Erfahrungen & Bewertungen zu transparent-beraten.de GmbH
Transparent-Beraten logo
ic_local_phone_black_24px Created with Sketch.
sandwich Created with Sketch.
Wir beraten Sie gern!

Unsere Berater freuen sich von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr (oder nach Vereinbarung) auf Ihre Fragen.

030 – 120 82 82 8 kontakt@transparent-beraten.de
Zweigstellen
Deutschlandweit in Bayern, NRW, Niedersachsen etc. Alle Zweigstellen ›

Aktuelle Studie beweist: Vier-Tage-Woche kann das Arbeitsmodell der Zukunft werden

Immer mehr Firmen bieten ihren Mitarbeitern eine 4-Tage-Woche an. Der Trend geht auch in Deutschland eindeutig zur Teilzeit. Besonders bei jungen Mitarbeitern kommt die Option oft gut an. Doch auch der Arbeitgeber kann von dem neuen Modell profitieren: durch gesündere und produktivere Mitarbeiter.

- News von Claudia Täubner

Teilzeit liegt im Trend

Große Firmen wie Google und Amazon bieten ihren Mitarbeitern bereits die Möglichkeit, früher ins Wochenende zu starten. Spätestens seit dem rasanten Anstieg von Burnout-Diagnosen werden auch von deutschen Firmen immer häufiger Teilzeitmodelle angeboten. Die verkürzte Arbeitswoche ist bereits seit längerem im Gespräch, berühmte Vertreter sind zum Beispiel Tim Ferriss mit seinem bekannten Buch „The 4-Hour Work Week“ oder auch David Spencer, ein Wirtschaftsexperte der Leeds University School, der ein drei-Tage-Wochenende fordert. Ob Weiterbildung, Sport, Entspannung, oder kurzfristige Reisen – wie der zusätzliche freie Tag von den Arbeitnehmern genutzt wird, steht ihnen völlig frei. Und das wird immer mehr Menschen immer wichtiger.

3-Tage Wochenende steigert Lebens- und Arbeitsqualität

Laut David Spencer ist derjenige Arbeitnehmer produktiver, der weniger, nicht mehr arbeitet. Denn, so seine Begründung, je mehr Stunden man mit Arbeit verbringe, desto niedriger sei die Konzentration. Dadurch entstünden Fehler, die Qualität der verrichteten Arbeit nehme ab. Doch laut Spencer leidet nicht nur die Produktivität unter dem hohen Arbeitspensum, sondern auch die Gesundheit des Arbeitnehmers. Denn einerseits kann die Psyche des Mitarbeiters durch den übermäßigen Stress angegriffen werden und es können Krankheiten wie Burnout oder Depressionen entstehen, andererseits wirkt sich zuviel Stress auch auf den Körper aus und es kann zu Krankheiten wie Herzproblemen, Schlafstörungen und Rückenschmerzen kommen.

Urlaubsregelung im 4-Tage-Woche-Modell

Einige Arbeitgeber reduzieren die Arbeitszeit auf 4 Tage und kürzen gleichzeitig auch das Gehalt um 20 Prozent. Andere Firmen bieten stattdessen an, dass die Mitarbeiter täglich zehn Stunden arbeiten und dafür weiterhin volles Gehalt beziehen. Generell gilt, dass die Anzahl der Urlaubstage angepasst wird, sobald weniger als 5 Tage in der Woche gearbeitet wird. Hat der Arbeitnehmer vorher bei einer 5-Tage-Woche á 40 Stunden Anspruch auf 30 Urlaubstage im Jahr gehabt und seine Arbeitszeit wird nun auf 4 Tage reduziert, so wird seine Urlaubstageanzahl auf 25 Tage verringert. Der Mindesturlaubsanspruch wird in Deutschland durch das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt. Für eine 5-Tage-Woche sieht das Gesetz einen Mindestanspruch von 20 Urlaubstagen vor. In der Regel werden in Arbeitsverträgen allerdings mehr Urlaubstage vereinbart. Den Anspruch auf die volle Urlabstageanzahl bekommt der Arbeitnehmer allerdings erst, wenn er mindestens sechs Monate lang bei dem Unternehmen gearbeitet hat.

Unternehmen, die bisher eine 4-Tage-Woche anbieten, sind unter anderem

  • Google
  • Amazon
  • DocCheck AG
  • comdirect
  • Bike Citizens
  • elbdudler
  • edarlings
  • Exxeta AG
  • meetyoo
  • MediaEvent Services
  • mindsquare GmbH
  • msg David GmbH
  • whatever mobile
  • sofasession
Pro und Contra 4-Tage Woche

Pro

  • glücklichere und gesündere Mitarbeiter
  • positiveres Unternehmensimage
  • Bindung von Mitarbeitern an die Firma

Contra

  • Höhere Kosten durch eventuell benötigtes zusätzliches Personal
  • Reduzierter Urlaubsanspruch
  • eventuell reduzierter Rentenanspruch

Positive Ergebnisse in Schwedischem Teilzeit-Experiment

Weil Studien immer wieder belegt haben, dass acht Stunden am Tag zu arbeiten weder gesund noch produktiv ist, haben sich verschiedene Kommunen und Unternehmen in Schweden entschlossen zu beweisen, dass man auch mit einer 30-Stunden-Woche gute Ergebnisse erzielen kann. Bisher sind von Altenpflegern, Ärzten und Krankenschwestern bis hin zu Internet-Startups viele verschiedene Unternehmensbereiche an dem Projekt beteiligt. Als Ergebnis wurde dabei bei allen teilnehmenden Unternehmen angegeben, dass die Krankenzahlen seit der Einführung der verringerten Arbeitszeit rapide gesunken sind. In einigen Firmen ließ sich zudem eine Steigerung der Produktivität nachweisen, zudem kamen auf diese Weise mehr Menschen zu einer Arbeit, was die Ausgaben des Staates für die Arbeitslosenversicherung reduziert hat.

Fazit: Teilzeit wird in Zukunft zunehmen

Der Trend zur verringerten Arbeitszeit wird in Zukunft nicht abreißen, im Gegenteil: Da gerade bei jüngeren Menschen immer mehr das Thema Work-Life-Balance an Wichtigkeit gewinnt, werden sich zukünftig viele Unternehmen nach dem Vorbild derjenigen richten, die das Modell der verkürzten Arbeitswoche bereits anbieten. Die technischen Standards unserer heutigen Zeit lassen eine verkürzte Arbeitszeit ohne weiteres zu – ob wir die Vorteile des Fortschritts auch nutzen, bleibt uns letztendlich selbst überlassen. Allerdings sollte vor der Wahl der verkürzten Arbeitszeit beachtet werden, dass mit dem verringerten Lohn auch der Anspruch auf die Rentenzahlung sinkt. Bevor also dieses Modell gewählt wird, sollte durchgerechnet werden, ob man sich das Ganze auch langfristig leisten kann. Einer der möglichen positiven Effekte dürfte eine Reduzierung der Leistungen von Berufsunfähigkeitsversicherungen sein.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.07.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
Claudia Täubner
mehr erfahren
Newsletter - Wir halten Sie auf dem Laufenden!
Unser Newsletter versorgt Sie mit Infos rund um das Thema Versicherungen.

Sie können sich jederzeit abmelden, indem Sie auf den Link in der Fußzeile unserer E-Mails klicken. Informationen zu unseren Datenschutzpraktiken finden Sie hier.
ein Service von