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Fremde Gäste im Haus: Versicherungsschutz bei Couchsurfing und Homesharing

Ob Couchsurfing oder Homesharing – das eigene Heim zu teilen, wird immer beliebter. Social Travelling und das Vermieten der eigenen vier Wände ist auch in Deutschland angesagt. Doch wie schützt sich der Inhaber der Wohnung vor Schäden, die durch den fremden Gast oder Mieter entstehen?

Reisende, die gerne neue Menschen und Wohnungen kennenlernen, und dabei auch noch Geld sparen möchten, begeistern sich meist für das Konzept des Couchsurfens oder für Homesharing. Mittlerweile gibt es auch immer mehr Portale, die Kunden anbieten, ihre Privatwohnung für die Zeit ihrer Abwesenheit zu vermieten. Doch was passiert, wenn durch den Mieter ein Schaden entsteht? Greift in diesem Fall der reguläre Versicherungsschutz?

So funktionieren Couchsurfing und Homesharing

Beim Couchsurfing stellt der Wohnungsbesitzer eine Schlafmöglichkeit und ist in der Regel anwesend, während der Besucher in der Wohnung ist. Beim Couchsurfing geht es hauptsächlich darum, neue Menschen und Länder kennen zu lernen. Dem Gast steht in diesem Fall nicht die gesamte Wohnung zur Verfügung, sondern in der Regel nur ein Schlafplatz. Beim Homesharing hingegen ist der Wohnungsbesitzer nicht anwesend, während der Besucher in der Wohnung übernachtet. Hierfür zahlt der Besucher in der Regel Geld an den Wohnungsbesitzer oder an den Betreiber des Homesharing-Portals.

Portale für Couchsurfing und Homesharing

  • Wimdu
  • Airbnb
  • Couchsurfing
  • 9Flats
  • HouseTrip
  • Gloveler
  • Haustauschferien

Wimdu zeigt: Vertragsklauseln im Vorhinein prüfen

Ein Vorfall mit der Plattform Wimdu zeigte kürzlich, dass der Wohnungsbesitzer bei Vandalismus durch den Mieter nicht durch das Portal abgesichert ist. Und das, obwohl der Anbieter auf seiner Seite damit wirbt, dass Schadensfälle bis zu einer Versicherungssumme bis zu 500.000 Euro abgesichert sind. Dies gilt jedoch nicht bei vorsätzlicher Beschädigung. Bei der Haftpflichtversicherung des Anbieters handelt es sich um eine sogenannte subsidiäre Absicherung, sie greift nur, wenn der Verursacher des Schadens selbst keine Haftpflichtversicherung besitzt. Und bei dieser Versicherung sind vorsätzliche Schäden nicht im Leistungsumfang enthalten.

„Es ist in der Versicherungsbranche in Deutschland Standard, dass Vorsatz, wie zum Beispiel Vandalismus oder Diebstahl, grundsätzlich nicht versichert ist. Ansonsten wäre das Risiko für Missbrauch zu hoch“, so der Anbieter Wimdu gegenüber Zeit Online. Und an diesen Bedingungen möchte der Anbieter auch in Zukunft nichts ändern. Bei anderen Anbietern, wie beispielsweise Airbnb, sind solche Schäden bis zu einer Versicherungssumme von 800.000 Euro abgesichert.

Wie schützt sich der Wohnungsbesitzer bei Schäden?

Um in solchen Schadensfällen abgesichert zu sein, sollte der Wohnungsvermieter vor der Vermietung seinen Versicherungsschutz überprüfen. Am besten fragt er im Vorhinein bei der Hausrat- bzw. Haftpflichtversicherung an, wie er in solchen Fällen abgesichert ist. Denn wenn die Vermietung der eigenen Wohnung auf kommerziellem Weg erfolgt, übernehmen einige Versicherungen nicht den Versicherungsschutz. Wenn der Gast einen Schaden anrichtet und nicht haftpflichtversichert ist, kann in manchen Fällen die Hausratversicherung des Gastgebers die Kosten für den Schaden übernehmen. Wenn solche Schadensfälle allerdings zu oft auftreten, kann es zu einer Kündigung durch die Versicherung kommen.

Diebstahl ist nicht durch Hausratversicherung abgesichert

Wenn sich der Couchsurfer als Dieb entpuppt und bei seiner Abreise etwas vom Wohnungsbesitzer mitgehen lässt, so ist dieser Schaden nicht durch die Hausratversicherung des Besitzers abgedeckt. Denn diese übernimmt nur die Kosten für einen Einbruchdiebstahl. Da man den Couchsurfer aber selbst in die Wohnung gelassen oder ihm einen Schlüssel gegeben hat, handelt man nach eigenem Gewissen.

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