R+V Cyber-Versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Die R+V versichert Cyber-Risiken von Unternehmen mit einem einzigen Tarif, der CyberRisk Versicherung, meist als Baustein eines Bündelvertrags. Hier erfahren Sie, was der Tarif leistet, wo seine Grenzen liegen und wie die R+V in den Tests abschneidet.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Cyber-Versicherung der R+V ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten, im Kundenurteil von ServiceValue 2026 erreicht sie „Top“.
  • Die R+V verkauft einen Tarif, die CyberRisk Versicherung, mit einer Versicherungssumme bis 1 Million € und einzeln wählbaren Zusatzbausteinen.
  • Ertragsausfall zahlt die R+V schon ab sechs Stunden Stillstand, für bis zu zwölf Monate und ohne eigene Leistungsgrenze innerhalb der Versicherungssumme.
  • Nicht versichert sind Lösegeld und Erpressung: Die Folgen eines Verschlüsselungsangriffs trägt die R+V, eine Zahlung an die Erpresser nicht.
  • Für Arztpraxen, Gastronomie und Produktion passt der Tarif, für IT-Dienstleister nicht: Ihre eigenen IT-Leistungen sind ausgeschlossen.

R+V auf einen Blick

Wie gut ist die R+V?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • Franke und Bornberg 2026: FF+ (R+V-CyberRisk Versicherung)
  • ServiceValue 2026: „Top“ im Kundenurteil
  • ServiceValue 2026: „Beste“ in Kundenkommunikation und Preis-Leistungs-Verhältnis

Franke und Bornberg bewertet die CyberRisk Versicherung der R+V 2026 mit FF+, auf Bedingungsstand 04.2026. Im Kundenurteil von ServiceValue 2026 erreicht die R+V „Top“, bei Kundenkommunikation und Preis-Leistungs-Verhältnis sogar „Beste“.

In unserer Gesamtauswertung fehlt die R+V: Die Kombination aus FF+ und „Top“ reicht nicht für die zehn besten Plätze.


Was kostet sie?

Der Beitrag für die CyberRisk Versicherung richtet sich laut R+V nach Unternehmensgröße und Jahresumsatz, nach Branche, Leistungsumfang und den IT-Risiken Ihres Betriebs. Zusatzbausteine wie der Schutz privater Geräte oder Personenschäden erhöhen ihn.

Ein durchgerechnetes Beispiel für einen bestimmten Betrieb veröffentlicht die R+V nicht. Für kleine und mittlere Unternehmen beginnen die Beiträge nach ihren Angaben häufig im niedrigen vierstelligen Bereich pro Jahr. Was Ihr Betrieb zahlt, steht erst im Angebot der R+V.


Für wen passt sie?

  • Heilberufe: Die R+V bietet den Cyber-Baustein auch in ihrem Bündelvertrag für niedergelassene Ärzte an, Verstöße gegen Geheimhaltungs­pflichten sind mitversichert
  • Gastro: Die Notfall-Hotline ist rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres erreichbar, auch am Wochenende
  • Produktion: Ertragsausfall ab sechs Stunden Stillstand, Haftzeit bis zwölf Monate
  • IT und Freelancer: Ansprüche aus IT-Beratung, Netzwerkbetrieb, Hosting und Softwareentwicklung sind ausgeschlossen

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der R+V?

Risikoträger ist die R+V Allgemeine Versicherung AG in Wiesbaden, ein Unternehmen der R+V Gruppe in der Genossen­schaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Ihre Solvenzquote lag Ende 2025 bei 241 Prozent, nach 213 Prozent ein Jahr zuvor (Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025). Standard and Poor’s bewertet die Konzernobergesellschaft R+V Versicherung AG im Mai 2026 mit A+ und stabilem Ausblick.

Auf Trustpilot erreicht das Profil R+V Versicherung einen TrustScore von 1,7 von 5 aus 5.819 Bewertungen (abgerufen am 01.10.2026). Bewertet wird dort das ganze Haus über alle Sparten, nicht die Cyber-Versicherung.

  • Risikoträger
    R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden, R+V Gruppe (Konzernobergesellschaft R+V Versicherung AG)
  • Tarife
    R+V-CyberRisk Versicherung, Versicherungssumme bis 1 Million Euro, als Baustein von UnternehmensPolice, MedizinerPolice und AgrarPolice
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 241 % (2025); Standard and Poor’s A+, Ausblick stabil, für die R+V Versicherung AG (05/2026)
  • Neugeschäft
    Offen, mit der R+V-CyberRisk Versicherung für Firmenkunden

Cyber-Versicherung der R+V im Test (2026)

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Die Gesamtwertung fasst das Rating von Franke und Bornberg (2026) und das Kundenurteil von ServiceValue (2026) zusammen. Wurde ein Anbieter in einem Test nicht bewertet, fließt dieser Test nicht in seine Gesamtwertung ein. Die R+V steht nicht unter den zehn Anbietern, die unsere Gesamtauswertung zeigt, obwohl beide Häuser sie 2026 bewertet haben.

Zur Gesamtauswertung der Cyber-Versicherung


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg bewertet gewerbliche Cyber-Versicherungen ausschließlich nach den Vertragsunterlagen, Werbeaussagen zählen nicht. Maßstab ist ein mittelständisches Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und Schwerpunkt in Europa. 2026 hat das Haus 153 Kombinationen aus Tarifen und Bausteinen von 27 Gesellschaften benotet (Quelle: Franke und Bornberg).

TarifRatingnoteBedingungsstand
R+V-CyberRisk Versicherung (MultiLine)FF+04.2026

Die R+V erreicht FF+, die dritte von sieben Stufen. Diese Note teilt sie mit 90 der 153 bewerteten Kombinationen; für „Sehr gut“ (FFF) fehlt eine Stufe.


Das ServiceValue Kundenurteil

ServiceValue hat für die Studie „Beste Cyber­versicherer 2026“ gemeinsam mit FOCUS MONEY im April 2026 online 1.688 Kundenurteile zu 25 Versicherern erhoben. Bewertet werden 15 Merkmale in vier Kategorien. „Top“ heißt über dem Durchschnitt aller Anbieter, „Beste“ zusätzlich über dem Durchschnitt der Top-Gruppe (Quelle: ServiceValue).

KundenberatungSchutz und VorsorgeKundenkommunikationPreis-Leistungs-VerhältnisGesamtbewertung
TopTopBesteBesteTop

Die R+V gehört zu den sieben „Top“-Anbietern unter den 15 ausgezeichneten Gesellschaften. Stark sind Kommunikation und Preis-Leistungs-Verhältnis, bei Beratung und Schutz reicht es für „Top“. Gegenüber dem Vorjahr ist die R+V laut ServiceValue eine Stufe zurückgefallen, von „Beste“ auf „Top“.

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Im Vergleich zu anderen Cyber-Versicherungen

R+V im Marktvergleich

AnbieterFranke und
Bornberg Ø
ServiceValue
Kundenurteil
Gesamtwertung
von 100
Logo ProvinzialProvinzialFF+Beste86
Logo VHV Allgemeine Versicherung AGVHVFF+Beste86
Logo ERGO AGErgoFF+Beste83
Logo HiscoxHiscoxFF+Beste83
ZurichFF+Beste83
Logo LVM VersicherungLVMFF+Beste79
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFFBeste77
Logo HDIHDIFFFTop75
Logo Ostangler VersicherungenOstanglerFF+–71
Logo GothaerGothaerFF+Top70
Quelle: Franke und Bornberg, ServiceValue Kundenurteil Beste Cyber­versicherer 2026, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Die Tabelle zeigt die zehn besten Cyber-Versicherer aus Franke und Bornberg 2026 und ServiceValue 2026. Die R+V ist dort nicht vertreten, ihre beiden Ergebnisse stehen einzeln im Testkapitel.

Alle Cyber-Versicherungen im Vergleich

Tarife und Leistungen der Cyber-Versicherung der R+V

Die R+V führt für Firmenkunden genau einen Cyber-Tarif. Sie schließen ihn als Baustein eines Bündelvertrags ab, zum Beispiel der UnternehmensPolice für kleine und mittlere Unternehmen.

R+V-CyberRisk Versicherung

Die CyberRisk Versicherung ist als Allgefahrendeckung gebaut: Versichert sind Cyber-Risiken durch Ransomware, Datenpannen, Skriptfehler, Hardwaredefekte, Konfigurationsfehler und missbräuchliche Kontoverfügungen. Ersetzt werden Eigen- und Drittschäden, egal ob ein Angreifer von außen oder ein Fehler im eigenen Haus den Vorfall auslöst. Die Versicherungssumme reicht bis eine Million Euro, der Schutz gilt weltweit, soweit rechtlich zulässig.

Bei den Eigenschäden zahlt die R+V die Wiederherstellung von Daten und Programmen ohne eigene Obergrenze innerhalb der Versicherungssumme. Ertragsausfall ersetzt sie ab sechs Stunden Unterbrechung, für bis zu zwölf Monate. Sachschäden an IT- und Telekommunikationsgeräten erstattet sie zum Zeitwert. Daten bei einem externen Cloud-Dienstleister sind mitversichert, wenn Sie berechtigt darüber verfügen.

Auf der Drittschaden-Seite übernimmt die R+V berechtigte Ansprüche nach Datenschutz­verletzungen, Urheberrechtsverstößen und verletzten Geheimhaltungs­pflichten und wehrt unberechtigte ab. Dazu kommen Benachrichtigungskosten, Kosten für Krisen­kommunikation, Schadenermittlung und Rechtsverfolgung. Die Kosten zählen zur Versicherungssumme, die zugleich die Höchstgrenze für alle Schäden eines Versicherungsjahres ist.

Vier Zusatzbausteine erweitern den Schutz: private Geräte von Mitarbeitern im Betrieb (BYOD), Personenschäden, eine Verdopplung der Jahreshöchstentschädigung und die Neuwertdeckung für IT-Hardware. Die LeistungsUpdate-Garantie sorgt dafür, dass künftige bessere Bedingungen des Tarifs automatisch auch für Ihren Vertrag gelten.

Nicht versichert sind Lösegeld und Erpressung, Vertragsstrafen und Entschädigungen mit Strafcharakter, Bußgelder sowie Schäden durch den Ausfall öffentlicher Infrastruktur. Zahlungsschäden nach Phishing oder Pharming ersetzt die R+V nur, soweit dieser Teil vereinbart ist und die Bank nicht selbst haftet.


Betriebsarten und Sicherheitsanforderungen

Für IT-Unternehmen taugt der Tarif nur eingeschränkt. Ausgeschlossen sind Ansprüche aus IT-Beratung und Schulung, Netzwerkplanung und Netzwerkbetrieb, Hosting, Rechenzentren, Telekommunikationsnetzen und Softwareentwicklung, dazu Leistungen rund um Steuerungs- und Überwachungssoftware. Für landwirtschaftliche Betriebe bietet die R+V den Baustein in der AgrarPolice bis 25 Millionen Euro Umsatz an.

Vor jedem Schaden verlangt die R+V Grundregeln der IT-Sicherheit: eigene Zugänge mit sicheren Passwörtern, Administratorrechte nur für Administratoren, aktuellen Virenschutz und zeitnahe Sicherheitsupdates. Mindestens einmal pro Woche ist eine Datensicherung Pflicht, die getrennt aufbewahrt und regelmäßig auf ihre Wiederherstellung geprüft wird. Wer diese Obliegenheiten verletzt, riskiert nach § 28 VVG die Kündigung oder den Verlust der Leistung.

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Die Cyber-Versicherung der R+V für Ihre Gruppe

IT und Freelancer

Für IT-Dienstleister passt die CyberRisk Versicherung nicht. Die Bedingungen schließen Ansprüche aus der eigenen IT-Leistung ausdrücklich aus: Beratung, Netzwerkbetrieb, Hosting, Rechenzentren und Softwareentwicklung. Wer davon lebt, braucht eine Lösung, die gerade diese Tätigkeiten versichert.

Freelancer ohne IT-Geschäft, etwa in Beratung oder Marketing, sind von diesem Ausschluss nicht betroffen. Für sie zählt eher die Stolperfalle der Obliegenheiten: Auch ein Einzelbüro muss wöchentliche, getrennt gelagerte Datensicherungen nachweisen können.


Handwerk

Betriebe ohne eigene IT-Abteilung profitieren davon, dass die R+V nicht nur Angriffe versichert. Auch Konfigurationsfehler, Skriptfehler und Hardwaredefekte zählen zu den versicherten Ursachen, ebenso Fehler eigener Mitarbeiter. Fallen dadurch Auftragsdaten oder Maschinen aus, greift der Ertragsausfall ab sechs Stunden.

Die Stolperfalle liegt bei der Datensicherung: Die R+V verlangt mindestens eine wöchentliche Sicherung auf getrennt aufbewahrten Datenträgern. Wer nur auf demselben Rechner sichert, gefährdet die Leistung.


Bau

Für Baubetriebe nennt die R+V das wachsende Cyber-Risiko durch Planungssoftware und Building Information Modelling ausdrücklich. Gegen umgeleitete Zahlungen hilft der Teil für Phishing, Pharming und Identitätsdiebstahl, der Schäden aus missbrauchten Bankzugängen ersetzt, wenn er im Vertrag vereinbart ist.

Die Stolperfalle sind Vertragsstrafen: Gerät ein Bauvorhaben nach einem Angriff in Verzug, zahlt die CyberRisk Versicherung eine vereinbarte Vertragsstrafe nicht. Und haftet die Bank für eine manipulierte Überweisung, leistet die R+V dafür nicht.


Handel

Für Online-Händler ist eine Zugangsblockade wie ein Denial-of-Service-Angriff ausdrücklich ein versicherter Sicherheitsvorfall. Steht der Shop still, ersetzt die R+V entgangenen Gewinn und fortlaufende Kosten ab sechs Stunden. Ansprüche von Kunden nach einem Datenabfluss übernimmt die Drittschaden-Deckung.

Die Stolperfalle ist der Zahlungsverkehr: Vertragsstrafen von Kartenanbietern nach einem Datenleck schließen die Bedingungen aus. Wer viele Kartenzahlungen abwickelt, braucht dafür eine andere Lösung.


Gastro

Die R+V schildert selbst einen Fall aus der Hotellerie: Ein Verschlüsselungstrojaner legte Buchungen, Rechnungen und die elektronischen Schlüsselkarten eines Hotels lahm. Der vermittelte Notdienst behob das Problem noch am selben Tag, die R+V übernahm 14.000 Euro Schaden.

Für Restaurants und Hotels zählt, dass die Notfall-Hotline 24 Stunden an jedem Tag des Jahres erreichbar ist. Stolperfalle bei Gästedaten: Bußgelder der Datenschutzbehörden sind nicht versichert, nur Benachrichtigungskosten und berechtigte Ansprüche der Gäste.


Heilberufe

Für niedergelassene Ärzte bietet die R+V den Cyber-Baustein in der MedizinerPolice an, Arztpraxen und Kliniken nennt sie ausdrücklich als Zielgruppe. Mitversichert ist die Verletzung von Geheimhaltungs­pflichten, auch wenn sie aus berufsständischen Vorschriften wie der ärztlichen Schweigepflicht folgt.

Bei einem Datenleck mit Patientendaten zahlt die R+V die Benachrichtigung der Betroffenen und externe Krisen­kommunikation. Bußgelder und die Kosten von Auskunfts- oder Löschverfahren trägt die Praxis selbst.


Produktion

Für Produktionsbetriebe zählt der Ertragsausfall: Die R+V ersetzt entgangene Gewinne und fortlaufende Kosten bis zu zwölf Monate. Ihr eigenes Schadenbeispiel ist ein Maschinenbauer, dessen Betrieb nach einem Trojaner drei Tage stillstand; den Gesamtschaden von 83.000 Euro übernahm die R+V bis auf die Selbst­beteiligung.

Die Stolperfalle ist die Höhe: Die Versicherungssumme endet bei einer Million Euro und gilt für alle Schäden eines Jahres zusammen. Wer zwei große Ausfälle in einem Jahr fürchtet, wählt den Baustein zur Verdopplung der Jahreshöchstentschädigung.


Cyber-Versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Cyber-Versicherung der R+V

Was Sie bei der R+V zahlen, hängt an Jahresumsatz und Branche, an Leistungsumfang und Selbst­beteiligung und an den IT-Risiken Ihres Betriebs. Einen Listenpreis oder ein durchgerechnetes Beispiel veröffentlicht die R+V nicht, sie rechnet jeden Betrieb einzeln.

Als Größenordnung nennt die R+V für kleine und mittlere Unternehmen Beiträge, die häufig im niedrigen vierstelligen Euro-Bereich pro Jahr beginnen. Die Zusatzbausteine für private Geräte, Personenschäden oder eine höhere Jahreshöchstentschädigung verteuern den Schutz. Die Höhe der Selbst­beteiligung richtet sich nach Versicherungssumme, Umsatz und Ihrem Risiko.

Zwei Punkte senken die Kosten. Im Bündelvertrag UnternehmensPolice gibt es ab zwei Verträgen einen Bündelnachlass. Und im Schadenfall werden die ersten 90 Minuten der Schadenbehebung über die Hotline nicht auf Ihre Selbst­beteiligung angerechnet. Was Ihr Betrieb tatsächlich zahlt, steht erst im persönlichen Angebot der R+V.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Cyber-Versicherung

Eine Cyber-Versicherung zahlt, wenn ein Hackerangriff, eine Schadsoftware oder ein Datenleck Ihren Betrieb trifft. Sie ersetzt Eigenschäden wie die Wiederherstellung von Systemen und Daten und, je nach Vertrag, den Ertragsausfall während des Stillstands. Berechtigte Forderungen Dritter nach einem Datenabfluss übernimmt die Cyber-Haftpflicht, unberechtigte wehrt der Versicherer ab. Im Ernstfall zählen außerdem Notfallhotline, IT-Forensik, spezialisierte Anwälte und Krisen­kommunikation. Entscheidend sind die versicherten Bausteine, die Obliegenheiten zur IT-Sicherheit und eine Versicherungssumme, die zu Ihrem Betrieb passt.

Stärken der R+V

  • Allgefahrendeckung, die neben Angriffen auch Konfigurationsfehler, Skriptfehler und Hardwaredefekte versichert
  • Wiederherstellung von Daten und Programmen ohne eigene Obergrenze innerhalb der Versicherungssumme
  • Ertragsausfall schon ab sechs Stunden Unterbrechung, für bis zu zwölf Monate
  • Notfall-Hotline rund um die Uhr, IT-Dienstleister online oder binnen 24 Stunden vor Ort, die ersten 90 Minuten ohne Selbst­beteiligung
  • LeistungsUpdate-Garantie überträgt künftige Verbesserungen der Bedingungen auf bestehende Verträge
  • Zusatzbausteine für private Geräte, Personenschäden, doppelte Jahreshöchstentschädigung und Neuwert der Hardware

Schwächen der R+V

  • Lösegeld und Erpressung sind ausgeschlossen
  • Vertragsstrafen, etwa von Kartenanbietern oder bei Bauverzug, sind nicht versichert
  • IT-Dienstleister sind mit ihren eigenen IT-Leistungen ausgeschlossen
  • Versicherungssumme höchstens eine Million Euro, zugleich Obergrenze für alle Schäden eines Jahres einschließlich Kosten
  • IT-Geräte nur zum Zeitwert, der Neuwert kostet einen Zusatzbaustein
  • Nur ein Tarif, der als Baustein in Bündelverträgen verkauft wird

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt die R+V auf 1,7 von 5, gestützt auf 5.819 Bewertungen (abgerufen am 01.10.2026). Das Profil umfasst alle Sparten vom Kfz-Schaden bis zur Kranken­versicherung und sagt über die Cyber-Versicherung wenig.


Was Kunden berichten

Der häufigste Kritikpunkt in den Trustpilot-Bewertungen ist die Erreichbarkeit: Viele beklagen lange Wartezeiten am Telefon und E‑Mails, die tagelang oder wochenlang unbeantwortet bleiben. Ein zweites Muster ist die lange Schadenbearbeitung mit vielen Nachforderungen von Unterlagen. Gelobt werden schnelle Hilfe in Notfällen, freundliche Mitarbeiter und die Ansprechpartner vor Ort in Bankfilialen und Agenturen. Bewertungen speziell zur Cyber-Versicherung finden sich darunter kaum.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die R+V bietet einen soliden Cyber-Schutz für kleine und mittlere Unternehmen, den sie über Volksbanken, Raiffeisenbanken und eigene Agenturen vertreibt. Franke und Bornberg bewertet die Bedingungen 2026 mit FF+, Firmenkunden geben ihr im Kundenurteil „Top“. Für die zehn besten Anbieter unserer Gesamtauswertung reicht das nicht.

Stark ist der Tarif beim Ertragsausfall und bei der Wiederherstellung, die ohne eigene Obergrenze laufen. Dagegen stehen klare Lücken: kein Lösegeld, keine Vertragsstrafen, keine IT-Dienstleister und höchstens eine Million Euro im Jahr.


Für wen ja, für wen nein

Gut beraten sind kleine Betriebe mit Hausbank-Bezug, die ihre Versicherungen ohnehin in einem Bündelvertrag der R+V führen und einen schnellen Notdienst wollen. Auch Arztpraxen und Hotels mit sensiblen Daten finden hier einen passenden Grundschutz.

Abraten würden wir IT-Dienstleistern, deren Kerngeschäft ausgeschlossen ist, und Händlern mit vielen Kartenzahlungen, die Vertragsstrafen absichern müssen. Wer mehr als eine Million Euro Schutz braucht, sucht ebenfalls woanders. Stärker in den Tests sind zum Beispiel die Hiscox und die HDI.

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Häufige Fragen zur Cyber-Versicherung der R+V

Zahlt die R+V bei einem Ransomware-Angriff?

Die R+V zahlt die Folgen eines Verschlüsselungsangriffs, aber kein Lösegeld. Versichert sind zum Beispiel IT-Forensik, die Wiederherstellung von Daten und Systemen und der Ertragsausfall während des Stillstands. Ansprüche im Zusammenhang mit der Zahlung von Lösegeld oder einer Erpressung schließt die R+V ausdrücklich aus.

Was ist in der CyberRisk Versicherung der R+V nicht versichert?

Ausgeschlossen sind Lösegeld und Erpressung, Vertragsstrafen, Bußgelder und Schäden durch den Ausfall öffentlicher Infrastruktur wie Strom- oder Telefonnetze. IT-Dienstleister sind mit Ansprüchen aus ihren eigenen IT-Leistungen nicht versichert. Personenschäden und private Geräte sind nur über Zusatzbausteine gedeckt.

Was mache ich als R+V-Kunde nach einem Cyber-Angriff?

Rufen Sie sofort die Cyber-Schaden-Hotline der R+V an, sie ist rund um die Uhr erreichbar. Von dort kommt ein zertifizierter IT-Dienstleister, online oder bei Bedarf binnen 24 Stunden vor Ort. Befolgen Sie die Weisungen des Versicherers, dokumentieren Sie alle Schritte und zeigen Sie einen Angriff durch Dritte bei der Polizei an.

Welche IT-Sicherheit verlangt die R+V von meinem Betrieb?

Die Bedingungen fordern individuelle Zugänge mit ausreichend komplexen Passwörtern, Administratorrechte nur für Administratoren und einen automatisch aktualisierten Schutz gegen Schadsoftware. Sicherheitsupdates müssen zeitnah installiert werden. Dazu kommt eine mindestens wöchentliche Datensicherung, deren Datenträger getrennt aufbewahrt und regelmäßig geprüft werden.

Kann ich die Cyber-Versicherung der R+V einzeln abschließen?

Die R+V verkauft die CyberRisk Versicherung als Baustein ihrer Bündelverträge, etwa der UnternehmensPolice, der MedizinerPolice oder der AgrarPolice. Sie können dort einzelne Bausteine wählen statt eines Komplettpakets. Ab zwei Verträgen in der UnternehmensPolice gibt es einen Bündelnachlass.

Zahlt die R+V bei manipulierten Überweisungen?

Schäden, weil Dritte Ihre Online-Bankdaten durch Phishing, Pharming oder Identitätsdiebstahl missbrauchen, ersetzt die R+V, wenn dieser Teil im Vertrag vereinbart ist. Ein Sicherheitsvorfall in Ihren eigenen Systemen ist dafür nicht nötig. Haftet allerdings die Bank für den Schaden oder ersetzt sie ihn, leistet die R+V nicht.

Wie kündige ich die Cyber-Versicherung der R+V?

Ein Vertrag mit mindestens einem Jahr Laufzeit verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn die Kündigung nicht spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres eingeht. Sie kündigen in Textform. Nach einem Schadenfall können beide Seiten innerhalb eines Monats nach Abschluss der Verhandlungen kündigen, Verträge über mehr als drei Jahre laut § 11 VVG auch zum Ende des dritten Jahres.

Was bedeutet die LeistungsUpdate-Garantie der R+V?

Führt die R+V für den Tarif neue oder bessere Bedingungen ein, gelten sie automatisch auch für Ihren bestehenden Vertrag. Individuelle Vereinbarungen wie eine besondere Selbst­beteiligung haben dabei Vorrang. Beide Seiten können die Garantie mit drei Monaten Frist zum Vertragsablauf gesondert kündigen.

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Lena Mierbach
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