertragen wird, kann auch aus nicht-liquiden Mitteln bestehen – Beispiele dafür sind Immobilien, Forderungen aus Lieferungen und Leistung oder abgeschriebene Maschinenparks.

Wir arbeiten mit namhaften Rechtsdienstleistern zusammen

Dabei investierten Unternehmen ihr Geld in Einzel- und Gruppen-CTAs, so Vogler: „Ein Einzel-CTA ist mit einem relativ hohem Aufwand verbunden und lohnt sich vor allem für große Betriebe.“ Kleineren Unternehmen empfiehlt er eher Gruppen-CTAs von einigen ausgewählten Anbietern: „Da auf diesem Gebiet auch viele Rechtsfragen zu klären sind, arbeiten wir mit namhaften Rechts­dienstleistern zusammen.“

Wenn es zur Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge kommt, werden die Vermögenswerte aus den CTAs häufig auf kapitalmarktnahe Pensionsfonds übertragen. So können die Mitarbeiter sicher sein, dass ihre Rentenansprüche auch erfüllt werden.

… mehr zur Sanierung der betrieblichen Altersvorsorge

Wie funktioniert ein Contractual Trust Arrangement?

  1. Übertragung des Vermögens: In einem ersten Schritt überträgt der Arbeitgeber (Treugeber) Vermögen an einen rechtlich selbstständigen Versorgungsträger (Treuhänder). Das Vermögen muss nicht zwingend aus liquiden Mitteln bestehen. Möglich sind auch Wertpapiere, Immobilien oder Forderungen.
  2. Trennung des Vermögens: Das Vermögen wird zum Treuhandvermögen und ist somit vom übrigen Vermögen des Arbeitgebers getrennt. Dadurch können Gläubiger nicht darauf zugreifen. Der Arbeitgeber und der Treuhänder schließen einen Treuhandvertrag ab. Arbeitnehmer haben so einen eigenständigen Anspruch gegenüber dem Treuhänder, wenn der Sicherungsfall (insb. Insolvenz des Arbeitgebers) eintritt. Das Treuhandvermögen wird nicht nur aus den übertragenen Vermögensgegenständen gebildet, sondern auch aus deren Erträgen.
  3. Verwaltungstreuhand: Der Treuhänder verpflichtet sich im Rahmen des Verwaltungs­treuhands dazu, das Treuhandvermögen zu verwalten und es gewinnbringend anzulegen. Tritt der Versorgungsfalls (z.B. Alter oder Invalidität) ein, zahlt in der Regel der Arbeitgeber die Versorgungsleistung an seinen Mitarbeiter. Im Gegenzug erhält er aber vom Treuhänder eine entsprechende Erstattung. Möglich ist aber auch, dass der Treuhänder das Geld direkt an den Arbeitnehmer überweist.
  4. Sicherungstreuhand: Wichtig beim CTA ist auch die Absicherung gegen Insolvenz. Der Arbeit­nehmer muss im Insolvenzfall des Arbeitgebers auf das Treuhandvermögen zugreifen können – denn zwischen dem Treuhänder und dem Arbeitgeber besteht ein sogenannter Sicherungstreuhand. Im Falle eines Konkurses tritt dieser in Kraft und der Treuhandvertrag erlischt.
  5. Möglichkeiten bei Insolvenz: Im sogenannten einseitigem Treuhand erfolgt die Sicherheit durch Verpfändung von Ansprüchen an den berechtigten Arbeitnehmer. Dafür braucht es aber seine Zustimmung. Weiter verbreitet ist der doppel­seitige Treuhand. Dabei stellt eine Sicherungsabrede die Insolvenzfestigkeit des Treuhandsvermögens sicher. Das ist ein Vertrag zugunsten Dritter. Im Sicherungsfall können die Arbeitnehmer ihre Versorgungsansprüche beim Treuhänder anfordern.

Was gilt es, beim Contrac­­tual Trust Arrangement zu beachten?

Beim Contractual Trust Arrangement muss der Treuhänder grundsätzlich über das übertragene Vermögen frei verfügen können. Der Arbeitgeber (Treugeber) darf ihm aber durchaus Weisungen und Richtlinien geben, wenn sie mit dem Sicherungszweck vereinbar sind. Bei der Vermögensverwaltung kann der Treuhänder zudem auch einen Dritten herbeiziehen – beispielsweise ein externer Vermögensverwalter.

Das übertragene Vermögen kann in der Regel nicht an den Arbeitgeber zurückgegeben werden. Ausnahmen sind Rückerstattungen von Zahlungen, die der Arbeitgeber an seine versorgungsberechtigten Mitarbeiter geleistet hat. Möglich sind Rückgewährungen auch im Falle einer Überdotierungen. Denn beim an den Treuhänder übertragenen Vermögen handelt es sich um Deckungsvermögen.

Was ist bei den Steuern wichtig?

Beim Contractual Trust Arrangement gilt es auch, bei den Steuern auf einiges zu achten. Dabei geht es um folgendes:

  • Der Arbeitgeber bleibt der wirtschaftliche Eigentümer des Treuhandvermögens, somit hat die Übertragung der Direktzusage keine steuerliche Auswirkung für ihn.
  • Die Einnahmen aus der Geldanlage des Treuhandvermögens werden ebenfalls dem Arbeitgeber zugerechnet.
  • Es dürfen aus der Übertragung des Treuhandvermögens keine lohnsteuerliche Folgen ausgelöst werden.
  • Ebenso soll die Übertragung des Treuhandvermögens keine Folgen für die Umsatzsteuer oder Schenkungssteuer haben.

Wie Unterscheiden sich CTAs von Pensions­fonds?

Contractual Trust Arrangements werden oft mit Pensionsfonds verglichen. Tatsächlich weist das CTA dazu Parallelen auf, im Gegensatz zum Pensionsfonds ist das CTA aber kein eigener Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge. Es ist lediglich eine Möglichkeit, um mittels einem Treuhandmodell ein Kapital zu unterlegen. Unterschiede zum Pensionsfonds gibt es

  • aus arbeitsrechtlicher,
  • aus steuerrechtlicher,
  • aus aufsichtsrechtlicher und
  • aus ökonomischer Hinsicht (z.B. Kosten der Insolvenzsicherung)

Trotz dieser Unterschiede werden CTAs und Pensionsfonds in der Praxis häufig kombiniert. Zum Beispiel wird das Vermögen eines CTAs in der Auszahlungsphase in einen Pensionsfonds übertragen. Der Arbeitnehmer empfängt dann aus dem Pensionsfonds seine Betriebsrente.

… mehr zum Pensionsfonds

 

Dieser Artikel wurde zuletzt am 29.11.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Maja Sommerhalder
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