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Organspende: Anderen Menschen ein zweites Leben schenken

„Soll ich mit meinen Organen Menschenleben retten oder nicht?“ Nach dem geänderten Transplantationsgesetz sollte sich jeder mit der Frage beschäftigen, was nach seinem Tod mit den Organen geschehen soll. Darauf finden die meisten jedoch nur selten eine schnelle Antwort. Schließlich hat die Entscheidung für oder gegen den Organspendeausweis großen Einfluss auf das Leben der Hinterbliebenen. Denn es kommen häufig Zweifel auf, ob der Hirntod wirklich das Ende eines Menschenlebens bedeutet.

Transplantationsgesetz regelt Organspenden
Seit 1997 regelt das Transplantationsgesetz, unter welchen Voraussetzungen ein Organ zur Organspende entnommen werden darf. Das Gesetz sieht die Regelung der Spende, Entnahme und Übertragung von Spenden vor. Dem Transplantationsgesetz zufolge dürfen einem Verstorbenen nur dann Organe entwendet werden, wenn er dem im Vorfeld zugestimmt hat. Schließlich gilt der Wille des Verstorbenen auch über seinen Tod hinaus. Wenn dieser nicht bekannt ist, entscheiden die nächsten Angehörigen über die mögliche Organspende.

Krankenhäuser nur mit Transplantationsbeauftragten

Seit dem 1. August 2012 sieht das Transplantationsgesetz neue Regelungen für Krankenhäuser und Versicherer vor. Demnach müssen Krankenhäuser mit Intensivstationen Transplantationsbeauftragte bestellen, die sich um die Koordination der Organspende kümmern.

Regelmäßige Aufklärung der Bundesbürger

Darüber hinaus sollen die Bundesbürger immer häufiger und direkter um ihre Meinung und eventuelle Einwilligung zur Organspende gebeten werden. Im Zuge dessen werden Versicherte der privaten Krankenversicherung und gesetzlichen Krankenversicherung angeschrieben und gefragt, ob sie nach ihrem Hirntod ihre Organe spenden wollen. Hierbei werden ihnen in der Regel drei Möglichkeiten zur Verfügung gestellt:

  • Entscheidung für die Spende: Wenn Sie sich für die Spende entscheiden, füllen Sie den beigefügten Organspendeausweis aus. In dem Fall können Sie angeben, welche Organe zur Spende entnommen werden dürfen.
  • Entscheidung gegen die Spende: ebenso ein Nein zur Organspende kann auf dem beigefügten Ausweis vermerkt werden. Alternativ zur Organspende können sie derartige Informationen mittels einer Patientenverfügung bekanntgeben oder diese der Familie auf direktem Wege mitteilen.
  • Keine Entscheidung: werden keinerlei Entscheidungen getroffen, müssen Versicherte nichts tun. Jedoch sollten sie sich klarmachen, dass die Entscheidung den Angehörigen im Ernstfall auferlegt wird.

Lebendspender besser abgesichert

Mit der Änderung des Transplantationsgesetzes werden Lebendspender fortan sowohl rechtlich (zur Rechtsschutzversicherung) als auch finanziell besser abgesichert. Auch wenn das medizinische Risiko von Lebendspendern gering ist, ist ein derartiger Eingriff häufig mit finanziellen Einbußen, wie etwa einem Verdienstausfall, behaftet. Künftig kann ein Lebendspender Ansprüche gegen die Krankenkasse durchsetzen, vor allem bei der Krankenbehandlung, Vor- und Nachbetreuung, Rehabilitation und hinsichtlich des Krankengeldes und der Fahrtkosten. Daneben unterliegt ein Lebendspender auch dem Entgeltfortzahlungsgesetz. Somit hat er bis zu sechs Wochen nach Organentnahme Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Ein Spender rettet gleichzeitig sieben Menschen das Leben
Nach dem Tod eines Menschen können Organe, wie Herz, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und Nieren zur Spende freigegeben werden und somit das Leben (zur Lebensversicherung) weiterer sieben Menschen retten. Dabei werden Nieren am häufigsten verpflanzt, während die Dünndarm-Transplantation eher seltener vorkommt. Nicht nur Organe selbst können gespendet werden, sondern auch andere Körperbestandteile, wie zum Beispiel Haut, Hornhaut oder Knochen. Im Gegensatz zu den Organen retten sie nicht Menschenleben. Vielmehr wird mit ihrer Transplantation eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht. So kann Hornhaut fast erblindeten Menschen einen Teil ihrer Sehkraft schenken. Hingegen verhindert die Transplantation von Arm- und Beinknochen eventuelle Amputationen bei Unfallopfern und Krebskranken (zur Krebsversicherung). Daneben kommt das Gewebe verstorbener Menschen auch in der Schönheitschirurgie zur Anwendung, beispielsweise um Lippen voller aussehen zu lassen.

Ablauf einer Organspende

Die postmortale Organspende findet lediglich unter Berücksichtigung fester Regeln statt, die im Transplantationsgesetz verankert sind:

Schritt 1: Feststellung des Hirntods

Erhärtet sich der Verdacht eines Hirntodes, werden die Angehörigen zunächst darüber in Kenntnis gesetzt. Daneben prüfen zwei Ärzte unabhängig voneinander, ob der Hirntod unumkehrbar eingetreten ist. Hierbei ist es wichtig, dass die prüfenden Ätzte nicht an der Entnahme oder Übertragung der Organe beteiligt sind. Mit der Feststellung des Hirntods geht der Deutschen Stiftung Organtransplantation die Information über einen potenziellen Spender zu.

Schritt 2: Prüfung der Bereitschaft zur Organspende

Hat der Verstorbene die Organspende abgelehnt und diese entsprechend im Organspendeausweis vermerkt, kommt es zu Abschaltung der organerhaltenden Maßnahmen und die Körperfunktionen erlöschen. Kann der Nachweis eines Organspendeausweis nicht festgestellt werden, fragt man zunächst die Angehörigen. Sie können sich entweder für oder gegen die Organspende entscheiden. Treffen sie keinerlei Entscheidung gilt dieses Stillschweigen als Ablehnung. Wenn jedoch die Bereitschaft zur Organspende im Ausweis vermerkt ist, wird die Organentnahme vorbereitet.

Schritt 3: Organentnahme und Transplantation

Wurde die Einwilligung entweder über dem Spendeausweis oder die Angehörigen eingeholt, findet eine ganzheitliche Untersuchung des Spenders statt. Dabei werden die Ergebnisse der Deutschen Stiftung Organtransplantation an Eurotransplant, die europaweite Vermittlungsstelle für Organtransplantationen, weitergeleitet. Anschließend werden die Organe aus dem verstorbenen Körper entnommen. Zeitgleich begibt sich Eurotransplant auf die Suche nach einem passenden Organempfänger und erkundigt sich bei den entsprechenden Transplantationszentren. Nach ihrer Entnahme werden die Organe nochmals untersucht und zu den bedarfmeldenden Transplantationszentren geschickt. Dort findet die Transplantation der Organe statt.

Ist der Hirntod das Ende des Lebens?

In Ärztekreisen wird der Hirntod als irreversibel erloschene Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms verstanden. Durch Beatmung und mithilfe anderer medizinischer Instrumente wird die Herz- und Kreislauffunktion künstlich am Leben gehalten. Demgegenüber kann der Puls des Hirntoten noch ertastet werden, genauso wie der Herzschlag und die Atmung. In dem Zusammenhang weisen einige Hirntote eine warme Körpertemperatur auf, können schwitzen, ausscheiden, verdauen, sodass im Grunde ein Stoffwechsel noch existiert. Angesichts zahlreicher Forschungsergebnisse kann nicht mit absoluter Gewissheit gesagt werden, dass ein Hirntoter wirklich tot ist. Schließlich könne sein Körper die Temperatur regulieren und auf Infektionen reagieren. Unter Einsatz feiner Messinstrumente können die aufgenommenen Muster des Hirntoten darauf hinweisen, dass auf Schmerz reagiert wird.

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