Das erwartet Sie hier
Wann eine Umschuldung wirklich Sinn ergibt und welche Kredite Sie umschulden können.
Inhalt dieser SeiteDas Wichtigste in Kürze
Wann ist eine Umschuldung des Kredits sinnvoll?
Was ist eine Umschuldung?
Einen Kredit umzuschulden bedeutet, einen laufenden Kredit durch einen neuen mit meist besseren Konditionen, etwa niedrigeren Zinsen oder Monatsraten, zu ersetzen. Konkret heißt das: Sie schließen einen neuen Kredit in Höhe der verbleibenden Restschuld Ihres alten Darlehens ab. Mit dieser Summe zahlen Sie Ihr altes Darlehen auf einmal zurück. In Zukunft bezahlen Sie dann nur noch den neuen Kredit ab.
Ziel von Umschuldungen: Zinsen sparen
Eine Umschuldung ist immer dann sinnvoll, wenn die Gesamtkosten des neuen Kredits niedriger ausfallen als die des alten Kredits – das heißt niedriger als die Summe aus Restschuld, Zinslast und Vorfälligkeitsentschädigung. Ob sich eine Umschuldung lohnt, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
Je größer der Zinsunterschied zwischen dem Zins, den Sie für Ihren alten Kredit zahlen, und dem aktuellen Zins von neuen Krediten ist, desto größer ist das Sparpotenzial. Beachten Sie auch unser Rechenbeispiel im nächsten Kapitel.
In diesen Situationen lohnt sich eine Umschuldung
Die Vorteile einer Umschuldung im Überblick
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Rechenbeispiel: Das sparen Sie mit einer Umschuldung
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555 Euro sparen durch Umschuldung
| Alter Kredit | Umschuldungskredit | |
|---|---|---|
| Restschuld | 6.700 € | – |
| Vorfälligkeitsentschädigung* | 67 € | – |
| Kreditsumme | 6.767 € | 6.767 € |
| Effektiver Jahreszins | 6,5 % | 4,3 % |
| Monatsrate | 450 € | 434,50 € |
| Laufzeit | 36 Monate (Restlaufzeit) | 36 Monate |
| Gesamtkredit | 16.200 € | 15.645 € |
| Ersparnis | 555 € |
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Welche Kredite lassen sich umschulden?
Es lassen sich verschiedene Verbraucherkredite sowie Immobilienkredite umschulden. Wir erklären Ihnen im Folgenden, worauf Sie im Detail achten müssen:
Ratenkredite umschulden
Als „Ratenkredit“ werden jegliche Verbraucherkredite bezeichnet, die in Raten zurückgezahlt werden. Bankkredite zum Erwerb von Konsumgütern, sogenannte Konsumentenkredite, zählen etwa dazu. Auch ein Autokredit ist nichts anderes als ein zweckgebundener Ratenkredit. Zudem sind Finanzierungen von Möbelhäusern oder Elektrohändlern Ratenkredite.
Behalten Sie die Zinsen anderer Kreditanbieter im Auge. Prüfen Sie regelmäßig, ob sich eine Umschuldung lohnt. Schauen Sie dazu auch in Ihren aktuellen Kreditvertrag:
- Wie lange ist die Restlaufzeit?
- Wie hoch ist der vereinbarte Zinssatz?
- Ist eine Vorfälligkeitsentschädigung vereinbart?
Rechnen Sie das Ganze sorgfältig für Ihren Fall durch. Mit unserem Online-Kreditrechner können Sie aktuelle Konditionen einer Umschuldung vergleichen. Eine Orientierung bietet Ihnen auch unser Rechenbeispiel.
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Dispo umschulden
Wer regelmäßig sein Girokonto überzieht, sollte über eine Umschuldung nachdenken. Denn die Zinsen eines Ratenkredits sind oftmals deutlich niedriger als die Zinsen für den Dispokredit. Wird der Disporahmen überzogen, werden dazu noch hohe Überziehungszinsen fällig.
Im schlimmsten Fall wird der Dispo von der Bank gekündigt und die Summe muss schnellstmöglich getilgt werden. Sinnvoller ist es, einen neuen Kredit in Höhe der Disposchulden aufzunehmen, um diese damit abzubezahlen. Achtung: Danach sollte das Girokonto nicht mehr überzogen werden.
Kredit für den Dispo beantragen
Kreditkarte umschulden
Wer Kreditkartenschulden in Raten zurückzahlt, kann mitunter größere Summen ansammeln. Auf diese Summe werden je nach Anbieter mehr als 20 Prozent Zinsen fällig. Je nach Höhe der Schulden kann es sich lohnen, zur Umschuldung einen Ratenkredit abzuschließen. So können die Kreditkartenkosten schnell getilgt und fortan nur noch ein Kredit mit geringeren Zinsen abbezahlt werden.
Kredite mit Restschuldversicherung umschulden
Wer eine Restschuldversicherung mit seinem Kredit abgeschlossen hat, kann besonders von einer Umschuldung profitieren. Eine Restschuldversicherung springt ein, falls Kreditraten nicht mehr zurückgezahlt werden können, oder bewahrt die Familie im Todesfall vor hohen Kreditschulden. Durch diese Risikoabsicherung wird der Kredit jedoch teurer. Außer bei einer Umschuldung können Sie eine Restschuldversicherung in der Regel auch nicht kündigen. In diesem Fall erstattet Ihnen die Bank die zukünftigen Versicherungsbeiträge, die bis zum Ende der Laufzeit angefallen wären.
Wann ist eine Restschuldversicherung sinnvoll?
Immobilienfinanzierung umschulden
Besonderheiten gibt es bei der Umschuldung eines Immobilienkredits. Die Zinsen bei einer Immobilienfinanzierung werden für mehrere Jahre festgeschrieben. Zum Ende dieser Sollzinsbindung hin oder nach einer Laufzeit von zehn Jahren haben Sie die Möglichkeit, den Kredit abzulösen (Quelle: Bürgerliches Gesetzbuch, § 489). Dies lohnt sich jedoch nur, wenn die aktuellen Immobilienzinsen niedriger sind als die des alten Kredits.
Achtung: Möchten Sie den Kredit vor Ende der Sollzinsbindung umschulden, fällt unter Umständen eine Vorfälligkeitsentschädigung an. Es kommt jedoch auch auf die Bedingungen Ihres Kreditvertrages an.
Aktuelle Baufinanzierungen vergleichen
Mehrere Kredite zusammenlegen und umschulden
Werden mehrere Kredite gleichzeitig abbezahlt, sorgt dies mitunter nicht nur für einen höheren Verwaltungsaufwand – immerhin müssen verschiedene Gläubiger und Zahlungstermine im Blick behalten werden. Es kann auch schwierig sein, den Überblick über die Finanzen zu behalten. Gerade bei mehreren kleinen Krediten kann sich eine Umschuldung daher lohnen: Mit einem neuen Kredit in Höhe aller laufenden Kredite werden diese vorzeitig getilgt. In Zukunft muss dann nur noch ein großer Ratenkredit mit einer monatlichen Rate abbezahlt werden.
Kredit umschulden: So gehen Sie vor
1. Neue Kreditsumme festlegen
Ermitteln Sie zuerst, wie hoch die Restschuld Ihres aktuellen Kredits (oder Ihrer aktuellen Kredite inklusive überzogenem Dispo oder Kreditkartenschulden) ist. Die Restschuld eines Ratenkredits entnehmen Sie Ihrem Tilgungsplan oder Sie fragen direkt bei Ihrer Bank nach. Dazu zählen Sie nun die Vorfälligkeitsentschädigung, falls der Kreditgeber diese fordert. Diese beträgt je nach verbleibender Kreditlaufzeit meist 0,5 bis zu einem Prozent. Die Summe aus Restschuld und Vorfälligkeitsentschädigung ergibt Ihre neue Kreditsumme.
2. Online-Kreditvergleich nutzen
Anstatt sich automatisch an Ihre Hausbank zu wenden oder Angebote von einigen wenigen Banken einzuholen, sollten Sie systematisch mehrere Kreditangebote miteinander vergleichen. Nutzen Sie dafür unseren kostenfreien Online-Kreditrechner, um einen ersten Überblick zu erhalten.
3. Angebote erhalten
Vergleichen Sie die Konditionen der verschiedenen Kreditangebote und entscheiden Sie sich für eines. Achten Sie dabei auf den Zweidrittelzins – das ist der Zins, den mindestens zwei von drei Kunden bei einer Bank für einen Kredit erhalten würden. Oder lassen Sie sich Ihren individuellen Zinssatz berechnen. Sie können versuchen, mit diesem Kreditangebot zu Ihrer aktuellen Bank zu gehen und Ihre derzeitigen Konditionen zu verbessern. Lässt sich die Bank nicht darauf ein, dann kündigen Sie eine Umschuldung an.
4. Neuen Kredit abschließen und Umschuldung durchführen
Anschließend schließen Sie einen Kredit beim neuen Kreditgeber ab. Nachdem Sie die Kreditzusage erhalten haben, kündigen Sie Ihren aktuellen Kreditvertrag. Wie dies geht, ist in Ihrem Darlehensvertrag geregelt. Erkundigen Sie sich, ob die neue Bank einen Kreditwechselservice anbietet, um das Umschulden zu erleichtern. In einem solchen Fall müssen Sie dann nur eine Vollmacht ausfüllen und die neue Bank kümmert sich um die Ablösung Ihres Kredits. Hatten Sie eine Restschuldversicherung, müssen Sie diese jedoch selbst kündigen.
Vergleichen Sie mit unserem Online-Kreditrechner aktuelle Kredite zum Umschulden. Wählen Sie dazu als Verwendungszweck „Umschuldung“ aus.
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Was Sie bei einer Umschuldung beachten sollten
Achtung: Vorfälligkeitsentschädigung beachten
Wenn Sie einen Kredit bei einer Bank schneller zurückzahlen als geplant, muss diese auf Ihre Zinszahlungen verzichten. Zum Ausgleich verlangen Banken eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Die Höhe dieser Entschädigung ist abhängig von der Höhe Ihrer Restschuld. Bei einer Laufzeit von über einem Jahr darf diese jedoch nur bei maximal einem Prozent liegen. Läuft der Kredit nur noch weniger als ein Jahr, beträgt die Entschädigung maximal 0,5 Prozent der Restschuld (Quelle: Bürgerliches Gesetzbuch, § 502). Beachten Sie jedoch die folgenden Besonderheiten:
Als Verwendungszweck unbedingt „Umschuldung“ angeben
Es ist wichtig, dass Sie bereits beim Online-Kreditvergleich den Verwendungszweck „Umschuldung“ angeben. So wissen Banken, dass Sie lediglich einen laufenden Kredit begleichen und nicht einen Kredit nur neu aufnehmen wollen. So werden Ihnen nur Angebote von Banken angezeigt, die auch einen Umschuldungskredit anbieten. Weiterer Pluspunkt: Eine Umschuldung kann sich positiv auf die Bonität auswirken.
Wann keine Umschuldung möglich ist
Beträgt die Kreditlaufzeit weniger als zwölf Monate oder liegt die Restschuld inklusive Vorfälligkeitsentschädigung unter 1.000 Euro, kann es sein, dass keine Umschuldung möglich ist. Schauen Sie auch immer in Ihren Kreditvertrag und prüfen Sie genau, welche Regelungen zur vorzeitigen Rückzahlung oder Umschuldung festgelegt sind.
Die häufigsten Fragen zum Thema Kredit umschulden
Wie sinnvoll ist eine Umschuldung?
Eine Umschuldung ist vor allem sinnvoll, wenn der neue Kredit einen geringeren Zinssatz hat als der alte Kredit. Zudem sollten die Gesamtkosten des neuen Kredits geringer als die des alten sein – inklusive Vorfälligkeitsentschädigung. Eine Umschuldung lohnt sich auch, wenn Sie mehrere kleine Kredite haben. Mit einer Umschuldung können Sie diese zu einem großen Ratenkredit zusammenfassen und behalten so besser den Überblick.
Wann ist eine Umschuldung möglich?
Ratenkredite lassen sich jederzeit umschulden. Einzige bankübliche Mindestanforderung: Die Restschuld muss meist über 1.000 Euro und die restliche Laufzeit über zwölf Monate liegen. Baufinanzierungen lassen sich in der Regel erst nach zehn Jahren oder nach Ende der Sollzinsbindung umschulden.
Kann die Bank eine Umschuldung ablehnen?
Die alte Bank kann eine Umschuldung ablehnen, wenn es sich um einen Immobilienkredit handelt und dieser vor Ablauf der ersten zehn Jahre umgeschuldet werden soll. Reguläre Ratenkredite oder ältere Immobilienkredite können in der Regel jederzeit umgeschuldet werden. Für Ratenkredite gilt, dass die Restschuld über 1.000 Euro und die Restlaufzeit über zwölf Monate liegen muss – andernfalls kann eine Umschuldung abgelehnt werden.
Was braucht man für eine Umschuldung?
Um einen Umschuldungskredit zu beantragen, müssen Sie die gleichen Voraussetzungen erfüllen und die gleichen Unterlagen einreichen wie bei einem Erstkredit. Das heißt, Sie müssen unter anderem volljährig sein, einen Wohnsitz und ein Bankkonto in Deutschland haben sowie kreditwürdig sein. Für eine Umschuldung reichen Sie Personaldokumente und Gehaltsnachweise ein.
Wirkt sich eine Umschuldung auf meine Schufa aus?
Eine Umschuldung kann sich positiv auswirken, wenn Verbindlichkeiten gebündelt und pünktlich bedient werden. Kurzfristig können neue Anfragen/Verträge den Score leicht bewegen.
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