Wie Sie im Urlaub mit Ihrem Hund rundum abgesichert sind

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von Nina Bruckmann
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Was Sie beim Urlaub mit Hund beachten müssen und welche Versicherungen Sie unbedingt vorher abschließen sollten.

Inhalt dieser Seite
  1. Urlaub mit Hund: Grundsätzliches
  2. Hunde­­haftpflicht im Urlaub
  3. Reiserücktritts­­versicherung
  4. Kranken­­­­versicherung für den Hund
  5. Tier OP Versicherung
  6. Versicherungs­­kosten

Das Wichtige in Kürze

  • Wer auch im Urlaub den vierbeinigen Gefährten nicht missen will, muss vor der gemeinsamen Reise ins Ausland ein paar grundsätzliche Dinge beachten.
  • Für Reisen innerhalb der EU ist der EU-Heimtierpass ein Pflichtdokument, dass in der Tasche des Hundehalters nicht fehlen darf.
  • Zusätzlich sollten Sie all ­versicherungs­technischen Risiken im Hinterkopf behalten und den richtigen Versicherungs­schutz wählen.

Urlaub mit Hund: Grundsätzliches

Wer auch im Urlaub den vierbeinigen Gefährten nicht missen will, muss vor der gemeinsamen Reise ins Ausland ein paar grundsätzliche Dinge beachten.


EU-Heimtierausweis

Für Reisen innerhalb der EU ist der EU-Heimtierpass ein Pflichtdokument, dass in der Tasche des Hundehalters nicht fehlen darf. In dem Ausweis sind alle relevanten Daten des Tieres vermerkt, er dient also in erster Linie als Beleg der Identität des Hundes. Zudem fungiert er auch als Impfausweis. Besonders wichtig ist hierbei eine aktuelle Tollwutimpfung, sonst kann dem Hund der Grenzübertritt verwehrt bleiben.


Kennzeichnung durch Chip

Zusätzlich ist die Kennzeichnung von Hunden durch einen Mikrochip seit dem 3. Juli 2011 Pflicht. Das Chippen wird ebenfalls von einem Tierarzt durchgeführt und die Chipnummer wird den Ausweis übertragen. Falls der Hund ausbüchst und von jemand anderes gefunden wird, kann der Chip mittels Lesegerät gescannt und identifiziert werden.

Hunde­haftpflicht­versicherung im Urlaub

Nicht nur im Inland haftet eine Hunde­haftpflicht­versicherung für den Partner mit der kalten Schnauze für Personen- und Sachschäden, sondern auch im Ausland. Fernab der gewohnten Heimat des Hundes kann das Tier stressbedingt auch mal zubeißen und einen anderen Hund oder gar einen Menschen verletzen. Die Folge daraus kann auch im Ausland eine Schmerzensgeldforderung sein. Ist der Hundehalter gegen solche Fälle nicht abgesichert, muss er aus eigener Tasche einen oft vierstelligen Betrag zahlen.

Ebenso gut kann es passieren, dass der Hund Gegenstände oder Einrichtung im Hotel oder in der Ferienwohnung verschmutzt oder zerstört. Auch für die Regulierung dieser Schäden springt die Hunde­haftpflicht­versicherung ein. Damit die Urlaubsfreude nicht getrübt wird und sich die Hundehalter auch auf den zukünftigen Urlaub mit dem Haustier freuen, lohnt es sich immer eine Hunde­haftpflicht abgeschlossen zu haben.


Keine Hunde­haftpflicht – Keine Einreise

Info: In manchen Ländern ist eine Hunde­haftpflicht­versicherung Pflicht. Ohne diese Versicherung kann dem Hundes die Einreise verwehrt bleiben. Hundehalter sollten sich über die Bestimmungen des jeweiligen Reiseziels vor dem Urlaub erkundigen.

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Reiserücktritts­versicherung

Für den Fall, dass der Hund vor dem Reiseantritt schwer erkrankt, einen Unfall erleidet oder eine Impfunverträglichkeit aufweist und deswegen den Urlaub nicht antreten kann, empfiehlt sich der Abschluss einer Reiserücktritts­versicherung. Diese übernimmt im Leistungs­fall alle anfallenden Stornokosten der Reise. Dafür ist jedoch die Bescheinigung eines Tierarztes über den Gesundheits­zustand des Hundes nötig. Des Weiteren übernimmt der Versicherungs­schutz die Kosten, die für eine verspätete Anreise von mehr als zwei Stunden Verspätung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln entstehen, wenn die An- und Abreise zum versicherten Arrangement gehört.

Die Reiserücktritts­versicherung haftet aber auch bei anderen unvorhersehbaren Ereignisse, weshalb die Reise nicht angetreten werden kann. Ein paar Beispiele dafür sind Schwangerschaft, Todesfall, plötzlicher Arbeits­platzverlust, Erhalt eines Arbeits­platzes, Krankheit, Diebstahl, und Schaden am Eigentum.

Die Versicherung sollte gleich bei der Buchung der Reise abgeschlossen werden. Falls das aus sonstigen Gründen nicht geschieht, kann die Reise-Rücktritts­versicherung noch bis spätestens 30 Tage vor Reisebeginn abgeschlossen werde. Gesetzt dem Falle, dass zwischen der Reisebuchung und dem Urlaub an sich weniger als 30 Tage liegen, muss die Versicherung spätestens am dritten Werktag nach der Buchung erfolgen.


Keine extra Reiserücktritts­versicherung für den Hund

Eine Reise-Rücktritts­versicherung wird nicht für den Hund selbst abgeschlossen, sondern immer für das reisende Herrchen. Der Hund muss aber in den Buchungsunterlagen (zum Beispiel in der Buchungsbestätigung) genannt werden, damit der Versicherungs­schutz bei Erkrankung des Hundes greift.

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Kranken­­versicherung für den Hund

Genau wie die Hunde­haftpflicht­versicherung, ist auch eine Kranken­­versicherung für den Hund im In- und Ausland sehr sinnvoll. Gerade in fremdländischen Gegenden gibt es häufig verunreinigtes Trinkwasser und ungewohntes Futter, dass dem Hund schnell auf den Magen schlagen und für Verdauungsstörungen, Erbrechen und Durchfall sorgen kann. Das Risiko, dass der Hund durch Insektenstiche und -bisse erkrankt, ist auch nicht zu verachten. In manchen Ländern begegnet man zudem oft streunenden Hunden, die mit dem eigenen aneinander geraten können. Durch Hundebisse können leichte Abschürfungen, aber auch tiefe Fleischwunden entstehen, die dringend von einem Tierarzt behandelt werden müssen. Ist der Hund nicht versichert, können enorme Kosten auf den Hundehalter zukommen. Wahlweise kann auch nur eine-OP-Versicherung abgeschlossen werden, die jedoch weniger Leistungen bietet.

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Tier-OP-Versicherung

Bei der Tier-OP-Versicherung für den Hund übernimmt die Versicherung nur die Kosten, die für eine Operation, deren Nachbehandlung und für den anschließenden Aufenthalt des Hundes in der Tierklinik anfallen. Die meisten Kranken­­versicherungen für Hunde beinhalten auch einen weltweiten Auslands­schutz für sechs bis zwölf Monate. Es lohnt sich, die Policen genau zu vergleichen um das beste Preis-Leistungs­-Verhältnis für den vierbeinigen Gefährten herauszufiltern.

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Versicherungs­kosten

Je nachdem, welche Versicherungs­tarife gewählt werden, fallen unterschiedlich hohe Kosten an. Eine Hunde-OP-Versicherung kostet zum Beispiel bei Petplan ab 10,10 Euro monatlich, während die Voll­versicherung für Hunde mit minimum 21,32 Euro zu Buche schlägt. Eine Reiserücktritts­versicherung gibt es dagegen schon ab 3 Euro im Monat.

Bei der Hunde­haftpflicht­versicherung spielen viele Faktoren eine Rolle, die den Beitrags­satz mitgestalten, wie das Alter und die Rasse des Hundes, die Anzahl der zu versichernden Tiere, die Vertragslaufzeit, der Tarif an sich und der Zahlungsintervall. Werfen Sie hierzu gerne einen Blick in den Beitrag „Hunde­haftpflicht­versicherungen im Test„.

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